
Las Vegas, Shopping Exzesse und eine fantastische Aussicht
Guten Morgen, Kanab! Nach vier aufregenden Nächten in dieser atemberaubenden Gegend hieß es Abschied nehmen – aber nicht ohne Vorfreude, denn unser Abenteuer führt uns weiter nach Las Vegas.
Die faszinierenden Kontraste zwischen unberührter Natur und dem glitzernden Trubel der Großstadt machen jede unserer USA-Reisen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Gestern noch tief in der Ruhe der Canyons, und heute? Der Ruf der Neonlichter, des Glamours und der schier unerschöpflichen Möglichkeiten von Vegas ist unwiderstehlich.
Eigentlich hatten wir geplant, einen Zwischenstopp an der Cathedral Gorge einzulegen (nein, nicht zu verwechseln mit dem Cathedral Wash von gestern!), um erst am Abend in Las Vegas anzukommen. Aber, wie es manchmal so ist, hat die Vorfreude auf das pulsierende Leben der Stadt unsere Pläne über den Haufen geworfen. Die Wüste wartet – aber diesmal in Form einer glitzernden Oase!
Um Punkt 7:10 Uhr starten wir in Kanab. Die Straßen sind ruhig, und die weiten Landschaften, die uns auf dem Weg begleiten, bieten noch einmal Gelegenheit, die Schönheit des Südwestens zu genießen. Die Berge verabschieden uns in ihrer ganzen majestätischen Pracht, während wir Kilometer um Kilometer auf den Asphalt bringen.
Doch mit jeder Meile steigt die Spannung. Shoppingtouren, spektakuläre Themenhotels, das bunte Treiben auf dem Strip und natürlich die Casinos – all das liegt vor uns. Unser Kopf ist bereits voller Pläne, wie wir die kommenden Tage gestalten wollen.
Las Vegas, wir kommen!


Unsere Reise führte uns erneut durch den zauberhaften Zion National Park, und die Aussichten an diesem Morgen hätten nicht spektakulärer sein können. Der Tag begann ruhig, und während wir uns langsam die Serpentinen des Zion Canyon hinaufschlängelten, genossen wir die atemberaubende Schönheit der Umgebung in vollen Zügen. Die Ruhe der Natur und die überwältigende Landschaftboten den perfekten Auftakt für unseren Tag.
In Washington, Utah, machten wir einen kurzen Halt bei Zion Harley Davidson. Unser bekanntes Motto? Been there – got the T-Shirt!Natürlich durfte ein kleines Souvenir von diesem ikonischen Ort nicht fehlen, und so landete ein schickes Harley-Shirt in unserer Sammlung.
Zurück auf der Interstate 15, setzten wir unsere Reise fort. Auch wenn wir diese Strecke schon einige Male gefahren sind, bleibt der Abschnitt durch den Virgin River Canyon ein Erlebnis für sich. Die majestätischen Felswände und die unberührte Wüstenlandschaftverliehen unserer Fahrt eine ganz besondere Atmosphäre. Hier spürt man förmlich die Weite und Wildheit des Südwestens.
Je näher wir Las Vegas kamen, desto mehr spürten wir die Energie und das Kribbeln, das diese Stadt mit sich bringt. Eine gewonnene Stunde durch die Pacific Time Zone war das i-Tüpfelchen, und mit der neuen Zeitdifferenz von 9 Stunden zu Deutschland fühlten wir uns noch ein Stück weiter weg von allem Alltäglichen.
Unsere Vorfreude auf die schillernde Welt von Las Vegas wuchs mit jeder verstrichenen Minute, und die Spannung auf das, was uns erwartete, war fast greifbar. Die Stadt der Lichter wartete auf uns, bereit, uns in ihren Bann zu ziehen!


Schon von weitem konnten wir die faszinierende Skyline von Las Vegas sehen, und mit jedem Kilometer, den wir der Stadt näherkamen, stieg die Vorfreude ins Unermessliche. Die schillernden Hotels, die leuchtenden Werbetafeln und die schiere Größe dieser Wüstenmetropole waren ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir unser Ziel erreicht hatten. Endlich war es so weit: Willkommen in Las Vegas!
Was war unsere erste Aktivität in der Stadt der Lichter? Einkaufen, natürlich! Mittlerweile hat sich daraus eine schöne Tradition entwickelt. Jedes Mal, wenn wir in Las Vegas ankommen, nutzen wir die Gelegenheit, uns durch die zahllosen Shops und Outlets zu stöbern und unseren inzwischen 3 Jahre alten Enkel mit hochwertiger Markenkleidung einzudecken. Ob Calvin Klein, Tommy Hilfiger, Nike oder Adidas – hier gibt es all diese Marken oft zu erstaunlich günstigen Preisen.
Besonders die sogenannten Off-Price-Läden wie ROSS, TJ Maxx und Kohl’s sind wahre Fundgruben für Schnäppchenjäger. Es macht einfach Spaß, durch die riesige Auswahl zu stöbern, die besten Deals zu finden und am Ende mit einer Tüte voller Schätze glücklich nach Hause zu gehen. Und seien wir ehrlich: Ein neues Calvin-Klein-Shirt für den Enkel zu einem unschlagbaren Preis zu ergattern, ist fast so spannend wie ein kleiner Jackpot im Casino.

Unser erster Stopp in Las Vegas war das Las Vegas Premium Outlet South, und die Vorfreude auf einen ausgiebigen Shoppingtag war groß. Wir parkten in der Nähe des riesigen GAP Outlet Stores, denn ich hatte ein klares Ziel: neue Jeans. Die von GAP passen mir nämlich immer besonders gut.
Vorab hatte ich per E-Mail einen 20%-Rabatt-Gutschein erhalten – ein echter Insider-Tipp. Wer regelmäßig die Newsletter seiner Lieblingsgeschäfte abonniert, wird mit solchen Angeboten belohnt. Besonders Läden wie GAP und Macy’s sind dafür bekannt, ihre Kunden mit Rabatten zu locken.
Kaum hatte ich das Jeans-Regal entdeckt, begann ich es regelrecht zu plündern. Voller Tatendrang zog ich mich mit meiner Auswahl in Richtung der Umkleidekabinen zurück, doch dann der Schock: „Die Umkleidekabinen sind geschlossen.“ Was nun? Eine schnelle Suche nach einem Mitarbeiter blieb erfolglos. Schließlich ging ich zur Kasse und fragte freundlich, was ich tun sollte. Der Verkäufer erklärte, dass wegen Personalmangel durch das Coronavirus die Kabinen nicht genutzt werden könnten. Sein Vorschlag: „Einfach kaufen, im Hotel oder auf der Toilette anprobieren und bei Bedarf zurückbringen.“ Na toll.
Also schnappte ich mir vier Jeans, die ohnehin schon um 30% reduziert waren, und sicherte mir mit meinem Gutschein noch weitere 20% Rabatt. Wenigstens ein Lichtblick!
Die Toiletten beim Food Court wurden dann zur improvisierten Ankleide. Ich ließ Stefan mit einer riesigen Cola an einem Tisch sitzen und verschwand, um die Jeans zu testen. Drei passten perfekt, nur eine war etwas knapp. Also zurück in den Laden, Größe umtauschen – und fertig. Ein bisschen chaotisch, aber am Ende war ich zufrieden.
Einige Geschäfte im Outlet waren geschlossen, was an den Zetteln an den Türen klar zu erkennen war. Die Schilder erklärten, dass sie zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden vorübergehend dicht machten. Besonders schade war, dass Vans und Converse darunter waren – ich hatte geplant, nach T-Shirts für meinen Schwiegersohn zu schauen. Aber bei Volcom lief alles wie gewohnt. Also rief ich meinen Schwiegersohn per Videoanruf an, und er suchte sich zwei Shirts aus. Ich fand das großartig, und er schien auch zufrieden. Natürlich konnte ich nicht widerstehen, noch zwei Shirts für meinen Enkel mitzunehmen.
Bei Carter’s schnappten wir uns einen Vorrat an süßen Kinderschlafanzügen, bevor wir den Hunger bekämpften. Im Food Court gönnten wir uns eine Portion leckerstes Orange Chicken. Ein gelungener Start in Las Vegas!

In einer Stunde ist es endlich soweit: Wir können in unser Hotel einchecken. Doch vorher machen wir noch einen kurzen Abstecher bei Las Vegas Harley Davidson, um einen Blick auf die glänzenden Maschinen zu werfen. Es ist immer ein Highlight, die imposanten Bikes zu bestaunen – wer weiß, vielleicht finden wir sogar ein neues T-Shirt für unsere Sammlung.
Nach diesem kurzen Zwischenhalt setzen wir unsere Reise fort und fahren zum The Signature at MGM Grand. Doch als wir am Hotel ankommen, erleben wir eine kleine Überraschung: Hier gibt es nur Valet-Parken – und das auch noch kostenlos. Klingt praktisch, wäre da nicht unser schlammverkrusteter Jeep, der immer noch die Spuren unserer Abenteuer in Utah trägt. Wir überlegen kurz, ob wir uns für die “Dreckschleuder” entschuldigen sollten, entscheiden uns dann aber dafür, das Ganze mit Humor zu nehmen. Schließlich ist der Jeep ein stolzer Zeuge unserer Erlebnisse.
Der Check-in verläuft reibungslos, und wir freuen uns darauf, unsere Suite in der 22. Etage zu beziehen. Während der Fahrstuhl uns nach oben bringt, steigt die Spannung: Wie wird wohl die Aussicht sein? Wir stellen uns schon vor, wie wir vom Balkon aus die funkelnden Lichter des Las Vegas Boulevards bewundern werden. Ein perfekter Start in unseren Aufenthalt in der glitzernden Stadt!






Da unser Hotel nur einen Block vom Las Vegas Strip entfernt liegt, entscheiden wir uns, das schmutzige Auto einfach sich selbst zu überlassen. Schließlich hat es sich nach den vielen Abenteuern eine Pause verdient. Wir schnüren unsere Schuhe und machen uns zu Fuß auf den Weg – die pulsierende Stadt ruft!
Unser Ziel sind die Miracle Mile Shops im Planet Hollywood, die nur einen Katzensprung entfernt sind. Hier kann das Shopping-Abenteuer direkt weitergehen. Bei Victoria’s Secret finde ich einige wirklich tolle Stücke, die ich sofort zur Kasse bringe, um sie zu bezahlen.
Während ich an der Kasse warte, fällt mir auf, dass die Kassiererin ein Telefonat führt. Unüberhörbar erzählt sie ihrer Kollegin:
„Wir schließen heute um 17 Uhr alle Victoria’s Secret Filialen. Ja, alle Filialen in den USA werden geschlossen. Aber keine Sorge, du bekommst weiterhin dein Gehalt, berechnet aus der durchschnittlichen Arbeitszeit der letzten vier Wochen.“
Ich bin überrascht und ein wenig traurig über diese Nachricht. Es ist ein seltsames Gefühl, gerade in einem Geschäft einzukaufen, das in wenigen Stunden seine Türen auf unbestimmte Zeit schließen wird. Aber das erinnert mich wieder daran, wie außergewöhnlich die aktuellen Umstände sind und wie sehr sie auch hier spürbar sind.


Ich schaue auf die Uhr – es ist 16:15 Uhr. Es sieht so aus, als würden die Maßnahmen wegen des Corona-Virus langsam ernst werden. Wow, das war knapp! Ein wenig später, und ich hätte vor verschlossenen Türen gestanden. Mit meiner Tüte voller neuer Errungenschaften verlasse ich Victoria’s Secret, während die Realität um uns herum langsam beginnt, sich zu verändern.
Stefan und ich setzen unseren Spaziergang entlang des Las Vegas Strip fort. Wir schlendern gemächlich Richtung Süden und genießen die lebhafte Atmosphäre, auch wenn spürbar weniger Touristen unterwegs sind. Unser nächster Halt ist der Rockshop des Hard Rock Cafés, ein Ort, der für uns immer ein Muss ist. Während wir durch die Regale stöbern, komme ich mit einer freundlichen Mitarbeiterin ins Gespräch. Sie erzählt mir, dass sie von den vielen Schließungen gehört hat, versichert mir aber, dass das Hard Rock Café und der Shop geöffnet bleiben. Lediglich einige Live-Acts wurden abgesagt.
„Haben Sie auch gehört, dass die USA die Grenzen für Europäer geschlossen haben?“ fragt sie neugierig. „Wie kommen Sie denn zurück nach Hause?“ Ich erkläre ihr, dass wir früh genug angekommen sind und unsere Rückreise gesichert ist. Ihre Erleichterung ist spürbar, und das Gespräch endet mit einem herzlichen Lächeln.
Natürlich verlassen wir den Shop nicht ohne ein paar T-Shirts – ein kleines Ritual, das auf keiner unserer Reisen fehlen darf. Mit unserer neuen Hard-Rock-Beute machen wir uns weiter auf den Weg, doch mittlerweile meldet sich der kleine Hunger. Es ist inzwischen 18 Uhr, und wir haben Lust auf ein Abendessen in der Peppermill, einem unserer Lieblingsrestaurants in Las Vegas. Wir haben es bei unserem letzten Besuch entdeckt und waren beeindruckt von den riesigen Portionen, die trotzdem erschwinglich waren.
Da sich die Peppermill jedoch am nördlichen Ende des Strips befindet, beschließen wir, mit dem Auto dorthin zu fahren. Also kehren wir zurück ins Hotel, wo wir uns unser schlammiges Abenteuergefährt bringen lassen – bereit für den nächsten kulinarischen Halt!




Um 18:30 Uhr bekommen wir ohne Wartezeit einen gemütlichen Tisch im eigenwillig eingerichteten Peppermill-Restaurant. Schon beim Betreten fällt uns die besondere Atmosphäre auf – die Mischung aus Neonlichtern und Retro-Charme ist einzigartig. Unsere Wahl fällt schnell auf die BBQ Pork Ribs, obwohl wir genau wissen, wie gigantisch die Portionen hier sind. Aber wir sind clever: Wir beschließen, die Rippchen zu teilen, denn wir haben aus Erfahrung gelernt, dass selbst ein richtig großer Appetit hier an seine Grenzen stößt.
Die Beilagen? Ein No-Brainer: die berühmte Baked Potato Soup und eine Baked Potato, die mit köstlichen Toppings serviert wird. Das Essen im Peppermill ist, wie immer, einfach ein Genuss. Die Rippchen sind butterzart und saftig, und die würzige BBQ-Sauce gibt ihnen den perfekten Kick. Der Baked Potato ist perfekt gegart, die Toppings machen ihn zu einem echten Highlight. Wir lassen uns Zeit, genießen jeden Bissen und schwelgen in der unvergleichlichen Atmosphäre dieses besonderen Ortes.
Nach dem Essen werfen wir einen Blick auf den ROSS Store direkt neben der Peppermill. Eigentlich hatten wir geplant, morgen noch einmal herzukommen. Aber warum nicht gleich? Wir sind bereits in Shopping-Laune, und diese Filiale gehört zu den größeren, ordentlicheren Läden. Wir stöbern durch die Regale und finden einige großartige Schnäppchen – ein gelungener Abschluss für den Abend. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel man hier für sein Geld bekommt. Zufrieden mit unserer Ausbeute treten wir schließlich den Rückweg an.
Auf dem Weg zum Hotel fahren wir den Las Vegas Boulevard entlang. Doch etwas ist anders. Normalerweise herrscht um diese Uhrzeit reges Treiben auf dem Strip: Autos reihen sich Stoßstange an Stoßstange, und Menschenmassen bummeln vor den prächtigen Casinos. Doch heute ist die Szene ungewohnt ruhig. Der Strip wirkt fast wie ausgestorben – eine seltsame, beinahe surreale Erfahrung in einer Stadt, die sonst niemals schläft.
Las Vegas zeigt sich von einer völlig neuen Seite. Auch wenn es etwas ungewohnt ist, genießen wir diese Ruhe und lassen den Tag mit einem Hauch von Melancholie ausklingen. Was für ein Kontrast zu den Abenteuern in Utah!



Um 20:30 Uhr kehren wir schließlich ins Hotel zurück. Unser dreckiger Jeep, mittlerweile so etwas wie unser treuer Reisebegleiter in Las Vegas, steht wieder vor dem Eingang – unverkennbar in seiner staubigen Pracht. “Wir sollten ihm wirklich eine Wäsche gönnen”,schlägt Stefan vor. Doch nicht heute. Heute haben wir genug Abenteuer erlebt.
Stattdessen lassen wir uns von der atemberaubenden Aussicht aus unserem fantastischen Zimmer in der 22. Etage des Signature at MGM Grand verzaubern. Die funkelnden Lichter des Las Vegas Strip erstrecken sich vor uns, und wir genießen den Blick auf diese pulsierende Metropole. Es ist faszinierend, wie sich die Energie der Stadt selbst bis hier oben spüren lässt.
Ein entspannter Abend ist genau das, was wir jetzt brauchen. Nach einem langen Tag voller Eindrücke und Erlebnisse machen wir es uns gemütlich. Die glitzernden Lichter von Las Vegas scheinen uns direkt in den Bann zu ziehen. Jeder Moment fühlt sich wie ein kleiner Vorgeschmack auf die Abenteuer der kommenden Tage an.
Las Vegas bei Nacht hat seinen ganz eigenen Zauber. Wir sind uns einig: Es gibt keinen besseren Ort, um diesen ereignisreichen Tag ausklingen zu lassen.
