
Ein Tag in Seattle: Bier, Kaffee, Kaugummis und der Public Market
Wir begeben uns auf ein Shopping-Abenteuer, das in Bellingham beginnt und uns tief in die glitzernden Einkaufswelten von Seattle führt – ein echtes Erlebnis für jeden Schnäppchenjäger!
Unsere erste Station: die ROSS Dress For Less-Filiale in Burlington. Mit scharfen Blicken durchforsten wir die Regale, um ein paar echte Schnäppchen zu ergattern. Doch Burlington ist nur der Anfang. Die nächste Etappe führt uns nach Marysville, zur nächsten ROSS-Filiale. Der Einkaufswagen füllt sich, die Laune steigt, und wir fühlen uns bereit für den nächsten großen Schritt.
Gegen 10 Uhr erreichen wir die beeindruckenden Seattle Premium Outlets. Hier scheint die Shopping-Welt endlos: GAP, Disney, Vans, Adidas – jeder Laden ruft unseren Namen, und wir können kaum widerstehen. Besonders aufgeregt war ich jedoch bei der Suche nach einer ganz besonderen Überraschung für meinen Enkel: einer Sulley-Plüschfigur aus dem Film Die Monster AG. Schließlich hatte ich ihm dieses blaue, zottelige Monster versprochen, und ein gebrochenes Versprechen ist für eine Oma keine Option.
Doch dann der Schock im Disney Store: Sulley? Komplett ausverkauft! Kein einziges blaues Pelzmonster weit und breit. Die Enttäuschung ist groß, aber der Kampfgeist erwacht. Schließlich leben wir im digitalen Zeitalter – also schnell das Handy gezückt und Google gefragt: „Wo finde ich Sulley?“ Und siehe da, Google enttäuscht nicht: JC Penney Stores haben oft Disney-Abteilungen, und die Filiale in Seattle hat tatsächlich noch vier Exemplare auf Lager. Jackpot!



Motiviert und voller Hoffnung machen wir uns auf den Weg nach Seattle, wo wir sofort die Disney-Ecke im JC Penneyansteuern. Doch die Suche entwickelt sich zur Schnitzeljagd. Kein Sulley weit und breit! Eine Mitarbeiterin bietet ihre Hilfe an, und plötzlich sind wir in einem kleinen Detektiv-Team: drei Verkäuferinnen durchforsten gemeinsam mit uns den Laden. Wir schauen in Regale, unter Displays und hinter Stapel von Kuscheltieren – aber Sulley bleibt verschwunden.
Dann, als die Hoffnung fast schwindet, hat eine der Verkäuferinnen eine Idee. Sie prüft die Lagerbestände in anderen Filialen und – Trommelwirbel – sie findet einen Sulley! Leider liegt er in einer anderen Filiale und kann uns erst morgen erreicht werden. Doch die Freude ist groß, und wir lassen das blaue Monster für uns reservieren.
Für den Fall, dass Sulley uns doch noch entwischen sollte, haben wir Plan B in der Tasche. Wir entscheiden uns für zwei Alternativen: Lucky, den süßen Dalmatiner, und Abu, den frechen Affen aus Aladdin. Okay, Abu ist in diesem Fall eher der Elefant, in den der Dschinni ihn verwandelt hat, aber hey – Details! Unser Enkel wird diese beiden neuen Freunde lieben, und wir verlassen den Laden mit breiten Grinsen und voll bepackt.
Das Shopping-Abenteuer war vielleicht nicht ganz wie geplant, aber es war aufregend, unterhaltsam und, ehrlich gesagt, ein echter Familienkrimi mit Kuscheltier-Bonus. Und das Beste: Morgen wartet der finale Showdown mit Sulley!

Ehrlich gesagt, kein Urlaub in den USA wäre vollständig ohne eine ausgiebige Shopping-Tour – und ja, wir sind absolut begeistert vom Einkaufen hier! Die schier endlosen Möglichkeiten in riesigen Einkaufszentren, Off-Price-Warenhäusern wie ROSS Dress for Less und den gigantischen Factory Outlet Centers machen das Shoppen in den USA zu einem Erlebnis, das mit nichts anderem vergleichbar ist.
Das Besondere daran? Hier gibt es Marken und Designs, die man in Europa oft vergeblich sucht, und das zu Preisen, bei denen Schnäppchenjäger ins Schwärmen geraten. Wenn dann auch noch der Wechselkurs des US-Dollars günstig steht und wir unsere Rabatt-Coupons klug einsetzen, fühlt sich jedes Schnäppchen wie ein kleiner Sieg an.
Zwischen den Shopping-Etappen gönnen wir uns natürlich auch eine kleine Pause. Und was passt da besser als eine Stärkung im Food Court? Ein Klassiker für uns ist der Besuch bei Famous Wok. Dort bestellen wir uns leckeres Orange Chicken und Nudeln – genau das Richtige, um die Energiereserven aufzuladen, bevor es wieder weitergeht. Mit gut gefüllten Einkaufstüten machen wir einen kurzen Abstecher zum Auto, um unsere Schätze sicher zu verstauen, und stürzen uns dann erneut ins Einkaufsgetümmel.
Für uns ist das nicht nur ein Pflichtprogramm, sondern ein echtes Highlight unserer USA-Reisen. Es gehört einfach dazu, in dieses Einkaufsparadies einzutauchen, neue Lieblingsstücke zu entdecken und ein bisschen Abenteuerlust in den Gängen der Stores zu spüren. Shopping hier ist mehr als nur Einkaufen – es ist ein Erlebnis, das wir jedes Mal aufs Neue genießen!

Unser aufregender halbtägiger Shopping-Marathon findet seinen krönenden Abschluss in den heiligen Hallen von Emerald City Harley-Davidson. Hier glänzen die Maschinen wie polierte Juwelen, und das ikonische Zubehör lässt die Herzen von Motorradliebhabern höherschlagen. Während wir durch den Showroom schlendern, genießen wir die entspannte Atmosphäre und lassen die Erlebnisse der letzten Stunden Revue passieren. Die Kombination aus Shopping-Freude und der unverwechselbaren Harley-Davidson-Ästhetik ist einfach unschlagbar!

Doch der Tag ist noch längst nicht vorbei – jetzt beginnt das nächste Kapitel unseres Abenteuers: Seattle, die „Smaragdstadt“, ruft! Diese lebendige Metropole hat uns bereits beim Gedanken an die bevorstehenden Erlebnisse in ihren Bann gezogen.
Seattle – die Stadt, die wie ein guter Freund ist, der einem stets ein warmes Willkommen bereitet. Nach all den Abenteuern in Alaska und Kanada fühlt es sich hier in der Smaragdstadt fast wie ein Heimkommen an, und es ist der perfekte Abschluss unserer Reise.
Unser gemütlicher Spaziergang beginnt natürlich beim Pike Place Market, diesem ikonischen Herzstück der Stadt. Der Markt ist ein wahres Fest für die Sinne: ein Kaleidoskop aus Farben, Düften und Klängen. Hier begegnet man dem unermüdlichen Treiben der Händler, dem rhythmischen Schlagen der Messer an den Fischständen und dem fröhlichen Geplauder der Besucher, das in der Luft schwebt.

Die Obst- und Gemüsestände bieten ein so leuchtendes Farbenspiel, dass es fast zu schade ist, die perfekt arrangierten Auslagen zu stören. Die Blumensträuße, die in Hülle und Fülle angeboten werden, sind Kunstwerke für sich – riesige Bouquets aus leuchtenden Dahlien, Rosen und Lilien, die so prachtvoll sind, dass man sich fragt, ob sie vielleicht direkt aus einem Märchenbuch stammen. Und das Beste? Sie kosten hier nur einen Bruchteil dessen, was man anderswo bezahlen würde.
Dann sind da noch die Fischhändler, die mit einer beeindruckenden Choreografie die Fische durch die Luft werfen, während sie lautstark ihre Spezialitäten anpreisen. Es ist ein Schauspiel, das man einfach gesehen haben muss – eine Mischung aus Geschäft und Unterhaltung, die den Markt so einzigartig macht.
Wir schlendern weiter und entdecken kleine, versteckte Geschäfte, die alles anbieten, von handgemachten Seifen bis zu einzigartigen Antiquitäten. Hier und da finden wir ein charmantes Souvenir, das uns später zu Hause immer an diesen besonderen Ort erinnern wird.
Es ist ein Ort, an dem man das Leben in seiner ganzen Vielfalt spüren kann – bunt, lebendig und voller Energie. Der Pike Place Market ist nicht nur ein Markt, sondern ein Erlebnis, das die Seele dieser faszinierenden Stadt perfekt widerspiegelt.
BILDERGALERIE: Public Market Seattle
Unser Tag in Seattle startet voller Vorfreude und mit einem klaren Plan: ein Mix aus kulinarischen Highlights, Kult und natürlich einem guten Schluck Craft Beer.
Der erste Stopp ist das Hard Rock Café – ein Ort, an dem Musikgeschichte und gutes Essen Hand in Hand gehen. Das Ambiente ist wie immer einzigartig: Gitarren, signierte Platten und Konzertplakate schmücken die Wände, und die lockere Atmosphäre zieht uns sofort in ihren Bann. Wir gönnen uns saftige Burger, die uns daran erinnern, warum das Hard Rock Café so einen legendären Ruf genießt.
Danach folgt eine kleine Pilgerreise zum Original: Seattle, die Heimat von Starbucks, darf natürlich nicht ohne einen Kaffeestopp bleiben. Mit dampfenden Bechern in der Hand genießen wir das unvergleichliche Aroma – der Kaffee ist hier einfach ein bisschen besser, oder? Vielleicht liegt es an der Luft der Stadt oder einfach daran, dass wir uns im Herzen von Starbucks-Land befinden.
Nach diesem perfekten Start in den Tag schlendern wir durch die belebten Straßen Seattles. Überall spüren wir die kreative und energiegeladene Atmosphäre, die diese Stadt so besonders macht. Künstler, Straßenmusiker und kleine Boutiquen verleihen jeder Ecke ihren eigenen Charakter.
Der Höhepunkt des Abends erwartet uns dann um 18 Uhr bei der Pike Brewing Company, einem wahren Juwel in Seattles Craft-Beer-Szene. Schon kurz vor der Zeit machen wir uns auf den Weg, denn wir wollen auf keinen Fall das Intro verpassen. Die Brauerei selbst liegt mitten im Trubel des Pike Place Market und strahlt eine rustikale Gemütlichkeit aus.



Schon beim Betreten der Pike Pub & Brewery fühlten wir uns in eine andere Welt versetzt. Der Duft von frisch gebrautem Bier hing in der Luft, und überall sahen wir historische Bierutensilien, Erinnerungsstücke aus aller Welt und beeindruckende Exponate, die Biergeschichte lebendig machten. Es war, als hätte jemand ein Museum in eine Brauerei gepackt – oder eine Brauerei in ein Museum. So oder so, wir waren begeistert!
Unser Abenteuer begann mit einem herzlichen Empfang durch Abil, unsere Tourguide. Sie strahlte eine solche Energie aus, dass man sofort wusste: Diese Führung wird alles andere als trocken! Wir fanden uns schnell in einer kleinen, bunt gemischten Gruppe wieder: ein sympathisches Paar aus Chicago, zwei lebenslustige junge Männer aus Dänemark und wir. Die Atmosphäre war sofort locker und entspannt – als würde man sich mit alten Freunden auf ein Bier treffen.
Abil entpuppte sich als wahres Füllhorn an Wissen und Leidenschaft für alles rund ums Bier. Mit lebhaften Erzählungen und einer ordentlichen Prise Humor erklärte sie uns die Kunst des Brauens – von der Auswahl der Zutaten bis hin zur letzten Braublase. Doch das war noch nicht alles. Abil hatte ein unglaubliches Talent, trockene Fakten in spannende Geschichten zu verwandeln. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Bier in der Antike manchmal als Währung verwendet wurde? Oder dass es während der Prohibition zu einem regelrechten Schwarzmarkt für heimlich gebrautes Bier kam? Mit Anekdoten wie diesen hielt sie uns bei Laune und machte die Geschichte des Biers zu einem wahren Erlebnis.

Eines der Highlights war definitiv die Verkostung der Brau-Zutaten. Abil ließ uns an Malz schnuppern, Hopfen probieren und erklärte, wie die Hefe das Bier zum Leben erweckt. Es war faszinierend, die Aromen so intensiv wahrzunehmen – eine sensorische Reise, die uns die Komplexität des Brauens noch näherbrachte.
Doch das Beste kam natürlich zum Schluss: die Bierverkostung. Wir probierten uns durch einige der besten Kreationen der Brauerei, darunter den kräftigen “Kilt Lifter”, das würzige “Monk’s Uncle”, das erfrischende “Space Needle IPA”und das vollmundige “Pike Stout”. Jedes Bier hatte seinen ganz eigenen Charakter, und Abil gab uns hilfreiche Tipps, worauf wir beim Verkosten achten sollten. Plötzlich fühlten wir uns wie echte Bier-Connaisseure – oder zumindest wie solche, die es noch werden könnten.
Am Ende der Tour überreichte uns Abil ein stilvolles Pint-Glas als Andenken. Es wird in meiner Bierglas-Sammlung einen Ehrenplatz bekommen – auch, weil es an eine der besten Führungen erinnert, die wir je erlebt haben. Mit einem neuen Respekt für die Kunst des Bierbrauens und einem Lächeln auf den Lippen verließen wir die Brauerei.
Diese Tour in der Pike Pub & Brewery war nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein Fest für die Sinne und den Geist. Danke, Abil, für diese wunderbare Erfahrung – du hast uns nicht nur Bier nähergebracht, sondern auch einen unvergesslichen Abend beschert!
BILDERGALERIE: The Pike Pub Brewery Tour
Nach unserer aufregenden Brauerei-Tour war klar: Dieser Abend musste mit einem würdigen kulinarischen Finale gekrönt werden. Zum Glück hatten wir vorausschauend über OpenTable einen Tisch reserviert – eine weise Entscheidung, denn das riesige Restaurant war bis auf den letzten Platz gefüllt. Hier tobte das Leben, und wir waren mittendrin!
Die Speisekarte las sich wie ein Gedicht für Feinschmecker. Unsere Wahl fiel schließlich auf eine der Spezialitäten des Hauses: die Beer-Braised Bratwurst. Schon beim ersten Blick auf die Beschreibung lief uns das Wasser im Mund zusammen. Eine frisch zubereitete Pike IPA Bratwurst von Bavarian Meats, begleitet von hausgemachtem Apfel-Sauerkraut, einem cremigen Meerrettich-Kartoffelpüree und der wuchtigen Aromatik des Pike XXXXX Stout-Senfs– das klang nicht nur verlockend, sondern war eine echte Hommage an die Braukunst und die regionale Küche.
Natürlich durfte auch das passende Bier nicht fehlen. Auf Empfehlung von Abil, unserer enthusiastischen Tourguide, wagten wir uns an das Pike Doughie Fresh Bier. Dieses Meisterwerk wird aus frischem Hopfen gebraut, der direkt von der Ranke kommt – eine echte Rarität in der Welt der Biere, da normalerweise getrockneter Hopfen verwendet wird. Und der Geschmack? Ein wahres Feuerwerk auf der Zunge: intensiv, frisch und mit einem Aroma, das den Geist des Handwerks perfekt einfing.
Als unsere Teller vor uns landeten, war klar, dass wir hier nicht nur essen, sondern ein Erlebnis feiern würden. Jeder Bissen der Bratwurst war ein Genuss, perfekt ergänzt durch die Kombination aus sauer, cremig und würzig. Der Stout-Senf setzte mit seinem intensiven, leicht rauchigen Aroma noch einen drauf. Und das Bier? Es passte wie die Faust aufs Auge – eine Geschmacks-Symphonie, die perfekt harmonierte.
Der Abend wurde abgerundet durch die lebhafte Atmosphäre der Brauerei. Überall hörte man Gelächter, Gläserklirren und das leise Summen von Gesprächen. Es war, als würde die Seele des Ortes in jeder Ecke spürbar sein. Dieses Zusammenspiel aus herzhaftem Essen, außergewöhnlichem Bier und einer einzigartigen Stimmung machte den Abend zu einem Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Hier war nicht nur der Gaumen glücklich, sondern auch das Herz.

Nach unserer kulinarischen und bierigen Verwöhnung in der Brauerei wurde es langsam Zeit, sich auf den Heimweg zu machen. Unser Hotel lag schließlich noch gut eine Stunde entfernt, und wir hatten uns vorgenommen, den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Doch bevor wir uns endgültig verabschiedeten, stand noch ein spontaner Stopp auf dem Programm – an einem Ort, der ebenso berühmt wie ungewöhnlich ist: die Gum Wall.
Die Gum Wall, oder besser gesagt, die klebrige Kaugummi-Kunstgalerie Seattles, ist genauso bizarr wie faszinierend. Stellen Sie sich eine kleine Gasse vor, deren Wände buchstäblich von oben bis unten mit Kaugummis bedeckt sind – in allen erdenklichen Farben, Formen und manchmal sogar Mustern. Es ist ein chaotisch-buntes Kunstwerk, das die Kreativität der Menschen widerspiegelt, die diese Stadt besuchen. Einheimische und Touristen haben hier über Jahre hinweg ihre klebrigen Spuren hinterlassen.
Natürlich ist das Konzept ein bisschen… sagen wir mal „ungewöhnlich“. Wer kommt schon auf die Idee, eine Stadt mit einer Wand zu schmücken, die aussieht wie ein Süßwarenladen nach einem Tornado? Aber genau das macht ihren Reiz aus. Es ist schrill, es ist einzigartig – und es ist Seattle.
Die Tradition begann in den 1990er-Jahren, als gelangweilte Theaterbesucher des benachbarten Market Theater ihre Kaugummis einfach an die Wand klebten. Wahrscheinlich hatte niemand geahnt, dass sich daraus eine der skurrilsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entwickeln würde. 2015 wurde die Wand gründlich gereinigt – eine wahre Mammutaufgabe, bei der über eine Tonne Kaugummi entfernt wurde. Doch keine Sorge: Schon wenige Tage später war die Wand wieder mit frischen Kaugummis bedeckt, und das Spektakel begann von Neuem.
Abil hatte uns während der Brauerei-Tour erzählt, dass sogar Paare ihre Hochzeitsfotos vor der Gum Wall machen. Geschmack ist bekanntlich relativ, aber es beweist einmal mehr, wie tief diese Wand im Herzen der Stadt verwurzelt ist.

Leider waren wir auf unseren Abstecher nicht vorbereitet und hatten keinen Kaugummi dabei. Ein Beitrag von uns muss also warten, bis wir Seattle das nächste Mal besuchen. Doch selbst ohne aktiv mitzumachen, war der Anblick dieser farbenfrohen Kuriosität ein Erlebnis. Jeder Kaugummi schien eine kleine Geschichte zu erzählen, ein Stück Persönlichkeit an die Wand geklebt – im wahrsten Sinne des Wortes.
Nach unserem Besuch bei der Gum Wall führte uns unser Weg durch den geschlossenen Pike Place Market. Ohne die üblichen Stände und Menschenmassen lag eine fast mystische Stille über dem Ort. Wo tagsüber Obst, Gemüse und frischer Fisch verkauft werden, herrschte nun eine eigenartige Ruhe. Es war ein Kontrastprogramm, das uns die andere, nachdenklichere Seite dieses pulsierenden Marktes zeigte.
Bevor wir Seattle endgültig Lebewohl sagten, hielten wir noch kurz am Hafen an, um einen letzten Blick auf das beleuchtete Riesenrad zu werfen. Gegen den dunklen Himmel zeichnete es eine imposante Silhouette und ließ uns ein wenig wehmütig werden.
Seattle hatte uns mit seiner Kreativität, Vielfalt und seinem ganz eigenen Charme wieder einmal verzaubert. Beim nächsten Mal, das stand fest, würden wir mehr Zeit mitbringen – Zeit für noch mehr Entdeckungen, Geschichten und natürlich… einen eigenen Kaugummi-Beitrag an der Gum Wall!

Manchmal sind es die Dinge, die man nicht tut, die einem eine Stadt noch mehr ans Herz wachsen lassen. So ist es auch mit der Space Needle – dieses ikonische Wahrzeichen von Seattle, das uns trotz fünf Besuchen irgendwie immer durch die Finger geglitten ist. Vielleicht ist es der Gedanke, dass diese 184 Meter hohe Dame ohnehin nirgendwo hingeht und uns jedes Mal freundlich vom Horizont aus zuwinkt. Oder es ist die subtile Magie, die uns bisher immer woanders hingezogen hat.
Aber jetzt mal ehrlich, wie oft bekommt man schon die Gelegenheit, aus luftigen Höhen einen 360-Grad-Blick über die Smaragdstadt, den Puget Sound, die Olympic Mountains und den majestätischen Mount Rainier zu genießen? Noch nie auf der Space Needle gewesen zu sein, fühlt sich an wie ein gut gehütetes Geheimnis – fast schon rebellisch.
Doch das Schöne daran? Es gibt uns einen perfekten Grund, wiederzukommen. Vielleicht wird unser sechster Besuch in Seattle der Moment, in dem wir den Aufzug zur Aussichtsplattform nehmen und dieses unvergleichliche Panorama selbst erleben. Wir können es förmlich hören, wie die Space Needle uns mit einem Augenzwinkern sagt: „Na, endlich habt ihr Zeit gefunden!“
Und so bleibt die Space Needle ein Teil unserer zukünftigen Abenteuerliste. Sie steht da, geduldig und charmant, bereit, uns willkommen zu heißen, wenn die Zeit reif ist. Denn eine Stadt wie Seattle gibt einem nie das Gefühl, jemals fertig mit ihr zu sein – es gibt immer noch ein bisschen mehr zu entdecken, zu bestaunen und, in unserem Fall, noch viel weiter in die Höhe zu gehen.