(2024) Florenz und Rom – mit 463 Stufen, einem trockenen Trevi-Brunnen und wie wir uns in den Petersdom geschmuggelt haben
Oktober 2024. Wir packen den Camper.
Stefan und ich. Zu zweit. Florenz und Rom – zwei Städte, die man eigentlich kennt und die einem trotzdem jedes Mal zeigen, dass man sie noch nicht wirklich kennt. Eine Woche, kein fester Plan, kein Kinderprogramm, keine Rücksicht auf Spielplatz-Öffnungszeiten. Nur wir, und der Camper und die stille Übereinkunft, dass dieser Urlaub fantastisch werden soll.
Spoiler: Wurde er. Und noch ein bisschen mehr.
In einer Woche haben wir uns am Brenner-Outlet die Lüge erzählt, dass das Navi Tunnel sagt und wir Pass fahren. Wir haben 463 Stufen in die Domkuppel geklettert, uns zwischen Vasaris Höllenvisionen durchgekämpft und oben über Florenz gestanden, bis uns der Wind das Schweigen lehrte. Wir haben Val d’Orcia entdeckt und sofort gewusst, dass wir wiederkommen müssen. Wir haben vor einem trockenen Trevi-Brunnen fotografiert – akrobatisch, über eine Absperrung. Wir haben uns durch die Sixtinische Kapelle in den Petersdom geschmuggelt, und die Schweizer Garde hat nichts gesagt. Wir haben Michelangelos Pietà gesehen und danach eine Weile geschwiegen. Und wir haben am Comer See einen Weber-Grill angeschlossen, der sich weigerte – und mit Käse, Salami und einem kühlen Bier unter dem Sternenhimmel trotzdem einen perfekten letzten Abend gehabt.
Das hier ist kein Reiseführer für Florenz und Rom. Es gibt keine Öffnungszeiten, keine optimierten Routen, keine Empfehlungslisten für alle Jahreszeiten. Es ist die Geschichte einer Woche, in der manche Dinge genau so liefen wie geplant – und die besten Momente die waren, die wir nicht geplant hatten.
Willkommen bei Böhms-on-Tour. Stefan fährt. Gabi fotografiert. Das Navi irrt gelegentlich. Und der Durchgang in der Sixtinischen Kapelle? War eigentlich für Gruppen.