Tag 14 – Abschied mit Meerblick und Nachtfahrt Richtung Festland
Heute heißt es langsam Abschied nehmen von Sardinien – aber natürlich nicht, ohne unterwegs noch einmal so zu tun, als hätten wir alle Zeit der Welt. Auf dem Weg nach Olbia steht ein möglicher Stopp in Castelsardo im Raum. Dieses kleine Küstenstädtchen, das sich an den Felsen festklammert, als wüsste es genau, wie schwer es fällt, hier wieder wegzufahren. Ein kurzer Bummel durch die Gassen, ein letzter Blick aufs Meer – und vermutlich die Erkenntnis, dass „nur kurz anhalten“ auf dieser Insel ein eher theoretisches Konzept ist.
Weiter geht’s nach Olbia, wo wir noch ein bisschen Stadtluft schnuppern wollen. Vielleicht ein Spaziergang durch die Altstadt, vielleicht ein Café, vielleicht einfach nur ein letzter Moment sardisches Lebensgefühl. So eine Art sanfter Übergang zwischen Urlaubsmodus und Realität, der sich aber ganz bewusst noch ein bisschen hinauszögern darf.
Am Abend wird’s dann ernst: um 21 Uhr legen wir ab Richtung Livorno. Während die Fähre langsam den Hafen verlässt, schauen wir zurück auf eine Insel, die uns vermutlich mehr überrascht hat, als wir erwartet hätten. Zwischen Küstenstraßen, Bergpanoramen, Pasta-Abenden und spontanen Stopps bleibt am Ende dieses typische Gefühl: Man ist noch nicht ganz weg – aber schon ein bisschen wehmütig.
So jedenfalls stellen wir uns den Tag vor. Aber wer weiß – vielleicht wird er am Ende ganz anders. Nur eines ist sicher: Die letzte sardische Etappe fühlt sich nie wirklich wie ein Schlussstrich an. Eher wie ein „Bis bald“.










