(2024) Smørrebrød und Småland – erst Fika, dann Familienbonus
Mai 2024. Der Camper steht vor der Tür – er hatte seinen ersten großen Ausflug hinter sich, die Toskana und Cinque Terre, und wir hatten Blut geleckt. Jetzt also der nächste Plan. Größer. Weiter. Nordischer.
Drei Wochen. Dänemark, Schweden, Holland, Belgien. Und weil eine Reise allein manchmal nur halb so schön ist, haben wir uns für die letzte Woche Verstärkung geholt: Nadine, Oli, Noah – sieben Jahre alt und bereits erfahrener Abenteurer – und Emilia, vier Jahre alt und im festen Besitz der Überzeugung, dass die Welt für sie gemacht wurde. Alle vier stoßen im letzten Drittel dazu. Wir bauen schon mal vor.
In drei Wochen haben wir Kopenhagen mit 20-Euro-Hotdogs und einer Meerjungfrau erlebt, die uns ignorierte. Wir sind durch Trollwälder gestapft und haben Dracheneier gefunden. Stefan ist auf einen Felsen geklettert und hat Wald gesehen. Ich habe im ABBA-Museum wieder zu tanzen angefangen. Wir haben Polkagris gegessen, noch warm, direkt aus der Manufaktur. Wir haben ein Riesenrad fast mit unserem Camper bestückt. Wir haben in Gent ein Boot gesteuert – Noah hat, um genau zu sein, und er hat es verdammt gut gemacht. Wir haben in Brügge Schokolade gegessen bis zur Kapitulation. Und dann hat unser Camper am Samstag vor Pfingsten an einer Shell-Tankstelle in Flensburg beschlossen, dass er jetzt Pause macht.
Das hier ist keine Städteliste und kein Sehenswürdigkeiten-Katalog. Es ist die Geschichte einer Familie, die mit einem Camper durch den Norden Europas zieht – mit allem, was dazugehört: Fika-Pausen, Zimtschnecken-Kapitulationen, Leuchttürmen die geschlossen waren, einem Zoo für 50 Euro den wir nicht wollten, und einem Siebenjährigen, der am Ende noch schnell Dänemark auf seine Länderliste gesetzt hat. Einfach weil er konnte.
Willkommen bei Böhms-on-Tour. Buckle up – es wird nordisch.