
Vegas für Shopping-Fans: Premium Deals, Raiders-Merch & ein Abend im Peppermill
Las Vegas. Diese glitzernde, völlig überdrehte Oase in der Wüste, die sich in Sachen Spektakel selbst übertrifft. Wir waren schon oft hier, und doch schafft es diese Stadt jedes Mal aufs Neue, uns mit ihrem schillernden Wahnsinn in den Bann zu ziehen. Hier gibt es keine Sperrstunde, kein „Jetzt ist aber mal Schluss“, kein „Letzte Runde“. Die Maschinen klingeln rund um die Uhr, die Straßen sind auch um drei Uhr morgens noch voller Leben, und irgendwo steht garantiert gerade jemand vor einer kitschigen Kapelle und fragt sich, ob eine Spontanhochzeit wirklich eine so gute Idee war.
In Vegas gibt es nichts, was es nicht gibt: Meerjungfrauen schwimmen in riesigen Aquarien, goldene Gondoliere singen Opern, während sie Touristen durch einen künstlichen Canal Grande schippern – und das nicht etwa im Freien, sondern in der dritten Etage eines Hotels. Diese Stadt lebt nach ihren eigenen Regeln, und genau das macht sie so einzigartig.
Doch bevor wir uns in das funkelnde Chaos des Strips stürzen, stand heute erst einmal eine andere, fast ebenso heilige Vegas-Tradition auf dem Programm: Shopping.
Denn was wäre ein USA-Trip ohne Outlet-Märsche, Kaufrausch im XXL-Format und den Versuch, einen bereits randvollen Koffer um die letzten „Das musste ich einfach mitnehmen“-Errungenschaften zu erweitern? Ein fester Bestandteil jedes unserer Urlaube – und Las Vegas ist dafür der perfekte Ort. Die Mission war klar: Schnäppchen jagen, Kreditkarten glühen lassen und versuchen, die Vernunft nicht völlig über Bord zu werfen. Las Vegas, wir sind bereit.
Bildergalerie: las vegas premium outlet, north
Ein echter Shopping-Tag beginnt früh – zumindest, wenn man vorhat, ein Outlet-Center dieser Dimension zu bezwingen. Punkt 10 Uhr standen wir im Las Vegas Premium Outlet North, bereit für die Schnäppchenjagd. Über 150 Stores, endlose Regale voller Angebote und eine Mission: die besten Deals der Stadt abräumen.
Schon beim Betreten des weitläufigen Geländes wurde klar: Hier geht es nicht nur ums Einkaufen – das ist Hochleistungssport. Die Sonne schien, Palmen säumten die Wege, dazwischen plätschernde Springbrunnen – Vegas bleibt selbst beim Shoppen stylish. Doch viel Zeit zum Bewundern der Szenerie blieb nicht, denn wir hatten ein Ziel: Taschen füllen, Kleiderschränke upgraden und mit so viel Rabatt wie möglich aus dieser Mall marschieren. Strategie ist alles.

Die Kinder stürzten sich mit vollem Enthusiasmus ins Getümmel – für sie war das hier eine Entdeckungsreise voller bunter Regale, glänzender Auslagen und der ständigen Möglichkeit, vielleicht doch noch ein kleines Extra abzustauben. Währenddessen war unser Vorgehen taktischer: Gezielte Beutezüge durch die wichtigsten Stores, keine Zeit für Umwege.
Schuhe, Jacken, Shirts, Accessoires – es gab kaum etwas, das nicht in die engeren Auswahl kam. Und weil Shopping bekanntlich Energie verbrennt, legten wir zwischendurch eine strategische Pause ein – mit einem riesigen Eis, das schneller schmolz, als wir essen konnten.
Sechs Stunden später – ja, sechs Stunden! – trugen wir die Spuren des Tages mit uns: leicht erschöpft, aber mit glücklichen Gesichtern und Taschen, die aussahen, als hätten wir einen ganzen Laden leergekauft.

Die Kids hatten ihre Schätze gefunden, wir hatten unsere Schnäppchen gesichert, und die Kreditkarten hatten einen anständigen Workout hinter sich. Ein erfolgreicher Tag, der sich gelohnt hatte – auch wenn der Gedanke an das Kofferpacken später leise anklopfte.
Nach unserem Marathon im Outlet war unser Shopping-Eifer noch lange nicht gestillt. Denn wer schon mal in den USA einkaufen war, weiß: Die wahren Schätze findet man oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Und genau deshalb führte uns unser nächster Stopp zu Ross – Dress for Less, direkt gegenüber vom Circus Circus Hotel.
Auf den ersten Blick wirkt Ross nicht gerade wie das Mekka der Shoppingwelt. Ein riesiger, Laden voller Kleiderständer, in denen scheinbar wahllos Kleidung hängt. Doch für uns ist es eine echte Goldgrube.
Designerstücke zum Bruchteil des Preises, unerwartete Überraschungsfunde und genau dieses eine besondere Teil, von dem man nicht wusste, dass man es braucht – bis man es in den Händen hält.
Nadine und ich lieben dieses kleine Abenteuer. Man weiß nie, was man findet – aber irgendwas landet immer im Einkaufswagen. Die Kinder haben sich längst an unser Ritual gewöhnt:
- Emilia hält sich an ihre Shopping-Philosophie „Je mehr Glitzer, desto besser“ und testet begeistert Outfits in allen Farben des Regenbogens.
- Noah verschwindet zielsicher in die Spielzeugabteilung, wo er mit detektivischem Spürsinn kleine Schätze aufspürt, die man in keiner normalen Spielwarenabteilung findet.
Nach einer guten Stunde (und mehreren vollen Tüten) hatten wir genug Beute gesammelt. Zeit für den nächsten Halt – und eine kleine Abwechslung vom Shopping-Wahnsinn.
Bevor wir uns endgültig dem Abendessen widmeten, machten wir noch einen Abstecher in den Town Square Las Vegas. Ein Einkaufs- und Entertainment-Komplex, der sich komplett vom restlichen Vegas unterscheidet: Weitläufige Wege gesäumt von Palmen, mediterran gestaltete Gebäude, kleine Parks mit plätschernden Brunnen – eine fast schon idyllische Ruheoase im Gegensatz zur blinkenden Neonwelt des Strips.

Hier gibt es alles: Modeboutiquen, große Ketten, gemütliche Cafés und sogar kleine Spielplätze für die Kids. Eine angenehme Verschnaufpause, bevor Vegas uns wieder mit seinem Trubel verschlingt.
Während wir uns entspannt durch die Geschäfte treiben ließen, hatte Oli nur ein Ziel vor Augen: den offiziellen Store der Las Vegas Raiders. Seit das NFL-Team nach Vegas umgezogen ist, hat sich dieser Shop zum Mekka für Football-Fans entwickelt. Und Oli, eingefleischter Sportfan, konnte sich diesen Besuch natürlich nicht entgehen lassen.
Trikots, Caps, Teamartikel in allen Variationen – die Regale waren voll mit allem, was das Fan-Herz begehrte. Die Wände waren geschmückt mit Bildern und Memorabilien, die die Geschichte des Teams zelebrierten – eine echte Hommage an die Silver & Black.
Ein perfektes Andenken an diesen Vegas-Trip.
Mit vollen Taschen, leeren Geldbörsen und jeder Menge neuer Erinnerungen machten wir uns schließlich auf den Weg zum Abendessen. Las Vegas hatte uns einmal mehr in seinen Bann gezogen – und wir waren noch lange nicht fertig.

Nach einem erfolgreichen Shopping-Tag – Taschen voll, Geldbörsen leer, aber alle glücklich – brauchte es einen ebenso spektakulären Abschluss. Und was könnte besser passen als ein Dinner im legendären Peppermill?
Dieses Restaurant ist eine Institution in Las Vegas. Ein Ort, an dem sich Einheimische, Touristen und vielleicht sogar der eine oder andere Casino-Millionär auf einen Burger treffen. Und sobald man durch die Tür tritt, wird klar, warum: Neonschilder in knalligen Farben, plüschige Sitznischen, Samtsofas und eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen 70er-Jahre-Lounge und purem Vegas-Glamour schwebt.
Und dann wäre da noch die berühmte Fireside Lounge – ein Bereich, in dem flackernde Flammen das Restaurant in ein sanftes, warmes Licht tauchen. Ein bisschen kitschig? Sicher. Aber genau das macht es so einzigartig.

Das Peppermill versteht es, in Vegas-Manier zu servieren – nämlich in Größenverhältnissen, die selbst hungrige Cowboys zum Staunen bringen.
- Die Spareribs? Zart, saftig und so perfekt gegart, dass sie fast freiwillig vom Knochen fallen.
- Die Burger? Groß, saftig und mit exakt der richtigen Menge an Käse, um einen ehrfürchtig nicken zu lassen.
- Die Beilagen? Ja, auch die gibt es – und zwar in Mengen, die es fraglich erscheinen lassen, ob ein Mensch sie jemals bewältigen kann.
Die Kinder staunten nicht schlecht. Emilia war fasziniert von den leuchtenden Farben des Restaurants, Noah überlegte kurz, ob er seinen Eistee mit nach Hause nehmen sollte – denn er schien mehr in einen Eimer als in ein Glas gefüllt worden zu sein.
Und wir? Genossen einfach diese einmalige Atmosphäre. Es gibt Restaurants, die gut sind – und dann gibt es Restaurants, die eine Erfahrung sind. Das Peppermill gehört definitiv zur zweiten Kategorie.


Nach einem ausgiebigen Dinner im Peppermill, das uns satt und glücklich zurückließ, gab es nur eine richtige Art, den Abend ausklingen zu lassen: eine Fahrt über den Las Vegas Strip – in voller Länge, mit allem Drum und Dran.
Sobald wir auf den Las Vegas Boulevard einbogen, verwandelte sich die Welt um uns herum in eine schillernde, pulsierende Show aus Lichtern, Farben und purem Größenwahn.
Links leuchteten die Wasserspiele des Bellagio, rechts ragte das funkelnde Paris Las Vegas mit seinem Eiffelturm in den Nachthimmel. Menschenmassen strömten über die Gehwege, fotografierten, lachten, staunten – Vegas lebt, atmet und schläft wirklich nie.
Die Kinder? Ihre Nasen klebten an den Fenstern wie in einem überdimensionierten Schaufenster voller Wunder. Noah zählte riesige LED-Werbetafeln, Emilia versuchte, alle blinkenden Lichter gleichzeitig aufzunehmen – eine hoffnungslose, aber bewundernswerte Aufgabe.
Und wir? Auch nach all unseren Vegas-Besuchen staunten wir noch immer. Diese Stadt ist ein Spektakel, das man nicht einfach nur durchfährt – man erlebt es.
Irgendwann, mit all dem Glanz, Glamour und Neon im Rückspiegel, verließen wir den Strip und machten uns auf den Weg zurück in unser ruhiges Haus in Boulder. Der Kontrast hätte nicht größer sein können. Statt hupender Taxis, tanzender Menschen und blinkender Reklamen erwartete uns hier nichts als Stille.
Ein langer Tag voller Shopping, Schnäppchenjagd und Vegas-Feeling ging zu Ende – aber die Reise war noch lange nicht vorbei. Morgen erwarteten uns die Attraktionen des Strips – und wir waren mehr als bereit.