
Letzter Abend mit Hindernissen: Wenn der Grill nicht mitspielt, gibt’s eben Käse und Wein!
Nach zwei ereignisreichen Tagen in Rom stand heute unsere Heimreise an – in zwei Etappen, denn den Sonntagsverkehr wollten wir uns um jeden Preis ersparen. Der Brenner? Blieb für uns tabu. Zu viele Baustellen, zu lange Wartezeiten – da fuhren wir lieber entspannt durch die Schweiz.
Aber erst mal Frühstück. Ein letztes ausgiebiges Buffet am Campingplatz, noch einmal Cappuccino und frische Croissants genießen, bevor es zurück auf die Straße ging.
Die erste Etappe führte uns über die italienische Autobahn nach Florenz. Während wir fuhren, hatten wir plötzlich dieses seltsame Gefühl, als würde sich unser Kurzurlaub noch einmal in Bildern abspielen. Die weiten Felder, die sanften Hügel, die kleinen, malerischen Dörfer – alles schien uns ein letztes Stück Toskana mitzugeben, bevor wir Italien endgültig hinter uns ließen.
Die Autobahn? Erstaunlich frei. Die Sonne? Strahlte freundlich vom Himmel. Perfekte Bedingungen für eine entspannte Fahrt.
Dann tauchte Florenz vor uns auf. Nicht für Sightseeing – das hatten wir ja schon hinter uns. Diesmal war das Ziel klar: ein letzter Einkauf.
Einmal durch den Supermarkt streifen, all die italienischen Spezialitäten einsammeln, die zu Hause fehlen würden.Pasta, Käse, Wein – und natürlich durfte auch ein bisschen Süßkram nicht fehlen. Wer konnte schon an einem gut gefüllten italienischen Supermarkt vorbeigehen, ohne wenigstens eine Kleinigkeit einzupacken? Wir jedenfalls nicht.


Fast eine Stunde verbrachten wir im Supermarkt – kein Wunder, bei all den Köstlichkeiten, die wir unbedingt mitnehmen wollten. Schinken, Käse, Wein, italienische Salami – und als Highlight ein riesiges T-Bone-Steak für den Abend. Zufrieden mit unserer Ausbeute setzten wir die Fahrt fort, diesmal in Richtung Comer See.
Die Strecke dorthin war herrlich. Italienische Landschaften rauschten an uns vorbei, während die Vorfreude auf den Abend wuchs. Unser Ziel war ein gemütlicher, günstiger Campingplatz in der Nähe des Sees – perfekt für eine letzte entspannte Nacht, bevor es endgültig nach Hause ging.
Kaum angekommen, machten wir uns direkt ans Werk. Tisch raus, Stühle aufgestellt, Grill vorbereitet – der neue Weber Go Anywhere Grill sollte heute endlich eingeweiht werden! Das T-Bone-Steak wartete auf seinen großen Auftritt, die Kulisse war perfekt, und die Stimmung bestens.
Bis die Technik uns einen Strich durch die Rechnung machte.
Die Gaskartusche ließ sich einfach nicht anschließen. Egal, ob mit sanftem Drehen oder entschlossenem Nachdruck – nichts funktionierte. Nach einer halben Stunde Kampf gegen die Mechanik war klar: Der Grill hatte heute andere Pläne.
Stefan war kurz davor, das Ding zum nächsten Recyclinghof zu bringen, während ich laut überlegte, ob wir nicht doch irgendwo einen passenden Schraubenschlüssel hätten. Aber es half nichts. Das Steak blieb roh, der Grillabend fiel aus.
Zum Glück hatten wir vorgesorgt. Statt Steak landeten nun italienischer Käse, Salami und ein frisch gebackenes Ciabatta auf dem Tisch. Ein improvisiertes Antipasti-Dinner – mit einem kühlen Bier in der Hand und unter dem italienischen Nachthimmel.
Und siehe da – es schmeckte hervorragend. Klar, ein saftig gegrilltes T-Bone hätte dem Ganzen die Krone aufgesetzt, aber manchmal sind es eben die unerwarteten Umwege, die eine Reise besonders machen.
Nach dem Essen gönnten wir uns noch eine heiße Dusche, dann fiel die Müdigkeit mit voller Wucht über uns her.Frisch geduscht, satt und zufrieden krochen wir ins Bett – bereit für die letzte Etappe unserer Heimreise.
Der Grill? Der wird wohl erst zu Hause seinen Testlauf bestehen müssen. Aber der Abend? Der war trotzdem perfekt.
