
Entlang der Columbia River Gorge: Eine Reise voller atemberaubender Ausblicke
Der Morgen bricht an, und wir freuen uns auf ein herzhaftes Frühstück, um unsere Energiereserven aufzuladen. Doch als wir den Frühstücksbereich betreten, werden wir von einem Anblick enttäuscht, der alles andere als erfreulich ist. Das Frühstück, wenn man es überhaupt so nennen kann, ist extrem spärlich.
Ein paar trockene Brötchen, ein Hauch von Butter und vielleicht ein paar Mini-Marmeladentütchen, die mehr wie Dekoration aussehen, als wirklich zum Essen gedacht. Wir schauen uns gegenseitig an und können nur mit den Schultern zucken. Glücklicherweise haben wir noch unsere treuen Walmart-Bananen in unserem Gepäck.
Mit einem schmunzelnden Gesicht und einem Hauch von Ironie in den Augen genießen wir unsere improvisierte Frühstücksoption. Es ist zwar nicht das, was wir erwartet hatten, aber es wird uns sicherlich nicht aufhalten. Schließlich sind solche kleinen Abenteuer und unerwarteten Wendungen das Salz in der Suppe unserer Reiseerlebnisse!

Unser heutiges Ziel ist St. Helens in Oregon. Von dort aus sind es morgen nur noch etwa zwei Stunden bis zum Flughafen in Seattle. Das ist perfekt, um die Fahrt etwas kürzer zu halten und Washington zu vermeiden. Washington steht nämlich auf der Liste der COVID-19-Risikogebiete, und wir haben keine Ahnung, welche Maßnahmen uns bei der Rückkehr nach Deutschland erwarten. Zwar lässt sich die Durchfahrt durch Washington nicht vermeiden – schließlich liegt Seattle nun mal dort – aber eine Übernachtung dort möchten wir lieber auslassen.
Es ist erst 7 Uhr, und wir haben einiges vor. Wir wollen schließlich nicht den ganzen Tag im Auto verbringen. Vor einigen Jahren sind wir entlang der Columbia River Gorge gefahren und haben die vielen beeindruckenden Wasserfälle bewundert. Das hat uns damals so gut gefallen, dass wir heute – 9 Jahre später – wieder entlang der Columbia River Gorge fahren und die Schönheit der Natur genießen möchten.

Aber zunächst geht es auf der Interstate weiter. Das Fahren auf dieser endlosen Autobahn, auch wenn sie durch Idaho führt, ist nicht gerade aufregend. Die Landschaft scheint sich kaum zu verändern: ständig die gleichen braunen Hügel und weiten Felder auf beiden Seiten des Highways. Aber, naja, irgendwo müssen ja schließlich die berühmten Kartoffeln herkommen, oder? Das ist wohl der Preis für den Anblick von Idaho’s endlosen Landwirtschaftsflächen.
Die Fahrt mag zu Beginn monoton wirken, aber ab und zu gibt es dann doch einen erhebenden Ausblick auf die Weiten dieser Region. In der Ferne erblicken wir majestätische Berge und weite Täler, und die offene Straße vor uns lädt dazu ein, in Gedanken zu versinken und den Moment zu genießen.
Nach etwa 2,5 Stunden Fahrt erreichen wir schließlich Baker City. Ein freundliches Schild am Highway verrät, dass die Stadt eine historische Innenstadt hat. Das weckt natürlich unsere Neugier. Ein perfekter Zeitpunkt, um eine kleine Pause einzulegen und das Abenteuer weiterzuführen. Also biegen wir von der Autobahn ab und machen uns auf den Weg nach Baker City.

Baker City wurde um 1860 zur Zeit der Goldfunde „Queen City of the Mines“ genannt. Die Stadt war damals sehr elegant und beeindruckte mit ihren imposanten Häusern im viktorianischen Stil.
Mehr als 100 historische und hervorragend erhaltene Häuser kann man entlang der Main Street und der angrenzenden Straßen bewundern. Es ist, als würde man durch ein lebendiges Geschichtsbuch spazieren, das einen in vergangene Zeiten zurückversetzt.
Besonders beeindruckend finden wir das Geiser Grand Hotel, das inmitten dieser hübschen Stadt thront. Das Geiser Grand wurde 1889 von Harry und Jake Warshauer, zwei Brüdern, die durch die Goldfunde nahezu unermesslich reich wurden, erbaut. Noch heute ist das elegante Hotel die Top-Adresse in Baker City und zieht mit seiner prachtvollen Architektur und dem historischen Charme Besucher aus der ganzen Welt an. Ein wahrer Hingucker, der uns das Gefühl gibt, in die goldene Ära des 19. Jahrhunderts einzutauchen.
BILDERGALERIE: Baker City
Unsere Vorfreude steigt, als wir die historische Innenstadt erreichen. Die liebevoll restaurierten Gebäude aus dem 19. Jahrhundertverleihen der Stadt ein nostalgisches Flair. Die breiten Gehwege und schattigen Bäume laden zum Bummeln ein, und wir schlendern gemütlich die Hauptstraße entlang.
Der Duft von frisch gebackenem Brot lockt uns in ein gemütliches Café, das den Charme dieser historischen Stadt widerspiegelt. Wir lassen uns von den köstlichen regionalen Speisen verführen und genießen die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen. In Gesprächen erfahren wir mehr über die Geschichte dieser Stadt und die Menschen, die stolz darauf sind, hier zu leben.
Nach einer erholsamen Pause setzen wir unsere Reise fort, aber Baker City hat uns mit ihrer charmanten historischen Innenstadt und ihrem einladenden Ambiente definitiv in Erinnerung bleiben lassen. Es ist erstaunlich, welche Schätze man entlang der Straße entdecken kann, wenn man bereit ist, einen kurzen Abstecher zu machen.
Unsere aufregende Reise geht weiter, und schon bald nähern wir uns La Grande, als plötzlich ein verlockendes Schild auftaucht! “Eine historische Eisenbahnbrücke wird hier angekündigt”, steht darauf geschrieben. Unser Herz beginnt vor Vorfreude schneller zu schlagen, denn wir wissen, dass diese Sehenswürdigkeit auf keinen Fall auf unserer Reisekarte fehlen darf!
Stefan zögert keine Sekunde und nimmt die Ausfahrt, um den Weg zu dieser faszinierenden historischen Stätte zu finden. Die Richtungsschilder zur “Historic Upper Perry Arch Bridge” weisen uns den Weg, und wir können es kaum erwarten, dieses Meisterwerk der Architektur zu entdecken.


Natürlich, nicht jeder Ort auf unserer Reise kann für jeden gleichermaßen aufregend sein – so wie zum Beispiel die Historic Upper Perry Arch Bridge. Sie ist sehr, sehr unspektakulär.
Wir setzen unsere Fahrt auf der malerischen Hamilton Creek Frauentage Road fort, während sich die Landschaft allmählich verwandelt. Von sanften Hügeln geht es nun zu den imposanten Ketten der Blue Mountains. Die trockene Umgebung fasziniert uns, und wir können die Veränderungen in der Natur förmlich spüren.
Kurz vor Pendleton erreichen wir den Westhang der Blue Mountains am Emigrant Hill. Ein Blick aus dem Fenster offenbart uns heute – dank des perfekten Wetters und der klaren Sicht – eine atemberaubende Aussicht über die weite Ebene des Columbia River bis zu den fernen Cascade Mountains im Westen. Wow!
Wir können unser Glück kaum fassen und beschließen, einen Halt am Deadman Pass Lookout einzulegen. Hier stehen wir, mitten in der Natur, und können die majestätische Schönheit der Landschaft in vollen Zügen genießen. Das Uhrzeigerblatt zeigt gerade mal 11 Uhr an, und wir realisieren, dass wir noch jede Menge Zeit für weitere Abenteuer haben. Das ist das Beste an einer Reise – die Freiheit, die Welt zu erkunden und die Schätze, die sie uns bietet, zu entdecken.

Nach etwa 45 Minuten Fahrt durch die beeindruckende Landschaft passieren wir das charmante Städtchen Boardman. Ab hier wird unsere Reise von der majestätischen Präsenz des mächtigen Columbia River begleitet. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses erstreckt sich das Bundesland Washington, und der Columbia River fungiert als die natürliche Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten.
Während wir auf der Interstate entlangfahren, können wir uns kaum sattsehen an der Schönheit dieses beeindruckenden Flusses und der umgebenden Landschaft.
Unsere Neugier führt uns zu einem weiteren Viewing Point in der Nähe von Arlington. Hier angekommen, eröffnet sich uns ein atemberaubender Blick auf den majestätischen Fluss. Das glitzernde Wasser des Columbia River schlängelt sich durch die beeindruckende Schlucht, umgeben von imposanten Klippen und grünen Ufern. Wir nehmen uns einen Moment Zeit, um die Szenerie auf uns wirken zu lassen.


Der Duft des Abenteuers liegt in der Luft, während Stefan den Jeep auf der Interstate geradeaus lenkt und wir langsam hungrig werden. Da ich immer diejenige bin, die nach Essen sucht (und vielleicht ein wenig verwöhnt bin), schnappe ich mir mein Handy und beginne, im Internet nach einer passenden Lunch-Location zu suchen.
In diesem Moment fällt mir auf, dass diese Gegend ein wahres Paradies für Bierliebhaber ist! Microbrauereien scheinen hier wie Pilze aus dem Boden zu schießen. Die Vorfreude steigt, als ich mir vorstelle, all die verschiedenen Biere zu probieren. Doch dann kommt die Realität des Jahres 2023 ins Spiel – COVID-19. Leider haben die meisten Brauereien aufgrund der Pandemie geschlossen. Was für eine Enttäuschung!
Schließlich werde ich doch noch fündig. Im kleinen Ort Hood River hat die Double Mountain Brewery ihre Türen geöffnet. Das ist unsere Chance!
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Speisen gibt es nur zum Mitnehmen. Aber das ist für uns mittlerweile kein Problem mehr. Wir haben uns daran gewöhnt, unsere Mahlzeiten überall zu genießen, sei es auf einem Picknicktisch mit Blick auf den Columbia River oder am Straßenrand mit einer grandiosen Aussicht.

Der kleine Ort Hood River erweist sich als entzückend. Nur wenige Schritte von der Double Mountain Brewery entfernt entdecken wir den zauberhaften Connery Square Park.
Dort stehen ein paar blühende Kirschbäume in voller Pracht, und unter ihnen befinden sich drei gemütliche Parkbänke. Die Sonne strahlt vom strahlend blauen Himmel, und die angenehme Frühlingswärme umhüllt uns. Es fühlt sich an, als wären wir in einem Bilderbuchgelandet.
Auf das Bier verzichte ich lieber, da ich nicht weiß, ob man dieses in Oregon in der Öffentlichkeit trinken darf. Ich möchte ja nun nicht unbedingt am letzten Urlaubstag Ärger bekommen. Aber ein Souvenir-Glas für meine Sammlung darf natürlich trotzdem nicht fehlen. Es ist eine schöne Erinnerung an diesen besonderen Tag und die Double Mountain Brewery, die wir entdeckt haben.
Während wir unsere Zeit im Connery Square Park verbringen, lassen wir die Ruhe und Schönheit dieses Ortes auf uns wirken und tanken Energie für die nächste Etappe unserer Reise. Es ist erstaunlich, wie oft uns spontane Entdeckungen und unerwartete Erlebnisse auf gerade dieser etwas verrückten Reise beglücken.



Wir gehen zur Double Mountain Brewery und bestellen an der Take-Away-Theke, die kurzerhand für die aktuellen Umstände umfunktioniert wurde, zwei Sandwiches.
Während wir auf unsere Bestellung warten, machen wir es uns auf dem Gehsteig gemütlich. Die Sonne strahlt warm vom Himmel, und wir können es kaum erwarten, unsere Sandwiches zu genießen. Die Vorfreude auf das Essen und die nette Atmosphäre des kleinen Parks machen diesen Moment perfekt.
Schließlich sind unsere Sandwiches fertig, und wir machen uns auf den Weg zum Connery Square Park. Unsere Parkbank erweist sich als idealer Ort, um die Köstlichkeiten zu verspeisen. Die Sandwiches sind wirklich lecker, und die Sonne auf unserer Haut macht den Moment noch unvergesslicher.
Nach diesem leckeren Lunch setzen wir unsere Reise fort und sind erstaunt, wie nah die Columbia River Gorge von unserer Lunch-Location entfernt ist. In nur 25 Minuten Fahrtzeit erreichen wir diesen spektakulären Ort, wo der Fluss sich seinen Weg durch das Küstengebirge der “Cascade Range” bahnt. Die historische Columbia River Highway verläuft direkt entlang des Berges und verspricht uns eine aufregende Fahrt.
Obwohl wir uns bewusst sind, dass COVID-19-Warnungen immer noch präsent sind, sind erfreulicherweise viele Menschen unterwegs. Das zeigt, wie sehr die Schönheit dieser Region Menschen aus der ganzen Welt anzieht. Unser erster Halt in diesem beeindruckenden Gebiet ist die Horsetail Falls, die sich majestätisch direkt am Straßenrand in einen schmalen Pool stürzen. Ein wahres Naturschauspiel erwartet uns!

Unser nächster Halt führt uns zum wohl schönsten und spektakulärsten Wasserfall der Columbia River Gorge – der Multnomah Falls. Diese majestätischen Wasserfälle stürzen sich an einer historischen Lodge, die im Jahr 1925 erbaut wurde, beeindruckende 189 Meter in die Tiefe. Die Vorfreude auf diesen Anblick ist unbeschreiblich!
Die Parkplatzsuche gestaltet sich als kleine Herausforderung, da viele andere Reisende ebenfalls von der Schönheit der Multnomah Falls angezogen werden. Doch nach ein paar Runden des Suchens haben wir das Glück, eine freie Lücke zu finden. Unsere Entschlossenheit zahlt sich aus!
Nachdem wir unseren Wagen geparkt haben, machen wir uns bereit, diesen natürlichen Schatz zu erkunden. Wir folgen einem wunderschönen, nicht allzu anspruchsvollen Wanderweg zur Benson-Hängebrücke. Diese beeindruckende Brücke spannt sich über den unteren Wasserfall und bietet uns atemberaubende Ausblicke auf die 21 Meter hohen Lower Falls sowie die imposanten 165 Meter hohen Upper Falls. Die Kraft und Schönheit des Wassers, das in die Tiefe stürzt, ist einfach überwältigend.
Jeder Schritt auf diesem Trail eröffnet uns neue Ausblicke auf dieses Naturwunder, und wir können die erfrischende Gischt auf unserer Haut spüren.
Mit der Kamera bewaffnet, nehmen wir unzählige Fotos auf, um diesen unvergesslichen Moment festzuhalten.

Nachdem wir unzählige Fotos von den Multnomah Falls geschossen haben, machen wir uns wieder auf den Weg. Die Parklücke geben wir gerne frei – schließlich soll ja auch jeder die Gelegenheit bekommen, diesen atemberaubenden Anblick zu genießen.
Aber die Columbia River Gorge hat noch mehr zu bieten, und unser nächster Stopp ist die Bridal Veil Falls. Der Parkplatz verrät uns gleich: Auch hier ist einiges los, und die Menschen strömen herbei, um sich dieses Naturwunder anzusehen. Also ab ins Auto, und ab geht’s!
Der Wanderweg startet unspektakulär, parallel zum Highway, aber nach ein paar Minuten geht es dann ab nach Norden. Ein sanfter Abstieg führt uns zum Bridal Veil Creek, und an einer Holzbrücke bieten sich schon erste tolle Aussichten auf die Wasserfälle. Doch wir wissen: Die beste Perspektive gibt’s von der Aussichtsplattform, die nur ein paar Schritte weiter liegt.
Und dann – wow! Der Blick auf die Bridal Veil Falls haut uns um. Das Wasser stürzt in einem zarten Schleier hinab – genau wie ein Brautkleid im Wind. Der Moment ist fast so perfekt wie die Szenerie selbst, und wir nehmen uns ordentlich Zeit, um alles auf uns wirken zu lassen. Man kann sich kaum sattsehen an dieser Schönheit!



Es ist wirklich faszinierend zu erfahren, dass die Bridal Veil Falls ihren Ursprung im Bridal Veil Creek haben, der sich seinen Weg vom imposanten Larch Mountain auf 1.203 Metern Höhe bahnt. Dieser Berg ist wahrlich ein Ort natürlicher Schönheit, dessen Kraft sich in den majestätischen Wasserfällen am Ende des Bridal Veil Creek entfaltet.
Kurz bevor der Bach in den gewaltigen Columbia River mündet, stürzt er sich in zwei beeindruckende Wasserfälle. Der erste Wasserfall ist stolze 30 Meter hoch, der zweite folgt mit 9 Metern. Diese imposanten Fälle stürzen über schroffe Basaltstufen und schaffen eine atemberaubende Szenerie. Es ist wirklich erstaunlich zu sehen, wie die Natur im Laufe der Zeit solche grandiosen Formationen geschaffen hat. Die Bridal Veil Falls sind ohne Zweifel ein weiteres Juwel in der Schatzkammer der Columbia River Gorge, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Unser nächster Halt führt uns zum Crown Point State Park, wo wir den berühmten Vista House erreichen. Hier, fast am Ende der Columbia River Gorge, können wir es kaum erwarten, den grandiosen Blick auf den majestätischen Fluss zu genießen. Das Vista House, ein historisches Wahrzeichen, bietet uns die perfekte Gelegenheit, die Landschaft aus der Vogelperspektive zu bewundern.
Von diesem Aussichtspunkt haben wir einen atemberaubenden Blick auf den Columbia River, der sich malerisch durch die umliegenden Berge schlängelt. Die Sonne wirft ihr goldenes Licht auf die Szenerie, und der Anblick könnte nicht schöner sein. Es ist der perfekte Moment, um die erhabene Natur in ihrer ganzen Pracht zu erleben. Wir nehmen uns die Zeit, diesen Augenblick zu schätzen.
Unsere Reise durch die Columbia River Gorge war voller erstaunlicher Entdeckungen und unvergesslicher Ausblicke. Am Vista Housekönnen wir einen letzten, beeindruckenden Blick auf dieses Naturwunder werfen und unsere Reise mit einem Lächeln im Herzen fortsetzen.


Manchmal bleibt auf Reisen leider nicht genug Zeit, um alle Orte zu erkunden, die man gerne sehen würde. Aber manchmal reicht auch ein kurzer Blick, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. So beschließen wir, auch wenn es nur für einen kurzen Abstecher ist, nach Portland zu fahren.
Die Fahrt durch die Innenstadt von Portland gibt uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Stadt. Wir sehen die lebhaften Straßen, die charakteristischen Brücken und vielleicht sogar einige der berühmten Food Trucks, für die Portland so bekannt ist. Diese kleine Fahrt lässt uns die pulsierende Energie der Stadt spüren, auch wenn wir uns nicht länger aufhalten können.
Obwohl es nur ein kurzer Besuch ist, wissen wir, dass Portland viele weitere Schätze zu bieten hat, die wir bei einer zukünftigen Reise näher erkunden können. Für den Moment haben wir uns zumindest einen kleinen Eindruck von dieser faszinierenden Stadt verschafft.
Mit dem Wissen, dass wir eines Tages für eine ausführlichere Entdeckung zurückkehren werden, setzen wir unsere Reise fort.

Es ist wirklich schade, dass das Hooters Restaurant in Portland ausgerechnet an diesem Tag geschlossen war. Die Chicken Wings, die wir uns so schön ausgemalt hatten, mussten wir wohl oder übel auf später verschieben. Tja, manchmal spielt das Glück bei solchen kulinarischen Abenteuern eben nicht mit.
Doch wie es so ist: Der Mount Hood lässt sich nicht so leicht von uns enttäuschen! Auf dem Weg nach St. Helens taucht er vor uns auf, und was für ein Anblick! Der Berg strahlt in den goldenen Farben der untergehenden Sonne, und man könnte fast meinen, er hätte extra für uns die Bühne betreten.
Klar, es fehlt der perfekte Aussichtspunkt für das Fotoshooting, aber was soll’s. Die Schnappschüsse aus dem Auto heraus werden uns trotzdem als Erinnerung an diesen Moment begleiten. Manchmal sind es eben gerade diese spontanen Augenblicke, die sich im Gedächtnis festsetzen – und wer braucht schon ein perfekt eingerahmtes Foto, wenn der Moment selbst schon so viel mehr zu bieten hat?


Nach einem Tag voller atemberaubender Ausblicke und unvergesslicher Entdeckungen ist es endlich Zeit, im Hotel einzuchecken. Es ist 18:45 Uhr, und nach all den Erlebnissen freuen wir uns darauf, uns zurückzulehnen, die Füße hochzulegen und unsere Abenteuer Revue passieren zu lassen.
Wie erwartet, gibt es im Hotel kein Frühstücksbuffet, aber keine Sorge – die Alternative klingt sogar fast besser. Statt einer riesigen Auswahl von halbfertigen Brötchen und vertrockneten Croissants dürfen wir aus einer Liste mit “Breakfast-Items” ankreuzen, was wir uns am nächsten Morgen wünschen. Eine Art Frühstück à la carte! Ganz nach dem Motto: „Frühstück nach Wunsch statt Massenabfertigung.“
Gemeinsam durchstöbern wir die Liste und treffen unsere Auswahl – eiermäßig und kaffeetauglich, versteht sich. Wir freuen uns schon darauf, den nächsten Morgen mit einem frisch zubereiteten Frühstück zu starten. Mit den Frühstückswünschen erledigt, ziehen wir uns entspannt in unser Zimmer zurück und freuen uns auf eine erholsame Nacht – bereit, die nächsten Abenteuer zu erleben.


Es ist beruhigend, dass das Hotelzimmer in Ordnung ist und wir endlich unser Gepäck abstellen können. Doch die Suche nach einem passenden Dinner-Ort erweist sich als kleine Herausforderung. Durch Downtown fahrend, entdecken wir eine Brauerei-Gaststätte, die auf den ersten Blick ganz nett aussieht. Doch leider ist der Laden geschlossen. Schade.
Da der Hunger nun wirklich kein gutes Timing hat und keine anderen Optionen in Sicht sind, beschließen wir, zum nächsten McDonald’szu fahren. Doch was wir dort vorfinden, ist fast schon komisch – Corona hat sogar die Fast-Food-Ketten erreicht. McDonald’s? Geschlossen! Was für ein Pech!
Gerade als die Welt gegen uns zu verschwören scheint, erblicken wir plötzlich eine Leuchtreklame auf der anderen Straßenseite: “MOD PIZZA – OPEN!” Es könnte nicht besser sein – ein Pizza-Notruf! Ohne zu zögern, gehen wir direkt zu dieser goldenen Gelegenheit.

Im MOD Pizza, einer Kette, die so funktioniert wie Subway, aber eben mit Pizza (und wer könnte da widerstehen?), können wir endlich den Hunger zähmen. Wir wählen eine Pizzabasis, entscheiden uns für die Größe und dann kommt der wirklich spaßige Teil: Wir dürfen aus einer unverschämt langen Liste von Belägen unsere Traum-Pizza zusammenstellen. Es ist wie ein Kunstwerk, das man essen kann!
Mit unserer selbst kreierten Pizza in der Hand machen wir uns auf zurück ins Hotel, wo ein gemütlicher Abend auf uns wartet. Es mag nicht der feine Abend gewesen sein, den wir uns ursprünglich vorgestellt haben, aber manchmal sind es die unerwarteten Wendungen, die die besten Entdeckungen bringen! Und hey, wer kann schon einer frischen Pizza widerstehen?
BILDERGALERIE: MOD Pizza
MOD Pizza ist wirklich ein cleveres Konzept – köstliches Essen und dabei auch noch die Freiheit, die eigene Pizza nach Belieben zu gestalten. Es macht richtig Spaß, kreativ zu werden und seine eigene Kombination zusammenzustellen, während der Hunger nach einem langen Tag endlich besiegt wird.
Mit vollen Bäuchen und einem wirklich positiven Eindruck von unserem unerwarteten Dinner-Ort können wir den Tag entspannt ausklingen lassen. Der Gedanke an eine erholsame Nacht im Hotel lässt uns zufrieden seufzen. Es war zwar nicht der glamouröseste Abend, aber manchmal sind es gerade die kleinen Überraschungen und einfachen Momente, die eine Reise so unvergesslich machen. Wir genießen den Moment und freuen uns auf das, was der nächste Tag bringt.