Zwischen UFOs, T-Shirt-Odyssee und Adobe-Magie
Roswell, Madrid & Santa Fe

Heute steht mal wieder so ein Tag im Roadtrip-Kaliber „ambitioniert, leicht größenwahnsinnig, aber genau unser Ding“ auf dem Plan. Ziel: Santa Fe, New Mexico. Und weil wir bekanntermaßen allergisch auf schnurgerade A-nach-B-Strecken reagieren, wird daraus natürlich kein einfacher Fahrtag, sondern eine ausgewachsene Rundreise im Kleinformat. Roswell, Madrid, Las Vegas (New Mexico!) – alles fein säuberlich in den Tagesplan gestopft, plus ein bisschen Santa-Fe-Sightseeing obendrauf. Klingt sportlich. Ist es auch.

Der Tag beginnt früh. Sehr früh. 6:30 Uhr, der Wecker kennt kein Erbarmen. Immerhin wartet unten ein klassisches „Continental Breakfast“ auf uns – Toast, Eier, Kaffee, das volle amerikanische Pflichtprogramm. Der eigentliche Luxus liegt aber woanders: Der Frühstücksraum gehört uns ganz allein. Keine Schlange am Toaster, kein Smalltalk, keine fremden Ellbogen im Orangensaft. Ob das am frühen Vogel liegt oder daran, dass alle anderen noch im Tiefschlaf feststecken, ist uns herzlich egal. Wir genießen diese seltene Ruhe wie einen exklusiven VIP-Moment.

Dann geht’s los Richtung Roswell. Ja, genau das Roswell. Aliens, UFOs, Verschwörungstheorien – das volle Programm. Gut gelaunt und voller Vorfreude starten wir um 7:30 Uhr auf dem Highway 54 gen Norden. Nach nur 20 Minuten biegen wir dann nach Osten auf den Highway 70 ab, der uns auf direktem Kurs zu den Aliens in Roswell bringen wird.

Okay, zugegeben, Roswell ist eigentlich ein kleiner Umweg auf unserer Reise nach Santa Fe, aber irgendwie hatte ich während unserer Reisevorbereitung dieses Aha-Erlebnis: Hier sind tatsächlich Aliens gelandet! Das mussten wir uns einfach genauer anschauen – na gut, vielleicht eher ich, aber hey, das zählt auch, oder?

Road to Roswell

Während meiner intensiven Recherche über Roswell kam dann aber die Ernüchterung. Werden wir wirklich auf Aliens treffen? Ist Roswell vielleicht gar nicht so außergewöhnlich, wie ich es mir vorgestellt habe? Aber immerhin habe ich im Internet entdeckt, dass die Straßenlaternen hier Alien-Augen haben. Das muss doch etwas bedeuten, oder?

Noch irgendwelche Zweifel in unserer kleinen Reisegruppe bezüglich der Wichtigkeit eines Roswell-Abstechers? Niemand? Na, dann sind wir uns ja einig! Auf zu den Aliens und mal schauen, was uns auf diesem außergewöhnlichen Zwischenstopp erwartet!

Roswell. Wir rollen in die Stadt ein – und noch bevor der Motor richtig zur Ruhe kommt, ist klar: Hier nimmt niemand irgendetwas ernst. Schon gar nicht sich selbst. Nach der windigen Highway-Odyssee stehen wir plötzlich mitten im Alien-Mekka, und Roswell gibt von der ersten Sekunde an Vollgas. Kein sanftes Herantasten, kein „Vielleicht sind hier irgendwann mal UFOs abgestürzt“. Nein. Hier sind sie gelandet. Punkt.

Roswell Aliens

Der erste Blick fällt – völlig logisch – auf einen Harley-Davidson-Händler. Und natürlich verkauft er T-Shirts mit Aliens auf Motorrädern. Helm, Sonnenbrille, lässige Haltung. Ich bin mir nicht sicher, ob das Ironie oder Überzeugung ist, aber ich weiß sofort: Das ist genau mein Humor. Roswell will nicht überzeugen. Roswell behauptet einfach.

Auf der Main Street wird es dann endgültig absurd – im besten Sinne. Überall grüne Männchen, an Hauswänden, in Schaufenstern, als lebensgroße Figuren. Selbst die Straßenlampen haben Alien-Augen. Ich schaue nach oben und denke kurz, ich werde beobachtet. Spoiler: Werde ich. Von einer Straßenlaterne. Normaler Alltag hier.

Roswell Alien Museum

Natürlich steuern wir das UFO Museum an – das Herzstück des Ganzen. Drinnen stapeln sich Berichte, Fotos, Modelle, Zeitungsausschnitte, Theorien. Viele Theorien. So viele, dass man irgendwann nicht mehr weiß, ob hier jemand ernsthaft forscht oder ob im Hinterzimmer heimlich darüber abgestimmt wird, wer die beste Story erfindet. Ich schwanke irgendwo zwischen Faszination und dem leisen Gefühl, dass die Aliens vermutlich längst wieder abgereist sind, weil ihnen das alles zu wild wurde.

Draußen geht es nahtlos weiter. Souvenirshops ohne Ende. Aliens winken, posieren, grinsen. Und ja – ich bin wehrlos. Am Ende halte ich ein Alien-T-Shirt, ein Blechschild und mehrere Postkarten in der Hand. Wissenschaftlich völlig wertlos. Emotional absolut notwendig.

Roswell Aliens

Stefan drängelt Richtung Weiterfahrt, aber Roswell hat noch ein Ass im Ärmel: McDonald’s im UFO-Design. Ernsthaft. Ein silbernes Raumschiff mit goldenem M. Wenn man hier keinen Burger isst, hat man Roswell eigentlich nicht besucht. Also rein da. Galaktische Küche. irdischer Geschmack. Ordnung muss sein.

Wir steigen wieder ins Auto, leicht grinsend, schwer beladen mit außerirdischem Kram und der Gewissheit: Roswell ist komplett drüber – und genau deshalb großartig. Erwartungen erfüllt? Nein. Erwartungen pulverisiert. Nächstes Ziel: Santa Fe. Mal sehen, ob dort wenigstens die Straßenlampen von diesem Planeten sind.

Nachdem wir also jeden einzelnen Alien in Roswell persönlich begrüßt haben – man weiß ja nie, wen man später noch braucht – reißen wir uns los und sagen diesem herrlich durchgeknallten Ort Lebewohl. Schweren Herzens. Und mit leicht überfülltem Kofferraum.

Kaum wieder auf dem Highway, meldet sich der Seitenwind zurück. Nicht dieses harmlose Lüftchen, sondern die Sorte Wind, die dauerhaft am Auto zerrt, als hätte sie etwas Persönliches gegen unseren Jeep. Man sieht förmlich zu, wie der Spritverbrauch steigt, während wir tapfer dagegenhalten. Die Landschaft zieht eher monoton vorbei, endlose Weite, wenig Abwechslung – so ein klassischer Abschnitt, der beweist, dass Roadtrips nicht nur aus Postkartenmomenten bestehen. Aber genau diese Strecken machen die Highlights später erst richtig gut.

Nach gut anderthalb Stunden taucht endlich Vaughn auf. Ein Ort, der so verschlafen wirkt, dass man Angst hat, ihn mit laufendem Motor zu wecken. Unser Ziel: Penny’s Diner. Und weil wir offenbar trotz klarer Planung talentiert darin sind, Dinge zu übersehen, fahren wir prompt daran vorbei. In einem Ort, den man theoretisch in einem tiefen Gähnen durchqueren könnte. Also Kehrtwende, zurück auf den Highway, nochmal links – und da liegt es: leicht erhöht auf einem kleinen Hügel, fast so, als wolle es nur von wirklich hungrigen Menschen gefunden werden.

Drinnen ist es gemütlich, bodenständig, unaufgeregt. Wir bestellen Sandwiches – und sie sind genau das, was sie sein sollen. Keine Experimente, kein Schnickschnack, einfach richtig gut. Manchmal braucht es nicht mehr als ein ehrliches Diner, solides Essen und das Gefühl, dass der Tag trotz Wind und Kilometer noch längst nicht entschieden ist.

Zwischen Ketchupflasche und Kaffeetasse fällt dann eine spontane, aber sehr vernünftige Entscheidung: Las Vegas (New Mexico) fliegt aus dem Programm. Die Idee mit den Postkarten aus „Las Vegas“ war nett, aber rein humoristisch. Die gesparte Zeit investieren wir lieber in Madrid und Santa Fe – Orte, bei denen wir ziemlich sicher sind, dass sie mehr zu bieten haben als einen kurzen Lacher im Briefkasten daheim.

Bevor es weitergeht, bekommt unser Jeep noch einen ordentlichen Schluck Sprit an der Tankstelle gegenüber. Der Wind legt hier nochmal einen drauf, das Dach über den Zapfsäulen schwankt bedenklich. Ich schaue zu Stefan und sage trocken: „Lass uns besser zügig tanken, bevor das Dach beschließt, Teil unserer Reisegruppe zu werden.“ Das hätte unseren Zeitplan dann doch etwas gesprengt.

Mit vollem Tank, leerem Teller und neu sortierter Route geht es weiter. Madrid wartet. Und wir sind bereit.

Und so geht es weiter nach Madrid – nein, nicht die große Bühne Spaniens, sondern dieses wunderbar schräge Künstlernest in New Mexico, irgendwo am Turquoise Trail, wo die Zeit stehen geblieben ist und Ironie offenbar zum Ortsbild gehört. Wir kennen den Ort bereits, waren 2011 schon einmal hier, damals frisch beeindruckt von seiner Filmgeschichte. Madrid wurde durch den Film „Wild Hogs“ (Born to be Wild) bekannt, mit Travolta, Tim Allen, William H. Macy und Martin Lawrence. Das legendäre Maggie’s Diner wurde eigens für den Film gebaut und danach ganz pragmatisch zum Souvenirshop umfunktioniert. Hollywood-Logik eben.

Und jetzt stehen wir wieder hier. Jahre später. Gleiche Straße, gleicher Charme – und dann die erste Ernüchterung: Das Diner ist geschlossen. Aus. Zu. Verrammelt. Ich sehe mein inneres T-Shirt schon langsam verblassen. Aber Moment. War da nicht was? Beim letzten Mal konnten wir doch im Laden daneben ebenfalls Filmshirts kaufen. Hoffnung keimt auf. Kurz. Sehr kurz.

Maggie’s Diner

Wir stehen also vor dem verriegelten Diner, drehen uns um – und da ist er: der Nachbarladen. Davor auf der Terrasse sitzt ein Mann, der aussieht, als hätte er sich irgendwann entschieden, dem Konzept „Gesellschaft“ dauerhaft eine Absage zu erteilen. Neben ihm ein zotteliger Hund, beide gleichermaßen desinteressiert am Rest der Welt. Wir gehen an ihnen vorbei, werden gemustert, nicht bewertet – einfach ignoriert. Auch eine Form von Begrüßung.

Maggie’s Diner

Drinnen dann die nächste Enttäuschung: Kein einziges T-Shirt. Stattdessen Schmuck, Kram, Kleinkram und noch mehr Kram. Kein Mensch im Laden. Also wieder raus. Das war’s dann wohl mit Madrid, denke ich schon – aber halt. Es gibt ja noch Java Junction Café. Angeblich der beste Kaffee in Madrid. Vielleicht sogar der Welt. Behauptungen dieser Größenordnung lassen wir uns natürlich nicht entgehen.

Mit Kaffee und Tee bewaffnet landen wir im Garten des Cafés. Blechschilder an jeder Wand, Deko, die aussieht, als hätte sie mehrere Leben hinter sich, und diese herrlich entspannte Atmosphäre, die sofort runterfährt. Während mein Kaffee zubereitet wird, frage ich ganz nebenbei die Frau hinter der Theke nach dem Maggie’s Diner. Warum zu? Ob es heute noch öffnet? Ihre Antwort ist typisch Madrid: „Fragen Sie einfach im Laden nebenan. Gehört alles demselben.“ Aha.

Downtown Madrid

Also zurück. Wieder zum Schmuckladen. Wieder der Mann. Wieder der Hund. Diesmal sprechen wir ihn an. Ob man im Diner vielleicht doch noch etwas kaufen könne. Er grummelt, wir sollen warten, er müsse den Schlüssel suchen. Natürlich. In diesem Moment betritt ein junges Paar den Laden. Unsere Schlüsselmission wird auf unbestimmte Zeit vertagt. Wir warten. Geduldig. Also so geduldig, wie man eben ist, wenn man eigentlich nur ein verdammtes T-Shirt will.

Nach gefühlten 20 Minuten ist der Laden wieder leer. Der Mann steht auf, verschwindet – und kommt zurück mit drei riesigen Schlüsselbunden, die aussehen, als würden sie sämtliche Schlösser New Mexicos bedienen. Er schließt den Schmuckladen ab, marschiert mit uns zum Diner und beginnt dort, Schlüssel für Schlüssel auszuprobieren. Langsam. Sehr langsam. Wir tauschen Blicke aus. Das wird nichts mehr, denken wir.

Dann: Klick. Die Tür geht auf. Jubel innerlich, Fassung äußerlich.

Sekunden später: Alarmanlage. Laut. Schrill. Dramatisch. Ich sehe schon die Schlagzeile vor mir: „Deutsche Touristen lösen Alien-Alarm in Film-Diner aus.“ Nach einer gefühlten Ewigkeit hat er das Ding im Griff, findet sogar den Lichtschalter – und sieht aus, als hätte er gerade einen Ironman absolviert. Alles für ein T-Shirt.

Maggie’s Diner

Drinnen herrscht pures Chaos. T-Shirts auf Tischen, Stühlen, Drehständern, über Stühlen, unter Stühlen, an der Wand, hinter der Theke. Ein textiles Labyrinth. Zwei Shirts von der Wand gefallen uns besonders. Wir fragen ihn, ob er sie finden kann. Sein Blick sagt alles: Er hat keine Ahnung, wo sie sein könnten. Und ehrlich gesagt: Wir auch nicht.

Dann kommt noch ein weiterer Kunde rein. Jetzt sind wir zu dritt im Chaos. Irgendwann hat tatsächlich jeder sein Shirt gefunden. Triumph! Doch dann der nächste Plot-Twist: Bezahlt wird drüben im anderen Laden. Hier gibt es keine Kasse. Natürlich nicht. Also wieder zurück. Zweiter Akt der Schatzsuche.

Nach anderthalb Stunden halten wir unsere Shirts endlich in der Hand. Eine Mission, irgendwo zwischen Abenteuerfilm, Sozialstudie und Slapstick. Wir schlendern noch ein wenig durch den Ort, genießen die Ruhe, die Kulisse, das Licht – und auf dem Rückweg zum Auto treffen wir den Verkäufer wieder. Mit Hund. Er entschuldigt sich, wird dann lauter und beginnt zu erzählen.

Er wohne eigentlich oben in den Bergen, sehe höchstens einmal pro Woche einen Menschen. Freunde hätten ihn gebeten, zwei Wochen auf den Laden aufzupassen. „Da kommt eh niemand“, hätten sie gesagt. Und jetzt? Motorradgruppen, Touristen, ständig Kunden. Er verstehe überhaupt nicht, warum alle hier T-Shirts kaufen wollen, und Geld gebe es dafür auch kaum. Jetzt sei er völlig fertig und müsse dringend mit seinem Hund spazieren gehen, um runterzukommen.

Wir hören zu, nicken, fühlen mit. Fünf Kunden an einem Tag – für ihn offenbar Hochleistungssport. Wir wünschen ihm alles Gute, bedanken uns – und gerade als wir gehen, ruft er uns noch hinterher: „Da drüben, das Restaurant soll ganz okay sein. War selbst noch nie dort, aber die Leute erzählen das.“ Ein besserer Restauranttipp ist kaum denkbar.

Im Auto lache ich und sage zu Bianca und Stefan: „Na, das war ja eine emotionale Berg- und Talfahrt.“

Und dann geht es weiter. Santa Fe wartet. Die Fahrt dorthin? Sagen wir mal so: spannend wie ein Kartoffelsackrennen ohne Kartoffeln. Um 16 Uhr rollen wir schließlich in unserem Motel in der Hauptstadt von New Mexico ein. Ein Tag voller Umwege, Mitgefühl, schwarzem Humor – und mit T-Shirts als Beweisstück. Genau so muss Roadtrip sein.

Nachdem wir eingecheckt haben und unserem Zimmer einen kurzen, eher formellen Begrüßungsblick zuwerfen – Hallo Bett, hallo Bad, wir sprechen uns später – zieht es uns direkt wieder nach draußen. Downtown Santa Fe ruft. Die Stadt liegt auf knapp 2.000 Metern Höhe, und mit der untergehenden Sonne merkt man ziemlich schnell: Tagsüber Wüste, abends Kühlfach. Jackenpflicht. Punkt.

Santa Fe empfängt uns mit genau dem Bild, das man erwartet – und trotzdem nicht satt wird. Historische Gebäude an jeder Ecke, allen voran der Gouverneurspalast von 1610, ältestes öffentliches Gebäude der USA, und die San-Miguel-Kirche von 1628, die älteste Kirche des Landes. Alles hier atmet Geschichte, aber ohne dieses angestaubte Museumsgefühl. Die Architektur ist kein Beiwerk – sie ist das eigentliche Herz der Stadt.

Downtown Santa Fe

Ursprünglich wurde Santa Fe streng nach spanischem Vorbild rund um einen zentralen Platz geplant. Inzwischen ist die Stadt natürlich gewachsen, in alle Richtungen. Und trotzdem wirkt alles erstaunlich geschlossen. Kein wildes Durcheinander, kein architektonischer Identitätsverlust. Der Grund dafür liegt im frühen 20. Jahrhundert – und in einer ziemlich klugen Entscheidung.

1912, als die Stadtväter den Tourismus als Chance erkannten, beschlossen sie, dass neue Gebäude nur noch im Spanish Pueblo Revival-Stil errichtet werden dürfen. Adobe-Optik, warme Farben, klare Formen. Keine Glasfassaden, kein Betonwahnsinn. Rückblickend: ein echter Geniestreich. Santa Fe sieht dadurch nicht nur schön aus – sondern einzigartig.

Wir schlendern über die Santa Fe Plaza, vorbei an Kunstgalerien, kleinen Läden, handgemachtem Schmuck und Schaufenstern, die zum Stehenbleiben zwingen. Viel los ist nicht. Wahrscheinlich eine Mischung aus später Stunde und früher Jahreszeit. Uns soll’s recht sein. Santa Fe funktioniert auch leise sehr gut.

Irgendwann meldet sich der Hunger – zuverlässig, nachdrücklich, nicht verhandelbar. Unsere Wahl fällt auf ein Restaurant etwas außerhalb von Downtown, das wir vorher im Internet entdeckt haben. Harry’s Roadhouse. Zehn Minuten Fahrt, ein voller Parkplatz und sofort das Gefühl: Hier sind wir richtig.

Nach kurzer Wartezeit sitzen wir am Tisch. Die Kellnerin ist gut drauf, routiniert, herzlich – genau die Sorte Mensch, die man nach einem langen Fahrtag sehen möchte. Das Essen kommt zügig, sieht gut aus und schmeckt noch besser. Ehrlich, bodenständig, perfekt. Kein ChiChi, kein Experiment – einfach richtig gutes Essen. Manchmal ist das alles, was man braucht.

Zurück im Motel ist klar: Morgen wird noch einmal gefahren. Ein längerer Abschnitt, bevor der Reiseplan langsam vom Fahren ins Gehen kippt. Wanderschuhe statt Lenkrad, Schritte statt Meilen.

Oder wie Nancy Sinatra so treffend gesagt hat:
„These boots are made for walking.“
Und genau das haben wir vor.

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