Schneeballschlacht, Feuerfelsen und Freakshow
ein ganz normaler Tag in Nevada

Vorletzter Urlaubstag. Und wie immer, wenn Las Vegas langsam Richtung Abspann geht, zieht es uns noch einmal raus aus der Neonblase. Ein kleiner Ausflug ins Umland gehört für uns einfach dazu. Heute steht Mount Charleston auf dem Programm – ein Ort, der klingt wie Sommerfrische, sich aber als ziemlicher Plot-Twist entpuppt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Orleans – abwechslungsreich, solide, genau richtig, um nicht mit knurrendem Magen in die Berge zu fahren – rollen wir gut gelaunt los. Erst die I15, dann westwärts auf die US 95, bis wir schließlich auf die Kyle Canyon Road abbiegen. Und hier beginnt das Staunen.

Noch stehen wir unten im Tal zwischen Yucca-Palmen und Joshua Trees, diese krummen, stacheligen Gestalten, die aussehen, als hätten sie sich im falschen Filmset verirrt. Und dahinter – völlig absurd – erhebt sich der Mount Charleston mit schneebedeckten Gipfeln. Wüste vorne, Winter hinten. Las Vegas kann vieles, aber Kontraste beherrscht diese Gegend wie kaum eine andere.

Mount Charleston

Die Kyle Canyon Road schraubt sich nun Kurve um Kurve nach oben. Und während unten noch Frühling herrscht, wechselt die Jahreszeit mit jedem Höhenmeter. Keine zwanzig Minuten später stehen wir plötzlich im tiefsten Winter. Schnee links, Schnee rechts, Schnee überall. Die Trails? Alle geschlossen. Verständlich – aber trotzdem ein kurzer Moment innerer Enttäuschung.

Dann die logische Konsequenz: Schneeballschlacht.
In kurzen Hosen, T-Shirt, Sonnenbrille.

Während um uns herum Menschen in Winterjacken und Boots unterwegs sind, fliegen bei uns die Schneekugeln. Es ist kalt, es ist albern, es ist großartig. Genau diese Art von Moment, die man nicht plant – und die später zu den besten Erinnerungen gehören.

Mount Charleston

Bevor wir uns wieder ins deutlich wärmere Tal verabschieden, drehen wir noch eine Runde durch den kleinen Ort hier oben. Und natürlich heißt er genauso wie der Berg: Mount Charleston. Schon allein die Straßennamen sind ein Highlight für sich. Kris Kringle Road, Snow White Road, Jack Frost Road – als hätte jemand beschlossen, Weihnachten, Märchenbuch und Winterfilm in einen Topf zu werfen. Man kann den Amerikanern vieles vorwerfen, aber mangelnden Sinn für Humor sicher nicht.

Noch einmal bleiben wir stehen, schauen zurück auf die verschneiten Hänge, die stillen Wälder, die klare Bergluft. Kaum zu glauben, dass wir in weniger als einer Stunde wieder zwischen Casinos, Poollandschaften und Palmen stehen werden.

Mount Charleston ist kein spektakulärer Nationalpark, kein Instagram-Hotspot – aber genau das macht ihn so besonders. Ein kurzer Ausbruch aus der Hitze, ein Sprung in eine andere Welt, ein Tag, der beweist, wie nah hier Extreme beieinanderliegen.

Und während wir die Kyle Canyon Road wieder hinabrollen, steht eines fest: Schneeballschlacht in kurzen Hosen – das schafft auch nicht jeder Urlaub.

Mount Charleston

Wir sind uns ziemlich schnell einig: Hier bleiben in der Kälte? Nein danke. Las Vegas? Auch nicht. Wir sind jetzt eindeutig im Ausflugsmodus – und wenn man schon mal unterwegs ist, kann man das auch ordentlich ausnutzen.

Nur rund 100 Meilen entfernt wartet ein Ziel, das allein schon vom Namen her nach Wärme klingt: Valley of Fire. Roter Fels, offene Landschaft, Sonne satt – genau das, was wir jetzt brauchen. Also nichts wie los. Über die US 157 rollen wir zurück zur US 95, nach ein paar Meilen weiter auf die US 215, die uns schließlich wieder auf die I15 spuckt. Ein routinierter Streckenwechsel, bei dem man merkt: Wir sind inzwischen eingespielt, Navi und Bauchgefühl arbeiten Hand in Hand.

Gegen 14 Uhr erreichen wir Crystals. Von hier aus ist es nicht mehr weit, der Valley of Fire Highway liegt praktisch schon griffbereit. Doch bevor wir uns endgültig ins Feuertal verabschieden, meldet sich ein altbekannter Begleiter: der Tank. Stefan steuert die Zapfsäule an – und wir entdecken dabei etwas, das sich als überraschender Volltreffer entpuppt.

Die Moapa Paiute Travel Plaza. Von außen eher unscheinbar, innen aber genau das, was man sich von einem guten amerikanischen Roadtrip-Stopp wünscht. Wir gönnen uns das Samstags-Lunch-Special – und stehen kurz darauf vor riesigen Chicken Tenders, goldbraun, knusprig, begleitet von Pommes, Maiskolben und dem guten Gefühl, hier definitiv nicht hungrig weiterfahren zu müssen.

Moapa Paiute Travel Plaza

Das ist kein Feinschmecker-Menü, kein Instagram-Food – das ist ehrliches, deftiges Roadtrip-Essen, von dem eine ganze Familie satt wird. Genau richtig, bevor es weitergeht. Gestärkt, zufrieden und mit vollem Tank setzen wir unsere Fahrt fort. Nächster Halt: Feuerrote Felsen, Hitze, Weite – Valley of Fire, wir kommen.

Nach einer kurzen Fahrt von 20 Minuten erreichen wir das Valley of Fire. Am Eingang zahlen wir eine Gebühr von $10 für diesen kleinen und wunderschönen Statepark. Auf geht’s weiter entlang des Valley of Fire Highway bis zur Abzweigung zur Mouse’s Tank Road. Kurz vor der Kreuzung sehen wir eine Ansammlung von Autos am Straßenrand. Was mag hier los sein?

Neugierig fahren auch wir rechts ran und entdecken dann eine große Herde Bighorn Sheeps, die im Schatten der Felsen an kleinen Büschen knabbern. Völlig unbeeindruckt von den vielen Zuschauern setzen sie ihr Dinner fort.

Kaum 20 Minuten später rollen wir ins Valley of Fire State Park – und sind sofort wieder im Wüstenfilm. Am Eingang zahlen wir brav die 10 Dollar Eintritt für diesen kleinen, aber spektakulären State Park und wissen schon jetzt: Jeder Cent ist gut angelegt. Rot glühende Felsen, flirrende Hitze, offene Landschaft – genau das Kontrastprogramm, das wir nach Schnee in kurzen Hosen dringend gebraucht haben.

Wir folgen dem Valley of Fire Highway, die Straße zieht sich wie ein schwarzes Band durch eine Landschaft, die aussieht, als hätte jemand die Farbsättigung zu hoch gedreht. Kurz vor der Abzweigung zur Mouse’s Tank Road fällt uns eine kleine Unregelmäßigkeit im Straßenbild auf: Autos stehen am Rand. Viele Autos. Zu viele Autos für „nur mal kurz Fotos machen“.

Valley Of Fire

Natürlich werden wir neugierig – und natürlich halten wir an. Und da stehen sie. Bighorn Sheeps.

Eine ganze Herde. Mitten im roten Gestein, halb im Schatten der Felsen, halb zwischen niedrigen Büschen. Sie knabbern seelenruhig vor sich hin, als hätten sie jeden Tag Publikum. Keine Hektik, kein Fluchtreflex, kein Interesse an den Menschen mit Kameras, Teleobjektiven und leicht überdrehten Gesichtsausdrücken.

Während sich am Straßenrand eine kleine Zuschauertribüne bildet, läuft bei den Schafen das Abendprogramm weiter: Fressen. Pause. Weiterfressen.

Die Böcke mit ihren mächtigen Hörnern wirken wie die unangefochtenen Chefs der Szene, die jüngeren Tiere eher wie Praktikanten auf Beobachtungsposten. Und wir stehen da, lehnen am Auto, grinsen – und können kaum glauben, wie nah man ihnen kommt.

Das ist einer dieser Momente, die man nicht planen kann. Kein Aussichtspunkt, kein Trail, kein Highlight auf der Karte. Einfach anhalten – und staunen. Genau dafür lieben wir diese Gegend. Nachdem wir uns sattgesehen haben – die Schafe übrigens immer noch nicht satt – setzen wir unsere Fahrt fort. Tief hinein ins Valley of Fire, mit dem Gefühl, gerade erst das Vorprogramm erlebt zu haben. Das Feuer-Tal hat offensichtlich noch einiges mit uns vor.

Nachdem wir uns schließlich von den Dickhornschafen losreißen – sie übrigens immer noch kauend, immer noch vollkommen unbeeindruckt vom touristischen Auflauf – rollen wir weiter hinein ins Valley of Fire. Die Straße zieht sich wie ein rotes Band durch die Landschaft, links und rechts Felsen in allen Schattierungen von Rost, Orange und Glut. Mit jedem Kilometer wird klar: Das bisher Gesehene war nur der Auftakt, das freundliche Warm-up vor dem eigentlichen Programm.

Mouse’s Tank Road

Die Landschaft wirkt zunehmend dramatischer, fast überzeichnet, als hätte jemand die Farbregler etwas zu weit nach rechts geschoben. Wir fahren tiefer ins Tal, vorbei an bizarren Felsformationen, die aussehen, als hätten sie sich absichtlich in Pose geworfen. Unser Ziel: der White Domes Trail. Ein kurzer Rundweg, heißt es. Überschaubar. Machbar. Solche Aussagen sind im Valley of Fire allerdings mit Vorsicht zu genießen – denn hier versteckt sich hinter jeder Kurve meist mehr, als man erwartet.

Schon am Trailhead am Ende der Mouse’s Tank Road ist klar: Das hier wird kein gewöhnlicher Spaziergang, sondern ein kleiner, sehr konzentrierter Bilderrausch. 1,25 Meilen, ein Rundweg – überschaubar auf dem Papier, aber randvoll mit Landschaft, Farben und Formen, die wirken, als hätte jemand in der Wüste eine Kunstgalerie eröffnet.

White Domes Trail

Die ersten 30 Meter sind gleich ein kleiner Warmmacher. Tiefer, weicher Sand, leicht bergauf, der Schritt wird automatisch etwas kürzer, der Blick wandert nach vorne – und dann nach oben. Roter Fels, glatt geschliffen, mit feinen Linien und Farbverläufen, die schon hier erahnen lassen, was noch kommt. Danach geht es sanft bergab, der Untergrund bleibt sandig, bis sich der Weg zunehmend mit festem Fels mischt. Erste Steinstufen, natürlich geformt, führen uns tiefer hinein in das Herz des Trails.

Unten angekommen stehen wir plötzlich mitten in einem Farbenmeer aus Rot, Orange, Gelb und Creme. Die Felsen sind geschichtet wie ein überdimensioniertes Dessert: Vanille, Erdbeere, Karamell, alles fein säuberlich übereinandergelegt – nur eben aus Stein und mehrere Millionen Jahre alt. Die Oberflächen wirken weich, fast fließend, als wären sie noch in Bewegung. Jede Kurve zeigt neue Muster, neue Linien, neue Farbübergänge.

White Domes Trail

Ein paar Meter weiter folgt der vielleicht eindrucksvollste Abschnitt: Der Trail biegt nach links ab und führt uns in einen engen Canyon, der sich immer weiter verjüngt. Die Wände rücken so dicht zusammen, dass nebeneinander gehen unmöglich ist. Hier fühlt sich der White Domes Trail plötzlich an wie ein Mini-Slot-Canyon. Das Licht fällt nur noch von oben hinein, reflektiert von den hellen, geschwungenen Wänden, und taucht alles in ein warmes, fast goldenes Leuchten. Die Felsen zeigen hier besonders feine Schichtungen, als hätte jemand mit einem Pinsel Linien in den Sandstein gezogen.

White Domes Trail

Der Boden wechselt zwischen festem Stein und feinem Sand, und jeder Schritt hallt leise zwischen den Wänden wider. Es ist einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird – nicht aus Anstrengung, sondern aus Respekt vor der Kulisse.

Am Ende des Canyons öffnet sich der Raum wieder abrupt. Der Trail dreht nach Süden, und nun folgt der anstrengendste Teil: Ein steiler Anstieg durch tiefen Sand, zurück nach oben. Die Beine melden sich zu Wort, der Puls steigt, und genau in diesem Moment lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben. Denn von hier oben bietet sich ein weiter Blick über die zerklüftete Landschaft des Valley of Fire – Felsen, Hügel, vereinzelte Büsche, alles in warmen Rottönen.

White Domes Trail

Der letzte Abschnitt führt uns über glatten Fels zurück Richtung Parkplatz. Noch einmal begleiten uns die typischen White Domes-Formationen: runde Kuppen, ausgewaschene Löcher, geschwungene Linien, die aussehen, als hätte Wind sie gestern erst gezeichnet.

Am Ende stehen wir wieder am Auto – staubig, ein bisschen sandig, beeindruckt. Der White Domes Trail ist kurz, ja. Aber er fühlt sich an wie ein komprimierter Querschnitt durch das Valley of Fire: Slot-Canyon-Feeling, Farbexplosion, Wüste, Sand, Fels – alles auf engstem Raum. Einer dieser Trails, bei denen man nach 1,25 Meilen denkt: Mehr braucht es gerade nicht.

Zurück am Auto entscheiden wir uns, noch einen kleinen Abstecher einzulegen. Wieder raus auf die Hauptstraße, dann nach Westen – Ziel: Elephant Rock. Dieser Felsen gehört hier inzwischen fast schon zur Familie. Wir haben ihn bei früheren Besuchen schon aus allen denkbaren Perspektiven umrundet, bestiegen, umrundet und wieder umrundet. Heute also Rollenwechsel.

Bianca wird vorgeschickt. Alleine. Mit Kamera. Mission: Fotojagd am Elefanten. Wir bleiben bequem am Auto stehen und beobachten das Ganze aus sicherer Entfernung – eine Mischung aus Regieplatz, Zuschauertribüne und elterlicher Qualitätskontrolle.

Elephant Rock

Der Fels macht seinem Namen wieder alle Ehre: Der massive Körper, der lange „Rüssel“, der den Boden berührt – die Natur hat hier eindeutig Humor bewiesen. Bianca klettert, wechselt Standpunkte, verschwindet kurz hinter dem Felsen, taucht wieder auf, fotografiert, überprüft, fotografiert nochmal.

Wir kommentieren aus der Ferne, geben unnütze Regieanweisungen („Noch ein Schritt nach links! Nein, dein anderes links!“) und genießen diesen entspannten Moment, bevor wir uns wieder selbst ins Abenteuer stürzen. Elephant Rock abgehakt – fotografisch bestens dokumentiert – und bereit für den nächsten Programmpunkt im Valley of Fire.

Elephant Rock

Auf dem Weg hinaus aus dem Valley of Fire gönnen wir uns noch einen letzten kleinen Umweg – die Campground Loop Road. So eine Strecke, bei der man weiß: Eigentlich sind wir schon sattgesehen, aber genau hier kommen dann nochmal diese zwei Motive, bei denen man unmöglich einfach vorbeifahren kann.

Arch Rock

Erster Stopp: Arch Rock. Ein natürlicher Felsbogen, der aussieht, als hätte jemand beim Bau kurz innegehalten und gedacht: Passt so, ist Kunst. Der rote Sandstein leuchtet im grellen Nachmittagslicht, die Schatten zeichnen klare Linien in den Fels, und plötzlich wird aus „nur kurz anhalten“ wieder ein kleines Fotoshooting. Einer geht näher ran, der andere weiter weg, Perspektive wechseln, Kopf schieflegen, nochmal klicken. Klassiker.

Ein paar Kurven weiter dann Fire Canyon. Und der Name ist kein Marketing-Gag. Die Felsen brennen förmlich in allen Schattierungen von Rot, Orange und Rost, als hätte jemand die Farbsättigung auf Anschlag gedreht. Von hier oben fällt der Blick tief in den Canyon, auf zerklüftete Formationen und diese unglaubliche Weite, die einem immer wieder klar macht, wie klein man hier eigentlich ist – und wie großartig das ist.

Wir bleiben noch einen Moment stehen, lassen den Blick schweifen, speichern die letzten Bilder ab – auf der Kamera und im Kopf. Dann geht’s endgültig zurück Richtung Ausgang. Valley of Fire, du hast geliefert. Und zwar bis zum letzten Meter.

Fire Canyon

Auf dem Rückweg nach Las Vegas legen wir noch einen letzten, sehr amerikanischen Zwischenstopp ein: Roxy’s Diner im Stratosphere Casino. Ein Ort, der aussieht, als hätte jemand die 50er-Jahre in Neon getaucht und nie wieder ausgeschaltet. Rot-weiße Sitze, geometrische Muster, Chrom, Licht – alles schreit freundlich: Iss was. Jetzt.

Roxy’s Diner

Die Burger kommen genau so, wie man sie sich hier wünscht: groß, saftig, ehrlich. Keine kulinarischen Experimente, kein Schnickschnack – einfach solides Diner-Essen, das genau weiß, was es ist. Und während wir essen, passiert das, was Roxy’s von vielen anderen Orten unterscheidet: Die Kellner fangen an zu singen. Nicht peinlich, nicht halbherzig, sondern wirklich gut. Klassiker, Showtunes, Payback-Nummern – plötzlich fühlt sich das Abendessen an wie ein kleines Live-Konzert mit Burger-Begleitung. Vegas eben. Selbst das Personal liefert Entertainment.

Gut gesättigt und bestens gelaunt geht es danach wieder nach Downtown. Wir parken am Main Street Station Casino – dank Players Card kostenlos – und starten unseren Spaziergang am östlichen Ende der Fremont Street. Die Fremont Experience ist wie immer ein einziges flackerndes Paralleluniversum: Musik von drei Bühnen gleichzeitig, blinkende Lichter, Straßenkünstler, die aussehen, als hätte jemand alle Regeln von Stil und Scham gleichzeitig ausgesetzt.

Doch heute gehen wir weiter. Hinter dem klassischen Fremont-Dach beginnt der Fremont East District – etwas weniger schrill, etwas kreativer, ein bisschen hipper. Nach ein paar Blocks stehen wir im Downtown Container Park. Und ja: Container. Übereinander, nebeneinander, gestapelt zu einer kleinen Stadt. Dazwischen Bäume, Lichterketten, Sitzgelegenheiten. Es wirkt fast gemütlich – ein Wort, das man in Las Vegas nicht allzu oft benutzt.

In den Containern stecken kleine Shops, Bars, Restaurants – und natürlich eine Hochzeitskapelle, denn wir sind ja immer noch in Vegas. Kinder toben auf dem Spielplatz, Erwachsene sitzen mit Drinks auf den Bänken, und über allem thront das eigentliche Highlight: eine riesige Gottesanbeterin, die sich alle 15 Minuten zu Musik bewegt und Feuer aus ihren Fühlern speit. Niemand wundert sich. Niemand fragt nach dem Warum. Man schaut einfach, lacht – und macht Fotos.

Langsam machen wir uns wieder auf den Rückweg Richtung Auto. Natürlich nicht ohne den obligatorischen Stopp im Fremont Casino. Margaritas für kleines Geld gehören hier zur Grundversorgung. Zwei davon später stellen wir fest: Sie machen vieles erträglicher – aber nicht alles. Einige der Straßenkünstler bleiben auch mit Alkohol kreativ herausfordernd.

Die Nacht ist warm, die Lichter blinken, irgendwo läuft immer Musik. Downtown Las Vegas ist laut, schräg, manchmal grenzwertig – aber genau deshalb lieben wir es. Mit müden Beinen, vollem Bauch und einem Kopf voller Eindrücke kehren wir schließlich zurück.

Ein weiterer Abend, der genau das geliefert hat, was man sich von Vegas erhofft: Essen, Irrsinn, Neon, Musik – und Geschichten, die man zu Hause niemandem erklären kann, ohne seltsam zu wirken.

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