
Resorts World, Burger und Erinnerungen: Unser letzter Tag in den USA
Der letzte Tag begann – wie sollte es anders sein – mit einem gemeinsamen Frühstück. Punkt 8 Uhr saßen wir um den Tisch, jeder noch leicht verschlafen, aber bereit für den Endspurt. Die Bagels wurden großzügig mit Cream Cheese bestrichen, und während wir die letzten Bissen genossen, konnte man die Gedanken fast hören: „Wie kann ein Urlaub so schnell vergehen?“
Dann begann der unausweichliche Teil des Abreisetages: Koffer packen. Unser geliebtes Airbnb verwandelte sich in eine Art logistischen Albtraum. Taschen, Koffer und mysteriöse „wo-kommt-das-her“-Gegenstände stapelten sich im Wohnzimmer, während wir verzweifelt versuchten, alles im Mietwagen unterzubringen. Mit vereinten Kräften – und einer gesunden Portion Optimismus – schafften wir es, bis 10 Uhr alles ordentlich zu verstauen und das Haus in einem Zustand zu hinterlassen, der zumindest anständig wirkte.

Rückblickend waren wir uns einig: Dieses Haus war ein echter Glücksgriff. Nicht nur gemütlich und perfekt gelegen, sondern auch für den Preis unschlagbar – ein echtes Schnäppchen in einer Stadt, die gerne mal ein Loch ins Budget frisst. Wir verabschiedeten uns wehmütig, aber mit einem Lächeln: Das Airbnb hatte uns eine Woche lang ein Zuhause gegeben, und dafür waren wir dankbar.
Um 10:15 Uhr saßen wir endlich alle im Auto, bereit für den nächsten Abschnitt. Doch bevor wir Las Vegas endgültig hinter uns ließen, stand noch ein kleiner Abstecher auf dem Programm: Walmart. Noah hatte sich noch ein Spielzeug gewünscht – und wer kann schon „Nein“ zu diesem strahlenden Kinderblick sagen? Der nächste Walmart war schnell gefunden, und nach einem kurzen Rundgang durch die endlosen Regale verließen wir den Laden mit einem überglücklichen Noah und – wie sollte es anders sein – ein paar „praktischen Kleinigkeiten“ für uns alle. Praktisch im Sinne von: „Das passt schon noch in den Koffer!“
Als nächstes führte uns unser Weg über den Strip, der auch am letzten Tag seinen Glanz nicht verloren hatte. Unser Ziel: das Resorts World. Dieser brandneue Hotelkomplex stand auf unserer „Das müssen wir noch sehen!“-Liste. Als wir schließlich vor dem Gebäude ankamen, wurden wir allerdings von den stattlichen Parkgebühren begrüßt. Die Lösung? Wir parkten bei Ross gegenüber – ein genialer Schachzug, der mich fast wieder in Shoppinglaune brachte. „Nur mal kurz gucken“, dachte ich, aber die Zeit war knapp.


Die Lobby von Resorts World war der absolute Wahnsinn! Schon beim Betreten zog eine gigantische silberne Kugel alle Blicke auf sich. Daneben ein nostalgisches Highlight: das Neonschild des ehemaligen Stardust Resorts, das einst an diesem Ort stand und ein kleines Stück Las Vegas-Geschichte bewahrt. Die Atmosphäre war bunt, opulent und futuristisch – fast, als wäre man in einem Palast aus einer anderen Dimension gelandet.

Doch das war erst der Anfang: Drei luxuriöse Hotels, mehrere Pools, ein Restaurantangebot, das jeden Foodie schwach werden lässt, und ein Shoppingbereich, der sich locker mit den besten High-End-Malls messen kann. Wir warfen staunende Blicke auf alles, was wir sehen konnten – und verspürten ein klein wenig Wehmut, dass wir diesen Ort nicht ausführlicher erkunden konnten. „Beim nächsten Mal bleiben wir länger!“ beschlossen wir einstimmig, als wir zurück zum Auto schlenderten.
Bildergalerie: resort world, las vegas
Resorts World Las Vegas – Ein Hightech-Wunder am Strip
Resorts World Las Vegas ist kein gewöhnliches Hotel, sondern fast wie eine eigene kleine Stadt im Norden des berühmten Las Vegas Strips. Wo einst das legendäre Stardust Resort stand, das von 1958 bis 2007 die Geschichte dieser glitzernden Wüstenstadt prägte, erhebt sich heute dieses moderne Meisterwerk.
Nach über einem Jahrzehnt ohne Neubauten am Strip wurde das Resorts World Ende 2021 auf 88 Hektar eröffnet und setzt neue Maßstäbe in Sachen Luxus und Technologie. Ursprünglich als klassisches chinesisches Resort geplant, entschied man sich für einen futuristischen Ansatz – mehr Shanghai, weniger Peking. Das Ergebnis: ein Ort, an dem Tradition auf Innovation trifft.
Hier können Gäste mit Kryptowährungen bezahlen oder per mobiler Geldbörse Wetten platzieren. Ein Einkaufsbummel im Fred Segal-Store? Kein Problem – einfach rausgehen, während die Amazon-Technologie deine Einkäufe registriert. Highlight des Resorts ist „Glow“: ein atemberaubendes Multimedia-Erlebnis, das auf einem riesigen LED-Bildschirm sowohl drinnen als auch draußen am Strip zu sehen ist.
Das Resorts World beherbergt nicht nur ein, sondern drei Hotels unter einem Dach. Vom exklusiven Crockfords im Ostturm (236 luxuriöse Zimmer) über das moderne Conrad Las Vegas mit 1.496 Zimmern bis hin zum großzügigen Las Vegas Hilton, das 1.774 Zimmer im Westturm bietet – hier findet jeder seinen Stil.
Kurzum: Resorts World ist ein perfekter Mix aus Glanz, Glamour und Hightech und zeigt, dass Las Vegas immer noch weiß, wie man die Welt beeindruckt.
Zurück im Auto steuerten wir auf den letzten kulinarischen Höhepunkt unserer Reise zu: In-N-Out Burger. Es war schon Mittag, und die Sonne funkelte fast so verführerisch wie die Idee eines saftigen Burgers mit knusprigen Pommes. Was könnte besser sein, als den Abschied von den USA mit einem Hauch Kalifornien-Feeling zu feiern? Jeder Bissen war ein kleines Stück Glück – und ein großes Stück Traurigkeit, weil es vorerst der letzte war. Während wir im Auto noch die Reste von Ketchup und Pommeskrümeln sammelten, war eines klar: In-N-Out, du wirst uns fehlen!
Nach dem Essen führte uns unser Weg Richtung Flughafen. Der erste Programmpunkt: den Mietwagen zurückgeben. Nach dem Motto „Alles muss raus!“ durchforsteten wir den Wagen ein letztes Mal – erstaunlich, was sich in einer Woche alles in den Ritzen ansammelt. Mit einem zufriedenen Nicken nahmen die Mitarbeiter unser fahrbares Zuhause entgegen. Ein kurzer Moment der Wehmut, aber hey, wir haben ihn in einem Stück zurückgebracht!
Ein Shuttlebus brachte uns zum Terminal, wo das bekannte Flughafenspiel begann. Der Check-in verlief reibungslos – fast schon zu reibungslos, als würde der Flughafen sagen: „Eure Reise ist vorbei, Freunde.“ Der Security-Check war ebenfalls ein Kinderspiel, und ehe wir uns versahen, standen wir am Gate. Dort begann das unvermeidliche Warten – und das gedankliche Zurückspulen all der großartigen Momente. Wir waren ein bisschen wehmütig, aber vor allem dankbar für die tolle Zeit, die wir hatten.
Bildergalerie: bye, bye las vegas
Unser Flug startete pünktlich, und der Abschied von Las Vegas war leise, aber irgendwie magisch. Die Lichter der Stadt glitzerten noch kurz, bevor sie unter uns verschwanden, während wir uns über die Weiten der Staaten und den Atlantik Richtung Heimat aufmachten. Die Nacht an Bord war angenehm ruhig – kaum Turbulenzen, dafür viel Zeit, um auszuruhen. Um 10 Uhr morgens landeten wir schließlich in Amsterdam, müde, aber mit einem zufriedenen Lächeln.
Kaum hatten wir den Boden des alten Kontinents betreten, ging es direkt los: der Wechsel vom amerikanischen „Go Big or Go Home“ zum europäischen Pragmatismus. Um 11:32 Uhr steuerten wir den Starbucks an – dringend benötigter Kaffee, der sich fast wie ein Ritual anfühlte. Danach gönnten wir uns ein Mittagessen bei Burger King. Nicht gerade Haute Cuisine, aber nach einer Nacht im Flugzeug fühlte es sich an wie ein Festmahl.
Die lange Wartezeit bis zum Weiterflug nutzten wir, um durch die Läden zu schlendern und kleine Souvenirs zu shoppen. Und natürlich ließen wir die schönsten Momente der Reise Revue passieren.
Um 16:25 Uhr ging es endlich weiter – der Flug nach Stuttgart stand an. Die letzten Stunden fühlten sich zäh an, fast wie das letzte Kapitel eines wirklich guten Buches, das man nicht zu Ende lesen will. Doch das Wissen, bald zu Hause zu sein, gab uns den nötigen Energieschub.
Nach der Landung in Stuttgart liefen die Dinge wie am Schnürchen. Die Koffer trudelten fast zeitgleich mit uns am Gepäckband ein, und keine Sekunde später klingelte das Telefon: Der Fahrer unseres vorab gebuchten Taxis war da. Timing wie aus dem Bilderbuch!
Zu Hause angekommen, begann der unvermeidliche Alltag: Koffer auspacken, Wäscheberge sortieren und die ersten Fotos durchsehen. Doch trotz des Trubels war eines klar: Diese Reise würde uns noch lange in Erinnerung bleiben. Und wer uns kennt, weiß dass das nächste Abenteuer bestimmt nicht lange auf sich warten lässt. Was will man mehr?
Fazit von Nadine, Oli, Noah und Emilia:
Der Familienurlaub mit meinen Eltern, meinem Mann und unseren beiden quirligen Kindern Noah und Emila war das eine letzte große „Off-Season“ Abenteuer, bevor wir zurückkehrten in einen neuen Alltag. Noah wird in diesem Jahr eingeschult, Emilia kommt in den Kindergarten und werde mich wieder in den Beruf stürzen. Diese Reise war eine Zeit voller Lachen, Abenteuer und unvergesslicher Momente, die uns gestärkt und voller Freude zurückließ.
Mit Mama/Oma-Gabi als Reiseleiterin und Papa/Opa-Stefan als Tourenplaner und Fahrer hatten wir das Glück, uns um nichts kümmern zu müssen außer darum, den Urlaub zu genießen. Und das taten wir in vollen Zügen. ♥️♥️♥️
Wir wanderten durch die atemberaubende Natur, besuchten schillernde Casino-Hotels und ja, sogar das Glücksspiel in den Casinos war Teil unseres Abenteuers, auch wenn Oli und ich am Ende 40 Dollar ärmer und ohne Gewinn dastanden – leider hatte Fortuna nicht auf unserer Seite gestanden.
Besonders Noahs Augen leuchteten vor Freude über die Route 66 mit den Cars-Autos, das Übernachten im Tipi und der Besuch im Shark Reef im Mandalay Bay. Doch sein ultimatives Highlight war ganz klar der In-N-Out Burger – den haben wir gefühlt in jeder Stadt aufgesucht und genossen.
Emilia hatte besonders viel Spaß daran, in der Natur zu sein und stets ihrem Bruder Noah hinterher zu eilen. Es war herzerwärmend zu sehen, wie sie mit strahlenden Augen und fröhlichem Lachen die Welt um sich herum entdeckte und sich dabei voller Freude an Noahs Fersen heftete.
Ein besonderer Moment war sicherlich Opas Geburtstag im Texas Roadhouse, als wir alle gemeinsam mit einem lauten „Yeeiiiiiiihaaaaaaaaaww“ sein 59. Lebensjahr feierten.
Das Wetter meinte es größtenteils gut mit uns, und wenn es doch mal nicht so schön war, fanden wir uns eben in den Weiten der Shopping Malls wieder – immerhin eine gute Alternative für verregnete Tage!
Für Gabi und Stefan war es besonders erfreulich zu sehen, wie Las Vegas nach der dunklen Zeit der Corona-Pandemie wieder zum Leben erweckte. Es war schön zu sehen, wie die Stadt sich langsam erholte und wieder zu ihrer alten Pracht zurückkehrte.
Insgesamt war dieser Urlaub einfach fantastisch, und wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer – hoffentlich wieder zusammen als Familie. Bis bald!
Liebe Grüße,
Nadine