
Ein Aufregender Start in Las Vegas: Von Turbulenzen und Shopping bis zu Chicken Wings
Der Start in unseren langersehnten Urlaub war einfach herrlich entspannt. Kein Stress, keine Hektik, nur pure Vorfreude. Am Samstagmorgen standen unsere Koffer bereits gepackt bereit, das Abenteuer konnte beginnen. Und weil unser Kühlschrank ohnehin gähnend leer war, kam die Einladung zum Abendessen bei unserer Tochter wie gerufen – mittlerweile eine schöne Tradition vor jeder großen Reise.
Um Punkt 17:30 Uhr, nach einer genüsslichen Runde Spaghetti Bolognese, brachen wir Richtung Frankfurt auf. 200 Kilometer auf der Autobahn, unser treuer Golf rollte zuverlässig wie immer, während wir uns auf das Park-Sleep-Fly-Angebot freuten. Hotelübernachtung, Auto sicher auf dem Hotelparkplatz, Shuttle-Service direkt zum Terminal – und natürlich Frühstück inklusive. Klingt doch nach dem perfekten Reiseauftakt, oder?
Die Fahrt verlief angenehm und stressfrei. Kein Berufsverkehr, keine Staus – ein Vorteil, wenn man an einem Samstagabend unterwegs ist. Innerhalb von gut zwei Stunden erreichten wir die Ausfahrt zum Flughafen, wenn auch mit einer kleinen Ehrenrunde, da wir zunächst die falsche Abfahrt erwischt hatten. Der Frankfurter Flughafen ist wirklich gigantisch – ein Labyrinth aus Schildern, Abzweigungen und Spuren, die immer irgendwie anders verlaufen, als man denkt.
Glücklicherweise konnten wir den Vorabend-Check-in nutzen, da unser Flug nach Las Vegas vor 14:00 Uhr abhob. Eine großartige Erleichterung, denn das bedeutete, dass wir unsere großen Koffer schon heute Abend loswerden konnten – und uns am nächsten Morgen nicht mit den üblichen langen Warteschlangen am Check-in herumschlagen mussten. Der Schalter war angenehm leer, 20 Minuten später war alles erledigt. Nun hieß es: Zurück ins Auto und ab zum Hotel.
Die 20-minütige Fahrt zum Hotel war schnell erledigt, der Parkplatz war rasch gefunden – und dann wurde es ernst: Zeit, uns von unserem treuen Golf zu verabschieden, der uns geduldig 2 ½ Wochen lang hier erwarten würde. Ein letzter prüfender Blick, Auto abgeschlossen, Schlüssel sicher verstaut – und rein ins Hotel. Zimmer 776, siebte Etage – unser Zuhause für die Nacht.
Ein bisschen Fernsehen, die letzten Reisepläne durchgehen, dann ab ins Land der Träume – denn am nächsten Morgen um 6:00 Uhr wartete bereits ein köstliches Frühstück auf uns. Der perfekte Start in unser großes Abenteuer.


Guten Morgen, Frankfurt – bye bye, Frankfurt – und hallo, Vegas! Ein aufregender Tag liegt vor uns, und wir sind mehr als bereit für den großen Sprung über den Atlantik.
Schon um 5:50 Uhr standen wir in der Lobby unseres Hotels, hellwach und voller Vorfreude. Fünf Minuten später öffnete das Frühstücksbuffet, und wir hatten die gesamte Pracht für uns allein – ein wahrhaft königlicher Start in den Tag! Keine Schlange, keine hektischen Mitesser, nur wir und ein Buffet, das darauf wartete, erobert zu werden.
Da unser Airport-Shuttle erst um 7:30 Uhr gebucht war, hatten wir ganze anderthalb Stunden, um uns nach allen Regeln der Kunst den Bauch vollzuschlagen. Zumindest für die ersten 15 Minuten waren wir unangefochtene Frühstückshelden, bevor sich die ersten anderen Gäste einfanden und wir unsere Leckereien dann doch teilen mussten.
Der Shuttle ließ sich ein wenig Zeit, aber das störte uns nicht. Hektik am Abreisetag? Nicht mit uns. Wir hatten genug Puffer eingeplant, also lehnten wir uns entspannt zurück, während wir darauf warteten, dass es losging. 20 Minuten später rollten wir schließlich zum Flughafen – völlig stressfrei, genau so, wie wir es mögen.
Als wir ankamen, war unser Gate für den Abflug noch nicht bekannt, aber das war uns egal. Sicherheitskontrolle? Check. Dann folgte das traditionelle Duty-Free-Bummeln – die beste Art, sich die Wartezeit zu vertreiben. Hier ein Stück Schokolade probiert, dort einen Schluck Whisky genippt, und zwischendurch einfach mal das bunte Treiben beobachtet.
Dann kam der Moment der Wahrheit: Ein Glücksrad! Natürlich konnte ich nicht widerstehen und drehte mit voller Entschlossenheit – und siehe da: Ich gewann eine Einkaufstasche mit Rädern dran! Wow, das war mal eine Überraschung! Vegas kann kommen. Wir sind bereit.


Nachdem wir mit dem Bus zum Flugzeug gebracht wurden und das Boarding abgeschlossen war, ging es auch schon hoch hinaus in die Lüfte!
Der Flug war überraschend ruhig und entspannt, und das Condor-Team beeindruckte uns wie immer mit freundlichem Service und guter Laune. Doch das eigentliche Highlight? Das Economy-Essen! Ja, richtig gehört. Wir hatten uns auf das Übliche eingestellt – labbrige Nudeln oder trockenen Reis – doch was uns serviert wurde, hat uns regelrecht umgehauen. Lecker, würzig und tatsächlich genießbar! Wer hätte das gedacht?
Dann, etwa eine Stunde vor der Landung in Las Vegas, während wir gerade die atemberaubende Aussicht auf den Bryce- und Zion-Canyon sowie den Lake Mead genossen, kam die große Überraschung: Turbulenzen. Und nicht nur ein paar kleine Ruckler – sondern eine richtige Achterbahnfahrt!
Unsere Boeing 767 wurde ordentlich durchgeschüttelt, das Flugzeug sackte mehrfach spürbar ab, und für einen Moment fühlte sich das Ganze eher nach einer waghalsigen Expedition als nach einer entspannten Landung an. Ein bisschen Vegas-Action noch vor dem Touchdown.
Doch trotz dieses kleinen Adrenalinschubs setzte unser Pilot die Maschine sanft auf der Landebahn des McCarran Airports auf – als wäre nichts gewesen. Was für ein Auftakt, Freunde! Vegas, wir sind da – und wir sind bereit für unser nächstes großes Abenteuer!
Bildergalerie: Flug nach Las Vegas
Von der Landung bis zum Mietwagen in nur 1 Stunde und 21 Minuten – das muss Rekord sein!
Unglaublich, wie reibungslos hier alles lief. Um 14:12 Uhr setzte unser Flugzeug auf der Landebahn auf, und bevor wir überhaupt realisierten, dass wir in Las Vegas angekommen waren, saßen wir auch schon im Auto.
Der Trick? Effizienz an jeder Ecke. Statt uns in die lange Schlange der Einreisehalle einzureihen, nutzten wir den Check-in-Kiosk und umgingen die Warteschlange elegant. Unsere Koffer rollten genau in dem Moment aufs Gepäckband, als wir ankamen – als hätte jemand das Timing perfekt durchgeplant. Der Zoll? Ein Klacks. Und kaum traten wir aus dem Terminal, fuhr der Alamo-Bus bereits vor. Keine Warterei, keine Hektik – einfach durchmarschieren, aufsitzen und los geht’s.
Auch bei der Mietwagenwahl lief es wie am Schnürchen – oder besser gesagt, noch besser als geplant. Die freundliche Alamo-Mitarbeiterin informierte uns bedauernd, dass sie keinen Midsize-SUV mehr hatte, bot uns aber einen Standard-SUV als Upgrade an – einen KIA. Nett gemeint, aber … „What about the Pickup-Trucks in the last row?“warf ich ein.
Die Antwort? „Okay, take one of the trucks.“ „Los, Stefan, keine Zeit verlieren, bevor sie es sich anders überlegt!“
Keine Minute später saßen wir in unserem neuen Monster auf vier Rädern: einem riesigen Ford F-150. Viel Platz, viel Power – und einen Spritverbrauch, über den wir besser nicht nachdenken. Aber hey, man ist ja nicht alle Tage in den USA.
Um 15:33 Uhr rollten wir aus dem Parkhaus – gerade einmal 81 Minuten nach der Landung! Und dann war es endlich wieder soweit: Las Vegas begrüßte uns mit offenen Armen. Drei Mal rechts abbiegen – und schon ist man auf dem Strip.
Und was für ein Gefühl das ist! Die blinkenden Lichter, die gigantischen Hotels, die schrille, unverkennbare Energie dieser Stadt – ach, es ist einfach schön, wieder hier zu sein! Unsere erste Mission? Einchecken im Hotel – und vielleicht ein bisschen Shopping.
Eigentlich hatten wir diesmal vor, in Downtown zu übernachten, das Zimmer war längst gebucht – doch dann kam dieses unwiderstehliche Angebot aus dem Hard Rock Hotel & Casino. Und wenn uns diese Stadt eines gelehrt hat, dann, dass man Vegas-Angebote niemals ablehnt. Also, Plan geändert, Hard Rock gebucht, fertig.
Ja, es liegt vielleicht etwas abseits vom Strip, aber in Vegas braucht man ohnehin ein Auto – also kein Problem.Außerdem hat das Hard Rock einfach diese besondere Aura, die uns jedes Mal aufs Neue fasziniert.
Es ist tatsächlich unser vierter Aufenthalt hier – und jedes Mal wurden wir mit einem kostenlosen Upgrade überrascht. Und auch diesmal? Zimmer 708 im Casino-Tower, frisch renoviert, mit einem Blick auf die fantastische Pool-Landschaft – und dahinter der glitzernde Strip. Las Vegas hat uns wieder.

Eigentlich wollten wir ja nur Wasser für die Nacht und Cola für unterwegs besorgen. Aber in Las Vegas fährt man dafür nicht mal eben zum Tante-Emma-Laden an der Ecke – nein, wir fahren zu Walmart. Und wer einmal in einem Walmart Supercenter war, weiß: Das ist kein Einkauf, das ist eine Expedition.
Kaum betreten wir den Laden, vergessen wir sofort, warum wir eigentlich hier sind. Denn Walmart ist eine Welt für sich. Lebensmittel? Ja. Süßigkeiten, die man in Deutschland nie finden würde? Oh ja! Ich schwöre auf den Kaffee von Folgers, die Steak-Saucen von Jack Daniel’s oder Famous Dave’s, dazu natürlich Ahornsirup, Aunt Annie Backmischungen und vieles mehr, das einfach in den Einkaufswagen MUSS.
Doch Walmart wäre nicht Walmart, wenn es hier nur Essen gäbe. Hier gibt es alles. Und mit „alles“ meine ich wirklich ALLES. Vom Kaugummi bis zur Schrotflinte, von Riesenteddys bis zu Hochleistungsstaubsaugern, von Kettensägen bis zu Weihnachtsdeko im XXL-Format – selbst wenn draußen 40 Grad herrschen.
Nach etwa einer Stunde – die wie im Flug verging – hatten wir genug eingekauft. Wasser? Check. Cola? Check. Haufenweise Zeug, das nicht auf der Liste stand? Doppel-Check.
Wir bezahlten unsere Beute und wollten gerade zum Auto, als wir direkt nebenan eine Filiale von ROSS entdeckten. ROSS – Dress for Less.
Ein Paradies für Schnäppchenjäger. Ein Off-Price-Discounter, in dem man Markenkleidung mit Rabatten von 20 % bis 60 % bekommt. Klingt super, oder? Theoretisch ja. Praktisch? Man muss Geduld haben. Denn wer hier stöbern will, muss sich durch chaotische Kleiderstangen kämpfen, zwischen Menschen hindurchmanövrieren, die Berge von Schuhkartons durchwühlen, und hoffen, dass irgendwo ein echter Schatz versteckt ist. Für mich selbst finde ich hier selten etwas – zu viel Chaos. Aber für unseren kleinen Enkel? Ein Volltreffer! Babykleidung von Hilfiger und Co. zum Preis von H&M? PERFEKT!
Und so verließen wir nach einem „schnellen“ Einkaufsstopp Walmart und ROSS mit Wasser, Cola, Ahornsirup, Steak-Sauce, Babykleidung und viel zu vielen anderen Dingen. Vegas hat uns wieder – und unser Koffer wird definitiv nicht leichter.


Langsam macht sich der Hunger bemerkbar. Es ist inzwischen 18 Uhr, und es gibt nur eine richtige Antwort auf die Frage, was wir essen wollen: Chicken Wings von Hooters.
Unser Navi hatte allerdings andere Pläne und führte uns auf eine komplette Irrfahrt. An der angegebenen Stelle? Kein Hooters weit und breit. Nur dunkle Parkplätze und fragwürdige Neonlichter. Manchmal scheint unsere Navi-Dame einen seltsamen Sinn für Humor zu haben.
Doch wir sind ja nicht von gestern. Plan B: Das Hooters Hotel & Casino. Das finden wir auch ganz ohne GPS – unser Hunger ist schließlich Motivation genug.
Eine halbe Stunde später sitzen wir endlich vor einem Berg Chicken Wings – Stefan natürlich in der extra-würzigen Variante, während ich es lieber etwas gemäßigter halte. Knusprig, saftig, genau so, wie wir es lieben. Endlich sind wir wieder im Südwesten – und es schmeckt nach Heimkehr.
Um 20 Uhr sind wir zurück im Hotel. Während Stefan sein Notebook und Co. auspackt, packt mich noch einmal die Shopping-Laune. Der Rock Shop im Casino hatte ein paar verlockende Angebote, und wer kann in Vegas schon „Nein“ zu neuen T-Shirts sagen?
Eine halbe Stunde später kehre ich mit drei neuen Errungenschaften ins Zimmer zurück. Langsam meldet sich die Müdigkeit – ein langer Tag liegt hinter uns. Um 21:30 Uhr kuscheln wir uns ins Bett, die Vorhänge bleiben weit geöffnet.
Denn wenn man eine fantastische Aussicht auf die Lichter von Las Vegas hat, dann lässt man sich von nichts und niemandem den Vorhang zuziehen. Gute Nacht, Vegas – morgen beginnt das Abenteuer richtig.


