Tag 13 – Mit dem Bus ins Dolce-Vita-Gefühl von Alghero
Heute bleibt der Camper stehen. Ein Satz, der sich auf dieser Reise fast ungewohnt anfühlt. Statt Motorengeräusch gibt’s Busfahrt – und das bedeutet automatisch: Zurücklehnen, aus dem Fenster schauen und so tun, als wäre man ein ganz normaler Urlauber.
Ziel ist Alghero, eine Stadt, die angeblich so viel Charme hat, dass selbst spontane Planlosigkeit plötzlich wie eine gute Idee wirkt. Wir schlendern durch die Altstadtgassen, vorbei an alten Mauern, kleinen Läden und Restaurants, die aussehen, als hätte jemand sie extra für ein italienisches Lebensgefühl-Casting aufgebaut.
Zwischendurch wird natürlich beschlossen, irgendwo „nur kurz“ etwas zu trinken oder ein Eis zu essen. Was erfahrungsgemäß dazu führt, dass der Zeitplan still und leise aus dem Fenster des Busses verschwindet. Vielleicht entdecken wir eine Kirche, vielleicht einen Markt, vielleicht einfach nur eine besonders schöne Aussicht aufs Meer – Hauptsache, wir lassen uns treiben.
Irgendwann geht’s wieder zurück zum Campingplatz. Mit müden Füßen, zufriedenen Gesichtern und der Erkenntnis, dass ein Tag ohne Lenkrad manchmal genau das ist, was ein Roadtrip braucht. Und natürlich mit der festen Überzeugung, dass wir heute alles gesehen haben – bis uns morgen einfällt, was wir noch verpasst haben könnten.