
Familienaction in Denver: Pikes Peak, Schnäppchen und leckere Burger!
Guten Morgen aus Denver! Wobei „Morgen“ relativ ist – denn laut unserer inneren Uhren war es entweder mitten in der Nacht oder bereits wieder Zeit fürs Abendessen. Der Jetlag hatte uns fest im Griff und ließ uns um 4 Uhr morgens hellwach ins Leere starren. Willkommen in der magischen Phase eines Langstreckenflugs, in der man sich fragt, ob man frühstücken oder lieber schon mal eine Pizza bestellen sollte.
Doch wir wären nicht wir, wenn wir diesen unfreiwillig frühen Start nicht in ein Abenteuer verwandeln würden. Um 6 Uhr saßen wir bereits am Frühstückstisch – nicht wie normale Menschen, sondern wie eine Expeditionsgruppe kurz vor der Besteigung eines Achttausenders. Kaffee, Pancakes, Rührei, Toast – wir futterten uns einen Vorrat an Energie an, der selbst für einen Yeti-Ausflug gereicht hätte. Warum die ganze Vorbereitung? Ganz einfach: Heute stand Pikes Peak auf dem Programm – ein echter Gigant mit 4.300 Metern Höhe.
7:30 Uhr, Abfahrt. Unser SUV stand bereit, vollgetankt und mit ausreichend Proviant beladen – als ginge es in eine ungewisse Zukunft, dabei lag unser Ziel nur ein paar Stunden entfernt. Die Interstate spulte sich unter unseren Rädern ab, während die ersten Sonnenstrahlen Denver in goldenes Licht tauchten.

Je näher wir Pikes Peak kamen, desto eindrucksvoller wurde die Landschaft. Die berühmte Pikes Peak Toll Road schlängelte sich in Serpentinen nach oben, während unser SUV sich wacker nach oben kämpfte – das Biest von einem Auto fühlte sich dabei überraschend wohl. Die Aussicht? Spektakulär.
Doch dann kam die Realität des Hochgebirges. Oben angekommen, empfing uns nicht nur eine atemberaubende Fernsicht, sondern auch ein plötzlicher Temperatursturz, der uns augenblicklich daran erinnerte, dass wir hier nicht mehr in Denver waren.
Kaum aus dem Auto gestiegen, machte sich die Höhenlage sofort bemerkbar. Die Luft fühlte sich an, als hätte jemand die Sauerstoffzufuhr auf Sparflamme gedreht, und unsere Herzen hämmerten fleißig gegen die dünnere Atmosphäre an. 4.300 Meter klingen beeindruckend – und sie fühlen sich auch so an. Der Wind pfiff eisig, die ersten Schritte wirkten ungewohnt schwerfällig – fast wie eine Mondlandung.
Doch nach dem ersten Schock übernahm die Abenteuerlust. „Wir sind wirklich hier oben!“, rief Noah begeistert, und plötzlich war es egal, dass die Luft dünn und die Kälte bissig war. Schließlich wäre es kein echter Roadtrip ohne einen Gipfelsturm mit einer Prise Drama.
Mit leicht wackligen Schritten wagten wir uns an die Gipfelerkundung. Die Aussicht? Ein Naturkino in IMAX-Qualität. Es fühlte sich an, als stünden wir auf dem Dach der Welt – um uns herum nur Himmel, der sich in einem tiefen, fast surrealen Blau über die Rocky Mountains spannte. Unter uns ein schier endloses Meer aus Wäldern, Seen und Tälern, die sich bis an den Horizont erstreckten.
Doch die eisige Kälte ließ uns schnell umdisponieren. Genug Gipfelsturm, Zeit für die wahre Belohnung: die legendären Pikes Peak Donuts! Mit roten Nasen und fröstelnden Fingern stürmten wir ins wärmende Visitor Center – ein kleines, aber feines Refugium für alle, die nach Luft, Wärme und einem süßen Trost suchten. Und da waren sie: die berühmten Pikes Peak Donuts.

Frisch, warm und so fluffig, dass sie fast schwerelos wirkten. Ein simpler Teig, der durch die Höhenluft eine ganz besondere Konsistenz bekam – außen knusprig, innen weich, mit einer leichten Zimtnote und genau der richtigen Menge an Nostalgie. Der erste Bissen? Perfekt. Plötzlich war die Kälte vergessen, die dünne Luft kein Problem mehr – und der Gipfelsturm fühlte sich endgültig wie eine Heldentat an.


Mit vollem Bauch und dampfendem Kaffee in der Hand war es an der Zeit, Erinnerungen festzuhalten. Das obligatorische Foto am Summit-Sign, das uns offiziell als Bezwinger von 4.300 Metern über dem Meeresspiegelauswies, durfte natürlich nicht fehlen.
Noch einmal traten wir hinaus – die Welt lag buchstäblich zu unseren Füßen. Die umliegenden Gipfel der Rockies ragten wie uralte Wächter in den Himmel, und selbst die fernen Bergketten in den Nachbarstaaten zeichneten sich am Horizont ab.
Der Pikes Peak hatte uns nicht nur den Atem geraubt, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis beschert. Ein Berg, ein Traum von einer Aussicht – und verdammt gute Donuts.

Doch wie das Leben so spielt, mussten wir uns irgendwann von der Gipfelwelt verabschieden und uns auf den Weg nach unten machen. Aber das hieß keineswegs, dass der Spaß vorbei war – ganz im Gegenteil. Die Abfahrt auf der Pikes Peak Toll Road bot eine völlig neue Perspektive auf die Landschaft. Während wir uns Kurve um Kurve nach unten schlängelten, wirkte die Umgebung wie eine lebendige Postkarte – Berge, Täler und endlose Weiten, die sich in der Ferne verloren. Unten angekommen, war an Erholung nicht zu denken – der Tag hatte noch einiges zu bieten!
BILDERGALERIE: pikes peak
Nach dem Hochgebirgserlebnis folgte der kulturelle Kontrastprogramm-Stopp: der Dollar Tree. Ein wahres Paradies für alle, die gerne praktische Kleinigkeiten zu Spottpreisen ergattern. Hier deckten wir uns mit den letzten Utensilien für unseren bevorstehenden Camper-Trip ein – und, wie es in solchen Läden nun mal passiert, mit einem Haufen Dinge, von denen wir vorher nicht wussten, dass wir sie „dringend“ brauchen.
Weiter ging es zu Ross – dem Tempel der günstigen Markenklamotten. Hier konnten wir nicht nur großartige Kinderoutfits ergattern, sondern auch für uns Erwachsene ein paar neue Schätze finden. Die strahlenden Gesichter der Kinder, als sie ihre neuen Outfits präsentierten, waren unbezahlbar – und ein eindeutiger Volltreffer.




Noch nicht genug? Natürlich nicht. Also weiter zum Castle Rock Outlet, einem Einkaufsparadies, das uns mit offenen Armen empfing – allerdings nur bis 18:00 Uhr. Also hieß es: gezielt stöbern, Schnäppchen schnappen, glücklich sein.
Nach so viel Shopping meldete sich der Hunger mit Nachdruck. Und was könnte einen besseren Abschluss für einen erlebnisreichen Tag bieten als ein Stopp bei In-N-Out? Saftige Burger, goldene Pommes – eine kulinarische Belohnung nach Maß.
Doch der Tag war noch nicht ganz vorbei. Ein letzter Abstecher zu TJ Maxx, wo wir erneut fündig wurden, bevor unser Weg uns zum unvermeidlichen, aber essentiellen Ziel führte: Walmart.
Die Mission? Eine Kaffeekanne für unser Apartment. Denn wenn wir eines auf Reisen gelernt haben, dann: Ohne guten Kaffee beginnt kein guter Tag.
Mit vollen Tüten, zufriedenen Gesichtern und der Vorfreude auf den Duft von frisch gebrühtem Kaffee am nächsten Morgen kehrten wir schließlich in unser Apartment zurück. Ein perfekter Abschluss für einen rundum gelungenen Tag – von Gipfelstürmen bis zu Shoppingtriumphen.

Nach einer ausgedehnten Schnäppchenjagd war es höchste Zeit für eine ordentliche Stärkung. Und was könnte besser passen als ein Abstecher zu In-N-Out? Saftige Burger, goldbraune Pommes – genau das Richtige nach einem aktiven Tag. Zufrieden und satt machten wir uns auf zum nächsten Ziel: TJ Maxx, wo wir – natürlich – erneut auf unwiderstehliche Angebote stießen. Langsam wurde unser Kofferraum zum mobilen Warenlager.
Auf dem Rückweg zum Apartment stand noch ein letzter, aber entscheidender Halt bei Walmart an. Mission: Kaffeekanne. Denn was gibt es Schöneres, als den Tag mit einem heißen Kaffee zu beginnen – besonders, wenn man weiß, dass das nächste Abenteuer bereits auf einen wartet?


Zurück in unserem Apartment verteilten wir uns auf unsere typischen Abendaufgaben. Stefan übernahm das Sichern der Fotos, denn die Erinnerungen an diesen Tag wollten schließlich festgehalten werden. Oli kümmerte sich um die Kinder, die nach einem erlebnisreichen Tag dringend eine erfrischende Dusche nötig hatten. Währenddessen widmeten Nadine und ich uns freudig der Beute, die wir beim Einkaufen ergattert hatten – eine letzte Bestandsaufnahme des Tageserfolgs.
Ein Tag voller Kontraste lag hinter uns – vom eisigen Wind auf dem Gipfel des Pikes Peak bis zum warmen Licht der Outlet-Läden, vom überwältigenden Panorama der Rockies bis zum Duft von frisch gegrillten Burgern.
Während wir uns müde, aber glücklich in unsere Betten sinken ließen, wussten wir: Diese Erlebnisse würden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Ein perfekter Ausklang für einen perfekten Tag.
Gute Nacht, Denver – wir sind bereit für das nächste Abenteuer!