
Fantastische Aussichten auf dem One World Observatory und der teuerste Bahnhof der Welt
Der Morgen begann entspannt und gemütlich, als Stefan für uns alle ein herzhaftes Frühstück zauberte. Punkt 9 Uhr war der Tisch wieder frei, die Teller gespült, und wir standen bereit für den nächsten Teil unseres Familienabenteuers. Manhattan rief – und wir folgten.
Unsere ursprüngliche Idee, den Bus zur Staten Island Ferry zu nehmen, wurde schnell durch eine viel flexiblere Option ersetzt: unser treuer GMC Yukon. Kein lästiges Warten auf den Fahrplan, keine Menschenmassen, die uns in den Weg liefen – nur wir und die Straßen von Staten Island. Und die gelegentlichen Staus, die sich scheinbar mit einer gewissen Genugtuung immer dann bildeten, wenn wir dachten, wir wären gut in der Zeit. Der Weg zum St. George Ferry Terminal? Rund 25 Minuten – oder eine halbe Ewigkeit, je nach Laune des Verkehrs. Aber hey, das ist New York! 🚗
Seit unserem ersten Besuch sind wir glühende Fans der Staten Island Ferry. Dieses leuchtend orangefarbene Arbeitstier hat uns längst in seinen Bann gezogen. Der frische Wind, die Aussicht auf Manhattan, die Freiheitsstatue, die majestätisch im Wasser thront – einfach unbezahlbar. Und das Beste daran? Es ist tatsächlich kostenlos! Keine Tickets, kein Kleingeld-Gewühle, nur pure New Yorker Magie.
Die Staten Island Ferry ist mehr als nur ein Transportmittel; sie ist eine Legende. Täglich transportiert sie rund 70.000 Passagiere, und wir mischten uns gut gelaunt unter die Menge. Diese riesigen Schiffe fahren unermüdlich: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Zu den Stoßzeiten legen sie alle 15 bis 20 Minuten ab, in den ruhigeren Zeiten wenigstens jede halbe Stunde. Pro Tag sind das 117 Fahrten, und das ohne einen Hauch von Ermüdung. Nicht schlecht für ein “Boot”, das einen der belebtesten Wasserwege der Welt überquert.
Auf dem Außendeck wehte uns der Wind um die Nase, während die Freiheitsstatue uns fast freundlich zuzuwinken schien. Noah und Emilia waren fasziniert, besonders von den riesigen Containerfrachtern, die uns auf der Upper Bay begegneten. Selbst die leicht graue Wolkendecke konnte nichts von der Magie dieses Moments nehmen. Die Aussicht auf die Skyline von Manhattan war atemberaubend, die Wolkenkratzer ragten kühn in den Himmel und schienen fast zu sagen: “Willkommen zurück!”
Für viele New Yorker ist die Fähre ein alltägliches Transportmittel. Für uns? Eine kleine, maritime Liebeserklärung an diese Stadt. Kostenlos, zuverlässig und so beeindruckend wie die Stadt selbst. Es ist der perfekte Weg, in den Tag zu starten – mit einer Prise Abenteuer und einer ordentlichen Portion New Yorker Charme.
Bildergalerie: staten island ferry
In Manhattan angekommen, verschlug es uns direkt ins pulsierende Herz des Financial Districts. Unser Weg führte uns entlang der geschäftigen Water Street, die uns mit ihrem typischen Großstadtcharme willkommen hieß. Als wir schließlich die Broad Street erreichten, wurden unsere Pläne von einer unerwarteten – und unwiderstehlichen – Wendung durchkreuzt. Ein verlockender Duft von frisch gebrühtem Kaffee und zuckrigen Versuchungen lockte uns wie Sirenengesang in Richtung eines leuchtend pinken Schriftzugs: Dunkin’ Donuts.
Die ursprüngliche Idee, zügig weiterzugehen und den Zeitplan einzuhalten, war in dem Moment Schnee von gestern. Der Duft allein hatte bereits die ersten Risse in unserem Widerstand hinterlassen, und als Noah mit glänzenden Augen verkündete, dass Donuts zweifellos die Snacks von Superhelden seien, war der letzte Funken Disziplin dahin. Selbst Stefan, der eigentlich als Navigator den Kurs halten sollte, ließ sich von diesem Argument überzeugen. Ein Donut-Stopp? Absolut alternativlos.
Und so fanden wir uns wenige Minuten später in diesem kleinen Tempel der süßen Sünden wieder. Die Auslage war ein buntes Meer aus Donut-Kreationen, jede einzelne ein Meisterwerk aus Zuckerguss und Streuseln. Stefan, der sich anfangs noch zaghaft gab, entdeckte schließlich seinen inneren Donut-Kenner, während Noah mit präziser Fingerzeig-Technik gleich mehrere Favoriten auswählte.
Unser Weg durch Manhattan? Kurz unterbrochen, aber wir hatten es mit einem Donut in der Hand definitiv nicht eilig, weiterzugehen. Wer kann schon behaupten, durch den Financial District geschlendert zu sein und gleichzeitig die perfekte Symbiose aus Stadtflair und Zuckerrausch erlebt zu haben? Mission spontane Genussreise: erfolgreich abgeschlossen. 🍩

Mit einem Dutzend Donuts bewaffnet – denn wer weiß, wann man das nächste Mal dringend eine Dosis Zuckerglück benötigt – ziehen wir weiter. Die Broad Street führt uns geradewegs zur berühmten Wall Street, dem pulsierenden Herzen der Finanzwelt. Hier scheint die Luft anders zu vibrieren, voller Eile und Ambitionen. Menschen in Anzügen und Kostümen hasten an uns vorbei, Telefone am Ohr, Aktenkoffer in der Hand, während wir staunend zwischen den ehrwürdigen Fassaden umherschlendern. Hier fühlt man den Hauch von Geschichte – und den Duft von Kaffee aus jeder Ecke.
Doch dann bleibt unser Blick an etwas hängen, das so gar nicht zu der strengen, geschäftigen Atmosphäre der Wall Street passen will: ein Weihnachtsbaum. Und was für einer! Majestätisch erhebt er sich zwischen den historischen Gebäuden, glitzernd und strahlend in all seiner festlichen Pracht. Die Kontraste könnten kaum größer sein: Geschäftsmänner, die mit ernsten Mienen vorbeieilen, und daneben ein Baum, der aussieht, als sei er direkt aus einem Weihnachtsmärchen gefallen.
Die Mischung ist so skurril wie bezaubernd. Ich zücke natürlich sofort die Kamera, denn wer kann schon an einem Weihnachtsbaum vorbeigehen, ohne ihn aus jedem möglichen Winkel zu fotografieren? Noah nutzt die Gelegenheit, um mit einem Donut in der Hand vor dem Baum zu posieren – ein Kontrastprogramm der Extraklasse: Süßgebäck trifft Hochfinanz.
Für einen Moment lassen wir den Trubel der Wall Street hinter uns und genießen diesen Hauch von Weihnachtszauber, der sich zwischen den strengen Fassaden entfaltet. Der Baum, die Donuts und die beeindruckende Architektur – eine eigenwillige, aber unvergessliche Mischung, die unseren Tag in Süd-Manhattan noch ein bisschen magischer macht.
Bildergalerie: new york stock exchance
Wir setzen unseren Spaziergang entlang der Wall Street fort, die von beeindruckenden Wolkenkratzern gesäumt wird, die scheinbar mit den Wolken flirten. Jeder Schritt auf diesem geschichtsträchtigen Pflaster ist wie ein kleiner Ausflug in eine Welt, in der Tradition und Moderne nahtlos verschmelzen.
Doch dann das: Die Trinity Church, dieses historische Juwel, das normalerweise stolz zwischen den modernen Riesen thront, ist komplett eingerüstet. Mein fotografischer Enthusiasmus bricht kurz zusammen. Ein Gerüst statt der eleganten gotischen Fassade? Wirklich jetzt? Es ist, als hätte jemand das Finale eines Films übersprungen und einfach nur die Abspann-Musik laufen lassen. Ich stehe da, die Kamera in der Hand, und denke mir: Na gut, Trinity Church, dann eben beim nächsten Mal.
Aber wir lassen uns nicht unterkriegen! Direkt neben der Kirche schlängeln wir uns zu den schmiedeeisernen Gittern, die den Trinity Church Cemetery umrahmen. Dieser Ort ist mehr als nur ein Friedhof – er ist ein stiller Zeuge der amerikanischen Geschichte. Durch die Gitterstäbe erhaschen wir einen Blick auf die Grabstätten von Persönlichkeiten, deren Namen die Geschichte dieser Stadt und des Landes geprägt haben. Alexander Hamilton, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, ruht hier. Ich kann förmlich die Melodien des Musicals „Hamilton“ in meinem Kopf hören. Und da ist auch Robert Fulton, der Pionier der Dampfschifffahrt, der das Reisen auf dem Wasser revolutionierte.
Es ist eine stille, nachdenkliche Ecke, die im Schatten der modernen Skyline zu einem Kontrast wird. Die Gräber erzählen Geschichten von einer Zeit, die weit entfernt scheint, und doch sind ihre Spuren hier greifbar. Der Friedhof ist wie ein verborgenes Kapitel der Stadt – ein Ort, an dem sich die Energie des modernen New York mit der Ruhe der Vergangenheit vermischt.
Während wir weiterziehen, bleibt der Eindruck dieses besonderen Ortes bei uns. Auch wenn die Trinity Church heute nicht in voller Pracht zu bewundern war, erinnert uns der Friedhof daran, dass New York nicht nur eine Stadt der Wolkenkratzer ist, sondern auch eine Stadt mit tiefen historischen Wurzeln. Ein Spaziergang durch die Wall Street ist eben mehr als nur eine Begegnung mit dem Hier und Jetzt – es ist ein Fenster in die Vergangenheit.
Bildergalerie: trinity church
Unser Weg führt uns schließlich nach Ground Zero, dem Ort, der für immer mit den schicksalhaften Ereignissen des 11. September 2001verbunden sein wird. Einst ragten hier die Twin Towers des World Trade Centers majestätisch in den Himmel, bevor sie durch einen der dunkelsten Tage in der Geschichte der Menschheit zu Staub zerfielen. Der Anblick dieses geschichtsträchtigen Ortes lässt uns innehalten. Eine ehrfürchtige Stille breitet sich aus, die selbst die lebhafte Stadt New York hier zur Ruhe bringt.
Unsere Aufmerksamkeit wird direkt auf den World Trade Center Transportation Hub gelenkt, ein architektonisches Meisterwerk, das von Santiago Calatrava entworfen wurde. Seine ikonische Form, die wie die Flügel eines aufstrebenden Vogels erscheint, scheint uns fast symbolisch entgegenzufliegen – ein Sinnbild für Hoffnung, Wiederaufbau und die Kraft des menschlichen Geistes. Das Gebäude, bekannt als “Oculus”, ist nicht einfach nur eine U-Bahn-Station. Es ist eine Botschaft: Wir stehen auf, wir bauen auf, wir leben weiter.
Wir stehen staunend vor dieser futuristischen Struktur, die in schimmerndem Weiß erstrahlt. Die Linien, die in perfekter Harmonie nach oben streben, fangen das Licht ein, als ob sie den Himmel selbst berühren wollten. Es ist eine Erinnerung daran, dass aus tiefstem Leid Schönheit und Stärke entstehen können. Das Oculus ist nicht nur ein Bauwerk, sondern ein Denkmal der Widerstandskraft, das über Ground Zero wacht.
Hinter uns erstrecken sich die reflektierenden Becken des 9/11 Memorials, deren Wasser unaufhörlich in die Tiefe fließt. Die Namen der Opfer sind auf bronzenen Platten eingraviert – eine berührende Hommage, die uns innehalten lässt. Der Kontrast zwischen der stillen Gedenkstätte und dem aufstrebenden neuen World Trade Center zeigt, wie diese Stadt ihren Schmerz in Stärke verwandelt hat.
Ground Zero ist mehr als ein Ort des Gedenkens. Es ist ein Symbol für Entschlossenheit, Hoffnung und den unbezwingbaren menschlichen Geist. Ein Besuch hier ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch ein Nachdenken über die Zukunft. Es ist ein Moment, der uns zeigt, dass selbst in der tiefsten Dunkelheit Licht gefunden werden kann. 🕊️


Das Oculus, dieses imposante Geflecht aus Stahl und Glas, hat definitiv für Gesprächsstoff gesorgt – von seiner späten Eröffnung bis zu den gigantischen Kosten. Doch wenn man dieses futuristische Meisterwerk betritt, scheinen all diese Details plötzlich unwichtig. Es ist ein Bauwerk, das einen sprachlos macht – ein architektonisches Gedicht, das sich mitten in die pulsierende Stadt erhebt.
Die Form des Oculus lässt viel Raum für Interpretation – passend zu einer Stadt, die von Vielfalt und Kreativität lebt. Manche sehen eine Friedenstaube, die aus den Händen eines Kindes aufsteigt, als Symbol für Hoffnung und Versöhnung nach den Schrecken des 11. September. Andere entdecken darin die Form einer Fischgräte oder gar das Skelett eines Dinosauriers. Ganz gleich, welche Deutung man bevorzugt, eines ist sicher: Das Oculus bleibt im Gedächtnis und entfacht die Fantasie.
Doch unsere Mission endet hier nicht. Der nächste Stopp: One World Trade Center, die Krone des Wiederaufbaus und ein eindrucksvolles Symbol für die unerschütterliche Stärke und Entschlossenheit New Yorks. Mit seinen 541 Metern (oder 1.776 Fuß – eine nicht ganz zufällige Hommage an die Unabhängigkeitserklärung) ragt das Gebäude majestätisch in den Himmel.
Unsere Zielkoordinaten? Die Besucherplattform des One World Observatory. Der Gedanke, gleich die Skyline der Stadt von oben zu erleben, sorgt für eine Mischung aus Aufregung und Ehrfurcht. Wir machen uns bereit, die “Treppe des Wiederaufbaus” symbolisch zu erklimmen und die Welt unter uns aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Ein Moment, der garantiert Eindruck hinterlassen wird.


Das majestic One World Trade Center erhebt sich über die Skyline von New York wie ein kraftvolles Zeugnis des Wiederaufbaus und der Widerstandsfähigkeit der Stadt. Seine Geschichte, tief verankert in Tragödie und Triumph, erzählt von Verlust und Hoffnung, von Trauer und Entschlossenheit, aus der Asche etwas Neues zu erschaffen. Es ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Symbol – ein starker, leuchtender Stern inmitten der Dunkelheit, der uns an die Stärke des menschlichen Geistes erinnert.
Unser Weg führt uns weiter zum 9/11 Memorial, einem Ort, der den Schmerz und die Tragik dieses schicksalhaften Tages im September spürbar macht. Wo einst die mächtigen Zwillingstürme standen, ruhen heute zwei riesige Wasserbecken, deren Ränder von den Namen der 2.977 Opfer gesäumt sind. Das beruhigende Rauschen der Kaskaden wirkt wie eine sanfte Umarmung – eine unaufdringliche Erinnerung, ein stilles Gedenken.
Hier zu stehen, inmitten der Gravuren der verlorenen Namen, ist überwältigend. Es ist eine Mischung aus Traurigkeit und Dankbarkeit, Stille und Nachdenklichkeit. Die spiegelnden Wasserbecken ziehen unsere Blicke in die Tiefe, als würden sie uns in die Zeit zurückversetzen, in die Momente, die die Welt stillstehen ließen.
Umgeben von Eichenbäumen, deren Wurzeln teilweise aus den betroffenen Bundesstaaten Washington und Pennsylvania stammen, fühlen wir uns von einer unerwarteten Ruhe umgeben. Diese Bäume, Zeugen des Überlebens, rahmen den Platz wie eine Schutzmauer aus Lebendigkeit ein. Und dann entdecken wir den “Survivor Tree” – eine Kallus-Birne, die wie durch ein Wunder den Anschlag überlebt hat. Ein weiteres Symbol der Resilienz, das die Widerstandsfähigkeit und den Lebenswillen verkörpert.
Das Memorial ist ein Ort der Reflexion, eine bewegende Oase der Besinnung, die mitten im hektischen Treiben der Stadt zum Nachdenken einlädt. Es mahnt uns, das Leben zu schätzen, Frieden und Toleranz zu wahren und niemals zu vergessen. #NeverForget
Bildergalerie: ground zero
Das One World Trade Center, auch bekannt als Freedom Tower, ist eine wahrhaftige Hommage an die Entschlossenheit und den Geist von New York City. Mit seinen 541 Metern Höhe – bewusst gewählt, um die 1.776 Fuß der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zu symbolisieren – ist es nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Denkmal der Erneuerung. Der Weg zum One World Observatory ist nicht einfach nur eine Fahrt nach oben; es ist eine Reise durch Geschichte, Hoffnung und Innovation.
Am Global Welcome Center beginnt unser Abenteuer. Nach der obligatorischen Sicherheitskontrolle – mittlerweile Routine bei solchen Attraktionen – betreten wir den nächsten Raum, der uns direkt in die spannende Welt der Konstruktion dieses ikonischen Gebäudes entführt. Die Stimmen der Bauarbeiter, die uns durch den Film im Horizon Grid-Bereich begleiten, verleihen der Geschichte eine ganz persönliche Note. Jeder Stein, jede Stahlstrebe scheint eine eigene Geschichte zu erzählen, und wir sind fasziniert von den Details, die uns präsentiert werden.
Dann geht es in die berühmten Sky Pods – keine gewöhnlichen Aufzüge, sondern eine technologische und visuelle Sensation. In nur 46 Sekunden werden wir in die 102. Etage katapultiert. Während der Fahrt erleben wir einen Zeitraffer der New Yorker Skyline, der uns die Transformation dieser Stadt vor Augen führt: von unberührtem Land zu einer der beeindruckendsten Skylines der Welt. Es ist ein hypnotisierender Moment, der die Spannung auf das, was uns oben erwartet, nur noch steigert.
Kaum haben wir die Sky Pods verlassen, betreten wir den abgedunkelten Flur des See Forever Theatre. Hier tauchen wir in einen kurzen, aber epischen Film über New York City ein. Der pulsierende Soundtrack verstärkt die emotionale Wirkung, und als sich am Ende die Leinwand hebt, verschlägt uns der Anblick die Sprache. Das südliche Manhattan liegt uns zu Füßen: die Manhattan- und Brooklyn Bridge, die Freiheitsstatue und Ellis Island – alles leuchtet im Licht der Stadt, als wollte es sagen: “Willkommen in New York!”
Dieser Moment ist perfekt inszeniert, und die Emotionen überwältigen uns. Selbst jetzt, während ich darüber schreibe, spüre ich wieder die Gänsehaut, die uns damals ergriffen hat. Es ist nicht nur die Aussicht, sondern auch die Geschichte und Bedeutung dieses Ortes, die diesen Besuch unvergesslich machen.
Bildergalerie: one world trade center observation deck
Die Aussicht vom One World Observatory ist mehr als nur beeindruckend – sie ist schlichtweg überwältigend. Von hier oben, dem höchsten Punkt der Stadt, fühlt es sich an, als würde man auf die gesamte Welt hinabschauen. New York City, in all ihrer chaotischen Pracht, breitet sich wie ein kunstvolles Gemälde unter uns aus.
Vor uns liegt der Hafen, still und majestätisch, während die Freiheitsstatue wie eine Wächterin über die Wellen thront. Die Brooklyn Bridge, ein Meisterwerk aus Stahl und Stein, verbindet die Welten von Brooklyn und Manhattan und erzählt leise Geschichten von Jahrhunderten, die sie überdauert hat.
Der Blick nach Norden zeigt das markante Empire State Building, das sich majestätisch über die Wolkenkratzer erhebt, während die neuen, eleganten Super-Slender-Skyscraper die Skyline wie moderne Kunstwerke schmücken. Sie ragen in den Himmel und zeigen, dass diese Stadt niemals stillsteht, sondern sich immer weiterentwickelt – höher, schlanker, innovativer.
Von hier oben wirkt alles unter uns so winzig, und doch ist die Energie von New York förmlich spürbar. Die Straßen, die wie feine Linien durch die Stadt ziehen, scheinen vor Leben zu vibrieren. Es ist, als könnte man das Herz der Metropole schlagen hören, während man die 360-Grad-Panoramaaussicht in sich aufnimmt.
Dieser Moment fängt das Wesen von New York ein – unaufhaltsam, überwältigend, lebendig. Ein Anblick, der sich nicht in Worte fassen lässt und den man für immer im Herzen trägt. Es ist nicht nur eine Aussicht; es ist ein Erlebnis, ein Einblick in die Seele der Stadt, die niemals schläft.
Super-Slender-Skyscraper
Super-Slender-Skyscraper – das sind wirklich beeindruckende Meisterwerke der Architektur, die die New Yorker Skyline in den letzten Jahren regelrecht transformiert haben. Einer der Highlights ist der Steinway Tower, der stolz in der 57th Street thront, auch als Billionaires Row bekannt.
Mit seinen beeindruckenden 85 Stockwerken und insgesamt 60 Apartments bietet dieser Wolkenkratzer einen exklusiven Wohnraum, der seinesgleichen sucht. Jede Etage ist einem einzigen Apartment gewidmet, was bedeutet, dass die glücklichen Bewohner die gesamte Etage für sich alleine haben – ein Luxus, der in der Immobilienwelt seinesgleichen sucht.
Die Preise für diese Luxusresidenzen variieren je nach Größe und Lage. Die „erschwinglichen“ Ein-Etagen-Wohnungen beginnen bei ungefähr 8 Millionen Dollar, aber wenn Sie sich für eine der spektakulären Dreietagen-Wohnungen entscheiden, werden Sie etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Ich habe gelesen, dass diese Wohnungen etwa 65 Millionen Dollar kosten können, abhängig von der gewünschten Etage und Aussicht.
Diese Super-Slender-Skyscraper haben den Standard für Luxusimmobilien in New York City neu definiert und bieten ihren Bewohnern nicht nur atemberaubende Aussichten, sondern auch eine einzigartige Lebensart. 🌆🏙️💰
In New York gibt es mittlerweile einige der weltweit höchsten Super-Slender Towers:
- Central Park Tower – Höhe: 470 m
- Steinway Tower – Höhe: 435 m
- 32 Park Avenue – Höhe: 426 m
- One 57 – Höhe: 306 m
- 220 Central Park – Höhe: 290 m
Mann, oh Mann! Wenn ich euch sage, dass der Blick vom One World Trade Center einfach atemberaubend ist, dann untertreibe ich wahrscheinlich. Wir standen dort oben, die ganze Stadt zu unseren Füßen, und es fühlte sich an, als hätten wir die Welt im Blick. Der Plan war eigentlich klar: Nach dem Panorama-Erlebnis über die Brooklyn Bridge schlendern und den nächsten Programmpunkt abhaken. Aber hey, wer kann sich schon so leicht von diesem Anblick losreißen?
Die Kinder, Noah und Emilia, hatten ihre kleinen Nasen an die Glasscheiben gedrückt und schauten hinaus, als hätten sie eine Schatztruhe entdeckt. „Mama, guck mal, die Autos sind so klein wie meine Matchbox!“, rief Noah begeistert. Emilia war völlig fasziniert von den Lichtern, die wie kleine funkelnde Sterne leuchteten, und klatschte begeistert in die Hände.
Aber irgendwann, so gegen 15:30 Uhr, mussten wir uns dann doch ein Herz fassen. Die Kids wurden langsam hungrig, und ehrlich gesagt meldeten unsere Mägen sich auch schon lautstark zu Wort. Die Magie der Höhe hatte uns in den Bann gezogen, aber der Hunger hatte andere Pläne.
Und dann das: Der Ausgang führte uns direkt in die Westfield One World Trade Center Mall. Ja, genau, mitten hinein ins Shopping-Paradies. Ihr könnt euch vorstellen, wie unsere Gesichter aussahen. Vom atemberaubenden Ausblick direkt in die schillernde Welt der Konsumtempel – New York weiß, wie man Besucher in den Bann zieht. Na gut, dachte ich mir, vielleicht finden wir ja etwas, das unsere knurrenden Mägen beruhigt, bevor wir unseren Plan mit der Brooklyn Bridge doch noch angehen. Schließlich hatten wir ja noch den ganzen Abend vor uns. 😊🗽
Bildergalerie: Oculus
Die Westfield One World Trade Center Mall ist mehr als nur ein Einkaufsparadies – sie ist ein Gesamtkunstwerk. Über 34.000 Quadratmeter voller Geschäfte, Restaurants und beeindruckender Architektur machen sie zu einem Magneten für Besucher aus aller Welt. Mehr als 100 Shops, von luxuriösen Marken bis hin zu Alltagsfavoriten, laden zum Stöbern ein, aber der wahre Star der Show ist zweifellos das Oculus – die lichtdurchflutete Herzstück-Struktur, die schon allein einen Besuch wert ist.
Dieses architektonische Meisterwerk wirkt wie ein monumentaler Vogel, der seine Flügel ausbreitet. Doch das Besondere ist das Oberlicht, das nicht nur für strahlendes Sonnenlicht sorgt, sondern auch eine tiefere Bedeutung trägt. An klaren Tagen scheint das Licht durch das Glasdach, taucht die Halle in ein warmes, fast magisches Licht und verleiht dem Trubel des Einkaufs eine fast meditative Qualität.
Ein besonders bewegender Moment ereignet sich jedes Jahr am 11. September um 10:28 Uhr, genau zu der Zeit, als der zweite Turm des World Trade Centers zusammenstürzte. Dann scheint das Licht durch das Dach des Oculus und beleuchtet die Haupthalle auf eine Weise, die kaum jemanden unberührt lässt. Dieser kurze, aber kraftvolle Moment verbindet das Gedenken an die Vergangenheit mit der Hoffnung auf die Zukunft. Es ist ein Ort, der sowohl zum Nachdenken als auch zum Staunen einlädt.
Doch das Oculus ist nicht nur schön, sondern auch teuer. Mit fast 4 Milliarden Dollar Baukosten gilt es als der teuerste Bahnhof der Welt. Aber wenn man dort steht, umgeben von dieser beeindruckenden Architektur und der Geschichte, die in jedem Winkel mitschwingt, versteht man, warum. Die Westfield Mall ist weit mehr als eine Einkaufsoase – sie ist ein Symbol für den Wandel, die Stärke und die Wiedergeburt New Yorks. Hier wird Einkaufen zu einer Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst.


“Hört, hört! Unsere Mägen knurren, und die Mission lautet: Essen suchen!” Ein Ziel war schnell gefunden – Shake Shack im Fulton Center. Die Burger, die in den Gerüchten der kulinarischen Welt als legendär gelten, riefen uns förmlich. Doch was fanden wir dort? Eine Warteschlange, die sich bis zur nächsten Ecke schlängelte! Nichts für hungrige Kleinkinder – und auch die Erwachsenen waren sich einig, dass wir für Burger keine Ewigkeit anstehen würden. Es war klar: Plan B musste her, und zwar schnell.
Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es bereits 16 Uhr war, und die Sonne begann sich golden auf die Stadt zu legen. Noch einmal mit der U-Bahn nach Midtown fahren? Das fühlte sich an wie eine stressige Expedition mit hungriger Crew – keine verlockende Option. Eine zündende Idee musste her.
St. George Ferry Terminal! Dort wartete die Fähre nach Staten Island – unser altbewährter Begleiter. Aber diesmal war es nicht nur die Überfahrt, die lockte. Seit zwei Jahren befindet sich direkt am Terminal ein Outlet-Paradies, das nicht nur Geschäfte, sondern auch ein weiteres Shake Shack beherbergt. Vielleicht, nur vielleicht, würde uns dort das Burger-Glück ohne lange Warteschlangen erwarten.
Doch bevor wir uns in die Freiheit des Hafens stürzen konnten, lagen noch ein paar Schritte durch den Financial District vor uns. Der knurrende Magen trieb uns an – und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit ließ uns die Füße schneller bewegen. Der Plan war klar, der Hunger groß, und die Hoffnung lebendig!


Auf unserem epischen Marsch zur Fähre kommt uns ein verlockender Foodtruck in die Quere – wie könnte es auch anders sein in New York, der Hauptstadt der kulinarischen Straßenverführungen. Der Duft von frisch gegrillten Würstchen und gebratenen Zwiebeln ist einfach unwiderstehlich. Kapitulation! Ein saftiger Hotdog pro Person wird zum taktischen Snack erklärt, um den quälenden Hunger bis zum Abendessen im Zaum zu halten. Schließlich haben wir noch einen beträchtlichen Fußmarsch vor uns, gefolgt von einer 30-minütigen Überfahrt mit der Fähre. Strategisches Snacken nennen wir das. Wer könnte uns das verdenken?
Mit gestärktem Willen (und einer kleinen Portion Ketchup auf der Jacke – danke, Noah) erreichen wir pünktlich das St. George Ferry Terminal. Die 16:30-Fähre ist startklar, und wir erklimmen das Außendeck wie echte Entdecker. Der Himmel hat sich mittlerweile von Grau auf Klarblau geschaltet, und die Skyline von Manhattan präsentiert sich im sanften Licht der Dämmerung. Wir zücken die Kameras und lassen die Magie des Moments wirken. Die Freiheitsstatue grüßt in der Ferne, während die Stadt hinter uns immer kleiner wird.
Ein letzter tiefgezogener Atemzug der frischen Luft auf dem Außendeck, und schon beginnt der nächste Teil unserer Mission: Shake Shack und Shopping auf Staten Island. Abenteuerlich und kulinarisch – die perfekte Kombination!
Bildergalerie: Staten island ferry
Tatsächlich war es vom Fährterminal zur Mall nur ein Katzensprung, doch der eigentliche Schatz – der Shake Shack – versteckte sich trickreich auf der Rückseite der Mall. Ein bisschen wie ein kulinarischer Geocache, den wir unbedingt heben wollten. Aber keine Sorge, unser ausgeklügeltes Navigationssystem (a.k.a. der Übersichtsplan) führte uns zielsicher direkt dorthin.
Und siehe da, die Menge vor dem Shake Shack hier war ein Witz im Vergleich zur Belagerung am Fulton Center. Nach einer kurzen Wartezeit (die wir fast als gemütlich bezeichnen könnten), hielten wir endlich unsere lang ersehnten Burger in den Händen. Jeder Bissen war ein kleines Fest für unsere strapazierten Mägen, die den Tag über mit Hotdogs und Donuts bei Laune gehalten wurden. Noahs strahlendes Gesicht war der Beweis: Diese Burger hatten sich gelohnt!
Mit vollen Bäuchen und wieder gewonnener Energie waren wir bereit, uns noch ein bisschen in der Mall umzusehen, bevor wir uns auf den Weg zurück zum Appartement machten. Abenteuer, Shopping und Essen – ein echter New Yorker Dreiklang für einen perfekten Tag!

Mit vollen Bäuchen und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht begannen wir, gemütlich durch die Staten Island Mall zu schlendern. Es war auffällig ruhig hier – die Mall war zwar modern und einladend, doch viele Läden wirkten wie einsame Inseln, entweder noch nicht eröffnet oder schon längst aufgegeben. Doch genau diese Stille war es, die uns nach dem quirlig-aufregenden Tag in Manhattan guttat. Eine Oase der Entspannung, ganz ohne Menschenmassen, Lärm und Hektik.
Wir ließen uns Zeit, hier und da in die Schaufenster zu blicken, während die Kinder ihre letzten Energiereserven mit einem kleinen Wettrennen über die glänzenden Böden loswurden. Gegen 20 Uhr begann die Mall langsam, ihre Pforten zu schließen – ein klares Signal, dass auch wir den Heimweg antreten sollten.
Der kurze Weg zurück zum Auto war schnell geschafft, und mit einem leichten Seufzen der Zufriedenheit fuhren wir zurück zu unserem Appartement auf Staten Island. Die 30-minütige Fahrt verlief erstaunlich ruhig, fast schon wie ein entspannter Ausklang eines erlebnisreichen Tages.
Zuhause angekommen, fielen die Kids wie kleine Sterne direkt in ihre Betten – erschöpft, aber glücklich. Und auch wir gönnten uns nicht mehr als einen kurzen Plausch über die Highlights des Tages, bevor wir uns müde in die Kissen sinken ließen. Gute Nacht, New York!Morgen wartest du wieder mit neuen Abenteuern auf uns.

