2026 – Sardinien: Zwei Camper, sechs Chaoten und die Mission „Insel-Glück“

Es ist wieder soweit. Der Countdown läuft, und in drei Wochen heißt es: Motor an, Alltag aus. Wer denkt, wir hätten aus dem letzten Jahr gelernt, als wir mit zwei Campern die italienischen Straßen unsicher gemacht haben, der irrt sich gewaltig. Wir tun es wieder. Oli und Nadine haben sich erneut ein mobiles Heim gemietet, und so rollen wir ab dem 27. März im Doppelpack Richtung Süden. Ein Konvoi, der vermutlich mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt – aber genau so lieben wir das.

Phase 1: Kreditkarten-Glühen und Schieflage in der Toskana

Unser erster strategischer Halt ist nichts für schwache Nerven oder schmale Geldbeutel: das Serravalle Outlet. Der Plan für den Samstag ist simpel: Wir kaufen das Outlet leer. Wenn der Camper danach tiefergelegt ist, liegt das nicht am vollen Wassertank, sondern an den Schnäppchen.

Bevor uns die Fähre in Livorno am späten Sonntag Abend verschlingt, schieben wir noch einen Pflichttermin in Lucca ein. Ein bisschen Kultur muss sein, damit wir uns nicht wie reine Konsum-Zombies fühlen. Wir spazieren über die Stadtmauer und tun so, als würden wir die Architektur bewundern, während wir eigentlich nur an das erste italienische Eis des Urlaubs denken.

Phase 2: Esel, Boote und Bauernhof-Romantik

Montagmorgen spuckt uns die Fähre auf Sardinien aus. Und ab hier verlassen wir das klassische Touristen-Handbuch. Übernachten auf Bauernhöfen statt auf Campingplätzen? Definitiv! Wenn man morgens vom ersten Hahnenschrei oder dem sanften Schnauben eines Esels geweckt wird, spart man sich wenigstens den Wecker. Agriturismo ist das Zauberwort – wir tauschen Asphalt gegen Landluft und schauen mal, ob wir das Camper-Leben mit ein bisschen Stallgeruch kombinieren können.

Die Kids, Noah und Emilia, sind schon auf Betriebstemperatur. Das Programm steht:

  • Esel-Wandern: Wir hoffen inständig, dass die Esel kooperativer sind als wir vor dem ersten Kaffee.
  • Boot mieten: Wir lassen uns treiben. Hoffentlich in Richtung einer einsamen Bucht und nicht direkt nach Tunesien – Stefan hat zwar den Orientierungssinn eines Zugvogels, aber auf dem Wasser gelten eigene Gesetze. Es wird ein Abenteuer, bei dem der Weg das Ziel ist und die Kinder die Kapitäne (Gott helfe uns).

Der Epilog: Abfeiern am Lago Maggiore

Am 12. April treten wir den Rückzug an, aber wir lassen den Urlaub nicht einfach so ausklingen. Wir gönnen uns noch zwei Nächte am Lago Maggiore. Der Plan ist strategisch brillant: Die Kleinen werden in den Kids Club abgeschoben, um dort „abzufeiern“, während die Großen die lang ersehnte Ruhe genießen. Eine klassische Win-Win-Situation – oder wie wir es nennen: Die verdiente Belohnung nach zwei Wochen Familien-Wahnsinn auf engstem Raum.

Sardinien, zieh dich warm an. Die Böhms kommen – und wir haben Hunger auf Pasta, Meer und Geschichten, die man so in keinem Reiseführer findet.

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