
Von Rom nach Paris, über New York bis nach Venedig – einmal um die Welt in Vegas
Heute steht ein weiterer Tag voller Casino-Hopping auf dem Programm! Es sind nicht etwa lange Naturwanderungen, die unsere Beine am meisten beanspruchen – nein, Las Vegas selbst ist der wahre Ausdauertest. Stefan beklagte sich gestern bereits über aufkommende Plattfüße, aber wir haben beschlossen, das als urbanen Wanderorden zu betrachten. Schließlich geht da noch mehr.
Nach einem wieder einmal hervorragenden Frühstück im Orleans (ja, schon wieder dort – man muss schließlich Prioritäten setzen) brechen wir voller Vorfreude zum Strip auf. Unsere Geheimwaffe für den perfekten Start in den Tag: die Tiefgarage der Fashion Show Mall. Denn seien wir ehrlich – ein kostenloser Parkplatz in Las Vegas ist mittlerweile ein Schatz von nationalem Interesse. Von hier aus beginnt unsere weltumspannende Tour zu Fuß.
Stellt euch vor, ihr könnt an einem einzigen Tag eine ruhige Bucht in Myanmar besuchen, euch vor den majestätischen Pyramiden Ägyptens wiederfinden und dann, völlig selbstverständlich, mit Blick auf die New Yorker Skyline in einer mittelalterlichen Burg stehen. Klingt absurd? Willkommen in Las Vegas! Und weil das noch nicht genug ist, werfen wir auch noch Monte Carlo, Paris, Venedig und Rom in die Mischung. Weil wir es können.
Las Vegas ist ein Ort, an dem der Wahnsinn zur Normalität erklärt wird. Während wir durch die blinkenden Straßenschluchten ziehen, hören wir das rhythmische Hämmern von Presslufthämmern – auf der einen Seite wächst ein neuer Wolkenkratzer in den Himmel, während auf der anderen ein Hotel einfach mal gesprengt wird, um Platz für noch etwas Größeres, Glitzernderes, Atemberaubenderes zu machen. Veränderung ist hier keine Option, sondern ein Naturgesetz. Und mittendrin wir – auf der Jagd nach dem nächsten Casino, dem nächsten Wahnsinn und vielleicht einer kleinen Pause für Stefans Füße. Aber das hat Zeit – erstmal weiter!

Obwohl das Wynn und das Encore direkt neben der Fashion Show Mall liegen, lassen wir sie heute mal links (oder eigentlich rechts) liegen – schließlich haben wir die gestern ausführlich inspiziert. Stattdessen starten wir unseren Spaziergang (ja, schon wieder, aber warum nicht?) im Palazzo – ein Einstieg mit Klasse und viel Marmor. Von dort geht es fröhlich weiter ins atemberaubende Venetian (ja, ja, auch hier waren wir schon – aber es ist halt einfach zu cool). Und weil wir gerade im Flow sind, legen wir eine kleine Zwischenstation im Harley Store bei den Grand Canal Shoppes ein. Ein schickes neues T-Shirt? Gegönnt!


Das erste Tageswunder geschieht direkt danach: Wir finden mühelos den Ausgang aus dem Casino. Wer jemals durch die clever platzierten Gänge von Las Vegas navigiert hat, weiß, dass das ungefähr so einfach ist, wie einen unsichtbaren Notausgang in einem Spiegelkabinett zu entdecken. Aber siehe da – geschafft!
Unser nächstes Ziel: Harrah’s! Hier waren wir gestern nicht, also höchste Zeit für einen Besuch. Dieses Hotel hat eine lange Geschichte: 1973 eröffnete es als Holiday Casino, damals mit rustikalem Western-Charme. Vier Jahre später bekam es ein schickes Karnevalsthema, was wohl die spielerische Variante von “Lasst uns einfach alles bunt anmalen” war. Seit 1992 trägt es den Namen Harrah’s Las Vegas. Klingt spannend? Dachten wir auch – war es aber nicht. Also machten wir uns durch den südlichen Eingang (oder in unserem Fall: Ausgang) direkt wieder vom Acker.

Nächster Halt: The Linq! Ein Ort, den wir fast schon als Zweitwohnsitz bezeichnen könnten. Ihr erinnert euch? 2011übernachteten wir hier, als das Hotel noch Imperial Palace hieß – mit asiatischem Charme und den wohl dunkelsten Hotelfluren der westlichen Hemisphäre. 2013 kam der Namenswechsel zu The Quad, aber außer der Lobby und dem Casino blieb erst mal alles beim Alten. 2014 geschah dann das große Wunder: Das Hotel wurde komplett umgekrempelt, erhielt den stylischen Namen „The Linq“, und plötzlich prangte nebenan eine Freiluft-Oase mit Shops und Bars, inklusive dem gigantischen High Roller, dem größten Riesenrad der Welt. Eine Stadt, die sich ständig neu erfindet – und wir mitten drin. Mal sehen, was heute noch auf uns wartet!

BILDERGALERIE: Linq Las Vegas
om Linq aus schlendern wir gemütlich durch die wunderschöne LINQ Promenade – eine kleine Fußgängerzone voller quirliger Bars, schicker Restaurants und hipper Shops, die sich zwischen zwei Hotelgiganten hindurchschlängelt. Und ehe wir uns versehen, stehen wir vor einer wahren Las-Vegas-Legende: dem Flamingo Hotel.
Die Geschichte dieses Ortes reicht bis ins Jahr 1946 zurück, als Bugsy Siegel – seines Zeichens Mafioso mit einem Hang zu teuren Visionen – das erste Luxushotel am Strip eröffnete. Was damals als waghalsiges Projekt begann, legte den Grundstein für das Las Vegas, das wir heute kennen: riesige Casino-Resorts, schillernde Neonlichter und das Versprechen, dass Glück und Reichtum nur einen Spin entfernt sind.
BILDERGALERIE: Flamingo Gardens
Bugsy Siegel hatte große Pläne, aber sein Lebenswerk wurde abrupt beendet, als er 1947 von Kugeln durchsiebt wurde – anscheinend fanden seine „Investoren“ seine Buchführung nicht ganz so charmant wie er selbst. Zum Glück hat sich das Flamingo seitdem in ein stilvolles Casino-Hotel im angesagten South Beach-Stil verwandelt, und wir müssen nicht mehr fürchten, dass beim Verlassen des Casinos eine Limousine ohne Nummernschilder auf uns wartet.
Doch das wirklich Überraschende an diesem Hotel ist nicht die lange Geschichte oder die pinke Fassade, sondern das, was sich hinter den Kulissen verbirgt: eine traumhafte Gartenanlage, die so gar nicht zu dem neongetränkten Wahnsinn da draußen passen will. Plötzlich stehen wir zwischen hochgewachsenen Palmen, ein malerischer kleiner Fluss schlängelt sich durch die Anlage, und überall tummeln sich exotische Vögel. Und als wäre das nicht schon paradiesisch genug, stolziert mitten in diesem Tropenidyll eine Gruppe Flamingos durch die Landschaft, als wüssten sie ganz genau, dass sie die wahren Stars dieses Hotels sind.

Von all den schrägen Dingen, die Las Vegas zu bieten hat, bleibt das Flamingo ein ganz eigenes Kapitel – ein Ort, an dem Mafiageschichten, Glücksspiel und tropische Eleganz auf so absurde Weise zusammenkommen, dass es irgendwie perfekt passt.
Von Harrah’s zum Cromwell – ein kurzer, aber eindrucksvoller Weg durch die wandelbare Seele von Las Vegas. Wo einst das leicht heruntergekommene Bill’s Gamblin’ Hall and Saloon seine Gäste mit Western-Charme empfing, thront heute ein stylishes Boutique-Hotel mit modernem Glanz.
Einmal durch das Casino geschlendert, Noah auf einer der wohl elegantesten Toiletten der Stadt gewickelt, und dann rüber auf die nächste Fußgängerbrücke. Diese Brücken sind nicht nur praktisch, sondern auch ein kleines soziales Kaleidoskop der Stadt.


Die Brücken über den Strip sind beliebte Hotspots für Straßenkünstler, Obdachlose und Menschen, die aus der Not eine kreative Einnahmequelle gemacht haben. Manche setzen auf Kostüme und posieren für Fotos – Transformers, Hello Kitty, Mickey Mouse in fragwürdiger Qualität. Andere sind da deutlich direkter und halten Schilder hoch mit humorvollen Sprüchen wie „Warum lügen? Ich brauche ein Bier!“ oder „Schlechter Rat gegen Trinkgeld“.
Unsere Brücke führt uns direkt ins Cosmopolitan, eines der teuersten Hotelprojekte, die Vegas je gesehen hat. 3,9 Milliarden Dollar für zwei gewaltige Türme, die mit purem Luxus protzen.

Und hier kommt der besondere Clou: Das Cosmopolitan war ursprünglich als Wohnkomplex geplant. Das bedeutet, dass es eine Seltenheit für Las Vegas beherbergt – fast jedes Zimmer hat einen Balkon! Denn wer Vegas kennt, weiß: Balkone sind in den Hotels eigentlich Mangelware.
Was man für eine Aussicht von dort oben haben muss! Stefan und ich haben uns vorgenommen irgendwann mal hier zu überachten. Mit Blick direkt auf das Lichtermeer des Strips.
Im Casino zieht uns das gewohnte Klangchaos aus blinkenden Spielautomaten, klimpernden Münzen und dem fast schon hypnotischen Piepen der Jackpots sofort in seinen Bann. Und natürlich passiert das, was in Vegas eben so passiert: Nadine und Oli lassen sich zu einer kleinen Spielerunde hinreißen.

Ein paar schnelle Spins am Automaten, ein kurzer Nervenkitzel – und $20 später ist das Abenteuer auch schon vorbei. Vegas, du unbarmherziger Glücksritter! Aber hey, es geht hier nicht ums Gewinnen – es geht um den Spaß!
Doch das wahre Highlight dieses Hotels? Die legendäre Chandelier Bar.
Diese Bar ist nicht einfach nur eine Bar – sie ist ein Kunstwerk. Ein gigantischer Kronleuchter, in dessen Innerem sich die Gäste befinden, umgeben von einem 33 Kilometer langen Vorhang aus über 2 Millionen Kristallperlen. 💎 Ein glitzerndes Wunderwerk, das Vegas in seiner reinsten Form widerspiegelt: funkelnd, exzessiv und einfach nur beeindruckend.
Hier setzt man sich nicht einfach auf einen Hocker und bestellt einen Drink – man wird Teil eines Kunstwerks aus Licht, Spiegelungen und Champagner-Laune.
BILDERGALERIE: Chandelier Bar
Wir verlassen das „Cosmo“ wieder. Noch eine Brücke, noch eine Überquerung des Strips – und schon stehen wir vor unserem nächsten Ziel: den Miracle Mile Shops. Diese gigantische Mall gehört zum Planet Hollywood Resort & Casino und ist – typisch Vegas – kein gewöhnliches Einkaufszentrum.
Betritt man die Miracle Mile Shops, fühlt man sich sofort in eine andere Welt versetzt. Die Gänge sind so gestaltet, dass sie einer kleinen, verwinkelten Stadt ähneln, komplett mit künstlichem Himmel, der in perfektem Blau über uns strahlt. Hier und da dämpfen warme Straßenlaternen das Licht, und es fühlt sich beinahe so an, als würde die Sonne hier niemals untergehen.
Der Clou? Der Himmel verändert sich. 🌥️ Manchmal ist er strahlend blau, dann zieht ein sanftes Abendrot auf – und wenn man Glück hat, gerät man mitten in einen der berühmten Indoor-Regenfälle. Ja, hier regnet es tatsächlich – drinnen. Wasser tropft aus versteckten Düsen, und für einen Moment könnte man fast glauben, dass man sich nicht in einer klimatisierten Shopping-Welt, sondern irgendwo in einer kleinen mediterranen Stadt befindet. Wir schlendern durch die 1,2 Meilen langen Gänge der Mall und lassen uns von den bunten Läden treiben. Hier gibt es einfach alles:
🛍️ Designermarken und erschwingliche Souvenirläden,
🍔 hippe Restaurants und Fast-Food-Ketten,
🎭 die kuriosesten Shops mit Vegas-Gadgets, die man niemals braucht, aber trotzdem kauft.
Besonders auffällig sind die unzähligen Werbe-Bildschirme und Leuchtreklamen, die alles in ein buntes Lichtermeer tauchen. Vegas bleibt sich treu – selbst in einer Shopping-Mall gibt es keine ruhigen Ecken. Hier pulsiert das Leben.
Wir machen einen kurzen Stopp bei LUSH, dem Seifenladen, weil Nadine vom Duft von frisch gemachten Badebomben magisch anzieht. Noah will am liebsten alles in die Hände nehmen, aber wir schaffen es gerade noch, eine Duft-Explosion zu verhindern.
Ein paar Läden weiter entdecken wir eine riesige Auswahl an Vegas-Shirts und Glitzer-Hoodies. Ganz nach dem Motto: Wer aus Vegas zurückkommt, ohne ein übertrieben funkelndes Andenken, war nicht wirklich hier. Kurios, typisch Vegas und absolut übertrieben
Schließlich erreichen wir das Herzstück der Mall: den Showroom-Bereich. Hier werden kleine, verrückte Live-Performances angekündigt, von Magiern über Akrobaten bis zu Tänzern. Vegas ist eben eine Show – selbst mitten in einer Shopping-Mall.
Nachdem wir lange genug zwischen blinkenden Bildschirmen, Wasserfällen und endlosen Läden umhergewandert sind, machen wir uns auf den Weg zum Ausgang. Die letzten Schritte durch die Miracle Mile Shops fühlen sich ein bisschen an wie das Ende eines kleinen Paralleluniversums – gleich draußen wartet wieder der echte Strip, laut, funkelnd und chaotisch wie immer.
BILDERGALERIE: Miracle Miles Shop
Las Vegas ohne das Bellagio? Unvorstellbar! Neben dem Caesar’s Palace ist es wohl eines der bekanntesten Hotels der Stadt. Und das hat es nicht nur seinem unverkennbaren Luxus zu verdanken, sondern auch seiner Filmkarriere.
Wer denkt bei diesem Namen nicht sofort an „Ocean’s Eleven“ und „Ocean’s Thirteen“? Ein Großteil der legendären Heist-Szenen wurde direkt hier im Hotel gedreht – vom glanzvollen Casino bis hin zur finalen Szene, in der George Clooney & Co. vor den weltberühmten Bellagio-Fontänen stehen und im orchestralen Wasserspiel ihren Coup feiern. Ein Moment, der nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im echten Leben Gänsehaut erzeugt.
Doch bevor wir uns von der Magie der Wasserfontänen verzaubern lassen, zieht es mich erst einmal zu meinem absoluten Lieblingsort: dem Bellagio Conservatory and Botanical Gardens.

Betritt man diese wundervolle grüne Oase, vergisst man für einen Moment, dass man sich eigentlich in einer Stadt voller Neonlichter und blinkender Spielautomaten befindet. Hier ist es grün, hier duftet es nach frischen Blumen, und hier arbeiten nicht weniger als 140 Gärtner daran, den Wintergarten das ganze Jahr über in die unterschiedlichsten Saison-Themen zu verwandeln.
Dieses Frühjahr? Ein wahres Kunstwerk! Ein gigantischer Frauenkopf, überzogen mit üppigem Moos, thront inmitten der blühenden Landschaft. Hängende Pflanzen formen eine majestätische Haarpracht, und überall sprießen Blumen in den strahlendsten Farben. Eine perfekte Kombination aus Natur, Kunst und Vegas-Extravaganz.
Natürlich wird hier jede einzelne Blüte ausführlich bewundert, inspiziert und fotografiert – denn mal ehrlich, wie oft steht man schon in einem Hotel mitten in der Wüste, das sich in einen botanischen Garten mit überdimensionalen Kunstwerken aus Pflanzen verwandelt? Und nach all der Naturpracht? Zeit für eine kleine Zeitreise in die Antike!
BILDERGALERIE: Bellagio Conservatory & Botanical Gardens
Ob Caesar wirklich im Caesars Palace gelebt hat? 🤔
Eine Frage, die spätestens seit der legendären Szene aus „Hangover“ jeder mit einem Grinsen im Gesicht kennt. Und tatsächlich – dieses Hotel ist nicht nur ein Casino-Tempel, sondern auch ein echtes Stück Hollywood-Geschichte.
Wer durch die riesigen Marmorsäulen und goldenen Statuen schlendert, fühlt sich direkt wie im alten Rom – nur mit deutlich mehr Slot-Maschinen. Und ja, es gibt hier wirklich ein „Forum“, ein „Colosseum“ und eine Shopping-Passage, die aussieht, als hätte sie Julius Caesar persönlich designt.
Filmfans wissen: Caesars Palace war nicht nur in „Hangover 1“, sondern auch in „Hangover 3“ eine wichtige Kulisse. Kein Wunder – wo sonst könnte eine durchgeknallte Vegas-Nacht enden (oder beginnen)?

Ganz entspannt schlendern wir durch die Forum Shops, und hier geht es nicht nur um unerschwingliche Designer-Mode, sondern vor allem um das Ambiente. Denn seien wir ehrlich – die wenigsten von uns sind hier, um eine Louis Vuitton-Tasche als Souvenir mitzunehmen. Aber die schlichte Schönheit dieses Ortes? Die genießen wir in vollen Zügen!
Schon der Eingangsbereich ist ein Statement: Imposante Marmorsäulen, kunstvolle Statuen römischer Gottheiten und eine riesige Kuppel, die jeden Besucher direkt in eine filmreife Antike-Kulisse katapultiert. Wer sich hier nicht wie ein wohlhabender Senator auf Shopping-Tour fühlt, hat definitiv nicht die richtige Fantasie.
Wer denkt, ein Einkaufszentrum sei einfach nur eine Mall mit Geschäften, hat noch nie die Forum Shops betreten. Hier ändert sich der Himmel. 🌅 Ja, wirklich.
Während wir gemütlich durch die schicken Gassen voller Luxus-Boutiquen flanieren, erleben wir eine komplette Tagesreise – in Echtzeit.
- Erst Morgendämmerung, mit sanften Pastelltönen.
- Dann ein strahlend blauer Mittagshimmel, unter dem die Marmorstatuen noch majestätischer wirken.
- Und schließlich ein tiefes Abendrot, das die gesamte Szenerie in ein gold-warmes Licht taucht.
Pure Magie? Vielleicht. Oder einfach nur Vegas-Architektur auf Steroiden.
Und dann wären da noch die legendären spiralförmigen Rolltreppen – eine Seltenheit und irgendwie völlig übertrieben. Aber hey, wir sind in Vegas. Wenn hier irgendwas nicht übertrieben ist, dann ist irgendwas falsch gelaufen.
BILDERGALERIE: Forum Shops at Ceasars Palace
Von der Mall geht es zurück Richtung Rezeption, und kaum betreten wir die Empfangshalle, erwartet uns eine Kulisse, die direkt aus einem Sandalenfilm stammen könnte. Ein riesiger Brunnen thront majestätisch in der Mitte, umgeben von Marmorsäulen, goldenen Akzenten und kunstvollen Statuen.
Das gesamte Lobby-Ensemble ist so pompös, dass es nicht überraschen würde, wenn plötzlich ein römischer Streitwagen an uns vorbeigaloppiert. Vegas, du verstehst wirklich was von Inszenierung!
Während wir noch ehrfürchtig staunen, macht sich einer in unserer Gruppe bereits über das Wasser her – und nein, es ist nicht Alan aus „Hangover“. Noah, unser kleiner Sonnenschein, hat zwar einen Großteil unserer Casino-Tour im Buggy verschlafen, aber wenn er wach ist, dann richtig. Denn einmal nicht hingesehen und der Kleine planscht er fröhlich im Brunnen der Caesars-Lobby – genau da, wo Alan aus „Hangover“ einst seine legendäre Badeszene hatte.
Wir? Nun ja, wir bewundern weiter die beeindruckende Architektur – und spüren langsam, dass unsere Füße anfangen, Protest einzulegen. Noah im Buggy hat es natürlich deutlich bequemer. Aber hier gibt es noch so viel zu entdecken, und wir sind bereit für den nächsten Stopp auf dieser faszinierenden, schillernden und herrlich absurden Tour durch die Stadt der Sünde.

Nur noch zwei Hotels, dann haben wir es endlich geschafft – zurück zu unserer Tiefgarage, zurück zu unserem Auto, und vor allem: zurück zur Möglichkeit, einfach mal die Füße hochzulegen.
Doch zuerst stehen wir im Mirage, umgeben von einer üppigen Palmenlandschaft, die für einen kurzen Moment den Eindruck erweckt, wir wären in einem tropischen Paradies. Exotische Pflanzen, ein plätschernder Wasserfall – fast könnte man sich hier entspannen. Aber nein, wir haben ein Ziel: die kostenlose Tram zum Treasure Island. Oder hatten.
Denn kaum haben wir uns in Gedanken bereits in die Bahn gesetzt, klärt uns eine freundliche Mitarbeiterin auf: „Die fährt nicht mehr.“ Ach du Schreck! Vegas ohne die Tram zwischen Mirage und Treasure Island? Das ist ja fast so, als würde jemand sagen, die Bellagio-Fontänen haben heute Ruhetag. Aber gut, dann eben zu Fuß. Unsere Beine hatten heute eh noch nicht genug Training.
Gegen 17:30 Uhr erreichen wir endlich das Auto. Mission „Strip-Erkundung“ erfolgreich abgeschlossen. Puh! Das war ein grandioser Tag – beeindruckend, aufregend, voller Erlebnisse. Aber auch: ziemlich anstrengend. Zumindest für vier von uns.
Denn Nummer fünf in unserer Truppe hat es sich im Buggy bequem gemacht, sich durch die blinkenden Lichter Vegas‘ schlummern lassen und erwartet nun eine ganz andere Priorität: Ein erstklassiges Rundum-Servicepaket.

Also auf ins Hotel, Fütterung, Windelwechsel, frisches Outfit – und schon sind wir wieder unterwegs. Nächster Halt: Chicken Wings im Hooters. Glücklicherweise spielt uns das Schicksal in die Karten: Wir stolpern über ein Tagesangebot für knusprige Chicken Wings ohne Knochen. Perfekt!
Nach einem langen Vegas-Tag gibt es kaum etwas Besseres als knusprige, würzige Wings, die genau die richtige Mischung aus Crunch und Geschmack liefern.



Und weil ein guter Tag nicht ohne eine kleine finale Mission enden kann, legen wir auf dem Heimweg noch einen kurzen Stopp bei Walmart ein. Warum? Weil Noah Bananen braucht.
Und jeder in unserer Runde weiß: Keine Bananen = keine gute Nacht für den kleinen Boss. Also rein in den Supermarkt, schnurstracks zur Obstabteilung, Bananen sichern – und damit ist das letzte große Tagesziel offiziell erreicht.
Ein Tag voller Highlights, ein Happy End mit Chicken Wings und eine gesicherte Bananen-Versorgung – Vegas, du hast uns wieder einmal nicht enttäuscht.