2024 – Mit dem Vaporetto durch die Lagune: Ein Kurztrip ins herbstliche Venedig

Manchmal meint es der Dienstplan einfach gut mit einem – und genau das ist passiert: Freitag bis Dienstag frei! Mitten im November! Ein kleines Wunder im Lokführerinnen-Alltag. Noch bevor ich den Gedanken ganz zu Ende denken konnte, hatte ich schon Stefan angefunkt. Seine Antwort? Kurz und knackig: „Ich frag nach.“ Und siehe da – auch er bekam die Tage frei. Das war ein Zeichen.

Jetzt blieb nur die Frage: Wohin mit dieser unverhofften Freiheit? Der Gardasee fiel uns als Erstes ein, doch ein kurzer Reality-Check ließ die Euphorie abkühlen – die meisten Campingplätze hatten sich bereits in den Winterschlaf verabschiedet. Also weitersuchen. Und dann – Bingo! Ein ganzjährig geöffneter Campingplatz bei Venedig. Direkt auf dem Festland, aber mit perfekter Anbindung per Vaporetto. Und als wäre das nicht schon verlockend genug, gab es auch noch ein drei-Tage-Ticket für die Wasserbusse zum Sparpreis dazu.

Ein Blick auf die Wetter-App machte die Entscheidung endgültig: Sonne, milde Temperaturen – Venedig ruft! Wer kann da schon widerstehen? Die Vorstellung, durch leere Gassen zu schlendern, auf fast menschenleeren Brücken stehen zu bleiben und Venedig ohne das übliche Getümmel zu genießen, war einfach zu schön. November in Venedig – eine Stadt voller Magie, nur ohne die Millionen anderer Leute, die das normalerweise auch so sehen.

Und weil wir es nie lassen können, wurde auch für den Rückweg noch eine kleine Mission eingeplant: ein Zwischenstopp in Limone sul Garda. Nicht nur, weil es da schön ist – sondern auch, weil wir uns mit italienischen Spezialitäten für die heimische Küche eindecken wollten. Ein bisschen Salami, ein bisschen Limoncello, vielleicht ein Hauch von Parmesan. Das perfekte Souvenir für ein spontanes Abenteuer – konservierte Erinnerungen zum Genießen.