Unterwegs im Führerstand – was man sieht, wenn man vorne sitzt
Eigentlich hatte ich mal einen ziemlich ambitionierten Plan: regelmäßig kleine Geschichten aus meinem Job erzählen, direkt von der Schiene, aus dem Führerstand, zwischen Weichen, Signalen und diesen Momenten, in denen man allein mit tausend Tonnen Stahl und seinen Gedanken unterwegs ist. Die Realität sah dann… sagen wir: anders aus. Schichtdienst, Alltag, Leben – und ein Urlaubsblog, der mich regelmäßig freundlich, aber bestimmt daran erinnert, dass auch dort noch ganze Jahre auf ihre große Aufarbeitung warten.
Aber eins passiert unterwegs ganz von selbst: Ich sehe Dinge. Und ich drücke auf den Auslöser. Morgens im Nebel, abends im goldenen Licht, alte Loks mit Patina, moderne Züge mit klaren Linien, Gleise, die irgendwo ins Offene laufen, und Bahnhöfe, die mehr Geschichten kennen als so mancher Roman. Für lange Texte fehlt mir oft die Zeit – für diese Bilder nicht. Sie entstehen zwischen zwei Fahrten, im Vorbeigehen, manchmal nur aus dem Augenwinkel, manchmal ganz bewusst.
Deshalb gibt es diese Seite. Keine großen Erklärungen, keine langen Reportagen – sondern eine Sammlung von Momenten aus meinem Arbeitsalltag. Still, laut, rostig, geschniegelt, historisch oder hochmodern. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen eines Jobs, der selten romantisch, aber oft erstaunlich schön ist. Und wenn irgendwann doch wieder Zeit für mehr Worte ist: Die Bilder warten schon.
Zwischen den Schienen
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