Tag 2 in Las Vegas: noch mehr Shopping, Gordon Ramsay und sehr viele Kalorien

Ein neuer Tag in Las Vegas – und wieder geht’s rund! Unser Morgen beginnt, wie er immer beginnt: Mit einer Mission namens „Noah fertigmachen!“. Ein quirliger Junge, eine viel zu kurze Zeitspanne und eine Menge logistischer Tricks – aber irgendwann ist es geschafft, und wir sind startklar.

Erstes Ziel des Tages: „Frühstück im Orleans!“ Die magischen Worte, die müde Augen zum Leuchten bringen. Kaffee, Pancakes, Bacon – das volle Programm. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem Blick auf die Uhr steht fest: 9:30 Uhr – Zeit, die „Meadows Mall“ zu erobern!

Medows Mall

Die Meadows Mall ist kein typischer Touri-Hotspot, sondern der Einkaufs-Geheimtipp der EinheimischenKein blinkendes Casino drumherum, keine überfüllten Luxus-Boutiquen – einfach ehrliches, bodenständiges Shoppingmit der realistischen Chance, tatsächlich ein Schnäppchen zu machen.

Wir stürzen uns ins Vergnügen, während Noah schon die nächste Attraktion erspäht: den Indoor-Spielplatz. Perfekter Deal! Nadine und ich tauchen in die glitzernde Welt von Macy’s, Dillards und Victoria’s Secret ein, während unsere Männer sich als Aufsichtspersonal für den kleinen Entdecker auf der zur Mall gehörenden Kinderspielplatz melden.

Allerdings beschleicht mich der Verdacht, dass die wahre Begeisterung nicht nur Noahs Kletterkünsten gilt. Es gibt wohl doch in jedem Mann ein kleines Kind, das nur darauf wartet, seine ungezügelte Spielfreude auszuleben. Zumindest klingt das Lachen von der Rutsche nicht unbedingt nach Noah…

Kurz nach elf brechen wir zu den Premium Outlets North auf – und betreten eine völlig neue Shopping-Dimension. Hier reiht sich eine amerikanische Kultmarke an die nächstePolo Ralph Lauren, Nike, Levi’s, Tommy Hilfiger, Guess – als hätte jemand eine riesige Modenschau unter freiem Himmel organisiert.

Hier gilt die ungeschriebene Regel: „Glaub nicht, dass du nur mal kurz gucken willst.“ Noch bevor wir uns versehen, tragen wir die ersten Tüten durch die Gänge, und unsere Shopping-Laune erreicht neue Höhen.

Doch irgendwann stellt sich die nächste Frage: Essen oder weitershoppen? Nadine hat die Antwort parat: „Wir müssen in die Cheesecake Factory!“

The Cheesecake Factory

Die Cheesecake Factory ist für uns ein kulinarischer Mythos, dem wir bisher auf all unseren Reisen aus unerfindlichen Gründen immer ausgewichen sind. Heute ist der Tag der Wahrheit.

Schon beim ersten Blick auf die Speisekarte wird klar: Dieses Restaurant ist nicht nur für Käsekuchen berühmt – es ist eine gastronomische Wundertüte! California Cheesesteak, Meatloaf, Chicken-Avocado-Sandwich, Club Sandwich – eine Auswahl, die selbst ein kleines Buch füllen könnte. Portionen? Gigantisch. Preise? Nicht gerade günstig. Geschmack? Absolut genial.

Und dann kommt der Moment der Wahrheit: Der legendäre Cheesecake. Wir wählen eine sündhaft cremige, perfekt gebackene Variante, die alle Erwartungen übertrifft. Ein Meisterwerk aus Butter, Zucker und purem Glück.

Und weil wir nicht ganz Vegas wären, wenn wir nicht vorausschauend denken würden: Ein Stück Cheesecake „to go“ muss sein! Unser süßer Abend-Snack ist gesichert – das Sahnehäubchen auf unserem kulinarischen Abenteuer.

Casino-Hopping am Strip – Ein Abend zwischen Glanz, Glücksspiel und schmerzenden Füßen

Gegen 16 Uhr verlassen wir die Outlet Mall – schwer bepackt, aber glücklich. Die Beute des Tages verstauen wir im Auto, doch bevor es weitergeht, gibt es eine heilige Mission: Den Cheesecake in Sicherheit bringen! Ein solches Meisterwerk gehört nicht einfach irgendwohin, sondern wird würdevoll im Kühlschrank unseres Hotelzimmers deponiert – denn wenn es eine Sünde gibt, dann wäre es, diesen Schatz verderben zu lassen. Aber dann ruft das Herz von Las Vegas, und für uns heißt das: Aufbruch zum Strip – zu Fuß!

Die Idee klingt ja erst mal gut. Man kann hier problemlos von Casino zu Casino schlendern, sich treiben lassen, immer wieder anhalten, um die Shows, Menschenmassen und Neonreklamen zu bestaunen. ABER: Las Vegas hat eine heimtückische Eigenschaft – es ist riesig.

Was auf der Karte wie ein gemütlicher Spaziergang aussieht, entpuppt sich in der Realität als ausgewachsene Tageswanderung. Wir haben auf manchen Trails in den Nationalparks weniger Kilometer gemacht als hier zwischen den blinkenden Palästen des Glücksspiels.

Aber der Strip verzeiht vieles – denn hier wird das Gehen zum Erlebnis. Casino-Hopping – einmal quer durch die verrückteste Stadt der Welt. Wir tauchen ein in das pulsierende Herz des Strip, wo jedes Casino seine eigene kleine Welt erschafft:

  • Das Bellagio mit seiner gigantischen Wasserfontäne, die in perfektem Takt zu epischer Musik tanzt.
  • Das Venetian mit echten Gondeln, singenden Gondolieri und einer kitschig-perfekten Nachbildung Venedigs – inklusive künstlichem Himmel, der IMMER blauen Himmel verspricht.
  • Das Paris Las Vegas, wo der Eiffelturm in die Höhe ragt und man fast vergisst, dass man nicht in Frankreich, sondern mitten in Nevada ist.

Zwischen all dem flimmern Millionen von Lichtern, blinken riesige LED-Wände, dröhnt Musik aus jeder Ecke, und Straßenkünstler sorgen für das gewisse Chaos. Willkommen in der Stadt, die niemals schläft – und deren Stromrechnung sicher höher ist als das Bruttoinlandsprodukt mancher Länder.

Ob wir unser Glück an einem der Tische versuchen? Vielleicht. Ob wir es uns mit einem Cocktail in einer der schillernden Bars gemütlich machen? Definitiv. Eines ist jedenfalls sicher: Dieser Abend ist erst der Anfang.

Irgendwann, wenn sich die ersten leichten Ermüdungserscheinungen in den Beinen bemerkbar machen, wird uns klar: Las Vegas ist nicht nur optisch ein Marathon, sondern auch ein physischer. Glücklicherweise gibt es eine Lösung für müde Füße, die ganz im Stil dieser Stadt daherkommt – die kostenlosen Trams.

Diese kleinen Bahnen sind wie eine geheime Abkürzung durch das Labyrinth aus Casinos, Hotels und blinkenden Boulevards. Man kann einfach einsteigen, ein paar Minuten durchatmen und trotzdem stilecht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gleiten.

Die Mandalay Bay-Excalibur Tram zum Beispiel fährt im 3- bis 7-Minuten-Takt und bietet zwei Optionen:

  • Direktfahrt vom Excalibur ins Mandalay Bay in nur 3 Minuten
  • Oder eine Schleife über das Luxor, wenn man am Mandalay Bay einsteigt

Vom Excalibur aus könnte man dann theoretisch über das New York New York zum Monte Carlo laufen und von dort in die Bellagio – CityCenter – Monte Carlo Tram springen. Diese Route führt an einigen der schicksten Hotels vorbei:

  • Aria (Glanz und Glamour pur)
  • Mandarin Oriental (dezent luxuriös)
  • Vdara (fast schon futuristisch)

Und schließlich zum Bellagio, dem wohl ikonischsten Hotel am Strip.

Dann wäre da noch die Mirage-Treasure Island Tram, die wie ein zeitreisendes Relikt an die Zeit erinnert, als beide Resorts unter derselben Leitung standen. Sie fährt in nur 2 Minuten zwischen den beiden Hotels – praktisch, wenn man die Beine kurz entlasten will.

Aber Trams? Nein, noch nicht. Wir entscheiden uns, den Strip auf eigene Faust weiter zu erkunden. Der Plan: So lange zu Fuß gehen, bis die Füße rebellieren – dann kommt die Tram ins Spiel.

Mike Tyson

Also weiter zu Fuß! Wir passieren das Hooters Casino, überqueren die Tropicana Avenue und marschieren durch das MGM – von hinten nach vorne. Ein kurzer Blick in die gigantische Lobby, ein paar neugierige Blicke in die Spielhallen, und schon stehen wir am Las Vegas Boulevard, bereit, die Straße zum Hard Rock Café zu überqueren.

Doch dann – plötzlich Aufruhr.

Ein schickes Bentley-Cabrio hält an der Ampel. Noch registriere ich das Auto kaum, doch innerhalb von Sekunden bildet sich eine Menschentraube um den Wagen. Es dauert einen Moment, bis ich begreife, dass hier irgendetwas Besonderes im Gange ist. Dann ruft Oli mit aufgeregter Stimme: „DAS IST MIKE TYSON!!!“ Moment, was?!

Ich reiße den Kopf herum – und tatsächlich: Da sitzt er. Iron Mike höchstpersönlich. Der unangefochtene Boxchampion, der Mann mit dem furchteinflößenden linken Haken und der unverkennbaren Gesichtstätowierung.

Es ist einer dieser Las-Vegas-Momente, die einfach so passieren – ohne Vorankündigung, ohne Tickets, ohne Plan. Eben noch schlenderst du entspannt durch die Stadt, und im nächsten Moment stehst du plötzlich vor einer lebenden Legende. Und das Beste? Mike Tyson ist bestens gelaunt.

Er winkt, lacht, lässt sich bereitwillig mit den Passanten fotografieren. Kein grimmiger Boxer-Modus – sondern ein Star, der sich sichtlich wohlfühlt.

Ich frage mich kurz, ob sein berüchtigter Hangover-Tiger irgendwo in der Nähe ist. Aber nein, diesmal gibt es keine wilden Raubkatzen, keine verschwundenen Zähne und keine chaotischen Hotelzimmer. Nur Mike Tyson, ein Hauch von Hollywood-Glamour und ein unerwartet genialer Moment.

Die Ampel springt auf Grün, das Bentley-Cabrio setzt sich wieder in Bewegung, und mit einem letzten Winken verschwindet Mike Tyson im glitzernden Lichtermeer von Las Vegas.

Zurück bleibt ein Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden. Und während wir noch ein wenig ungläubig in Richtung Strip weitermarschieren, wird uns wieder einmal klar: Diese Stadt kann wirklich alles bieten – selbst eine spontane Begegnung mit einem der größten Boxer aller Zeiten.

Las Vegas Boulevard South

Unser Spaziergang über den Las Vegas Strip geht weiter – vorbei an leuchtenden Fassaden, ikonischen Hotels und einem Strom von Menschen, der scheinbar niemals versiegt.

Erster Stopp: Der Hard Rock Shop. Ein kleines Stück Musikgeschichte mitten auf dem Boulevard, in dem Gitarren, T-Shirts und Rock’n’Roll-Erinnerungen in Hülle und Fülle warten. Doch lange bleiben wir nicht – Planet Hollywood ruft!

Das Planet Hollywood Hotel & Casino, mit seinen leuchtenden Displays und dem Hollywood-Charme, erinnert daran, dass hier nicht nur gezockt wird, sondern auch die Welt des Entertainments regiert. Direkt daneben: das Paris Las Vegas, wo ein imposanter Mini-Eiffelturm stolz über dem Boulevard thront.

Hier wird es Zeit, die Seite zu wechseln – aber nicht irgendwie, sondern Vegas-like über eine der eleganten Fußgängerbrücken. Von hier oben bietet sich ein atemberaubender Blick auf das pulsierende Spektakel des Strips. Blinkende Reklamen, endlose Lichterketten, schillernde Werbetafeln und ein Meer aus Menschen, das sich wie ein stetiger Strom durch die Straßen bewegt.

Jedes Casino hat sein eigenes Farbspiel, jede Leuchtreklame will noch heller leuchten als die daneben. Es ist ein elektrischer Wahnsinn – überwältigend, faszinierend und irgendwie wunderschön. Mit diesem Panorama im Rücken überqueren wir die Brücke und tauchen ein in eine der wohl berühmtesten Hotelanlagen der Stadt:

Kaum haben wir die goldenen Türen des Bellagio passiert, umgibt uns eine Atmosphäre aus Eleganz und Perfektion. Glänzende Marmorböden, kunstvolle Decken und ein Casino, das fast schon aristokratisch wirkt. Doch das eigentliche Highlight erwartet uns draußen: Die berühmten Bellagio-Fontänen.

Mit perfektem Timing beginnt die nächste Show – und plötzlich tanzt das Wasser zur Musik, als hätte es jahrelang Choreografie-Unterricht genommen. Höher, tiefer, kreisend, pulsierend – die mächtigen Wasserstrahlen bewegen sich synchron zu den Klängen epischer Musik, während im Hintergrund die Skyline von Las Vegas im Takt aufblinkt.

Es ist eines dieser magischen Vegas-Momente, die man auch nach dem hundertsten Mal nicht ignorieren kann. Aber wir sind noch nicht am Ziel – eine weitere Ikone wartet: Caesars Palace – Eine römische Legende in der Wüste

Mit jeder weiteren Straße, die wir überqueren, verschmelzen Vergangenheit und Zukunft, Moderne und Mythos. Und dann liegt er vor uns: Caesars Palace – ein Stück Antike mitten im grellen Neonlicht von Las Vegas.

Majestätische Säulen, goldene Statuen, riesige Brunnenanlagen – hier hat jemand wirklich das Konzept „Las Vegas trifft auf das Alte Rom“ perfektioniert. Man fühlt sich fast wie in eine Filmkulisse versetzt, nur dass sich zwischen den römischen Statuen keine Senatoren, sondern Touristen mit XXL-Cocktailbechern in der Hand tummeln.

Doch genau das macht Vegas aus: Extravaganz trifft auf Spiel, Prunk auf Unterhaltung. Und während wir weiter zwischen den riesigen Säulen des Caesars Palace hindurchschlendern, wird uns wieder einmal bewusst: Las Vegas ist keine Stadt – es ist eine riesige, perfekt inszenierte Show. Und wir sind mittendrin.

Nadine ist ein bekennender Gordon-Ramsay-Fan. Sie hat jede seiner TV-Shows gesehen, kennt seine Sprüche, seine Wutausbrüche und seine legendären Küchenmonologe, die irgendwo zwischen scharfzüngig und brillant balancieren. Kein Wunder also, dass sie in Las Vegas unbedingt einmal in eines seiner Restaurants wollte. Und hier gibt es nicht nur eins, sondern gleich fünf!

Wenn es eine Stadt gibt, die perfekt zu Gordon Ramsay passt, dann ist es Las Vegas. Extravagant, laut, ein bisschen verrückt – und natürlich voller kulinarischer Superlative.

Fünfmal Ramsay in Vegas – für jeden Geschmack das richtige Restaurant

  • Gordon Ramsay Pub & Grill (Caesars Palace)
    Britisches Pub-Feeling mit einem Hauch von Luxus – Fish & Chips trifft Haute Cuisine. Hier werden herzhafte Klassiker aus England auf höchstem Niveau serviert, natürlich gepaart mit einem erlesenen Bierangebot.
  • Gordon Ramsay Burger (Planet Hollywood)
    Das Mekka für Burger-Liebhaber. Hier gibt es nicht einfach nur Cheeseburger – hier wird jeder Burger zur Kunstform. Das Fleisch? Perfekt gegrillt. Die Toppings? Kreativ. Der Geschmack? Angeblich sensationell.
  • Gordon Ramsay Fish & Chips (LINQ Promenade)
    Perfekt für zwischendurch. Wer auf knusprige, goldbraune Fish & Chips steht, ist hier genau richtig. Unkompliziert, lecker und typisch britisch.
  • Gordon Ramsay Steak (Paris Las Vegas)
    Das Paradies für Fleischliebhaber. Hier werden Steaks in Perfektion serviert – und das in einem Ambiente, das an einen gehobenen, modernen Steakhouse-Tempel erinnert.
  • Gordon Ramsay Hell’s Kitchen (Caesars Palace)
    Der heilige Gral für Fans. Inspiriert von seiner weltberühmten TV-Show, ist dieses Restaurant ein kulinarisches Erlebnis der Extraklasse. Rote und blaue Küchenlinien, typische Hell’s-Kitchen-Gerichte und ein Hauch von TV-Dramatik machen das Ambiente perfekt.

So sehr Nadine Gordon Ramsay und seine kulinarische Magie bewundert – wir haben keines seiner Restaurants besucht. Und der Grund? Noah.

So ein quirliges Kleinkind passt einfach nicht in die gehobene, perfekt inszenierte Welt eines Ramsay-Restaurants. Ein Dreijähriger und ein Steakhaus, in dem jeder Bissen ein Event sein soll? Keine gute Kombi. Wir konnten uns bildlich vorstellen, wie der kleine Mann in der „Hell’s Kitchen“ mit vollem Tempo durch das Restaurant rast, während Ramsay von der Wand herabblickt und innerlich „Shut it down!“ brüllt.

Obwohl wir nicht in eines seiner Restaurants gegangen sind, bleibt Ramsay einer der faszinierendsten Köche unserer Zeit. Sein Name steht nicht nur für exzellente Küche, sondern auch für die wohl lautesten, fiesesten und legendärsten Küchenflüche der Fernsehgeschichte.

In „Hell’s Kitchen“ verwandelt sich der sonst so raffinierte Sternekoch in einen kulinarischen Drill-Sergeant, der seine Kandidaten mit chirurgischer Präzision auseinandernimmt. Aber genau das macht den Reiz aus: Wer bei Ramsay bestehen will, braucht Nerven aus Stahl – und das Talent, perfekte Gerichte unter Druck zu liefern.

Für den Sieger winkt die ultimative Belohnung: die Chance, ein eigenes Restaurant unter Ramsays Namen zu leiten.Eine Gelegenheit, die man nicht ausschlägt – es sei denn, man hat ein Kleinkind im Schlepptau. 😅

Die Zeit ist gekommen, den Rückweg anzutreten – aber natürlich nicht, ohne die Kunst der Fortbewegung in Las Vegas voll auszunutzen. Nachdem wir unzählige Kilometer auf unseren eigenen Beinen hinter uns haben, darf jetzt die kostenlose Tram übernehmen. Erste Station: Das Excalibur.

Schon von Weitem ragt es mit seinen blau-roten Türmen in die Nacht – eine Ritterburg in der Wüste, kitschig bis ins letzte Detail. Man könnte meinen, hier würde gleich ein Lanzenturnier stattfinden oder ein Hofnarr aus einem der Fenster springen. Aber genau das ist Vegas – ein Ort, an dem man mit einem Fingerschnippen von römischem Prunk (Caesars Palace) in eine Mittelalter-Fantasiewelt eintaucht.

Wir überqueren noch ein letztes Mal die Fußgängerbrücke, werfen einen letzten Blick auf das Tropicana und lassen die Lichter des Strips langsam hinter uns.

Als wir unser Hotel erreichen, haben wir nur noch einen Gedanken im Kopf: Unseren Schatz aus dem Kühlschrank bergen! Denn dort wartet ein wahres Highlight des Tages auf uns – unsere hart erkämpften Käsekuchen aus der Cheesecake Factory.

Die Auswahl? Ein Traum aus Zucker, Sahne und Sünde:

🍫 Ich: Hershey’s® Chocolate Bar Cheesecake – eine schokoladige Geschmacksexplosion, so cremig und intensiv, dass man sich fragt, ob man eigentlich einen Kuchen oder eine Schokoladentafel isst.

🍋 Oli: Lemon Meringue Cheesecake – fruchtig, zitronig, mit einer göttlichen Haube aus Meringue, die aussieht, als hätte ein Konditor sie persönlich mit einem Zauberstab geformt.

🍪 Nadine: Oreo Dream Extreme Cheesecake – das ultimative Oreo-Paradies, mit knusprigem Keksboden und einer Schicht aus purer Glückseligkeit.

🍌 Stefan: Fresh Banana Cream Cheesecake – eine sündhafte Mischung aus Bananen, Sahne und buttrigem Keksboden, die irgendwo zwischen Dessert und Kindheitserinnerung angesiedelt ist.

Wir platzieren die Kunstwerke auf hübschen Tellern, setzen uns mit einer Tasse Kaffee an den Tisch und lassen die Lichter von Las Vegas in der Ferne funkeln.

Die Wahl war alles andere als einfach. Über 50 Sorten Cheesecake standen uns zur Verfügung, jede einzelne verlockender als die andere. Doch irgendwann mussten wir uns entscheiden – und so hatte jeder von uns seinen persönlichen Favoriten gefunden.

Mit Vorfreude im Gepäck und unseren süßen Schätzen sicher verstaut, ging es Schritt für Schritt näher ans Desert Rose. Und eines war klar: Dieser Abend würde noch einmal ein Highlight setzen.

Dann endlich: Der erste Bissen. Oh. Wow.

Es war nicht einfach nur Kuchen. Es war pure Glückseligkeit in Form von Butter, Zucker und Sahne. Ein Geschmack, der sich mit jeder Sekunde noch intensiver entfaltete, als hätte sich der gesamte kulinarische Himmel der Cheesecake Factory auf unseren Löffeln versammelt. Jeder von uns war gleichermaßen begeistert – und gleichermaßen gesättigt.

Irgendwann wurde uns klar: Wir hatten soeben vermutlich unser komplettes Tagespensum an Kalorien in einer einzigen Portion verputzt. 12.000 Kalorien? Mindestens. Aber hey – jede einzelne davon war es wert.

Während wir noch wohlig gesättigt in unseren Stühlen saßen und darüber diskutierten, welcher Cheesecake am meisten nach Himmel schmeckte, tauchte plötzlich eine kleine, unangenehme Wahrheit auf: Der Preis. $36 für vier Stück Kuchen.

Ein stolzer Betrag für ein Dessert – doch wer jetzt denkt, das wäre teuer, der hat noch nie in Kalorien gerechnet. Denn wenn man den Preis pro Kalorie berechnet, ergibt sich plötzlich eine ganz neue Perspektive:

👉 Preis pro Genussmoment? Unschlagbar.
👉 Kosten pro Kalorienbombe? Ein echtes Schnäppchen.

Wenn das kein cleveres Investment in kulinarische Lebensfreude war, dann wissen wir auch nicht weiter. Ein süßer Abschluss eines glitzernden Tages

Am Ende des Abends war der Cheesecake nicht nur eine Geschmacks-, sondern auch eine finanzielle Offenbarung. Manchmal muss man sich einfach verwöhnen, auch wenn die Geldbörse es mit einem kleinen Seufzer quittiert.

Es war der perfekte Abschluss eines aufregenden Tages in Las Vegas – voller Lichter, Glitzer, Überraschungen und einer Extraportion Süße.

Und während wir satt und zufrieden in Richtung Bett taumelten, gab es nur noch eine letzte Frage:
Wann gehen wir wieder zur Cheesecake Factory? 😏

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