Tag 1: Es geht los
Es geht wieder los. Der Plan steht, die Route ist im Kopf, und die Rollenverteilung ist klar. Während Nadine und Oli am Morgen den Miet-Camper abholen – sitzen Stefan und ich startklar im eigenen Cockpit. Startklar.
Sobald Noah der Schule entflieht, beginnt die Operation „Ostern auf Sardinien“. Wir sammeln die Enkel ein, verstauen Noah und Emilia zwischen Kissen und Proviant und setzen die Karawane in Bewegung. Der Plot für heute: Bregenz passieren, die Schweiz durchqueren, Lugano links liegen lassen und Mailand großräumig umschiffen.
Das Ziel ist Serravalle. Nicht wegen der malerischen Architektur, sondern wegen des strategisch günstigen Parkplatzes. Dort dürfen wir heute Nacht ganz legal und kostenlos von Designer-Schnäppchen träumen, während die Kinder hoffentlich schnell schlafen. Der Plan sieht vor, dass wir morgen ausgeruht und mit gezückter Kreditkarte zum Powershopping antreten.
Natürlich ist das alles nur die Theorie. In der Realität wissen wir: Irgendwo zwischen dem San-Bernardino und dem ersten Espresso in Italien wird wahrscheinlich jemand feststellen, dass der Lieblings-Teddy noch in Esslingen auf dem Sofa sitzt oder die Bordküche des Miet-Campers eine ganz eigene Meinung zum Thema „Funktionsfähigkeit“ hat. Aber hey – wir sind wie das A-Team, nur mit mehr Kindersitzen und weniger Zigarren. Wenn ein Plan nicht funktioniert, improvisieren wir eben so charmant, dass es wie Absicht aussieht.