(2026) Sardinien – Zwei Camper, tausend Geschichten und ein kleines bisschen Wahnsinn
Eigentlich sollte dieser Urlaub gut geplant sein. Zwei Familien. Zwei Camper. Zwei Wochen Sardinien. Die Route stand, die Campingplätze waren gebucht und wir waren fest davon überzeugt, dass wir ungefähr wissen, was uns erwartet.
Spoiler: Wir wussten gar nichts.
Denn Sardinien hält sich nicht an Pläne. Die Insel überrascht hinter jeder Kurve. Mal mit Stränden, die aussehen, als hätte jemand die Farben etwas zu weit aufgedreht. Mal mit Straßen, auf denen Kühe und Schweine sehr deutlich machen, wer hier wirklich Vorfahrt hat. Und manchmal mit Menschen, die aus einem Restaurantbesuch einen Abend machen, den man Jahre später noch erzählt.
Wir lernten Esel kennen, die deutlich mehr Charakter hatten als so mancher Autofahrer. Wir landeten in einer Piratenbucht, standen auf Felsen, die aussahen wie Filmkulissen, wurden auf einem Boot unfreiwillig geduscht und stellten fest, dass Seadas eine erstaunlich hohe Suchtgefahr besitzen. Noah fand den vermutlich größten Bambusstab der Insel und trug ihn mit dem Stolz eines Ritters, der gerade seine erste Drachenprüfung bestanden hat. Flamingos ließen sich erst blicken, als wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten – offenbar wollten sie ihren dramatischen Auftritt bis zum Schluss aufheben.
Doch wenn wir heute an Sardinien denken, denken wir nicht zuerst an Strände oder Sehenswürdigkeiten. Wir denken an Giuseppe und Andrea, bei denen aus einem Abendessen ein Familienabend wurde und an Kaitlyn und die Baby-Ziege. An gemeinsames Lachen zwischen zwei Campern. An völlig verrückte Situationen, die sich niemand hätte ausdenken können. Und an diese unzähligen kleinen Momente, die in keinem Reiseführer stehen, aber am Ende den eigentlichen Urlaub ausmachen.
Genau davon erzählt dieses Logbuch. Nicht von der perfekten Reise. Sondern von unserer.
Willkommen bei Böhms-on-Tour. Setz dich dazu.