Tag 15 – Vom Fährdeck an den See: Zurück auf Festland-Kurs
Der Tag beginnt irgendwo zwischen Kabinenkaffee, zerknitterten Klamotten und diesem merkwürdigen Gefühl, dass man gleichzeitig müde und reisefertig ist. Früh am Morgen erreichen wir Livorno – mit leichtem Seegang in den Beinen und der Frage im Kopf, ob wir heute schon wieder richtig funktionieren oder erst nach dem zweiten Espresso.
Dann geht’s weiter Richtung Lago Maggiore. Eine Strecke, die auf dem Papier nach reiner Überführung aussieht, sich aber in der Realität vermutlich wieder als Mischung aus „Ach komm, da halten wir noch kurz“ und „Wie schön ist das denn hier bitte?“ entpuppt. Irgendwann wechselt die salzige Meeresluft gegen sanfte Seebrise, und wir merken: Der Urlaub ist noch nicht ganz vorbei – er hat nur die Kulisse gewechselt.
Am Camping Village Isolino rollen wir schließlich ein, mit Fährenmüdigkeit in den Knochen und gleichzeitig dieser leisen Vorfreude auf ein paar ruhigere Tage am Wasser. See statt Küste, Alpenblick statt Steilklippen, aber immer noch dieses Gefühl von Freiheit auf Rädern.
So jedenfalls der Plan. Ob wir wirklich direkt durchfahren oder unterwegs wieder in kleine italienische Versuchungen stolpern, wird sich zeigen. Sicher ist nur: Ein Roadtrip endet nie abrupt – er klingt langsam aus, wie ein guter Film im Abspann.






