2024 – Zwischen Wein und Zitronen: Ein spontaner Trip zum Gardasee

Manchmal passieren die besten Dinge ungeplant. Stefan und ich hatten plötzlich eine Woche frei – fragt nicht, wie das passiert ist, wir tun es auch nicht. Die einzige logische Konsequenz? Camper packen und los! Eine ausgeklügelte Routenplanung? Fehlanzeige. Ein grobes Ziel? Gardasee! Denn wenn schon spontan, dann mit Stil – und gutem Essen.

Natürlich war die Saison noch in vollem Gange, aber was sollte uns das kümmern? Irgendwo würde sich schon ein Plätzchen für unseren Camper finden. Und siehe da: Knapp fünf Kilometer südlich von Lazise wurde uns doch tatsächlich ein idyllisches Fleckchen zugewiesen. Mit direktem Zugang zum Dolce Vita, wohlgemerkt. Unsere faltbaren Räder – die, die sich in der Theorie so leicht verstauen lassen – brachten uns in Windeseile nach Bardolino, wo der Rotwein im Glas schimmerte wie flüssiger Sonnenuntergang, und nach Sirmione, wo wir das wohl sündigste Gelato der Menschheitsgeschichte verspeisten.

Und dann war da noch Venedig. Ein Katzensprung entfernt und viel zu verlockend, um nicht wenigstens einen Tagesausflug zu wagen. Also hinein ins Labyrinth der Kanäle, zwischen Touristenströmen hindurch und direkt auf einen der wenigen freien Plätze in einer kleinen Trattoria, wo wir Pasta serviert bekamen, die so gut war, dass sie eigentlich unter Denkmalschutz stehen müsste.

Drei Tage Gardasee, die sich anfühlten wie eine Postkarte in Dauerschleife: Rotwein, Zitronenduft, Sonnenuntergänge, die einem glatt den Atem rauben. Und irgendwo dazwischen das Gefühl, dass es genau diese ungeplanten Reisen sind, die sich am tiefsten ins Gedächtnis graben. Also bleibt dran – es gibt noch so viel zu erzählen!