
Naturspektakel Deluxe: Mammoth Hot Springs, Bisons & der Grand Canyon of Yellowstone
Nach unserer zweiten Nacht in der gemütlichen Cabin im Old Faithful Village beginnt der Tag mit einem klaren Ziel: Weiter geht’s durch den Yellowstone Park! Doch bevor wir aufbrechen, verstauen wir erst einmal unser Gepäck im Wagen, da uns die Reise heute nach Gardiner führt, wo wir die nächste Nacht verbringen werden.
Als wir gerade dabei sind, unseren Schlüssel in der Old Faithful Lodge abzugeben, werfen wir einen Blick auf die Timetable des berühmten Geysirs und stellen fest, dass der nächste Ausbruch in den kommenden fünf Minuten stattfinden soll. Natürlich lassen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen und machen uns rasch auf den Weg, um das Spektakel noch einmal zu erleben.
Und was für ein Glücksfall: Heute früh erwartet uns etwas ganz Besonderes. Ein kleiner Regenbogen schimmert am Fuße des Old Faithful, während der Geysir in all seiner Pracht ausbricht. Die dampfenden Wassermassen schießen in den Himmel, und der Regenbogen gibt dem Ganzen eine fast magische Atmosphäre. Was für ein unvergesslicher Start in den Tag! Einfach nur „Wow!“
Mit diesem besonderen Erlebnis im Herzen sind wir nun bereit, die nächsten Abenteuer auf unserer Yellowstone-Tour in Angriff zu nehmen.

Unser nächster Stopp lässt nicht lange auf sich warten. Nur wenige Meilen entfernt erreichen wir das Midway Geyser Basin. Vor zwei Tagen haben wir uns auf der anderen Seite der Grand Prismatic Spring den steilen Weg hinaufgekämpft, um dieses Naturwunder von oben in seiner ganzen Pracht zu bewundern. Heute aber wollen wir die Quelle aus einer anderen Perspektive erleben – direkt am Rand der dampfenden Wasseroberfläche.
Als wir den gut angelegten Pfad entlanglaufen, hüllt uns der aufsteigende Dampf der Grand Prismatic Spring in eine fast mystische Atmosphäre. Der Geruch von Schwefel liegt in der Luft, und die Hitze der Quellen ist förmlich spürbar. Der Pfad führt uns so nah an die Quelle heran, dass wir die unglaublichen Farben – von tiefem Blau bis zu leuchtendem Orange und Gelb – noch intensiver wahrnehmen können. Es fühlt sich fast so an, als stünden wir direkt an der Grenze zwischen Erde und einer anderen, surrealen Welt.
Während wir am Rand der riesigen Quelle entlanglaufen, sind wir erneut überwältigt von der Naturkraft, die hier unter unseren Füßen brodelt. Der Dampf steigt unaufhörlich auf, während die Farben der Spring im Sonnenlicht schimmern und das Bild einer fremden, lebendigen Landschaft zeichnen.
Es ist ein faszinierendes Erlebnis, die Grand Prismatic Spring aus dieser Perspektive zu erleben, und obwohl wir sie bereits von oben gesehen haben, bietet uns der heutige Spaziergang am Rand der Quelle noch einmal eine ganz andere, beeindruckende Sicht auf dieses Naturwunder.

BILDERGALERIE: Midway Geyser Basin
Unsere Fahrt geht weiter, aber nur zwei Meilen später halten wir erneut an – diesmal am Fountain Paint Pots Trail. Dieser etwa 800 Meter lange Rundweg führt uns mitten durch eine beeindruckende Ansammlung hydrothermaler Quellen. Auf einer recht kleinen Fläche bietet dieser Trail einen faszinierenden Einblick in die ganze Bandbreite der vulkanischen Aktivitäten im Yellowstone National Park.
Der Fountain Paint Pots Trail ist ein wahres geothermisches Schaufenster. Wir schlendern auf gut ausgebauten Holzstegen dicht an den dampfenden, blubbernden und sprudelnden Quellen vorbei. Hier zeigt sich die Natur von ihrer vielfältigsten Seite – von wasserreichen, sprudelnden Geysiren bis hin zu wasserarmen Schlammtöpfen, die dickflüssigen Schlamm blubbernd in die Luft spritzen. Dazwischen stoßen wir auf Fumarolen, aus denen heißer Dampf zischend aufsteigt, als würde die Erde selbst tief durchatmen.
Jeder Abschnitt des Trails zeigt uns eine andere Facette des Vulkanismus im Yellowstone. Während der Geruch von Schwefel in der Luft liegt, bewegen wir uns durch diese urtümliche Landschaft, die von farbenprächtigen Ablagerungen und dampfenden Erdspalten geprägt ist. Es ist fast surreal, die gesamte Bandbreite der geothermischen Aktivitäten auf so engem Raum zu erleben.
Die Fountain Paint Pots, die dem Trail ihren Namen geben, beeindrucken besonders durch ihre blubbernden, farbigen Schlammtöpfe. Je nach Wassermenge verändert sich der Charakter des Schlamms – im Frühling flüssiger und spritzend, im Spätsommer dicker und zähflüssiger. Es ist ein einzigartiges Schauspiel, das uns einmal mehr die ungeheure Kraft und Vielfalt der vulkanischen Aktivität hier vor Augen führt.
BILDERGALERIE: Fountain Paint Pots
Die Paint Pots blubbern friedlich vor sich hin, und der Geruch, eine Mischung aus Schlamm und Schwefel, ist zwar nicht gerade angenehm, aber irgendwie typisch für die vulkanische Landschaft des Yellowstone. Doch dann kommen wir zum Red Spouter, und hier wird es richtig heftig. Der rote, brodelnde Schlamm verströmt ein Aroma, das einen unwillkürlich die Nase rümpfen lässt – eine Kombination aus Schwefel, Katzenklo, Ammoniak und frisch Erbrochenem. Kein besonders einladender Duft! Tatsächlich haben wir im ganzen Park nichts gefunden, was ähnlich übel riecht. Aber ironischerweise ist das Foto, das wir hier gemacht haben, eines meiner absoluten Lieblingsbilder. Manchmal sind es eben die besonders intensiven Orte, die im Gedächtnis bleiben.
Der Weg führt uns weiter zum Geysirfeld Volcanic Tableland, und die Atmosphäre ändert sich schlagartig. Der Spasm Geyser ist gerade aktiv, und seine kräftige, gelbe Farbe zieht sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich. Es ist ein beeindruckender Anblick – das heiße Wasser sprudelt kräftig, und der Geysir sticht mit seiner Farbintensität heraus. Im Gegensatz zu unserem vorherigen Erlebnis stinkt es hier oben glücklicherweise überhaupt nicht, was die Umgebung gleich viel angenehmer macht.
Während wir diesen Geysir bewundern, genießen wir die Ruhe und die Schönheit des Augenblicks. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich die Geysire und Quellen in diesem Park sind – jeder hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Geschichte, und jeder bringt eine neue Facette der geologischen Wunderwelt des Yellowstone zum Vorschein.

Auf unserer Weiterfahrt in Richtung Norden, nahe des Madison Campgrounds, erwartet uns eine besondere Begegnung: Ein einsames Bison steht direkt am Straßenrand, als wolle er uns aus nächster Nähe begrüßen. Mit seinem mächtigen Körper und dem dichten Fell wirkt das Tier eindrucksvoll und fast ein wenig melancholisch. „Sieht dieses majestätische Tier nicht aus, als hätte es keine Freunde?“, scherzen wir im Auto. Doch keine Sorge – wir haben gelernt, dass Bisons oft Einzelgänger sind und sich gerne ihre Solomomente in der Natur gönnen.
Langsam fahren wir an dem Bison vorbei, während es uns einen intensiven Blick zuwirft, als würde es unsere Anwesenheit genau beobachten. In diesem Moment können wir die beeindruckende Präsenz dieses Tieres wirklich spüren. Es strahlt Ruhe und Stärke aus, als hätte es sich bewusst für eine Auszeit entschieden, um die Freiheit der weiten Landschaft des Yellowstone zu genießen.
Vielleicht ist das Bison gerade auf einem seiner persönlichen Abenteuer – ohne die Herde, aber trotzdem voll und ganz in seiner Umgebung verwurzelt. Auch wenn es allein ist, wirkt es alles andere als einsam. Es erinnert uns daran, wie kraftvoll die Natur und ihre Bewohner sind und dass man nicht immer eine Herde braucht, um die Schönheit der weiten Welt in vollen Zügen zu genießen. Ein beeindruckender Moment, der uns einmal mehr die wilde, ungezähmte Seite des Yellowstone Parks vor Augen führt.

Unsere Reise führt uns weiter zum beeindruckenden Norris Geyser Basin, einem der faszinierendsten und geologisch aktivsten Gebiete im Yellowstone Park. Dieses atemberaubende Terrain ist in zwei Abschnitte unterteilt, und unser erster Halt bringt uns zum Porcelain Basin. Hier führt ein 800 Meter langer Boardwalk durch eine märchenhafte Landschaft, die ihrem Namen alle Ehre macht. Der Name Porcelain Basin stammt von der milchigen, fast porzellanartigen Farbe der Quellen, die die gesamte Umgebung in ein mystisches Licht tauchen. Die Szenerie wirkt fast unwirklich, als würden wir durch ein Gemälde spazieren.
Doch das Norris Geyser Basin hat noch einen weiteren Star im Programm: den Steamboat Geyser – den größten noch aktiven Geysir der Welt! Dieser beeindruckende Riese kann bei einer Eruption eine Wasserfontäne von bis zu 90 Metern in den Himmel schleudern. Ein wahres Naturschauspiel, das bis zu 40 Minuten andauern kann, gefolgt von weiteren zwei Tagen, in denen der Geysir sanften Wasserdampf ausstößt.

Leider hält sich der Steamboat Geyser nicht an einen festen Zeitplan – er bricht aus, wann es ihm passt. Zwischen seinen Eruptionen können Jahre vergehen, und in den letzten 14 Jahren gab es nur neun kleinere Ausbrüche. Doch genau diese Unberechenbarkeit macht den Geysir so faszinierend. Man weiß nie, wann der Moment kommt – ein Geysir mit eigenem Rhythmus und einer ganz eigenen Show.
Auch wenn wir heute keinen Ausbruch des Steamboat Geysers miterleben, fühlen wir uns dennoch von der Energie und der Schönheit dieses besonderen Ortes ergriffen. Die mächtigen Kräfte, die hier unter der Erde schlummern, sind immer spürbar – selbst wenn der große Ausbruch auf sich warten lässt.
BILDERGALERIE: Porcelie Basin
Nachdem wir das faszinierende Norris Geyser Basin ausgiebig erkundet haben, setzt sich unsere Abenteuerlust fort, und wir nehmen Kurs auf die Norris Canyon Road, diesmal in westlicher Richtung. Unser nächstes Ziel ist eines der spektakulärsten Naturwunder im Yellowstone Park: der Grand Canyon of the Yellowstone. Dieser beeindruckende Canyon erstreckt sich über mehr als 30 Kilometer im nördlichen Teil des Parks, ist bis zu 400 Meter tief und zwischen 450 und 1200 Meter breit. Und als wäre das nicht genug, stürzt der Yellowstone River am Lower Falls majestätische 94 Meter in die Tiefe – ein Anblick, der uns den Atem rauben wird.
Wir folgen dem einspurigen North Rim Drive und erreichen unseren ersten Aussichtspunkt: den Brink of Lower Falls und den Lower Lookout Point. Der Anblick, der uns hier erwartet, ist schlichtweg atemberaubend. Das donnernde Rauschen des Wasserfalls und die schwindelerregende Tiefe des Canyons beeindrucken uns zutiefst. Der Yellowstone River stürzt tosend in die Tiefe und schafft ein Naturspektakel, das sich kaum in Worte fassen lässt.

Weiter geht es zum Lookout Point, wo uns ein kurzer, aber steiler Weg zum Red Rock Point führt. Der Ausblick auf den Wasserfall aus dieser Perspektive ist schlicht fantastisch! Hier wird einem erst richtig bewusst, wie kraftvoll die Natur ist, wenn man die Wassermassen aus dieser Nähe beobachtet. Der Canyon erstrahlt in wunderschönen Farbtönen – von leuchtendem Gelb über Orange bis hin zu Rot – und der Wasserfall bildet das kraftvolle Zentrum dieses atemberaubenden Panoramas.
Unser letzter Halt am North Rim ist der Inspiration Point. Hier eröffnet sich uns ein weiterer beeindruckender Blick in den Canyon, und wieder sind wir sprachlos angesichts der gewaltigen Schönheit der Natur. Die Weite des Canyons, die tosenden Wasserfälle und die erdigen Farbtöne, die die Felsen zieren, lassen uns immer wieder innehalten und staunen. Jeder dieser Aussichtspunkte zeigt uns eine neue Facette dieses grandiosen Naturwunders, und wir können gar nicht genug bekommen von diesen atemberaubenden Ausblicken!

Nach einer weiteren aufregenden 90-minütigen Fahrt erreichen wir schließlich Mammoth, das malerische Verwaltungszentrum in der nordwestlichen Ecke des Yellowstone Nationalparks. Die Landschaft verändert sich hier wieder auf eine faszinierende Weise, und wir sind gespannt auf das, was uns noch erwartet. Doch bevor wir uns den berühmten Sinterterrassen widmen, verspüren wir ein leichtes Hungergefühl und beschließen, uns in Mammoth eine kleine Stärkung zu gönnen.
Der Ort Mammoth hat weit mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Neben dem Verwaltungsgebäude des Parks gibt es hier ein gemütliches Restaurant, in das wir einkehren, ein Hotel, einen Souvenirladen, eine Tankstelle, eine Kapelle, ein Postamt und einige Häuser, in denen die engagierten Parkangestellten leben. Die Atmosphäre ist entspannt, und es fühlt sich fast an wie ein kleines Dorf mitten in der Wildnis.
Während wir durch Mammoth schlendern, fällt uns auf, dass die grünen Rasenflächen rund um die Ortschaft von einigen jungen Hirschen bevölkert sind. Die Tiere liegen entspannt in der warmen Sonne und lassen sich weder von den vorbeigehenden Fußgängern noch von den vorbeifahrenden Autos aus der Ruhe bringen. Es ist einfach zauberhaft, diese wilden Bewohner so friedlich in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Die Gelassenheit, die sie ausstrahlen, verleiht dem ganzen Ort eine fast magische Ruhe.

Nach unserer kleinen, aber köstlichen Stärkung im gemütlichen Terrace Grill, wo wir uns mit saftigen Burgern und knusprigen Pommes verwöhnen lassen, sind wir bestens für den weiteren Tag gerüstet. Während wir auf unser Essen warten, beobachten wir aus dem Fenster die vorbeiziehenden Besucher und genießen die gemütliche Stimmung in Mammoth.
Gestärkt und mit neuer Energie im Gepäck sind wir nun bereit, uns den berühmten Sinterterrassen von Mammoth Hot Springs zu widmen. Die Vorfreude auf dieses geologische Meisterwerk steigt, während wir uns auf den Weg machen.


Bevor wir uns auf den Weg zu den malerischen Boardwalks der Lower und Main Terrassen machen, entscheiden wir uns, den Tag mit einer entspannten Fahrt entlang des etwa 2,4 Kilometer langen Upper Terrace Drive zu beginnen. Diese kurze Einbahnstraße ist ein echtes Highlight und verspricht uns nicht nur atemberaubende Aussichten, sondern auch eine faszinierende Begegnung mit den einzigartigen geologischen Formationen, für die Mammoth Hot Springs berühmt ist.
Die Straße windet sich durch die beeindruckende Landschaft der höheren Terrassen und gibt uns das Gefühl, mitten durch ein geothermisches Wunderland zu fahren. Unsere erste Station auf dieser malerischen Route ist die Orange Spring Mound, eine der wohl markantesten Formationen in diesem Gebiet. Die leuchtend orangefarbenen Kalkablagerungen, die über Jahre hinweg durch die heiße Quelle entstanden sind, wirken fast surreal. Die intensive Farbe der Mound entsteht durch spezielle Mikroorganismen, die im heißen Wasser leben und dem Gestein seine beeindruckende Farbvielfalt verleihen. Es ist, als würden wir in ein Kunstwerk eintauchen, das sich ständig weiterentwickelt und die kreative Kraft der Natur eindrucksvoll zeigt.
Nicht weit entfernt liegt die Angel Terrace, eine weitere bezaubernde Formation, die uns mit ihrer filigranen Struktur und den schimmernden, weißen Kalkablagerungen in ihren Bann zieht. Die weitläufige, sanft abfallende Terrasse strahlt eine fast himmlische Ruhe aus, und es ist leicht zu verstehen, warum sie diesen poetischen Namen trägt. Die hellen, strahlenden Farben der Angel Terrace bilden einen starken Kontrast zur lebendigen, orangenen Mound, die wir zuvor bewundert haben. Es ist ein faszinierender Wechsel zwischen den verschiedenen Gesichtern des Yellowstone-Vulkanismus, der uns immer wieder aufs Neue staunen lässt.
Während wir weiterfahren, genießen wir die spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge und die weite Landschaft, die sich unter uns ausbreitet. Jeder Kilometer auf dem Upper Terrace Drive offenbart uns neue, faszinierende Perspektiven auf diese einzigartigen geologischen Formationen. Der kurze, aber beeindruckende Ausflug entlang dieser Einbahnstraße ist die perfekte Vorbereitung auf die Erkundung der tiefer gelegenen Terrassen und stimmt uns auf das ein, was uns noch erwartet.

Nach der entspannten Rundfahrt parken wir unseren Wagen und begeben uns voller Neugier auf den Weg zur Lower & Main Terrasse. Hier hat das kalkhaltige Wasser kunterbunte Terrassen geschaffen, die je nach Wassertemperatur ihre Farben wechseln. Diese faszinierenden Farbnuancen entstehen durch Mikroorganismen, ganz ähnlich wie bei den heißen Quellen, die wir bereits im Park bewundert haben.
Entlang des kompletten Boardwalks schlendern wir, staunen und bewundern die beeindruckende Schöpfung der Natur. Die Formationen und Farben, die sich hier zeigen, sind wie ein lebendiges Gemälde, das die Natur in ihrer unermesslichen Kreativität erschaffen hat. Jeder Schritt auf dem Boardwalk bringt uns neue Perspektiven und offenbart uns andere Facetten dieses geologischen Wunders.
Die Terrassen, die vor uns liegen, wirken fast wie eine lebendige Landschaft, die sich ständig verändert. Von leuchtendem Weiß bis zu erdigen Rot- und Brauntönen – die Farbpalette, die sich hier entfaltet, ist wahrlich magisch. Es ist ein harmonischer Tanz der Farben und Formen, bei dem das Zusammenspiel von Wasser, Mineralien und Mikroorganismen eine einzigartige, sich ständig verändernde Kunstlandschaft schafft.

Während wir uns die Terrassen von Mammoth Hot Springs ansehen, fühlen wir uns, als wären wir in ein anderes Reich der Natur eingetaucht. Vor uns erstreckt sich die Lower Terrace, und gleich zu Beginn fällt uns die Minerva Terrace ins Auge. Ihre filigranen Kalkablagerungen leuchten in der Sonne, als ob das porzellanartige Gestein von innen heraus glühen würde. Die Schichten, die sich über die Jahre gebildet haben, formen eine kunstvolle Struktur, die uns mit ihren Gelb- und Orangetönen fasziniert. Wir stehen still und bewundern die Details dieser lebendigen Formation. Jeder Schritt, den wir auf dem Boardwalk machen, zeigt uns neue Perspektiven und Farbenspiele.
Weiter oben erreichen wir die Main Terrace, wo die Kalkformationen größer und weitläufiger werden. Die Cleopatra Terrace sticht sofort ins Auge. Ihre zarten Strukturen und kaskadenartigen Ablagerungen wirken fast wie eine filigrane Skulptur, die über die Felsen zu fließen scheint. Das Zusammenspiel der Farben ist atemberaubend – während die warmen Gelb- und Orangetöne sanft in die kühlen, weißen Schichten übergehen. Wir können uns kaum sattsehen an diesem Kunstwerk der Natur, das in jedem Moment anders wirkt, je nachdem, wie das Licht auf die Terrassen fällt.
Während wir weitergehen, entdecken wir die imposante Jupiter Terrace. Hier stehen wir vor massiven, weißen Kalkablagerungen, die aussehen, als wären sie erstarrte Wasserfälle. Die Felsen wirken kühl, fast eisig, und doch umgeben uns die warmen Farben der umliegenden Terrassen.
Unser Weg führt uns schließlich zur Palette Spring, die uns mit ihrer Farbvielfalt in den Bann zieht. Das Wasser, das sanft über die Terrassen fließt, hat das Gestein in spektakulären Rot-, Gelb- und Grüntönen eingefärbt. Es fühlt sich an, als hätten wir die Palette eines Malers betreten, der mit der Natur selbst arbeitet. Die Farben sind lebendig und wir staunen darüber, wie dynamisch und lebendig diese Landschaft wirkt. Das Gurgeln und Blubbern des Wassers begleitet uns, während wir die Terrasse entlangschlendern und uns über die unglaubliche Vielfalt der Naturwunder hier freuen.
BILDERGALERIE: Mammoth Hot Springs
So schön es hier bei den beeindruckenden Sinterterrassen auch ist, es wird Zeit, Abschied zu nehmen – Goodbye Yellowstone! Unsere Fahrt führt uns nun nach Gardiner, einem charmanten kleinen Ort, der direkt an der Nordgrenze des Parks liegt. Die Vorfreude auf diesen nächsten Stopp ist groß, denn nach all den Naturwundern freuen wir uns auf einen entspannten Abend, den wir mit einem köstlichen Steak krönen wollen.
BILDERGALERIE: Cowboy’s Lodge & Grill
Die malerische Lage und der rustikale Charme verleihen Gardiner eine gemütliche Ausstrahlung, die uns direkt wohlfühlen lässt. Nachdem wir unser Quartier bezogen haben und uns ein wenig frisch gemacht haben, machen wir uns auf die Suche nach einem gemütlichen Restaurant – und natürlich einem saftigen Steak, das unseren Hunger nach dem langen Tag stillen soll.
Schon bald finden wir ein passendes Lokal, das uns mit seinem rustikalen Charme und der einladenden Karte überzeugt. Die Vorfreude auf das Steak steigt, während wir uns an unseren Tisch setzen und uns endlich entspannen können. Als das Steak auf den Tisch kommt, ist es perfekt zubereitet – saftig, aromatisch und genau das, was wir uns vorgestellt haben. Ein wahrer Gaumenschmaus!
BILDERGALERIE: Yellowstone Travelodge
Nach diesem kulinarischen Highlight und mit vollen Bäuchen machen wir uns schließlich auf den Weg zurück zu unserem Quartier. Die wohlverdiente Nachtruhe wird diesen Tag perfekt abrunden und uns erholen, bevor wir das nächste Kapitel unserer Reise beginnen.