Denver Calling: Zug, Flugzeug und Mietwagen – unser USA Roadtrip-Abenteuer startet durch

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse – oder so…

Guten Morgen, liebe Reisejunkies und Schlafliebhaber! Die Welt schläft noch tief und fest, während wir uns in aller Herrgottsfrühe aus den warmen Betten quälen. Wer auch immer die Idee hatte, mitten in der Nacht aufzustehen, um in den Urlaub zu starten – vermutlich derselbe Wahnsinnige, der dachte, ein Familienurlaub wäre eine erholsame Angelegenheit.

Wecker: 3:00 Uhr. Ich schwöre, ich habe erst vor fünf Minuten ins Bett geschaut. Doch keine Zeit für Selbstmitleid, der Abenteuergeist ruft – und ignorieren lässt er sich ohnehin nicht. Also raus aus den Federn und rein ins Chaos der Abreise!

ICE LH3551

Da unsere Reisegruppe samt Gepäck eher einer kleineren Expedition glich, musste eine logistische Strategie her. Stefan und Noah entschieden sich für die glamouröse Variante – ein Taxi zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Der Rest von uns – also Oli, Emilia, Nadine und ich – wurden zum lebenden Tetris-Spiel und stapelten uns mit Koffern, Rucksäcken und Handgepäck in mein Auto. Ziel: das Parkhaus am Bahnhof, wo wir Stefan und Noah wieder einsammelten.

Dort standen sie bereits bereit, als hätten sie eine geheime VIP-Lounge genutzt, während wir uns noch durch die Tiefen der Gepäckverladung kämpften. Gemeinsam zogen wir dann mit unserer Karawane an Koffern durch den Bahnhof – eine Mischung aus Geheimagenten auf Mission und einer Familie, die eindeutig mehr mit sich herumschleppt, als sie jemals brauchen wird.

Der erste Etappensieg? Geschafft! Jetzt kann das eigentliche Abenteuer beginnen – müde, aber voller Vorfreude.

Nadine besorgte noch schnell rettenden Kaffee und ein paar butterzarte Croissants herbei, als unser ICE-Zug bereits am Bahnsteig einfuhr. Wir hatten genügend Zeit, um einzusteigen. Pünktlich um 5:02 Uhr setzte sich unser rollendes Abenteuer in Bewegung – Ziel: Frankfurt Flughafen. Die Kinder, Noah mit seinen aufgeregten 6 Jahren und die quirlige Emilia mit süßen 2 Jahren, waren voller Vorfreude und Energie. Oli und Stefan hatten sich währenddessen in einem anderen Abteil gemütlich gemacht, so wollte es das ausgeklügelte Buchungssystem von Lufthansa. Eine kleine Verschnaufpause von den quirligen Kids tat den beiden sicherlich gut.

Die Zugfahrt verlief erstaunlich glatt. Die Kinder schlummerten fast die Hälfte der Zeit, und wenn sie wach waren, benahmen sie sich vorbildlich. Mit einem erleichterten Lächeln erreichten wir um 6:35 Uhr den Flughafen Frankfurt.

Kaum hatten wir das Auto geparkt, wurden die letzten Koffer auf die Gepäckwagen gehievt – eine kleine logistische Meisterleistung, denn trotz akribischer Planung hatte unser Gepäckvolumen gefühlt das einer Weltumseglung erreicht. Doch nichts konnte uns bremsen – voller Tatendrang bahnten wir uns den Weg durch das geschäftige Treiben des Frankfurter Flughafens.

Unser Ziel: die Fastlane am Check-in. Ein Segen für alle, die mit zwei quirligen Kindern und einer unbändigen Reiselust ausgestattet sind. Während sich hinter uns eine scheinbar endlose Schlange durch die Absperrungen schlängelte, schoben wir unser Gepäck in Richtung Schalter – mit einem wohligen Gefühl, als hätten wir einen geheimen VIP-Zugang entdeckt. Die Koffer wogen zwar gefühlt mehr als nötig, doch immerhin mussten wir sie nun nicht mehr selbst durch die Terminalhallen wuchten.

Der Security-Check? Ein überraschend reibungsloser Ablauf. Keine extralangen Wartezeiten, keine panischen Suchaktionen nach verloren geglaubten Pässen oder Boardingpässen – fast schon verdächtig unkompliziert. Mit einem leichten Gefühl von „Das ging zu glatt, irgendwas muss doch noch schiefgehen?“ steuerten wir in Richtung Gate.

Dort angekommen, breitete sich endgültig die Vorfreude aus. Die Realität, dass wir uns bald in der Luft befinden würden, wurde greifbar. Der Flughafen wirkte wie ein geschäftiger Ameisenhaufen – Geschäftsreisende mit ernster Miene, Urlauber mit aufgeregten Blicken, dazwischen wir mit unserer geballten Familienenergie und einer gehörigen Portion Abenteuerlust.

Flughafen Frankfurt

Pünktlich um 10:50 Uhr begann das Boarding. Wie immer eine Mischung aus kontrollierter Organisation und dem typischen „Ich-habe-Platz-16C-und-weiß-nicht-mehr-wo-links-und-rechts-ist“-Durcheinander. Doch kaum saßen wir in unseren Sitzen, war es offiziell: Das Abenteuer konnte beginnen.

Der Start verlief glatt, die Steigflugphase war beeindruckend – und dann kamen die unvermeidlichen Herausforderungen eines Langstreckenflugs. Neun Stunden und dreißig Minuten sind für Erwachsene schon eine Nummer, aber für Kinder? Ein Marathon der Geduld.

Noah bewies sich als echter Vielflieger – lesen, spielen, Filme schauen, zwischendurch ein wenig schlafen, alles im Wechsel. Doch Emilia hatte hier und da ihre Ungeduldsmomente – verständlich, wenn man bedenkt, dass Sitzen und Warten für einen kleinen Wirbelwind wie sie ungefähr so spannend ist wie eine Doku über trocknende Wandfarbe.

Zum Glück war das Entertainment-Programm an Bord unser bester Verbündeter: Animationsfilme, kleine Spiele und die Faszination der Bordverpflegung halfen dabei, die Zeit zu überbrücken. Zwischendurch wackelte der Flieger ein wenig – nichts Dramatisches, aber genug, um uns daran zu erinnern, dass wir über den Atlantik donnern.

Während draußen die Wolken vorbeizogen, steuerten wir Kilometer für Kilometer unserem großen Abenteuer entgegen.

Kaum hatten wir amerikanischen Boden betreten, ging es direkt zur Immigration – jener mythenumrankten Hürde, an der schon so mancher Urlauber mit Schweißperlen auf der Stirn ins Stottern geriet. Doch keine Sorge: Englisch ist ja bekanntlich so einfach wie Fahrradfahren – wenn man einmal dabei bleibt, fällt man nicht auf die Nase.

Während in anderen Ländern die falsche Betonung eines Wortes zur gesellschaftlichen Ächtung führen kann (wir erinnern uns an Frankreich und das gefürchtete Croissant-Massaker), strahlen uns die Amerikaner freundlich an, als wären wir alte Freunde, die endlich auf einen Kaffee vorbeikommen. „Welcome to the United States!“ – das klingt in Kombination mit einem breiten Lächeln doch gleich viel einladender als das nüchterne „Nächster!“ in manch anderen Flughäfen dieser Welt.

Die Amerikaner haben die Gastfreundschaft quasi im Genpool verankert. Ein bisschen aus Prinzip, ein bisschen aus Tradition – schließlich hat hier fast jeder einen Migrationshintergrund, der über ein paar Jahrhunderte hinweg noch stolz gehegt wird. „Where are you from?“ ist in den USA keine belanglose Floskel, sondern ein potenzieller Türöffner für Geschichten über irische Urgroßväter, italienische Großmütter oder deutsche Vorfahren, die einst mit nicht viel mehr als einem Koffer und einem Traum ankamen. Es scheint fast so, als würde jeder Amerikaner eine unsichtbare Karte der eigenen Ahnenlinie im Herzen tragen, bereit, sie bei jeder passenden Gelegenheit auf den Tisch zu legen.

Doch wir hatten keine Zeit für Ahnengeschichten – unser Ziel war das Gepäckband. Und siehe da, unsere Koffer hatten ebenfalls eine reibungslose Einreise hinter sich und drehten bereits ihre gemütlichen Runden auf dem Förderband. Alles beisammen, nichts verloren, kein Koffer in der falschen Zeitzone – ein guter Start!

Jetzt fehlte nur noch eins: unser fahrbarer Untersatz für die kommenden Wochen. Also auf zum Alamo-Bus, der uns mit der gewohnten amerikanischen Effizienz zum Rental Car Center bringen sollte.

Der Bus kam keine drei Minuten nach unserer Ankunft an der Haltestelle, ein Service, bei dem die Deutsche Bahn vermutlich nur müde lächeln würde. Schnell die Koffer verstaut, rein in den Bus – und während wir durch die ersten Straßen von Denver ruckelten, begann es langsam zu sacken: Wir sind da. Unser großes Abenteuer hat offiziell begonnen!

Kaum am Schalter angekommen, gab’s die erste Überraschung: Unsere gebuchte Kategorie – “Stadtpanzer” – war nicht verfügbar. Der Mitarbeiter entschuldigte sich mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen „Sorry für die Unannehmlichkeiten“ und „Glückwunsch, da bahnt sich was Gutes an!“ lag.

Und tatsächlich: Nach ein paar Minuten hektischer Tastatureingaben und bedeutungsschwerer Blicke in den Computer tauchte wie durch Zauberhand doch noch ein Fahrzeug für uns auf. Und nicht irgendeins – ein Ford Expedition Max.

Falls euch der Name nichts sagt: Stellt euch einen SUV vor, der so groß ist, dass er in Europa vermutlich als Einfamilienhaus durchgehen würde. Ein Gefährt, das in den USA zwar als „familientauglich“ gilt, in Deutschland aber nur in Parklücken passt, wenn sie ursprünglich für Reisebusse gedacht waren. Ein Auto, das beim Einparken einen eigenen Stellplatz und wahrscheinlich eine eigene Postleitzahl braucht.

Geländetauglich? Wohl kaum. Das Ding hätte sich im echten Offroad-Einsatz vermutlich so gut geschlagen wie ein Pinguin auf einem Surfbrett. Aber ins Gelände wollten wir ja ohnehin nicht – wir brauchten Platz, Komfort und eine gewisse Straßenpräsenz. Und Platz hatte dieser Koloss zur Genüge. Koffer, Rucksäcke, Kinder, Erwachsene – alles passte rein, ohne dass jemand die Knie an den Ohren hatte.

Also: Navi installiert, Sitzposition gefunden (die Augenhöhe lag gefühlt auf Helikopter-Niveau) – und schon waren wir startklar.

SUV ist nicht gleich SUV – Der Unterschied zwischen echten Offroadern und urbanen Hochsitz-Limousinen

 

Ein echter SUV mit Differenzialsperre und ein „normaler“ SUV (auch oft als Crossover bezeichnet) mögen auf den ersten Blick ähnlich aussehen – groß, bullig, mit einer erhöhten Sitzposition – aber unter der Haube und im Fahrverhalten trennen sie Welten.

 

Der echte SUV – Geländegänger mit Allradtechnik
Ein echter SUV (Sport Utility Vehicle) ist technisch gesehen ein Geländewagen mit Komfort. Er hat:

  • Ein Leiter- oder verstärktes Chassis, das auf schwere Lasten und harte Offroad-Bedingungen ausgelegt ist.
  • Einen echten Allradantrieb (4WD oder AWD), oft mit einer Differenzialsperre, die es ermöglicht, das Drehmoment gezielt auf die Räder mit dem meisten Grip zu verteilen. Das verhindert, dass ein Rad durchdreht, während die anderen im Schlamm oder Sand feststecken.
  • Eine Geländereduktion (Untersetzungsgetriebe) für langsames, kraftvolles Fahren auf steilen oder rutschigen Untergründen.
  • Höhere Bodenfreiheit für tiefe Spurrillen, Felsen oder Schneeverwehungen.

Kurz gesagt: Ein echter SUV kann durch tiefen Schlamm, über Felsen oder steile Sanddünen fahren, ohne sich blamieren zu müssen. Fahrzeuge wie der Jeep Wrangler Rubicon, Toyota Land Cruiser oder Mercedes G-Klassesind Paradebeispiele für „echte“ SUVs mit Offroad-Gene.

 

Der “normale” SUV – Mehr Schein als Sein?
Der klassische Crossover oder „weicher“ SUV ist eher ein hochgelegter PKW mit SUV-Optik. Er sieht zwar robust aus, ist aber technisch oft näher an einer Limousine als an einem Geländewagen:

  • Kein echtes Chassis, sondern eine selbsttragende Karosserie – das spart Gewicht, macht ihn komfortabler, aber weniger widerstandsfähig im harten Gelände.
  • Frontantrieb oder optionaler „Allrad“, der oft nur eine leichte Traktionshilfe ist und nicht mit einer echten 4WD-Technik mithalten kann.
  • Keine oder nur eingeschränkte Differenzialsperren, was bedeutet: Wenn ein Rad durchdreht, verliert das Fahrzeug oft den Grip.
  • Keine Untersetzung, was ihn in schwierigem Gelände schnell an seine Grenzen bringt.

Beispiel für solche Fahrzeuge sind der Ford Explorer, Nissan X-Trail oder VW Tiguan – alle praktisch für den Alltag, aber nicht für ernsthafte Offroad-Abenteuer geeignet.

 

Fazit: Wer kann was?

  • Ein echter SUV bringt dich durch den Schlamm, über Felsen oder durch den tiefen Schnee – perfekt für Abenteurer, Förster oder Menschen, die regelmäßig abseits befestigter Straßen unterwegs sind.
  • Ein normaler SUV (Crossover) ist die Wahl für alle, die den Look eines Geländewagens wollen, aber meist auf asphaltierten Straßen bleiben. Er bietet mehr Komfort, weniger Spritverbrauch und ist im Stadtverkehr angenehmer – aber sobald das Gelände ruppiger wird, gibt er schnell auf.

Der Ford Expedition Max aus unserer Reise gehört übrigens zur zweiten Kategorie – riesig, beeindruckend und ideal für lange Strecken auf Highways, aber in echtem Gelände würde er sich vermutlich so gut schlagen wie ein Rollkoffer auf einem Sandstrand. 😉

Nach der langen Reise und dem ersten Triumph an der Mietwagenfront stand fest: Wir brauchten eine ordentliche Stärkung. Und was wäre dafür besser geeignet als unser lang ersehnter erster kulinarischer Stopp in den USA? Das Texas Roadhouse.

Schon beim Betreten empfing uns das wohlige Ambiente aus holzvertäfelten Wänden, dem Duft von frisch gegrilltem Fleisch und dem vertrauten Knacken von Erdnussschalen unter den Schuhen.

Dann kam das Essen – und was für eins! Saftige Steaks, perfekt gegrillt, mit einer Beilage, die bei den Amerikanern fast so wichtig ist wie das Hauptgericht selbst. Ob süße Butter-Brötchen, knackige Salate oder legendäre Kartoffelvarianten – jede Gabel schmeckte nach purem Urlaub.

Während wir dort saßen, mit vollen Tellern und noch volleren Bäuchen, dämmerte es uns: Wir sind angekommen. Richtig angekommen. Der Roadtrip konnte beginnen!

Nachdem wir uns im Texas Roadhouse den ersten kulinarischen Triumph gegönnt hatten, stand die nächste Mission auf dem Plan: Walmart. Wer schon einmal in einem amerikanischen Supermarkt war, weiß, dass dies weniger ein Einkauf als vielmehr ein Abenteuer ist.

Eintritt in den Supermarkt, und plötzlich stehen wir in einem Universum, in dem alles eine Nummer größer istMilchkartons in Tankstellen-Kanistergröße, Chips-Tüten, in denen sich eine Familie vergraben könnte, und eine Auswahl an Softdrinks, die einem Chemielabor gleicht.

Doch wir waren fokussiert – zumindest für amerikanische Verhältnisse. Ziel: Frühstücks- und Grundversorgung für unser Apartment. Milch, Saft, Getränke, Kaffee – der Einkaufswagen füllte sich schneller, als wir „Brauchen wir das wirklich?“ sagen konnten. Dazu noch ein paar Snacks für unterwegs und ein paar praktische Kleinigkeiten, die sich immer als nützlich erweisen (und die man zu Hause erst mal kopfschüttelnd auspackt). Mit vollgeladenem Kofferraum rollten wir weiter zu unserer letzten Etappe des Tages: unser Apartment.

Denver airbnb

Nach einem langen Reisetag und diversen Logistik-Manövern hätte man annehmen können, dass der Einzug in unser Apartment nun der entspannte Abschluss des Tages werden würde. Falsch gedacht.

Nadine und ich übernahmen die Aufgabe, den Schlüssel zu besorgen – ein einfacher Plan mit einer kleinen ungeplanten Wendung.

  • Schritt 1: Schlüssel aus der kleinen Box mit Zahlenschloss holen.
  • Schritt 2: Tür aufschließen.
  • Schritt 3: Schlüssel wieder in die Box legen, weil es sich um einen zentralen Schlüssel handelte.

Simpel, oder? Nicht ganz.

Die Box, in der sich der Schlüssel befinden sollte, war leer. Das sorgte für einen kurzen Moment hektischer Sucherei – hatte jemand vergessen, ihn zurückzulegen? War das die Art von Abenteuer, die wir für heute wirklich noch brauchten?

Nach ein paar Minuten tauchte das kleine Ding dann doch auf – offenbar war er noch im Umlauf und musste erst in die Box zurückgelegt werden, bevor wir ihn wieder herausnehmen durften. Kurz gesagt: ein seltsames Schlüssel-Karussell.

Als wir schließlich mit dem Schlüssel in der Hand standen, fühlte es sich fast an wie ein Mini-Level in einem Adventure-Spiel – finde den Schlüssel, löse das Rätsel, betrete dein Apartment. Aber am Ende: Geschafft. Koffer rein, Vorräte verstaut, Füße hochgelegt – unser erster Tag in den USA war erfolgreich absolviert.

Oben in unserem riesigen Apartment angekommen, begann die große Entdeckungstour. Zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, eine großzügige Wohnküche – mehr Platz, als wir für die nächsten Tage zu brauchen glaubten, aber definitiv nicht zu viel. Die Kinder stürmten neugierig durch die Räume, begutachteten die Betten und starteten die altbewährte „Wer-schläft-wo?“-Verhandlung.

Noah entschied sich für das ultimative Upgrade: ein Zimmer mit Opa und Oma. Vielleicht, weil er auf ein paar Extra-Geschichten von Stefan spekulierte, vielleicht auch, weil er den besten Überblick über alle Geschehnisse haben wollte. Emilia zog es vor, sich bei Oli und Nadine einzuquartieren – ein Arrangement, das für alle Seiten perfekt passte.

Mit einer Mischung aus Routine und Abenteuerlust begannen wir, die Koffer zu entladen und den Einkauf zu verstauen. Zwischen Müslipackungen, Saftflaschen und den ersten Snacks für unterwegs nahm unser temporäres Zuhause langsam Gestalt an.

Es dauerte nicht lange, bis die Kinder im Traumland versunken waren. Nach all den Eindrücken des Tages war der Schlaf für sie eine schnelle Entscheidung – einmal blinzeln, weg waren sie. Sanft in ihre Betten gelegt, schlummerten sie tief und fest, während wir Erwachsenen uns noch der letzten Organisation widmeten.

Langsam realisierten wir: Dieses Apartment war perfekt. Riesig, komfortabel, und das Beste – so zentral gelegen, dass wir sogar zu Fuß in die Innenstadt spazieren konnten.

Aber für heute? Genug erlebt. Nach dem letzten „Haben wir an alles gedacht?“ und einem schnellen Rundblick durch die Zimmer sanken auch wir müde in die Betten. Draußen glitzerte Denver in der Nacht, während wir mit geschlossenen Augen die Bilder des Tages Revue passieren ließen – von der ersten Fahrt mit unserem Riesen-SUV bis zum Steakfest im Texas Roadhouse, von der Schlüsseljagd bis zum ersten Moment, in dem wir die Skyline der Stadt auf uns wirken ließen.

Morgen ging es weiter. Mit neuer Energie, neuen Plänen – und der Gewissheit, dass dieses Abenteuer erst begonnen hatte. Gute Nacht, Denver!

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