Von L.A. nach Indio: Scenic Highways, das Palormar Observatory & Wüstenhitze

Der Morgen beginnt früh, so früh, dass die Sonne noch verschlafen hinter den Dächern von L.A. hervorlugt, während wir schon unsere Taschen packen. Der erste echte Tag unseres Roadtrips steht bevor, und die Mischung aus Aufregung und Abenteuerlust lässt uns die Müdigkeit einfach abschütteln. Ein letzter Blick auf unser Hotelzimmer – ein kurzer Moment der Sentimentalität, denn hier hat alles begonnen. Heute zieht es uns hinaus in die Weite Kaliforniens, über die Palomar Mountains, mit dem Joshua Tree National Park als Ziel. Wo wir schlafen werden? Keine Ahnung. Aber genau das macht den Reiz aus.

Bevor wir Los Angeles endgültig Lebewohl sagen, gibt es noch einen letzten Pflichtstopp: eine spontane Fotosession rund um unser Hotel. Schließlich muss der Startpunkt unserer Reise gebührend dokumentiert werden. Mit ein paar schnellen Schnappschüssen, die mal mehr, mal weniger professionell aussehen, verabschieden wir uns von der Stadt der Engel. Der Trubel, die Hektik, die Lichter – alles verschwindet langsam im Rückspiegel, während wir auf die Interstate 5 einbiegen.

Die Straße führt uns vorbei an Anaheim, wo wir uns kurz überlegen, ob wir Disneyland einen Besuch abstatten sollten. Doch der Gedanke an Schlangen vor Achterbahnen und überteuerte Snacks bringt uns schnell zurück auf Kurs. Bald wechseln wir auf den Highway 91, und die Landschaft beginnt sich langsam zu verändern. Das städtische Chaos weicht einer friedlichen Weite, die uns fast unbemerkt in ihren Bann zieht. Vorbei an Corona (nein, nicht das Bier, sondern die Stadt), lassen wir die Interstate hinter uns und biegen auf den Highway 76 ab – und hier beginnt das wahre Abenteuer.

Die Straße wird kurviger, die Hügel steiler, und die Szenerie spektakulärer. Links und rechts säumen Bäume die Straße, und gelegentlich fließt ein Bach gemächlich neben uns her. Der Wind rauscht durch die offenen Fenster, und für einen Moment fühlen wir uns wie die Helden eines Roadmovies. Kein anderes Auto weit und breit – nur wir, der Highway und die unendliche Weite. Das Gefühl von Freiheit ist überwältigend, fast so, als hätte Kalifornien diese Landschaft nur für uns zurückgehalten.

Die Palomar Mountains beeindrucken mit ihrer rauen Schönheit. Die Straße schlängelt sich durch endlose Hügelketten, und mit jeder Kurve eröffnet sich ein neues, atemberaubendes Panorama. Wir machen an einem kleinen Aussichtspunkt Halt, steigen aus und lassen den Blick über die Szenerie schweifen. Die klare, frische Luft, der Duft von Pinien und das Gefühl, hier ganz allein zu sein, machen diesen Moment besonders. Es ist, als wären wir die ersten Entdecker dieser Route, unterwegs in einer Welt, die darauf wartet, von uns entdeckt zu werden.

Mit jedem Kilometer wird die Landschaft karger, die Hügel weichen felsigen Erhebungen, und der Himmel spannt sich endlos über uns. Die Vorfreude auf den Joshua Tree National Park wächst mit jedem Moment. Was uns dort erwartet, wissen wir noch nicht genau – aber das Abenteuer hat uns längst fest in seinen Bann gezogen. Kalifornien, wir sind bereit für alles, was du zu bieten hast!

Palomar Mountains

Mit jeder Kurve tauchen wir tiefer in die Landschaft der Palomar Mountains ein, und die Szenerie verändert sich ständig, als würde uns die Natur eine private Diashow präsentieren. Die Berge, die eben noch als majestätische Silhouetten am Horizont schwebten, kommen immer näher, bis sie schließlich greifbar werden. Die unberührte, raue Schönheit der Landschaft vermittelt uns das Gefühl, dass wir hier am Rand der Zivilisation stehen, umgeben von nichts als Natur und einem Himmel, der sich in alle Richtungen endlos ausbreitet.

Wir haben uns für diese etwa 50 Meilen lange Strecke großzügige 2-3 Stunden Zeit genommen. Warum hetzen? Der Weg ist hier das Ziel – ein Motto, das mit jedem Blick auf die kurvigen Straßen und die atemberaubenden Ausblicke mehr Sinn ergibt. Die Straße windet sich durch hügelige Weiten, vorbei an Feldern, vereinzelten Bäumen und einem Himmel, der in unzähligen Blautönen leuchtet. Es ist, als hätte Kalifornien beschlossen, uns jeden seiner schönsten Winkel zu zeigen.

Immer wieder halten wir an kleinen Aussichtspunkten, steigen aus dem Jeep und lassen den Blick schweifen. Die Stille ist fast greifbar, unterbrochen nur vom sanften Rauschen des Windes und dem leisen Zirpen von Grillen. Es ist diese Art von Ruhe, die einen gleichzeitig klein und doch unendlich frei fühlen lässt. Jeder Halt wird zu einer Gelegenheit, Fotos zu schießen, die Stimmung einzufangen und diesen Moment im Gedächtnis zu verewigen.

Das Abenteuer hat uns längst fest im Griff. Jeder Kilometer bringt uns tiefer in das Herz Kaliforniens – eine Welt, in der nichts anderes zählt als die Straße vor uns, die sich scheinbar endlos durch die Berge schlängelt. Die Serpentinen zwingen uns, langsamer zu fahren, was uns die Gelegenheit gibt, jede Kurve bewusst zu erleben. Die Landschaft ist eine perfekte Mischung aus felsigen HügelnPinienwäldernund gelegentlichen Lichtungen, die wie kleine Inseln im Meer der Natur wirken.

Nach etwa 25 Meilen durch die malerische Landschaft erreichen wir die Abzweigung zur Stichstraße S7 – und hier beginnt das eigentliche Abenteuer. Die Straße wird enger, die Kurven schärfer, und die Serpentinen winden sich in immer steileren Bögen den Berg hinauf. Jeder Meter fühlt sich an wie ein kleiner Sieg, als ob wir uns langsam, aber sicher in eine andere Welt vortasten. Das Ziel: das Palomar Mountain Observatory, ein Ort, der nicht nur wissenschaftlich, sondern auch landschaftlich beeindruckt.

Mit jedem Höhenmeter, den wir gewinnen, rückt das schneeweiße Dach des Observatoriums in unser Blickfeld. Aus der Ferne wirkt es wie ein riesiger, strahlend weißer Pilz, der majestätisch aus den dichten Pinienwäldern emporragt. Der Kontrast zwischen dem tiefen Blau des Himmels, dem satten Grün der Bäume und diesem leuchtenden Gebäude ist fast unwirklich. Es ist, als hätte jemand diesen Ort bewusst so gestaltet, dass er einem den Atem raubt.

Als wir schließlich die Spitze des Berges erreichen, landen wir auf einem kleinen, versteckt gelegenen Parkplatz unterhalb des Observatoriums. Während wir das Auto hinter uns lassen und uns langsam dem Observatorium nähern, fühlen wir uns wie Entdecker, die einen besonderen Ort gefunden haben, den nicht jeder kennt. Und genau das ist der Zauber, den dieser Berg ausstrahlt.

Palomar Observatory

Nach einem kurzen Fußmarsch – der uns trotz der angenehmen Aussicht doch ins Schwitzen brachte – stehen wir schließlich vor dem Eingang des Palomar Mountain Observatory. Es wirkt beeindruckend, aber gleichzeitig so einladend, als würde es sagen: „Kommt rein, ich habe euch ein paar Sterne zu zeigen!“ Und das Beste? Wir sind die einzigen Besucher. Keine Touristenströme, keine Selfie-Sticks, nur wir und die Wissenschaft.

Drinnen begrüßt uns eine fast andächtige Stille, die das Gebäude sofort ein bisschen ehrfurchtsvoll wirken lässt – aber keine Sorge, wir werden es nicht zu ernst nehmen. Die ersten Infotafeln erzählen, wie das Observatorium 1948 eröffnet wurde, was für eine technische Meisterleistung das damals war und warum Astronomen seitdem hier oben den Sternenhimmel durchleuchten. Während wir das lesen, gucken wir uns gegenseitig an und denken: „1948? Dieses Teleskop ist quasi ein Opa der modernen Astronomie – aber was für einer!“

Das Highlight ist schnell ausgemacht: das berühmte Hale-Teleskop. Schon der erste Blick durch die große Glasscheibe ist ein Wow-Moment. Das Ding ist riesig – eine echte Maschine, die nach „Ich kann die Geheimnisse des Universums knacken“ aussieht. Die gigantische Linse, der komplexe Aufbau und die schiere Größe wirken so, als könnte das Teleskop nicht nur ferne Galaxien sehen, sondern auch deine Lieblingsserie aus dem Nachbardorf streamen.

Wir stehen da und starren – wortwörtlich – in Ehrfurcht auf dieses Gerät. Es ist erstaunlich, wie die Technik damals schon so präzise sein konnte, dass man damit Milliarden Lichtjahre entfernte Sterne beobachten konnte. Der Raum ist kühl, still, und alles scheint darauf ausgelegt zu sein, das Teleskop in Szene zu setzen. Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätten wir eine Audienz bei einem echten Superstar.

Nachdem wir genug gestaunt haben, trotten wir zurück zum Ausgang – ein bisschen klüger, ein bisschen ehrfürchtiger, aber immer noch wir selbst. Auf dem Rückweg scherzen wir darüber, wie es wohl wäre, nachts hier oben zu sitzen und mit diesem Teleskop den Himmel abzugrasen. Vielleicht entdecken wir ja einen neuen Stern? Oder zumindest einen Satelliten.

Zurück beim Auto sind wir uns einig: Das war keine typische Touristenattraktion. Es war ruhiger, smarter – und irgendwie richtig cool. Ein kleines Abenteuer, das uns daran erinnert hat, wie groß das Universum ist… und wie klein unser Gepäckproblem eigentlich ist. Jetzt aber weiter – schließlich wartet da noch ein ganzer Roadtrip auf uns!

Wir bleiben noch eine Weile oben auf dem Berg, genießen die unglaubliche Ruhe und lassen den Ausblick auf uns wirken. Es ist diese Art von Moment, in dem man sich fragt, warum man nicht öfter einfach irgendwo anhält, nur um zu gucken, zu atmen und da zu sein. Schließlich kehren wir jedoch zurück zum Parkplatz, wo unser treuer Jeep wartet – der ja auch mal wieder losrollen möchte.

Bevor wir starten, entdecken wir am Parkplatz ein paar Tische und Bänke – eine willkommene Einladung zu einer kurzen Rast. Wir packen unsere Karte aus (ja, eine richtige Karte, kein Smartphone, wir machen das old school!) und planen die nächste Etappe. Dabei stellen wir sicher, dass wir die besten Routen im Auge haben, denn eins ist klar: Kalifornien hat an jeder Ecke Überraschungen parat, und wir wollen keine davon verpassen. Mit dem Plan in der Tasche und neuer Energie steigen wir ins Auto und rollen wieder auf die kurvige S7zurück.

Die Straße führt uns nun auf der anderen Seite des Berges hinab, und wieder beeindruckt uns die Landschaft mit jedem Meter. Serpentinen, die sich durch dichte Wälder winden, und kleine Lichtungen, die plötzlich spektakuläre Ausblicke bieten – es ist fast unmöglich, sich nicht ständig nach links und rechts umzuschauen. Man könnte meinen, die Natur hätte hier extra eine Show für uns auf die Beine gestellt.

Kaum sind wir zurück auf dem Highway 76, kommt die nächste Überraschung: das strahlend blaue Wasser des Lake Henshaw taucht plötzlich vor uns auf. Es ist wie ein verstecktes Juwel mitten in der Landschaft. Die Fahrt entlang der Küste des Sees wird zum Highlight, und wir fahren ein Stück langsamer, einfach um die Kulisse voll auszukosten. Das leuchtende Blau des Wassers, eingerahmt von sanften Hügeln, passt perfekt zu unserem ohnehin schon abenteuerlichen Tag.

Bald biegen wir auf den Highway 79 ab, der uns weiter Richtung Norden führt. Dieser Abschnitt ist wieder ein völlig neues Erlebnis. Die Straße schlängelt sich durch die bewaldeten Hänge des San Bernardino Forest, und die dichten Kiefern und Eichen schaffen einen tollen Kontrast zur kargen Landschaft, die wir zuvor durchquert haben. Es ist wie ein Roadtrip durch zwei völlig verschiedene Welten – genau das macht die Strecke so spannend.

Immer wieder halten wir an den markierten Aussichtspunkten, denn die Ausblicke sind einfach zu gut, um sie nur aus dem Auto zu genießen. Grüne Täler, schroffe Felsen und ein Horizont, der in der Ferne verschwimmt – jeder Stopp fühlt sich an wie ein kleines Geschenk. Kalifornien, das wird uns hier klar, hat die perfekte Mischung aus Abenteuer und Schönheit zu bieten.

Pines to Palms Highway

Nach einer Weile treffen wir auf den berühmten Highway 74, der nicht umsonst den klangvollen Beinamen “Pines to Palms Highway”trägt. Dieser Abschnitt ist ein echtes Highlight unserer Route – eine dieser Straßen, bei denen man sich ständig denkt: “Das nächste Panorama kann unmöglich besser sein!” Spoiler: Es wird besser. Die sanften Kurven und scharfen Serpentinen führen uns langsam, aber sicher aus den letzten Ausläufern des San Bernardino Forest in die trockene, glühend heiße Wüstenlandschaft Kaliforniens. Und der Übergang ist einfach spektakulär.

Die Straße windet sich wie ein perfekt inszeniertes Band durch die Landschaft, und wir können gar nicht anders, als an jedem zweiten Aussichtspunkt anzuhalten. Die Weite der Wüste, die sich immer deutlicher vor uns ausbreitet, ist atemberaubend – fast so, als hätte jemand ein gigantisches Gemälde aus Gold- und Ockertönen vor uns ausgerollt. Die Berge, die wir hinter uns lassen, und die Ebene, die sich vor uns erstreckt, bilden einen Kontrast, der kaum zu toppen ist.

Schließlich lassen wir die Serpentinen hinter uns und rollen in das Palm Desert – die Einfahrt in eine völlig andere Welt. Hier sagen uns die ersten Palmen, dass wir die raue Bergwelt gegen das glitzernde Gesicht der Wüste eingetauscht haben. Ein kurzer Blick auf die Temperaturanzeige unseres Autos bringt uns allerdings schnell wieder in die Realität: 43 Grad Außentemperatur. Und ja, es fühlt sich genauso an, wie es klingt. Die trockene Hitze schlägt uns entgegen, als wir aussteigen, und wir fragen uns kurz, ob man in der Wüste nicht automatisch in der nächstgelegenen Pfütze schmelzen müsste.

Jetzt wird es Zeit, eine Unterkunft für die Nacht zu finden – bevorzugt mit einer funktionierenden Klimaanlage. Während wir durch Palm Desert fahren, bemerken wir, wie die Stadt mit ihrer Mischung aus Wüstenflair und einem Hauch von Luxus ein ganz eigenes Gesicht hat.

In östlicher Richtung geht es für uns weiter nach Indio, das perfekte Sprungbrett für unsere geplante Tour durch den Joshua Tree National Park am nächsten Morgen – zumindest in der Theorie. Die Praxis, wie wir bald feststellen, sieht etwas anders aus. Denn die Suche nach einer Unterkunft entwickelt sich zur kleinen Geduldsprobe. Wir fahren durch die Straßen von Indio, doch irgendwie scheint alles entweder ausgebucht, zu teuer oder schlicht unauffindbar zu sein. Langsam steigt die Frustration, und wir überlegen schon, ob wir einfach weiterfahren und unser Glück anderswo versuchen sollen.

Doch dann, wie aus dem Nichts, taucht das Schild eines Best Western Hotels vor uns auf. Und das Beste: Pool und Free WiFi inklusive! Es fühlt sich an, als hätte uns das Schicksal gerade noch rechtzeitig die Rettung geschickt. Mit neuem Schwung parken wir vor dem Eingang und machen uns auf den Weg zur Rezeption.

Dort erwartet uns eine angenehme Überraschung: Der Rezeptionist begrüßt uns mit einem breiten Lächeln und strahlt förmlich, als er erfährt, dass wir aus Deutschland sind. Stolz erzählt er uns, dass er deutsche Verwandte hat und sich freut, seine Deutschkenntnisse an uns auszuprobieren. Zugegeben, sein „Willkommen!“ ist ein bisschen holprig, aber es ist schwer, nicht von seiner sympathischen Art angesteckt zu werden. Noch besser: Als kleinen Bonus gibt es sogar eine Preisermäßigung – das macht die Sache nur noch perfekter.

Mit dem Schlüssel zu Zimmer 158 in der Hand und einem erleichterten Lächeln machen wir uns auf den Weg. Das Zimmer selbst? Geräumig, sauber und vor allem: angenehm kühl. Die Klimaanlage arbeitet auf Hochtouren, und bei draußen herrschenden 43°C fühlt sich das an wie ein Segen. Während wir unsere Taschen abstellen und die frische Luft genießen, wissen wir: Wir haben genau den richtigen Ort gefunden, um den Tag ausklingen zu lassen.

Nach der kurzen Hitzeschlacht draußen freuen wir uns darauf, den Abend entspannt zu verbringen. Vielleicht noch eine Runde am Pool? Oder einfach Füße hochlegen und Pläne für morgen schmieden? Eines ist klar: Das Abenteuer Joshua Tree National Park wartet – und wir sind mehr als bereit.

Mit der Aussicht auf eine ersehnte Abkühlung werfen wir uns euphorisch in unsere Badesachen und marschieren schnurstracks nach draußen – der Pool ruft! Endlich dem Ofenklima entkommen, denken wir, als wir voller Vorfreude ins Wasser springen. Doch die Begeisterung hält genau drei Sekunden. Die Überraschung? Das Wasser ist, ungelogen, fast wärmer als die Luft draußen. Es ist weniger „erfrischendes Nass“ und mehr „Spa-ähnliches Warmbad“. Kein Wunder, dass wir allein am Pool sind – offenbar wissen die anderen Hotelgäste, was wir erst jetzt erfahren.

Nach einem kurzen, aber vergeblichen Versuch, uns mit der ungeplanten Wärmebehandlung zu arrangieren, werfen wir das Handtuch – im wahrsten Sinne des Wortes – und entscheiden uns für Plan B: die Dusche im klimatisierten Hotelzimmer. Klarer Sieger des Abends.

Frisch geduscht und mit knurrendem Magen machen wir uns auf den Weg, ein Steakhouse zu finden. Unsere Suche führt uns zurück Richtung Palm Desert, wo uns schon bald der verlockende Duft von gegrilltem Fleisch in die Nase steigt. Tony Roma’s ist die Antwort auf all unsere Hungerfragen. Kaum sitzen wir, wird uns klar: Das war die richtige Entscheidung. Das Steak? Perfekt gegrillt. Die Beilagen? Ein Gedicht. Wir lehnen uns zurück, vollends zufrieden, und stellen fest, dass ein gutes Essen wirklich alles wieder ins Lot bringen kann.

Draußen hat sich der Tag inzwischen verabschiedet, und der Abend legt sich wie eine sanfte Decke über die Wüstenlandschaft. Doch wir sind noch nicht ganz fertig mit unserem Abenteuer für heute. Ein spontaner Ausflug nach Palm Springs klingt nach genau dem richtigen Abschluss.

Die Stadt ist schnell erreicht, und die abendliche Fahrt durch Palm Springs fühlt sich zunächst vielversprechend an. Doch ohne einen konkreten Plan und bei auffallend ruhigen Straßen (außer uns scheint keiner diese spontane Idee gehabt zu haben) bleibt der Zauber irgendwie aus. Nach ein paar orientierungslosen Runden durch die Stadt geben wir uns geschlagen – Palm Springs muss auf ein anderes Abenteuer warten.

Zurück im Hotel in Indio schmeißen wir uns müde und satt in die Kissen. Der Tag war lang, voller Erlebnisse – einige geplant, andere spontan. Und morgen? Da wartet der Joshua Tree National Park, eine der beeindruckendsten Landschaften Kaliforniens. Mit diesem Gedanken schließen wir die Augen, gespannt auf das, was der nächste Tag bringen wird.

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