Schokolade, Kakteen, Bellagio-Nächte und ein Yeehaw zu Stefans Geburtstag

Der vorletzte Tag unserer Reise begann – wie fast immer – pünktlich um 8:00 Uhr mit einem Frühstück, das sich sehen lassen konnte. Stefan und Nadine, unsere unangefochtenen Frühstücksprofis, hatten sich mal wieder selbst übertroffen.Wer braucht schon ein Hotelbuffet, wenn man diese zwei in der Küche hat?

Doch so gemütlich der Start auch war, der Tag hatte eine MissionDas Koffer-Tetris hatte begonnen.

Morgen ging es nach Hause, und die ersten Dinge, die nicht mehr dringend gebraucht wurden, wanderten direkt ins Gepäck. Soweit die Theorie. In der Praxis sah das so aus: Einer faltete, der nächste stopfte, einer rollte, ein anderer stellte fest, dass die neuen Einkäufe vielleicht doch nicht in die vorhandenen Koffer passen. Vegas hatte uns nicht nur Erinnerungen beschert – sondern auch zusätzliche Souvenirs, die ihren Platz forderten.

Während wir also zu Hause wirbelten, übernahmen Nadine und Stefan eine ganz besondere MissionDas Auto waschen. Denn nach einer Woche voller Abenteuer in und um Las Vegas sah unser fahrbarer Untersatz ein bisschen so aus, als hätten wir nebenbei an einer Wüstenrallye teilgenommen.

Man muss ja nicht alles verraten“, meinte Stefan grinsend, während sie sich auf den Weg zur Waschstraße machten. Ein verständlicher Ansatz – denn wenn der Mietwagen am Ende in perfektem Zustand zurückgegeben wird, muss ja keiner wissen, wie viele staubige Straßen er tatsächlich gesehen hat.

Und während der Wagen also ein Frische-Upgrade bekam, sah es drinnen ganz anders aus: Wir kämpften mit Reißverschlüssen, fragten uns, ob es wirklich nötig war, so viele Snacks zu kaufen, und versuchten, uns einzureden, dass das Gepäck morgen nicht noch schwerer sein würde.

Aber was wäre eine Reise ohne ein bisschen logistische Herausforderung? Und eines war sicher: Wir waren noch nicht ganz fertig mit Las Vegas – der Tag hatte noch ein paar Überraschungen für uns parat.

Nach all dem Packen, Wirbeln und Autowaschen hatten wir uns eine Pause verdient. Also ab ins Station Casino, das praktischerweise fast um die Ecke von unserem Airbnb lag. Eine gute Wahl, denn was gibt es Besseres als ein bisschen Casino-Flair ohne den Trubel vom Strip? Hier war es etwas ruhiger, aber nicht weniger glitzernd – und, viel wichtiger: Es gab Eis.

Gegen Mittag meldete sich der süße Zahn endgültig, und es war klar: Wir brauchen dringend eine eiskalte Erfrischung. Und in einer Stadt, in der es an exzessivem Genuss nun wirklich nicht mangelt, stellte sich eine Frage: Was darf’s sein? Die Antwort war so klar wie ein Jackpot-Gewinn – Ben & Jerry’s.

Sunset Station Hotel and Casino Henderson

Die Auswahl war genauso überwältigend wie die blinkenden Slotmaschinen drumherum. Von „Cookie Dough“ bis „Chunky Monkey“, von cremig-süß bis schokoladig-verrückt – hier gab es keine Verlierer. Jeder fand seinen Favoriten. Und weil Las Vegas bekanntlich nie schläft, dachte ich mir: „Ein Eis geht immer – selbst mittags.“

Also saßen wir da, mitten im Casino-Trubel, genossen unsere kalten Köstlichkeiten und kämpften – mal mehr, mal weniger erfolgreich – gegen die schmelzenden Tropfen an. Die Klimaanlage tat ihr Bestes, aber gegen die Mittagssonne von Nevada war selbst das beste Eis nur ein kurzes Vergnügen.

Sunset Station Hotel and Casino Henderson

Während wir also unser Eis aßen, kam die nächste Frage auf: Wie nutzen wir den Rest des Tages? Ein kurzer Blick in TripAdvisor, und schon hatten wir unser nächstes Ziel: die Ethel M Chocolate Factory.

Eine Schokoladenfabrik mitten in der Wüste, kombiniert mit einem riesigen Kaktusgarten? Klingt absolut skurril – und damit genau richtig für uns. Schokolade? Immer eine gute Idee. Kakteen? Interessant. Beides zusammen? Ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen kann.

Also beschlossen wir: Auf zu Ethel M! Denn wenn Las Vegas eines kann, dann ist es, uns immer wieder mit neuen Kombinationen zu überraschen. Und wer sagt schon Nein zu einem Ausflug, bei dem sowohl Naschkatzen als auch Naturfreunde auf ihre Kosten kommen?

Also steuerten wir direkt die Ethel M Chocolate Factory an. Die Idee, bei der Schokoladenherstellung zuzusehen, klang verlockend – und ehrlich gesagt: Wer kann schon „Schokolade“ widerstehen?

Ethel M Chocolate Factory

Kaum hatten wir die Ethel M Chocolate Factory betreten, wurde uns eines schnell klar: Hier lief alles wie am Schnürchen – und das mit erstaunlich wenig Personal. Während wir erwartungsvoll durch den verglasten Gang schlenderten, hatten wir das Gefühl, als würde die Produktion fast von alleine laufen. Die Maschinen arbeiteten präzise, als hätten sie einen Doktortitel in Schokoladenherstellung, und die Mitarbeiter schienen eher dirigierende Schokoladen-Maestros zu sein als klassische Fabrikarbeiter.

Eine geführte Tour? Gab es nicht. Hier hieß es: “self-guided” – gucken, staunen und selbst herausfinden, wie aus einer Kakaobohne ein kleines Stück Schoko-Glück wird. Zum Glück gab es an jeder Station Schilder mit Erklärungen – vom Rösten der Bohnen über das Temperieren der Schokolade bis hin zur kunstvollen Verzierung der Pralinen. Je länger wir zusahen, desto mehr wurde uns bewusst: In jeder Tafel steckt eine Menge Liebe, Handwerk und – wenn wir die Preise später sahen – offensichtlich auch Goldstaub.

Ethel M Chocolate Factory

Und dann kam der Teil, auf den alle gewartet hatten: die Kostprobe. Denn was wäre eine Schokoladenfabrik, wenn man am Ende nicht wenigstens ein kleines Stück Glück auf der Zunge schmelzen lassen dürfte? Das kleinen Probehäppchen waren genau das – perfekt cremig, schokoladig, ein winziger Moment purer Glückseligkeit. Dann folgte der unausweichliche nächste Schritt: der Verkaufsbereich. Und hier wurde es… interessant.

Schon beim ersten Blick auf die Preisschilder waren wir kurz sprachlos. Mini-Tafeln für $4 das Stück? Eine edle Pralinenschachtel für einen Preis, bei dem man unwillkürlich überlegte, ob es moralisch vertretbar wäre, eine Bank dafür zu überfallen? Vegas mag bekannt für Glücksspiel sein, aber hier war der wahre Nervenkitzel anscheinend der Moment, in dem man sich fragte, ob man sich diese Schokolade wirklich leisten wollte.

Aber eines muss man sagen: Die Pralinen sahen aus wie kleine Kunstwerke. Perfekt verziert, mit filigranen Mustern, glänzendem Überzug und in allen nur erdenklichen Geschmacksrichtungen. Und dann kam der Moment, der uns endgültig in Versuchung führte – die Pralinen-Vitrine.

Hier konnte man sich seine eigene Mischung zusammenstellen, Praline für Praline, ganz nach Geschmack. Eine Art „Praline à la carte“ – oder für Unentschlossene: der direkte Weg in die finanzielle Schokoladen-Katastrophe.Denn wer kann sich schon entscheiden, wenn dutzende kleine Meisterwerke vor einem liegen und alle nach einem rufen?

Fazit: Eine spannende Tour, eine köstliche Verführung – und eine Preiserfahrung, die uns fast den Schokoladen-Bissen im Hals stecken ließ. Aber hey, wenn schon sündigen, dann richtig!

Ethel M Chocolate Factory

Die Ethel M Chocolate Factory ist eine bekannte Schokoladenfabrik in Henderson, Nevada, USA. Sie wurde 1981 von Forrest Mars Sr., dem Sohn des Mars Incorporated-Gründers, gegründet. Die Fabrik ist nach seiner Mutter Ethel Mars benannt und ist Teil der Mars Chocolate Company.

Die Ethel M Chocolate Factory ist bekannt für ihre handgefertigten Pralinen, Schokoladenriegel und andere Schokoladenspezialitäten. Sie verwenden hochwertige Zutaten und traditionelle Herstellungsmethoden, um qualitativ hochwertige Schokoladenprodukte herzustellen. Die Fabrik bietet auch Führungen an, bei denen Besucher die Herstellung der Schokolade beobachten und kostenlose Kostproben erhalten können.

Neben der Schokoladenfabrik beherbergt das Gelände auch einen botanischen Kaktusgarten, der über 300 Arten von Wüstenpflanzen umfasst. Der Kaktusgarten ist das Ergebnis der Leidenschaft von Forrest Mars für Wüstenpflanzen und dient als Erholungs- und Bildungsort für Besucher.
Die Ethel M Chocolate Factory und der Kaktusgarten sind zu beliebten Touristenattraktionen in der Region geworden. Die Besucher haben die Möglichkeit, Schokolade zu kaufen, den Kaktusgarten zu erkunden und an Führungen teilzunehmen, um mehr über die Schokoladenherstellung zu erfahren.

Nach unserem schokoladigen Abenteuer, das uns um einige Kalorien reicher und den Geldbeutel um einige Dollar leichter gemacht hatte, ging es direkt weiter zum nächsten Highlight: den berühmten Cactus Garden. Angeblich der größte seiner Art in Las Vegas – und ehrlich gesagt, nach einem ersten Blick auf das stachelige Spektakel war ich geneigt, das sofort zu glauben.

Über 300 verschiedene Pflanzenarten waren hier zu finden – von winzigen, kugelrunden Stachelbällen bis zu riesigen, majestätischen Kakteen, die stolz gen Himmel ragten. Ein botanisches Best-of der Wüste, das sich nicht nur auf Nordamerika beschränkte, sondern auch Exoten aus Australien und Südamerika beherbergte.

Ethel M Cactus Garden

Die geschwungenen Wege führten uns durch diese skurrile Landschaft, in der jede Pflanze ein kleines Namensschild trug – praktisch für alle, die wissen wollten, ob sie gerade neben einem harmlosen “Golden Barrel Cactus” standen oder einer Pflanze, die nur darauf wartete, einem die nächste unvorsichtige Bewegung heimzuzahlen. Für die besonders Wissbegierigen gab es sogar eine Online-Datenbank mit noch mehr Infos – allerdings auf Englisch. 

Während wir Erwachsenen uns bemühten, den perfekten Mix aus staunendem Bewundern und respektvollem Abstandhalten zu finden, hatten die Kinder ihre ganz eigene Art, den Garten zu erkunden.

Verstecken spielen zwischen Kakteen? Klingt nach Nervenkitzel!
Rennen auf den sandigen Wegen? Ein Abenteuer!
Möglichst nah ran an die stacheligen Riesen, weil „Ich will mal fühlen!“? Lieber nicht!

Zum Glück blieb es bei einem waghalsigen, aber unfallfreien Ausflug, und die Mischung aus fröhlichem Kinderlachen und der stillen, sonnendurchfluteten Wüstenkulisse war ein wunderschöner Kontrast.

Am Ende des Rundgangs verließen wir die Ethel M Chocolate Factory mit einer kleinen Tafel Schokolade – und einem Geldbeutel, der sich vermutlich fragte, was er in diesem Laden durchgemacht hatte. Aber egal – schließlich war es unser letzter großer Ausflug in Las Vegas.

Nach der Schokoladen-Sause, die uns nicht nur mit süßen Erinnerungen, sondern auch mit einer leichten Preisschock-Nachwirkung zurückgelassen hatte, wollten wir noch ein bisschen die Gegend erkunden. Schließlich bestand Las Vegas nicht nur aus blinkenden Lichtern und Slotmaschinen – oder zumindest wollten wir das glauben.

Unser erster Stopp: Downtown Henderson. Laut Karte das “charmante Zentrum der Stadt”, laut Realität… nett.Saubere Straßen, einige gemütliche Cafés, ein bisschen Kleinstadtidylle – aber irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Vielleicht hatten wir einfach zu hohe Erwartungen, vielleicht waren wir nach einer Woche Vegas einfach verwöhnt. Jedenfalls sprang der Funke nicht so recht über.

Also weiter – in vertrautes Terrain.

Der Summerlin District ist für uns immer ein kleiner Rückzugsort, wenn wir das Gefühl haben, dass unser Gehirn eine Pause von all dem Glitzer, Lärm und Dauergeflimmer braucht. Hier gibt es keine überdimensionalen Hotelkomplexe, keine hupenden Taxis, keine Elvis-Imitatoren auf jedem Quadratmeter – nur Ruhe, gepflegte Straßen und eine entspannte Atmosphäre.

Kaum hatten wir das Auto geparkt, fühlte sich alles an, als hätten wir das Tempo um mindestens drei Gänge runtergeschaltet. Schöne Wohnviertel, üppig begrünte Parks, kleine gemütliche Einkaufsstraßen – fast schon eine Postkartenidylle. Die Kinder? Begeistert. Sie nutzten die Weitläufigkeit voll aus, rannten, tobten, erklommen gefühlt jedes Klettergerüst im Umkreis von 500 Metern.

Summerlin

Und wir? Genossen einfach den Moment. Diese Art von Pause, die sich anfühlt wie ein Urlaub vom Urlaub. Einmal tief durchatmen, ein bisschen Sonne tanken, sich kurz in den Schatten setzen und Las Vegas für einen Moment vergessen – aber nur, um später umso mehr zu schätzen, was diese Stadt so einzigartig macht.

Summerlin ist wie der kleine Geheimtipp für alle, die wissen, dass Vegas nicht nur aus Party besteht. Ein Ort, um mal kurz das Tempo rauszunehmen, bevor es wieder zurück ins Abenteuer geht.

Und apropos Abenteuer – ein bisschen Organisation musste auch sein.

Dank stabilem WLAN (eine Seltenheit, die wir sehr zu schätzen wussten) nutzten wir die Gelegenheit, um unsere Flüge einzuchecken. Ein paar Klicks, ein kurzes Tippen – und schon waren die Bordkarten gesichert. Kein nerviges Laden, kein technisches Drama – wenn das mal kein gutes Omen für den Rückflug war!

Mit einem zufriedenen Lächeln und der Gewissheit, dass der erste Schritt Richtung Heimat getan war, konzentrierten wir uns wieder auf das, was wirklich zählte: Die letzten Stunden in Las Vegas in vollen Zügen zu genießen.

Zum letzten Abend in Las Vegas sollte es nochmal etwas Besonderes geben – schließlich hatte Stefan Geburtstag! Und obwohl er auf der Geburtstagsskala irgendwo zwischen „Ach, ist das heute?“ und „Kann man das nicht einfach überspringen?“ rangiert, war klar: Ganz unbemerkt lassen wir das nicht durchgehen.

Texas Roadhouse war die perfekte Wahl – saftige Steaks, butterzarte Rippchen, warme Brötchen mit süchtig machender Zimtbutter, dazu knackige Salate und dampfende Beilagen. Ein Essen, das keine Wünsche offenließ – zumindest nicht für diejenigen, die Fleisch in einer ernstzunehmenden Größe zu schätzen wissen.

Doch während Stefan nichts ahnend sein Steak genoss, hatte Nadine andere Pläne. Mit einem verschmitzten Grinsen beugte sie sich zum Kellner rüber und verriet ihm kurzerhand, dass ihr Papa heute Geburtstag hatte. Weil, und ich zitiere: „Das kann doch nicht einfach so untergehen!“

Stefan, inzwischen glücklich und satt, als plötzlich ein auffällig großes Holzgestell auf Rädern herangerollt wurde, wurde ihm klar: Hier passiert gerade etwas, das er nicht bestellt hat. Texas Roadhouse nimmt Geburtstage nämlich verdammt ernst.

Und so landete Stefan auf einem waschechten Geburtstagssattel. Kein echtes Pferd, aber nah genug dran, um für Verwirrung zu sorgen. Der Ledersattel thronte auf einem massiven Sägebock, mitten im Restaurant, umringt von grinsenden Gästen und hochmotiviertem Personal.

Leute, wir haben hier einen Geburtstags-Cowboy!

Der Kellner zückte die Serviette, schwenkte sie dramatisch in die Luft und gab das Startsignal für eine lautstarke Geburtstags-Performance. Die Gäste? Riefen im Chor ein donnerndes „YEEHAW“ durch den Raum. Stefan? Saß auf seinem Sattel und wir hatten längst Tränen in den Augen vor Lachen.

Die ganze Szene war einfach zu gut – Stefan, satt und zufrieden, plötzlich auf einem Holzpferd thronend, während ein ganzes Restaurant ihn feierte. Nach diesem unerwarteten Rodeo-Ritt gab’s natürlich auch noch eine süße Belohnung: eine Kugel Eis als Geburtstagsdessert. Und obwohl Stefan dazu nur kopfschüttelnd grinste, war klar: Es hat ihm gefallen.

Und Nadine? Sichtlich stolz auf ihre kleine „Petzerei“. Denn was wäre ein Geburtstag ohne eine kleine Überraschung? Texas-Style.

Nach unserem opulenten Texas-Roadhouse-Festmahl, das Stefan ungewollt in einen Rodeo-Star verwandelt hatte, wartete noch eine letzte Mission auf uns: Las Vegas bei Nacht erleben – so richtig.

Und wie startet man so ein Abenteuer am besten? Natürlich mit kostenlosem Valet-Parking bei Crystal’s! Dieses funkelnde Einkaufsparadies schreit schon von außen „Luxus“ – und auch wenn unser Konto vermutlich einen Schock bekommen würde, wenn wir hier wirklich shoppen gingen, konnten wir es uns zumindest beim Parken gutgehen lassen. Unser Auto wurde stilvoll entgegengenommen, und für einen kurzen Moment fühlten wir uns wie High-Roller, bevor wir in die Tram Richtung Bellagio stiegen.

Die Fahrt war kurz, aber gepackt mit Vorfreude. Die Lichter von Las Vegas zogen an uns vorbei, die Straßen glühten in einem Kaleidoskop aus Neonfarben, und man spürte dieses besondere Kribbeln in der Luft – die Energie einer Stadt, die nachts noch einmal einen Gang höher schaltet. Las Vegas lebt, atmet, pulsiert – und es zieht einen unweigerlich mit.

Las Vegas Nights

Kaum am Bellagio angekommen, sicherten wir uns einen guten Platz an den weltberühmten Fontänen. Und dann – als hätten sie nur auf uns gewartet – begann das Spektakel.

Der Brunnen erwachte im perfekten Takt zu „Uptown Funk“ zum Leben. Wasserstrahlen schossen in die Höhe, zuckten synchron zu den Beats und wirbelten durch die Luft, als hätten sie ihr eigenes Rhythmusgefühl. Es war unmöglich, nicht mit dem Fuß zu wippen – die Energie der Musik ergriff uns alle.

Kaum verklangen die letzten Töne, setzte eine kurze, erwartungsvolle Stille ein, bevor die ersten vertrauten Klänge von „Viva Las Vegas“ erklangen. Elvis. Natürlich. Und als ob die Show genau darauf gewartet hätte, legte der Brunnen noch eine Schippe drauf. Höhere Fontänen, schnellere Wechsel, ein Crescendo aus Licht, Wasser und Musik. Es war, als würde der Brunnen selbst die Stadt feiern. Wir sangen mit, klatschten, filmten – oder versuchten es zumindest, denn Vegas-Magie in ein Handy zu pressen, bleibt eine Herausforderung. Las Vegas flüstert: „Bleib noch ein bisschen länger.“

Als die letzte Wasserfontäne in den Nachthimmel schoss, schauten wir uns grinsend an. Wow. Einfach wow. Doch noch war unser Abend nicht zu Ende. Wir schlenderten weiter Richtung Paris Hotel, vorbei an funkelnden Fassaden, blitzenden Lichtern und Menschen, die genauso von der Stadt gefesselt waren wie wir. Las Vegas bei Nacht ist wie ein nie endender Film – eine Szene spektakulärer als die nächste.

Und irgendwo zwischen leuchtenden Straßenschildern, jubelnden Casino-Besuchern und der unaufhaltsamen Energie dieser Stadt, hörten wir Las Vegas ganz leise flüstern: „Bleib noch ein bisschen länger.“

Die Atmosphäre war eine perfekte Mischung aus Lebendigkeit und Gelassenheit. Kein hektisches Gewusel, kein überforderndes Chaos – nur das richtige Maß an Trubel, um uns zu faszinieren, ohne uns zu überrollen. Las Vegas in seiner besten Version.

Wir schlenderten entspannt durch die Straßen, ließen die unzähligen Lichter, Klänge und Eindrücke auf uns wirken und genossen dieses besondere Gefühl, mitten in einer Stadt zu sein, die niemals schläft, aber uns trotzdem genau das richtige Maß an Ruhe schenkte.

Schließlich führte uns unser Weg zurück ins Bellagio, wo uns nicht nur die kühle Luft, sondern auch die pure Eleganz dieses Hotels empfing. Jede Ecke schien eine Geschichte zu erzählen. Das berühmte Glasdach, unter dem farbenfrohe Kunstwerke wie eine schwebende Blumenwelt wirkten. Die kunstvollen Dekorationen, das luxuriöse Ambiente – als wäre das Hotel selbst eine eigene Show, die man bestaunen konnte. Jede Kurve, jeder Gang fing ein Stück der Magie dieses Ortes ein.

Während wir Richtung Tram liefen, begann der Tag langsam, sich in unseren Köpfen zu setzen – wie ein kaleidoskopisches Durcheinander aus Lichtern, Musik, Lachen und unvergesslichen Momenten. Der perfekte Abschluss für einen ereignisreichen Tag. Zurück in unserem gemütlichen Airbnb ließen wir uns müde, aber glücklich in die Betten fallen. Die letzte Nacht vor dem morgigen Abflug.

Die Gedanken an den Tag wirbelten noch in unseren Köpfen herum – eine Mischung aus atemberaubenden Wasserspielen, Neonlichtern, dem Echo von „Viva Las Vegas“ und diesem einzigartigen Gefühl, dass man genau hier, genau jetzt, am perfekten Ort ist.

Vollgepackt mit Erlebnissen, Lachen und leckerem Essen war dieser vorletzte Tag in Vegas genau so, wie wir ihn uns erhofft hatten – vielleicht sogar noch ein bisschen besser. YEEHAW!

Seitenübersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert