(2024) Dolce Vita, leere Akkus und 66 Euro für einen Limoncello – Gardasee im September
September 2024. Der Camper steht vor der Tür, als würde er ein bisschen fahren wollen. Also fahren wir.
Stefan und ich. Fünf Tage. Gardasee. Kein Programm, kein fester Plan, keine Rücksicht auf Spielplätze oder Eisdielen-Öffnungszeiten. Nur wir, der Camper, die Fahrräder – und die stille Übereinkunft, dass dieser Urlaub so spontan und so entspannt werden soll wie möglich.
Spoiler: Er wurde beides. Und noch ein bisschen mehr.
In fünf Tagen haben wir uns am Brenner-Outlet die Lüge erzählt, dass wir „nur kurz anhalten“. Wir haben 66 Euro für eine Bootsfahrt bezahlt, um eine Flasche Limoncello zu kaufen, die 17,50 kostet – und haben es keine Sekunde bereut. Wir haben Venedig mit dem Shuttleboot betreten und mit dem Gefühl verlassen, dass Stefan seine schlechten Erinnerungen an diese Stadt offiziell für ungültig erklärt. Wir haben ein Touristenbähnchen in Bardolino bestiegen, das uns einen Parkplatz und zwei Baustellen gezeigt hat, und drei Euro dafür bezahlt. Und wir haben mit leerem Fahrrad-Akku in Sirmione entdeckt, dass Boote das Bergauffahren vollständig überflüssig machen.
Das hier ist kein Reiseführer für den Gardasee. Es gibt keine Öffnungszeiten, keine Eintrittspreise, keine Empfehlungslisten. Es ist die Geschichte von fünf Tagen, in denen alles ein bisschen schieflief – und dabei vollkommen richtig war.
Willkommen bei Böhms-on-Tour. Stefan fährt. Gabi navigiert. Das Navi irrt sich manchmal. Wir auch. Und genau das macht es aus.