Von der Pearl Street bis zu Shopping-Paradiesen: Ein Tag voller Entdeckungen und Einkäufe

Guten Morgen, Denver! Kaum hat sich die Sonne über die Rocky Mountains geschoben, kitzelt sie uns bereits durch die Fensterscheibe wach – ob wir wollen oder nicht. 7:00 Uhr. Draußen erwacht die Stadt langsam zum Leben, während drinnen das erste Abenteuer des Tages beginnt: das Frühstück. Stefan, der ungekrönte Meister des Frühstücks, jongliert geschickt mit Toast, Marmelade und einer Kanne Kaffee. Währenddessen kämpfe ich einen epischen Zweikampf mit Noah und Emilia, die sich heute offenbar gegen jede Form von Kleidung verschworen haben. Ein Satz Mini-Jeans, zwei widerspenstige Kinder und mein zunehmender Koffeinbedarf – ein Spektakel, das selbst die dramatischsten Wildwest-Szenen in den Schatten stellt.

8:30 Uhr. Frühstück ist fertig und endlich sitzen alle im Auto an ihrem Platz – Noah und Emilia sicher in ihren Kindersitzen, Stefan am Steuer und der Rest ist auch am Start. Unser Ziel: Boulder, das entspannte Universitätsstädtchen am Fuße der Rockies, wo man entweder mit einem Chai Latte in der Hand durch Buchläden schlendert oder in Funktionskleidung an einem Berg hängt. Wir haben jedoch eine ganz andere Mission: Teile für unsere treuen Harley-Davidson-Boliden bestellen, die wir am Ende der Reise abholen wollen. Ein kleines logistisches Manöver, das in der Theorie schnell erledigt ist – in der Praxis jedoch immer eine gewisse Gefahr birgt, weil Stefan in Motorradläden gerne die Zeit vergisst. Aber hey, wer kann ihm das verübeln? Es geht schließlich um die Maschinen, die uns auf den Straßen begleiten, mit donnerndem Sound und einer Attitüde, die irgendwo zwischen Abenteuerlust und „Muss das so laut sein?“ schwankt.

Sobald der Bestellzettel über den Tresen wandert, kehren wir dem metallischen Duft von Motoröl den Rücken und rollen weiter Richtung Boulder. Die Fahrt dorthin ist ein Genuss: Weite Straßen, links und rechts die sanften Hügel der Ausläufer der Rocky Mountains, die sich gegen den makellos blauen Himmel abzeichnen. Der Verkehr hält sich in Grenzen, sodass wir gemütlich durch das Panorama gleiten – ein Roadtrip-Moment, wie er im Buche steht.

Boulder Pearl Street Mall

Als wir in Boulder ankommen, entfaltet sich vor uns die wahre Perle des Tages: die legendäre Pearl Street. Diese Fußgängerzone ist nicht nur das pulsierende Herz der Stadt, sondern auch eine der schönsten Straßen Colorados. Eine Mischung aus Nostalgie und moderner Lebendigkeit, eingerahmt von historischen Backsteingebäuden und geschmückt mit bunten Blumenbeeten, die selbst hartgesottene Botaniker ins Schwärmen bringen würden. Über vier Blocks erstreckt sich dieses kleine Paradies, in dem Straßenkünstler ihre Kunststücke vorführen, Cafés mit dem verlockenden Duft frisch gebrühten Kaffees locken und exklusive Boutiquen neben urigen Antiquitätenläden um die Aufmerksamkeit der Besucher wetteifern.

Wir lassen uns treiben, von Schaufenster zu Schaufenster, von Geschäft zu Geschäft. Jede Tür, die sich öffnet, scheint eine neue Geschichte zu erzählen. Hier, inmitten dieser geschäftigen und doch entspannten Atmosphäre, scheint Boulder seinen ganz eigenen Rhythmus zu haben – eine Melodie aus Gesprächen, Musik und dem leichten Summen der Stadt.

Während wir Erwachsenen den Charme dieser Straße in uns aufsaugen, haben Noah und Emilia längst ihr eigenes kleines Paradies entdeckt. Auf einem der fantasievoll gestalteten Spielplätze sind sie nicht mehr zu bremsen. Hier wird gerutscht, geklettert und geschaukelt, als gäbe es kein Morgen. Noah hängt sich kopfüber von einer Kletterstange, während Emilia mit begeistertem Kreischen eine Rutsche hinabsaust. Die Energie der beiden ist bewundernswert – und ein wenig beängstigend, wenn man bedenkt, dass wir sie gleich zum Weitergehen überreden müssen.

Der Versuch, die beiden wieder in eine vertretbare Gehgeschwindigkeit zu versetzen, gestaltet sich erwartungsgemäß schwierig. Wer schon einmal ein glückliches Kind von einem Spielplatz losreißen wollte, weiß, dass Diplomatie hier nichts bringt – nur die Aussicht auf noch bessere Abenteuer. Also locken wir mit einem Versprechen, das fast immer funktioniert: Eis von Ben & Jerry’s

Ben und Jerry’s

Die kleine Filiale mit ihrem bunten Logo wirkt wie ein Magnet auf uns, denn hier gibt es die legendären Sorten, die in unserer deutschen Heimat entweder gar nicht oder nur mit der Präzision eines Schatzsuchers aufzutreiben sind. Die Auswahl ist überwältigend. Peanut Butter Cup, Chunky Monkey, Phish Food – Namen, die wie Musik in unseren Ohren klingen. Doch wir bleiben unseren Favoriten treu. In Sachen Eis gibt es keine Kompromisse. Wirklich keine.

Mit randvollen Bechern – gefüllt mit cremiger Perfektion – suchen wir uns eine gemütliche Bank. Schließlich lassen wir uns nieder, genießen die ersten Löffel unserer eiskalten Sünde und beobachten das bunte Treiben um uns herum. 

Noah und Emilia haben ihre Eisbecher längst zu Kunstwerken umfunktioniert. Ein Tropfen hier, ein Klecks dort – ihre Hände, Gesichter und T-Shirts nehmen mehr an der Eis-Erfahrung teil als geplant. Doch was soll’s? In diesem Moment zählt nur der pure Genuss. 

Eigentlich hatten wir einen perfekten Plan: ein gemütliches Mittagessen in einer der Brauereien auf der Pearl Street, dazu ein kühles, lokal gebrautes Bier – eine wohlverdiente Pause nach unserem ausgedehnten Stadtbummel. Doch das Schicksal, dieser launische Regisseur unserer Reisen, hatte andere Pläne. Tür zu. Ruhetag. Keine Chance. Ein kurzer Moment der kollektiven Fassungslosigkeit, dann die unausweichliche Erkenntnis: Plan B muss her.

Doch Resignation? Fehlanzeige. Wer schon einmal mit uns unterwegs war, weiß, dass wir nicht so leicht klein beigeben. Also zurück zum Auto – denn wenn uns Boulder kein Bier servieren will, dann gehen wir eben wo anders hin.

Unser neues Tagesmotto? Shopping! Ein Wort, das in unserer Familie eine sehr unterschiedliche Reaktion hervorruft. Während Noah und Emilia sich unter „Shopping“ etwas vorstellen, das mit Spielzeugabteilungen und kostenlosen Keksen an der Supermarkttheke zu tun hat, denke ich an Schuhe und Handtaschen. Amerikanische Shopping-Malls sind ja schließlich ein Erlebnis für sich. Also los geht’s, rein ins Auto, raus aus Boulder – und direkt hinein in das nächste Abenteuer, das unsere Kreditkarten ganz sicher herausfordern wird.

Auf dem Weg zu den Denver Premium Outlets kreuzte plötzlich eine verheißungsvolle Alternative unseren Weg: BJs Restaurant and Brewhouse. Ein Blick auf die Fassade, ein zweiter auf die hungrigen Gesichter in unserem Auto – die Entscheidung fiel in Sekundenbruchteilen. Shopping kann warten. Essen nicht.

Kaum hatten wir die Tür geöffnet, umfing uns die perfekte Mischung aus geschäftigem Treiben und entspanntem Pub-Charme. Große Bildschirme mit Sportübertragungen an den Wänden, eine lange Theke mit glänzenden Zapfhähnen und eine verführerische Speisekarte, die mehr versprach als nur Standard-Burger. Unsere Bedienung – ein quirliger junger Mann begrüßte uns mit einem breiten Lächeln und noch breiterem Angebot an Tagesempfehlungen. Doch wir waren nicht hier für Experimente. Wir wollten Klassiker.

Und die bekamen wir. Stefan, Oli und Nadine entschieden sich für saftige BurgerNoah und Emilia bekamen genau das, was glückliche Kinder brauchen: eine Kombi aus Chicken Strips und Limonade, mit der sie wunschlos zufrieden waren. Ich wagte mich an einen frischen, knackigen Salat, weil ich mir einbildete, dass das nach all dem Eis eine gute Idee sei.

Die Atmosphäre? Lebendig, aber nicht hektisch. Die Bedienung? Freundlich, schnell und mit einem angenehmen Sinn für Humor. Das Essen? Punktlandung. Nach einer guten Stunde verließen wir das Lokal satt, glücklich und mit neuem Elan für den nächsten Programmpunkt. Shopping kann anstrengend sein – aber mit vollem Magen ist es definitiv besser zu ertragen.

Mit gestärkten Kräften setzten wir unsere Reise fort und erreichten schließlich die Denver Premium Outlets. Doch bevor wir uns in das Einkaufsvergnügen stürzten, machten wir noch Zwischenstopps bei ROSS und Nordstrom Rack. In diesen Schatzkammern der Schnäppchenjäger breitete sich ein wahres Shopping-Paradies vor uns aus, das für jeden von uns das Richtige zu bieten schien.

In den Gängen von ROSS fanden wir vor allem schicke Kinderbekleidung zu unschlagbaren Preisen. Von stylischen Jeans für Noah über trendige Kleidchen, unsere Einkaufstaschen füllten sich rasch mit kleinen Schätzen.

Der Abstecher zu Nordstrom Rack war ein wahrer Glücksgriff für Liebhaber von Markenmode. Hier reihten sich Designer-Stücke zu deutlich reduzierten Preisen aneinander. Die Aufregung in den Augen meiner Tochter und die begeisterten Ausrufe der Enkelkinder, wenn sie ein neues Lieblingsteil entdeckten, zauberten einige Sorgenfalten auf das Gesicht unserer Männer. Wie lange wird es dauern bis wir pleite sind 😅

Gut gerüstet und mit vollbepackten Tüten setzten wir unseren Weg zu den Denver Premium Outlets fort. Einmal angekommen, eröffnete sich uns ein wahres Eldorado für Schnäppchenjäger. Zwischen den Outlet-Stores namhafter Marken streiften wir durch die Gänge, auf der Suche nach dem perfekten Fund. Ob modische Kleidung, Sportausrüstung oder Accessoires – hier schien jeder Wunsch in Erfüllung zu gehen.

Denver Premium Outlets

Was die Denver Premium Outlets jedoch besonders auszeichnete, war der gigantische Spielplatz, der sich mitten im Einkaufszentrum erstreckte. Dieser großzügig gestaltete Spielbereich war ein wahres Paradies für Kinder und ein Segen für uns (Groß-)Eltern gleichermaßen. Hier konnten die Kids nach Herzenslust toben und spielen, während wir die Shoppingtüten in Ruhe abstellen konnten.

Mit einem strahlenden Blick in ihren Augen stürzten sich Noah und Emilia auf die verschiedenen Spielgeräte. Schaukeln, Klettergerüste und Rutschen sorgten für pure Begeisterung bei den kleinen Abenteurern. Der Spielplatz war durchdacht konzipiert – er ermöglichte den Kleinen sicheres Toben und den Eltern die wohlverdiente Gelegenheit zum Entspannen. Auf den gemütlichen Bänken, die den Spielplatz umgaben, ließen wir uns nieder und konnten voller Freude die energiegeladenen Klettereien und Spiele der Kinder verfolgen.

Es war ein wahrer Glücksfall, dass die Denver Premium Outlets nicht nur für die Shoppingbegeisterten, sondern auch für die kleinen Energiebündel so viel zu bieten hatten. Der Spielplatz wurde zu einem Ort des fröhlichen Miteinanders, an dem Kinder ihre Abenteuerlust ausleben konnten und die Erwachsenen eine kurze Pause genossen.

Nach unserem erfolgreichen Shopping-Ausflug in die Denver Premium Outlets führte uns der Weg direkt zu Target. Es standen noch einige Besorgungen auf dem Plan, darunter der Einkauf von Lebensmitteln für unser Frühstück und Vorräten, die unseren Camper in den nächsten vier Tagen über Wasser halten sollten.

Im Supermarkt durchstreiften wir die breiten Gänge, auf der Suche nach Zutaten für unsere morgendlichen Mahlzeiten. Die Auswahl an frischem Obst, knusprigem Müsli, cremigem Joghurt und Brot war mehr als beeindruckend. Die Kinder hatten sichtlich Spaß daran, den riesigen Supermarkt zu erkunden und die Wagen mit ihren Lieblingsleckereien zu füllen.

Target

Die Vorfreude auf unsere bevorstehende Campingreise ließ unsere Herzen höherschlagen. Inmitten der bunten Regale und vollgepackten Einkaufswagen spürten wir die Aufregung für die kommenden Tage, die uns in unserem gemütlichen Camper bevorstanden. Mit den Einkaufstüten voller Köstlichkeiten und der Vorfreude auf die nächsten zwei Wochen machten wir uns auf den Weg zu unserem Appartement.

Morgen ist es soweit – wir werden unseren riesigen Camper abholen. Die Vorfreude kribbelt förmlich in der Luft, und unsere Augen leuchten bei dem Gedanken an das kommende Abenteuer auf Rädern. Die Kinder können es kaum erwarten, ihr temporäres Zuhause auf Rädern zu erkunden, und auch wir Erwachsenen sind gespannt auf die kommenden Tage voller Freiheit und Entdeckungen.

Es wird Zeit, den Komfort eines festen Quartiers gegen das rollende Zuhause einzutauschen. Der Gedanke an gemütliche Abende unter dem Sternenhimmel, das Knistern des Lagerfeuers und die unbekannten Straßen, die vor uns liegen, lässt unsere Herzen höherschlagen. Die Freude auf das, was da kommt, ist jetzt schon spürbar, und wir können es kaum erwarten, mit unserem rollenden Heim in die Weiten der USA aufzubrechen. Morgen beginnt das nächste Kapitel unseres Roadtrips, und wir sind bereit für jede Kurve, die das Abenteuer für uns bereithält. Stay tuned für mehr Geschichten von unterwegs! 🚐

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