
Goodbye San Francisco: Cable Cars, Shopping & ein Flug mit Abschiedsschleife
Ein letztes Mal „Guten Morgen, Amerika“ – und ein letztes Mal Bagels mit Philadelphia zum Frühstück. So langsam schleicht sich Wehmut ein, denn unser Abenteuer neigt sich dem Ende zu.
Wir hatten uns im Vorfeld online einen Flughafen-Shuttle bestellt – eine deutlich günstigere Alternative zum Taxi, vor allem mit all unserem Gepäck. Die öffentlichen Verkehrsmittel kamen für uns nicht in Frage. Bis zur Abholung hatten wir jedoch noch gut zwei Stunden Zeit, und so beschlossen wir, ein letztes Mal in das Cable Car zu steigen und in Richtung Union Square zu fahren.

Der Union Square ist das Herz der Shopping-Welt von San Francisco. Die Palmen säumen den Platz, und ringsum erstrecken sich zahlreiche Geschäfte: Von teuren Luxuskaufhäusern über Designer-Boutiquen bis hin zu einer riesigen Nike-Town und einem grandiosen Buchladen. Auch die schicken Hotels in der Umgebung verleihen dem Platz ein mondänes Flair. Doch was uns sofort ins Auge stach, war ein Starbucks. Der perfekte Ort, um die letzten Stunden in San Francisco mit einem leckeren Kaffee in der Sonne zu verbringen. Wir setzten uns in die gemütlichen Sitzgelegenheiten draußen und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen, während die Cable Cars vorbeirollten. Es war der perfekte Abschiedsmoment – die Stadt, der Kaffee und die entspannten letzten Stunden.
Nachdem wir uns noch ein wenig durch die Straßen treiben ließen, war es an der Zeit, zum Hotel zurückzukehren. Pünktlich kam unser Shuttlebus, und die Fahrt zum Flughafen verlief ohne Zwischenfälle. Wir wurden am Lufthansa Terminal abgesetzt und stellten uns gleich an, um unser Gepäck loszuwerden. Der Plan war, danach noch ein wenig durch den Flughafen zu schlendern und in Ruhe Abschied zu nehmen.

Doch dann kam ein überraschendes Angebot: Eine Lufthansa-Mitarbeiterin sprach uns an – der Flug nach Frankfurt sei überbucht. Sie suchten Passagiere, die bereit wären, auf den späteren Flug nach München umgebucht zu werden, und boten dafür jedem 600 EUR Entschädigung an. Insgesamt also 1200 EUR, wenn wir beide zustimmten. Na klar, das machen wir! Mit dieser Summe ließen sich einige schöne Pläne schmieden. Wir sollten in einem Wartebereich Platz nehmen, und etwa 30 Minuten vor dem ursprünglichen Abflug würde man uns Bescheid geben, ob wir tatsächlich auf den späteren Flug umgebucht werden könnten.
Also verbrachten wir die Zeit damit, zu überlegen, was wir mit diesen 1200 EUR machen könnten – neue Reisen, vielleicht ein paar spontane Anschaffungen? Doch leider sollte daraus nichts werden. In letzter Minute wurde uns mitgeteilt, dass wir doch auf dem ursprünglichen Flug nach Frankfurt bleiben müssten. Schade – die 1200 EUR wären toll gewesen, aber wenigstens konnten wir jetzt sicher und pünktlich nach Hause fliegen.
Wir machten uns auf den Weg zum Gate. Nach kurzer Wartezeit begann das Boarding, und schon saßen wir im Flieger. Der Pilot überraschte uns dann mit einer kleinen Abschiedsgeste: Nach dem Start drehte er eine Schleife über San Francisco, sodass wir die Stadt noch einmal von oben sehen konnten – die Brücke, die Hügel, die Skyline. Ein phantastischer Anblick, der uns für den verpassten Deal ein wenig entschädigte.
Der Flug selbst war angenehm kurz – nur 9 Stunden nach Frankfurt, und schon würde unser Abenteuer enden.
Goodbye, America … see you next year!

