
Von Mercedes bis Mondraketen: Unser Roadtrip durch den Heart of Dixie
Guten Morgen aus Dothan, Alabama! Der Tag startet vielversprechend, nachdem wir uns bei einem köstlichen Frühstück gestärkt haben – die Art von Frühstück, bei der man sich nach einem weiteren Pancake fragt, ob der Gürtel nicht noch ein Loch enger war. Doch wir lassen die Gemütlichkeit hinter uns und machen uns voller Vorfreude auf den Weg nach Tuscaloosa. Unser ursprünglicher Plan wurde zwar vom Wirbelsturm Gustav kräftig durcheinandergewirbelt, aber hey, wer sagt denn, dass Abenteuer ohne Umwege funktionieren?
Auf dem Programm: Eine Werksführung bei Mercedes-Benz! Für Stefan, der normalerweise im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim arbeitet, ist das natürlich der Jackpot. Dieselbe Firma, aber ein völlig anderes Land – ein Blick hinter die Kulissen muss einfach spannend sein. Wir rollen also bestens gelaunt auf den Parkplatz des Visitor Centers und sind bereit, uns von moderner Ingenieurskunst beeindrucken zu lassen. Doch dann – die bittere Wahrheit. Aufgrund einer internen Veranstaltung sind heute keine Touren möglich. Ein kleiner Dämpfer, aber nichts, was wir nicht verkraften könnten.
Drinnen erwartet uns trotzdem ein kleiner Trost: Die Empfangshalle glänzt im wahrsten Sinne des Wortes. Mercedes-Geländewagen, die in den berühmten Jurassic-Park-Filmen zu sehen waren, stehen dort wie Helden aus einer anderen Zeit. Ich frage mich insgeheim, wie viele Dinosaurier in Alabama unterwegs sind, um solche Fahrzeuge zu rechtfertigen.
BILDERGALERIE: Mercedes Benz of Tuscaloosa
Statt Trübsal zu blasen, machen wir uns auf, die charmante Innenstadt von Tuscaloosa zu erkunden. Der Government Plaza mit seiner Mischung aus historischen Gebäuden und moderner Architektur bietet ein wunderbares Ambiente für einen Spaziergang. Das Tuscaloosa County Courthouse, das Federal Building und die City Hall beeindrucken uns mit ihrer Baukunst und verleihen der Stadt ein ganz eigenes Flair. In den kleinen Läden stöbern wir nach Souvenirs, bevor wir uns wieder auf die Straße wagen.
BILDERGALERIE: Tuscaloosa
Unsere Reise führt uns weiter auf die Interstate 59 North und später die Interstate 20 East. Die Fahrt ist herrlich entspannt, die Landschaft wird zunehmend hügeliger, und die Wälder Alabamas ziehen wie ein lebendiges Gemälde an uns vorbei. Kurz darauf taucht am Horizont die imposante Skyline von Birmingham, Alabamas größter Stadt, auf. Ein kurzes „Oh, wie hübsch!“ und schon lassen wir die Stadt links liegen, während wir uns auf die Interstate 65 North begeben.
Die Fahrt wird noch schöner, als die Wälder dichter werden und die Hügel sanft in Täler übergehen. Plötzlich erreicht uns eine unerwartete Überraschung: die Stadt Huntsville! Sie ist uns bisher vor allem als Name auf einer Karte begegnet, aber schon die Straßenschilder mit Verweisen auf das Space & Rocket Center lassen uns erahnen, dass hier etwas Besonderes auf uns wartet.
Obwohl es bereits zu spät für einen Museumsbesuch ist, fahren wir neugierig am U.S. Space & Rocket Center vorbei. Der Anblick gigantischer Raketen und futuristischer Installationen begeistert uns. Stefan murmelt etwas über die Saturn-V-Rakete, während ich mir vorstelle, wie es wohl wäre, selbst ins All zu fliegen – oder zumindest einen Raketenstart zu sehen.
BILDERGALERIE: Space & Rocket Center Huntsville
Nach diesem unerwarteten Abstecher steuern wir unser Hotel an: das Knights Inn Huntsville. Ein klassisches Motel, bei dem die Türen direkt zu den Parkplätzen führen – praktisch und typisch amerikanisch. Die Zimmer sind überraschend geräumig und makellos sauber. Das Beste: Mit einem Coupon aus dem Alabama Traveler Guide zahlen wir gerade einmal 49 USD für die Nacht. Ein echtes Schnäppchen!
BILDERGALERIE: Knights Inn Huntsville
Trotz kleiner Rückschläge war der Tag voller Highlights. Alabama überrascht uns mit seinen charmanten Städten, beeindruckenden Landschaften und kleinen Abenteuern. Wir sind gespannt, was morgen auf uns wartet!