Von Brüssel und dem Atomium bis zur Heimreise: Der letzte Tag unserer unvergesslichen Reise

 Unser Gastgeber hatte nicht zu viel versprochen: Der nahegelegene Bäcker war tatsächlich ein kleines Paradies für Frühstücksliebhaber. Frisch gebackene Croissants, goldbraune Brötchen und Kaffee, der nach „Guten Morgen, wach auf!“ roch – besser hätte unser letzter Reisetag kaum starten können.

Gemütlich saßen wir am Tisch, ließen uns die Köstlichkeiten schmecken und genossen diese letzten gemeinsamen Momente, bevor es Zeit wurde, uns von unserer charmanten Unterkunft zu verabschieden. Unser erstes Ziel des Tages? Noch einmal das Atomium, um dieses Mal einen Blick auf Brüssel aus luftiger Höhe zu werfen.

Frühstück

Doch kaum hatten wir uns ins Auto gesetzt, änderte das Wetter seine Meinung. Von strahlendem Himmel war plötzlich nichts mehr zu sehen. Dunkle Wolken zogen auf, und ehe wir uns versahen, verwandelte sich die Straße in eine private Wasserbahn. „Nur ein bisschen Regen,“ sagten wir. „Geht gleich wieder vorbei,“ sagten wir.

Aber Belgien hatte wohl beschlossen, uns mit einem dramatischen Abschiedsguss zu ehren. Es schüttete, als hätte jemand die Schleusen geöffnet – ein Vorhang aus Wasser, der uns vor der letzten großen Sehenswürdigkeit fast den Spaß verdorben hätte. Doch wir wären nicht wir, wenn uns so ein kleiner Weltuntergang die Laune verderben würde!

Kaum hatten wir den Atomium-Parkplatz erreicht, ließ der Regen zumindest ein wenig nach, sodass wir nicht klitschnass, sondern nur halb durchweicht am Eingang ankamen. Zum Glück hatten wir die Tickets schon von zu Hause aus gebucht – keine Schlange, kein Stress. Wir konnten direkt in den futuristischen Bau eintauchen und das Abenteuer beginnen. Und während draußen noch immer Regentropfen auf die glänzenden Kugeln des Atomiums trommelten, machten wir uns bereit, Brüssel ein letztes Mal von oben zu bestaunen.

Atomium

Kaum hatten wir das Atomium betreten, zog uns seine futuristische Architektur sofort in den Bann. Diese riesigen, silberglänzenden Kugeln, durchzogen von schlanken Röhren, wirkten aus der Nähe noch imposanter als auf den Fotos, die wir bisher gesehen hatten. Ein bisschen fühlte es sich an, als wären wir nicht mehr in Brüssel, sondern irgendwo in einem Science-Fiction-Film gelandet.

Unsere Erkundung begann in der größten Kugel, dem Empfangsbereich. Von hier aus führten uns verglaste Röhren in schwindelerregender Höhe zu den nächsten Stationen. Jeder Schritt war ein kleines Abenteuer – mit Ausblicken auf Brüssel, die durch den Regen noch dramatischer wirkten.

Doch der wahre Höhepunkt? Die oberste Kugel. Dort erwartete uns eine surreale Lichtshow aus Neon und Lasern. Noah und Emilia waren sofort Feuer und Flamme.Schau mal, wir sind in einer Disco im Weltall!“ rief Noah begeistert, während bunte Lichter durch den Raum tanzten.

Emilia drehte sich voller Freude im Kreis, während die Farben um sie herum flackerten – als wäre sie mitten in einer intergalaktischen Party gelandet. Die beiden tobten durch den futuristischen Raum, hielten ihre Kameras in die Luft und versuchten, die faszinierenden Lichteffekte einzufangen.

Aber nicht nur die Lichtshow begeisterte uns – auch die anderen Kugeln hatten einiges zu bieten. In einer Ausstellung tauchten wir in die Geschichte und Vision des Atomiums ein. Interaktive Displays, spannende Infos zur Architektur und ein Blick in die Zukunft von Brüssel machten diesen Besuch nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich zu einem echten Erlebnis.

Nach all den Eindrücken brauchten wir eine kleine Verschnaufpause – und was wäre besser dafür geeignet als ein Stopp im Café des Atomiums? Mit Kaffee, Snacks und einer Runde „Was war euer Highlight des Tages?“ ließen wir unseren letzten Brüssel-Moment entspannt ausklingen.

Das Atomium hatte uns komplett begeistert – eine würdige letzte Station, bevor unser Roadtrip endgültig zu Ende ging.

Unser Urlaub neigte sich langsam, aber sicher dem Ende zu – doch einfach nach Hause fahren? So einfach lief das bei uns nicht. Oli, Nadine und Emilia verabschiedeten sich herzlich und traten mit ihrem Auto die Heimreise an, während für uns drei – Stefan, Noah und mich – die Reise in eine ganz andere Richtung weiterging.

Erinnert ihr euch? Unser Camper stand noch immer in Flensburg und wartete auf Rettung. Doch bevor wir uns auf die Mission „Brüssel – Flensburg“ begaben, mussten wir erst einmal einen kleinen Umweg über Köln einlegen – denn dort wartete unser Mietwagen, den die Versicherung für uns organisiert hatte.

Klingt umständlich? War es auch. Aber ein bisschen Chaos gehört zu unseren Reisen ja mittlerweile fast schon dazu.

Und dann war da noch Noah. Der kleine Kerl hätte problemlos mit nach Hause fahren können – aber nein! Noah ließ sich nicht davon abhalten, mich auf dieser verrückten Odyssee zu begleiten. „Oma, das ist doch ein Abenteuer! Ich will dabei sein!“

Tja, bei so viel Begeisterung konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Und insgeheim fand ich es wunderbar, dass er so viel Spaß an unseren Roadtrip-Erlebnissen hatte – selbst wenn es um eine nicht ganz so glamouröse Rückholaktion eines liegengebliebenen Campers ging.

Doch bevor wir Brüssel endgültig den Rücken kehrten, gönnten wir uns noch einen letzten Stopp mit Erinnerungswert: Das Europäische Parlament.

Europaparlament

Hier schossen wir unser offizielles Abschlussfoto – ein letzter Schnappschuss als Andenken an diese außergewöhnlichen Tage voller Abenteuer, Pannen, Überraschungen und unvergesslicher Momente. Dann hieß es endgültig: Auf nach Köln – und danach weiter nach Flensburg.

Die Reise war noch nicht vorbei. Aber eines war sicher: Mit Noah als meinem treuen kleinen Beifahrer konnte sie nur großartig werden.

Stefan brachte uns zur Autovermietung in Köln, wo unser neuer fahrbarer Untersatz schon auf uns wartete: ein brandneuer Citroën C3. Klein, wendig, perfekt für unsere Mission – und, wie wir später feststellen sollten, mit einem beeindruckenden Talent dafür, Autobahnkilometer in Windeseile zu fressen.

Citroen C3

Nachdem Stefan sich verabschiedet hatte und sich auf den Heimweg machte, waren Noah und ich nun offiziell auf uns allein gestellt. Doch bevor wir Köln verließen, stand noch ein letzter, sehr wichtiger Punkt auf der Agenda: Ein Besuch im Hard Rock Café!

Denn kein Städtetrip ohne das obligatorische Andenken – das wäre ja fast schon Hochverrat an unserer eigenen Tradition. Ich schnappte mir eine neue Gitarre für die Sammlung, während Noah sich ein T-Shirt sicherte, das er mit stolzgeschwellter Brust präsentierte.

Und weil Shopping hungrig macht, führte unser nächster Stopp uns zu McDonald’s – ein schnelles Mittagessen, bevor wir die Straßen eroberten. Dann hieß es: Kilometer machen!

Die Fahrt nach Flensburg lag vor uns, und mit Noah als coole Beifahrer-Crew machten wir uns auf den Weg. Noch ein langer Tag voller Autobahn, Tankstopps und Roadtrip-Feeling – aber hey, nach so vielen Erlebnissen war ein bisschen entspanntes Fahren auch mal ganz nett.

Zwischenstopp

Wie es sich für eine richtige Roadtrip-Heimreise gehört, startete unsere Rückfahrt nicht ohne eine kleine Geduldsprobe. Das Ruhrgebiet? Natürlich mit Stau. Gehört ja fast schon zum Inventar.

Während wir uns langsam durch den stockenden Verkehr schlängelten, wuchs die Sehnsucht nach Flensburg und unserem Camper. Doch irgendwann war das Chaos endlich überwunden, die Straßen wurden frei, und unser Citroën konnte endlich wieder zeigen, was er auf der Autobahn kann.

Um 22 Uhr war es dann soweit: Nach einer gefühlten Ewigkeit auf der Straße rollten wir endlich auf den Parkplatz der Werkstatt – und da stand er. Unser Camper. Wartend, geduldig, als hätte er uns nie verlassen.

Ankunft bei unserem Camper in Flensburg

Müde, aber erleichtert, parkte ich den Mietwagen direkt daneben, und Noah und ich fielen quasi in die Betten, bevor wir überhaupt richtig angekommen waren.

Der Morgen begann früh – nicht aus übermäßiger Motivation, sondern weil wir einfach nur noch heim wollten. Erster Punkt auf der To-do-Liste: Den Mietwagen zurückbringen.

Also schnappten wir unsere Sachen, verstauten die letzten Überbleibsel unserer Reise und machten uns auf den Weg zu Europcar. Die Rückgabe lief erfreulich unkompliziert. Kein Kratzer, kein Stress – ein seltener Moment, in dem etwas in dieser Reiseplanung einfach reibungslos funktionierte. 

Guten Morgen!

Aber wer reist, der braucht Stärkung – also nächster Halt: Tankstelle. Nicht unbedingt das, was man unter einem „perfekten Frühstück“ versteht, aber irgendwie gehört das einfach zum Roadtrip-Feeling dazu.

Kaffee für mich, ein Brötchen für Noah, dazu eine Fußball-Zeitung – der Junge wusste eben, was auf einer langen Heimfahrt nicht fehlen durfte. Frisch gestärkt spazierten wir zurück zur Werkstatt, wo unser treuer Camper in alter Ruhe auf uns wartete.

Doch bevor es wirklich losgehen konnte, kam der unausweichliche Moment: Die Rechnung. Kurz Luft holen. Ein prüfender Blick auf die Summe. Ja, das tat weh. Aber egal – Hauptsache, das Ding fährt wieder!

Und genau das tat es. Der Motor brummte, als hätte er nie gestreikt, und während ich hinterm Steuer Platz nahm, wusste ich: Jetzt fehlte nur noch eine letzte große Etappe – und dann wären wir endlich wieder zu Hause.

Proviant und was zum Lesen

Kaum hatten wir uns in den Camper gesetzt, bereit für die lange Heimreise, da kam Noahs unschlagbares Argument: „Oma, ich war noch nie in Dänemark!“

Tja, was sagt man da? Klar, wir hätten einfach erklären können, dass Dänemark ja in Zukunft immer noch da sein würde und wir irgendwann mal eine richtige Reise dorthin machen könnten. Aber wer denkt denn so, wenn das Abenteuer direkt vor der Nase liegt? Also?

Zündung an, einmal umdrehen, und los ging’s. Keine zehn Minuten später überquerten wir die Grenze – ohne Passkontrolle, ohne große Feierlichkeiten, aber mit einem sehr stolzen Noah auf dem Beifahrersitz. „Sind wir jetzt wirklich in Dänemark?“ fragte er, als ich den Blinker setzte, um auf einem kleinen Parkplatz anzuhalten.

„Ja, mein Lieber, das hier ist offiziell dänischer Boden!“ Und damit war die Mission klar: Ein Beweisfoto musste her. Wir stiegen aus, stellten uns vor das nächstbeste Dänemark-Schild, und klick! – Noah strahlte, als hätte er gerade die ganze Welt bereist.

„Jetzt kann ich in der Schule sagen, dass ich schon mal in Dänemark war!“ rief er begeistert. Und genau darum ging es doch, oder? Manchmal sind es die kleinen, spontanen Erlebnisse, die sich am meisten einprägen. Kein Sightseeing, kein großer Plan – nur ein kurzer Moment, ein Lächeln und die Gewissheit, dass selbst die kleinsten Abenteuer große Erinnerungen schaffen. Mission erfüllt!

Und dann? Umdrehen, zurück nach Deutschland – denn wir hatten noch eine ziemlich lange Strecke vor uns.

Noah in Dänemark

Natürlich konnten wir nicht einfach von Dänemark aus in einem Rutsch nach Hause durchstarten. Ein paar essenzielle Aufgaben standen noch an – und ein würdiger letzter Stopp für unseren Roadtrip musste auch sein.

Nach so einer langen Reise musste unser treuer Begleiter erst einmal etwas Aufmerksamkeit bekommen – und nein, nicht in Form eines Wellness-Spas, sondern eher in der unromantischeren Variante namens „Toilettenentsorgung“.

Denn sind wir mal ehrlich: Nichts ist schlimmer, als den Camper nach eine Woche lange in der Sonne stehen zu lassen, während die Chemietoilette noch fröhlich vor sich hin gärt.

Also fuhren wir einen Campingplatz in Neumünster an, wo wir fix alles in Ordnung brachten. Noah hielt respektvollen Abstand, während ich routiniert das „unvermeidliche Geschäft“ erledigte. Ein paar Minuten später waren wir startklar – frisch, sauber und bereit für den Endspurt.

Aber halt – wir hatten noch ein bisschen Platz im Camper (und in unseren Bäuchen). Und wenn man schon mal am McArthur Outlet vorbeikommt, dann wäre es ja fast unhöflich, nicht noch schnell ein bisschen zu shoppen. Noah war sofort in seinem Element – direkt zu Adidas, einmal alles durchstöbern, ein paar neue coole Teile einpacken und sich über den ultimativen Schnäppchenfund freuen.

Und dann – Feierabend für den Shopping-Modus. Jetzt fehlte nur noch die perfekte kulinarische Abrundungunseres Roadtrips. Five Guys. Burger, Pommes, die perfekte Mischung aus fettigem Glück und Zufriedenheit.

„Oma, das war die beste Idee heute!“ verkündete Noah begeistert, während er seinen Burger mit leuchtenden Augen verdrückte. Ich konnte nur zustimmen.

Mittagessen bei FiveGuys

Mit voller Einkaufstüte, vollem Magen und bester Laune machten wir uns endlich auf die letzte große Etappe. 750 Kilometer Heimweg – die finale Etappe

Die Autobahn lag vor uns – und im Gegensatz zum Hinweg hielt sich Deutschland diesmal mit Staus zurück. Hamburg, Hannover, Kassel, Würzburg, Heilbronn – eine Stadt nach der anderen zog an uns vorbei.

Noah blätterte vertieft in seiner Fußball-Zeitung, während ich mich vom gleichmäßigen Brummen des Motors in eine Art meditativen Roadtrip-Modus versetzen ließ. Der Himmel wurde dunkler, die Straßen ruhiger – und irgendwann war da nur noch das Gefühl von „gleich sind wir zu Hause.“

Und dann, um 20:30 Uhr, rollten wir endlich in unsere Straße. Geschafft! Müde, glücklich, voller Erinnerungen – und mit der Gewissheit, dass diese Reise noch lange in unseren Köpfen bleiben würde.

Drei Wochen, ein Camper und jede Menge Geschichten – mein Roadtrip-Fazit

 

Wow – wie schnell können drei Wochen eigentlich verfliegen?! Eben noch standen wir mit vollgepacktem Camper an der Startlinie, bereit für das Abenteuer, und jetzt? Jetzt sitzen wir hier, müde, aber glücklich, mit einem Kopf voller Erinnerungen und einer Festplatte voller Fotos, die dringend sortiert werden müssten.

Was bleibt?
Ein Roadtrip, der so ziemlich alles hatte: atemberaubende Landschaften, aufregende Städte, Familienchaos, einen Camper mit eigenem Willen und natürlich eine gehörige Portion unerwarteter Wendungen.

Stefan und ich starteten mit zwei grandiosen Wochen in Dänemark und Schweden, in denen wir uns von rauem Küstenwind und königlichen Metropolen verzaubern ließen. Kopenhagen und Stockholm? Absolut beeindruckend. Die unendlichen Weiten Skandinaviens? Eine Wohltat für die Seele.

Doch dann kam die dritte Woche – und die Ruhe war vorbei! Mit der Ankunft von Nadine, Oli, Noah und Emilia verwandelte sich unser entspanntes Reisen in ein trubelndes Familienabenteuer. Plötzlich bestimmten Spielplatzpausen, Waffelschlachten und „Oma, können wir das kaufen?“ die Tagesordnung.

Und ganz ehrlich? Es war perfekt.

Gemeinsam zogen wir durch Brügge, Gent, Brüssel und Co., bewältigten Hochofen-Klettertouren, Rittermissionen und Bootskommandos und lachten uns durch eine Reise, die uns noch lange ein Grinsen ins Gesicht zaubern wird.

Ach ja, und dann war da ja noch unser sturer Camper, der mitten auf der Reise entschied, dass auch er mal Ferien braucht. Pfingstsonntag? Klar, da bleibt er einfach stehen. Aber zum Glück gibt’s Nadine.

Unsere Familienlogistik-Meisterin organisierte kurzerhand neue Unterkünfte, einen Ersatzwagen und ein alternatives Reiserouting, sodass wir kaum merkten, dass unser rollendes Zuhause eine kleine Zwangspause einlegte. Am Ende war alles wieder gut – der Camper kam repariert zurück in unsere Arme, und wir konnten die Heimreise wie geplant antreten.

Und als nächstes? Ab nach Italien!
Wenn es eine Erkenntnis aus dieser Reise gibt, dann diese: Familienroadtrips sind lebendig, voller Überraschungen, mit jeder Menge Gelächter – und einfach unvergesslich.

Und weil es immer ein riesiger Spaß ist, mit der Familie auf Entdeckungstour zu gehen, steht das nächste Abenteuer schon fest: Italien 2025, wir kommen!

Also, auf ins nächste Abenteuer, denn eines ist sicher: Solange wir unterwegs sind, gibt es immer etwas zu erleben! 🚐💨

Gabi

Seitenübersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert