Von Fort Wort wo Rinder mitten durch die Stadt spazieren zu Cajun-Food in Louisiana

Bevor wir uns heute auf unsere spannende Reise durch Louisiana begeben, starten wir den Tag mit einem besonderen Highlight: Downtown Fort Worth und die legendären Fort Worth Stockyards! Wenn ihr denkt, Texas sei nur Staub, Öl und BBQ, dann habt ihr die Magie dieser Region noch nicht erlebt. Fort Worth ist die Stadt, in der der Wilde Westen jeden Tag zweimal aufersteht – und das buchstäblich! Denn hier wird täglich eine Herde beeindruckender Longhorn-Rinder durch die Stockyards getrieben. Und ja, das ist genauso spektakulär, wie es klingt.

Die Stockyards selbst sind wie ein liebevoll gepflegtes Relikt aus einer anderen Ära. Zwei lebendige Straßen, gesäumt von historischen Gebäuden wie dem Cowtown Coliseum und der Stockyard Station, lassen dich direkt in die Welt von Cowboys und Cowgirls eintauchen. Wer hätte gedacht, dass sich nur zwei Meilen von der modernen Skyline Fort Worths entfernt eine solche Zeitreise machen lässt? Aber genau das passiert hier – und zwar so überzeugend, dass man sich fragt, ob gleich John Wayne mit einem „Howdy!“ um die Ecke kommt.

Die Atmosphäre hier ist eine Mischung aus charmant, rustikal und herrlich kitschig. Es gibt Saloons, die aussehen, als wären sie direkt einem Westernfilm entsprungen, und Souvenirläden, die von authentischen, handgefertigten Cowboyhüten bis hin zu „Made in China“-Kitsch alles bieten. Perfekt für jeden, der ein bisschen Western-Flair mit nach Hause nehmen möchte. Und während man durch die Straßen schlendert, schwirrt einem der Gedanke durch den Kopf: Bin ich auf einer Filmkulisse gelandet, oder ist das echt? Spoiler: Es ist echt – und es ist fantastisch.

Natürlich ist das große Highlight der Cattle Drive, der zweimal täglich die Straßen der Stockyards in ein lebendes Gemälde verwandelt. Eine Herde majestätischer Longhorns, begleitet von Cowboys in voller Montur, zieht gemächlich durch die Straßen, während die Zuschauer staunend am Rand stehen. Es ist eine dieser Szenen, die man einfach nur in Texas erleben kann. Aber wie das Schicksal es wollte, waren wir viel zu früh dran – der erste Cattle Drive startet erst um 11:30 Uhr, und wir waren bereits um 8 Uhr morgens auf der Matte.

Downtown Fort Worth hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon hinter uns gelassen – nicht, dass dort an einem Samstagmorgen um diese Uhrzeit viel los gewesen wäre. Die Straßen waren wie leergefegt, und selbst die Kaffeeautomaten wirkten, als hätten sie sich noch nicht entschieden, ob sie schon arbeiten wollen. Aber das machte nichts. Denn in den Stockyards war die Stimmung selbst um diese Zeit schon magisch, und wir hatten Zeit, uns in aller Ruhe umzusehen, bevor die Longhorns die Bühne betraten.

Fort Worth hat es wirklich geschafft, den Spirit des Wilden Westens zu bewahren, ohne dabei kitschig oder altbacken zu wirken. Es ist ein Ort, der sowohl die Vergangenheit ehrt als auch die Gegenwart feiert – und genau das macht ihn so besonders. Während wir also durch die rustikalen Straßen wanderten, wurde uns einmal mehr klar: Texas ist nicht nur ein Ort, es ist ein Lebensgefühl.

Aber wisst ihr was? Diese zusätzliche Zeit vor dem Cattle Drive kam uns tatsächlich zugute – wir haben sie genutzt, um unseren Mustang für die lange Fahrt nach Louisiana aufzutanken. An einer kleinen “Gas & Convenience”-Tankstelle legten wir einen Zwischenstopp ein, und alles schien zunächst problemlos. Doch dann – typisch Roadtrip – kam das Chaos.

Als Stefan mit unserer deutschen Kreditkarte versuchte, direkt an der Zapfsäule zu bezahlen, stießen wir auf ein bekanntes Problem: Deutsche Karten und amerikanische Zapfsäulen sind einfach keine Freunde. Also musste er im Shop vorab bezahlen – willkommen im Tankstellen-Dschungel von Texas! Zurück an der Zapfsäule lief dann alles glatt, bis ein plötzliches Plätschern unsere Aufmerksamkeit erregte.

„Was zum…?“ Stefan und ich schauten uns irritiert an, bevor wir zum Mustang hinüberblickten. Und da war es: Benzin lief fröhlich am Wagen hinunter! Ob die Zapfventilautomatik defekt war oder einfach nicht existierte, bleibt ein Rätsel. Jedenfalls haben wir sofort reagiert und den Tankvorgang gestoppt. Es war eine dieser Situationen, in denen man sich instinktiv denkt: „Wir müssen hier weg, und zwar schnell.“ Wer weiß, ob jemand in der Nähe eine Zigarette anzündet – das wollten wir nicht riskieren! Also verließen wir die Tankstelle in Rekordzeit und steuerten zurück zu den Stockyards.

Pünktlich wie die Cowboys fanden wir einen kostenlosen Parkplatz (danke, frühes Erscheinen!) und begaben uns auf die Exchange Avenue. Schon beim ersten Schritt spürten wir: Heute wird es lebendig. Die Rodeo-Finals im Cowtown Coliseum sorgten dafür, dass die Straßen bereits am Morgen voller Menschen waren – ein herrliches Durcheinander aus Touristen, Cowboys und Anwohnern. Die Atmosphäre war geprägt von Vorfreude, und das Beste daran? Wir waren mittendrin.

Natürlich konnte ich nicht widerstehen, einen kurzen Stopp in einem Souvenirshop einzulegen. Dort schnappte ich mir eine schicke Kaffeetasse, die nun garantiert ein treuer Begleiter meiner morgendlichen Routinen werden wird. Cowboy-Style in der heimischen Küche? Check!

Weiter ging’s zur Stockyards Station, dem ehemaligen Kopfbahnhof der Grapevine Vintage Railroad, wo einst riesige Viehherden verladen wurden. Heute ist dieser historische Ort eine Mischung aus gemütlichen Restaurants und charmanten Geschäften, die von handgemachten Stücken bis hin zu typischem Cowboy-Kitsch wirklich alles bieten. Die Stockyards Station ist das perfekte Beispiel dafür, wie Geschichte lebendig gehalten wird – ohne dabei an ihrem ursprünglichen Charakter zu verlieren.

Sundance

Während wir weiter durch den Stockyards National Historic District schlenderten, entdeckten wir so viele faszinierende Orte, dass wir gar nicht wussten, wo wir zuerst hinschauen sollten. Da wäre zum Beispiel das Livestock Exchange Building, einst das Herzstück der Viehbörse, das noch immer imposant in der Sonne glänzt. Oder das Cowtown Coliseum, wo heute Rodeo-Events stattfinden, die genauso spektakulär sind wie damals. Und natürlich – weil wir in den Stockyards sind – gab es Souvenirläden en masse. Von Longhornfiguren und Lassos bis hin zu Cowboystiefeln, hier gab es alles, was das Herz eines Wild-West-Fans begehrt. Ja, auch mit einer kleinen Prise Kitsch – aber genau das macht den Charme aus.

Ein besonderes Highlight, bevor der Cattle Drive losging, waren die Stallungen hinter der Stockyards Station. Hier hatten wir die Gelegenheit, die tierischen Hauptdarsteller aus nächster Nähe zu bewundern. Die majestätischen Longhorns, die gleich durch die Straßen ziehen würden, ruhten sich entspannt in ihren Boxen aus. Besonders niedlich: An jeder Box hingen Bilder der Tiere und ihre Namen, sodass man sie schon vorab kennenlernen konnte. Es war ein wirklich schöner Moment, diese beeindruckenden Geschöpfe aus der Nähe zu sehen – und der perfekte Auftakt für das, was uns noch erwarten würde.

Gegen 11 Uhr füllt sich langsam der Straßenrand der Exchange Avenue. Die Zuschauer versammeln sich, die Kameras sind gezückt, und die Spannung steigt – gleich geht es los mit einem der wohl skurrilsten, aber zugleich kultigsten Events, die Texas zu bieten hat: dem berühmten Cattle Drive. Ein paar strenge Guides patrouillieren die Szenerie, bereit, jedem, der auch nur einen Fuß auf die Straße setzt, mit einem energischen „Stay on the sidewalk!“ zu begegnen. Hier gibt es keine Kompromisse – der Gehsteig ist Gesetz, und daran wird sich gehalten, denn schließlich geht es gleich um echtes texanisches Kulturgut. 🚧

Es ist wirklich faszinierend, wie sich ein derart simples Spektakel zum Besuchermagneten entwickeln konnte. Zweimal täglich trottet die Herde Longhorns durch die Straßen, und jedes Mal sind Hunderte von Touristen dabei, als wäre es der erste Rinderauftrieb der Welt. Heute war sogar noch mehr los als sonst – ganze Schulklassen hatten sich eingefunden, was am Samstagmorgen für eine gewisse „Grundhektik“ sorgte. Schüler in Cowboyhüten, Lehrer mit Notizblöcken und Eltern, die schon etwas genervt aussahen, mischten sich unter die Schaulustigen.

Punkt 11:30 Uhr beginnt das Spektakel. Die Longhorns erscheinen in ihrer vollen Pracht, geführt von einer Truppe von Cowboys, die lässig auf ihren Pferden sitzen, als würden sie das täglich – ach ja, tun sie ja auch. Die Tiere selbst trotten gemächlich durch die Straße, scheinbar unbeeindruckt von den Smartphones, Kameras und begeisterten Zurufen der Menge. Doch die Touristen am Straßenrand? Sie jubeln, filmen und fotografieren – und ja, wir gehören natürlich auch dazu.

Es ist schwer, nicht von diesen beeindruckenden Tieren fasziniert zu sein. Ihre Hörner, die eine Spannweite von bis zu 2 Metern erreichen können, sind einfach atemberaubend. Jedes einzelne Rindvieh wirkt wie ein kleines Kunstwerk. Stefan und ich stehen da und dokumentieren jede Bewegung – wirklich jedes(!) Longhorn hat es auf unsere Kamera geschafft. Schließlich kann man ja nie genug Bilder von Texaner Rindern haben, oder?

Nach 15 Minuten Cowboy-Showdown ist der Spuk vorbei, und die Longhorns ziehen wieder zurück in ihre Stallungen – genauso gemächlich, wie sie gekommen sind. Die Touristen verstreuen sich langsam, verteilen sich auf die kleinen Gassen der Stockyards, und das Leben in diesem charmanten Viertel geht weiter. Aber eines ist sicher: Dieses Spektakel mag vielleicht kitschig und ein wenig absurd wirken, aber es ist ein einzigartiges Erlebnis, das du dir nicht entgehen lassen solltest, wenn du in Fort Worth bist. Es ist der Wilde Westen in seiner reinsten Form!

Fort Worth Longhorns Cattle Drive

Bevor wir unseren Roadtrip durch Louisiana fortsetzen, gibt es noch einen wichtigen Programmpunkt: Mittagessen! Und nicht irgendeines – wir steuern eines der bekanntesten Barbecue-Restaurants in der Gegend an: Cooper’s Old Time Pit Bar-B-Que. Schon beim Einparken schlägt uns dieser unwiderstehliche Duft entgegen, der nur von frisch gegrilltem Fleisch kommen kann. Die Luft ist erfüllt von rauchigen, würzigen Aromen, und wir wissen: Hier sind wir genau richtig.

Der Eingang führt uns direkt zu zwei gigantischen Warmhalte-Pits, in denen das Fleisch ordentlich vor sich hin brutzelt. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man in den heiligen Gral des Barbecue eintreten. Hier trifft man die erste Entscheidung des Tages: Welches Fleisch darf es sein? Nach einigem Überlegen – und einem kleinen Beratungsgespräch mit dem Grillmeister – landen ein großzügiges Stück Prime Rib und ein saftiges Brisket auf unseren Tabletts. Dazu gibt es natürlich eine perfekt gebackene Potato, bevor wir uns durch eine weitere Tür ins nächste Highlight begeben.

Hinter dieser Tür erwartet uns ein Beilagen-Buffet, das selbst Barbecue-Puristen beeindruckt. Aber mal ehrlich: Wer braucht schon Beilagen, wenn das Fleisch so fantastisch aussieht? Unser Prime Rib und Brisket werden an der Theke sorgfältig gewogen, in braunes Papier eingepackt, und wir schnappen uns noch unsere Getränkebecher. Die Selbstbedienung ist hier König – inklusive der kostenlosen Extras wie Bohnen, Sauce, Gurken, Zwiebeln und Weißbrot, die man sich großzügig auf das Tablett laden kann.

Der Gastraum ist genauso rustikal wie der Rest des Restaurants: Eine Mischung aus Wellblechscheune und Cowboy-Chic, mit langen Holzbänken und einem Hauch von texanischer Gelassenheit. Kein Schnickschnack, keine Teller – hier wird das Essen direkt auf der Papierunterlage serviert, und es schmeckt einfach noch besser, wenn man es mit den Händen isst.

Das Prime Rib ist eine Offenbarung. Zart, saftig und perfekt gewürzt, es zergeht buchstäblich auf der Zunge. Selbst die Baked Potato, die oft als unspektakuläre Beilage abgetan wird, ist hier so lecker, dass sie fast ein eigenständiges Gericht sein könnte. Zusammen mit einer großzügigen Portion Bohnen und der Barbecue-Sauce ergibt sich ein Essen, das alle Erwartungen übertrifft.

12:30 Uhr. Gesättigt und glücklich verlassen wir das Restaurant. Doch bevor es endgültig auf die Straße geht, machen wir noch zwei letzte Stopps. Zuerst zieht es uns zu Longhorn Harley Davidson, wo wir – wie könnte es anders sein – nach einem weiteren T-Shirt für Stefans Sammlung stöbern. Und da ein Walmart gleich um die Ecke liegt, nutzen wir die Gelegenheit, unsere Getränkevorräte aufzufüllen. Ein paar Dosen Cola und Wasser landen im Kofferraum, bevor wir uns endgültig auf den Weg machen. Noch viele Meilen liegen vor uns, aber eines ist sicher: Mit vollem Magen reist es sich einfach besser. Danke, Cooper’s – das war ein echtes Barbecue-Erlebnis! 

Die nächsten drei Stunden verbringen wir auf der Interstate 20, die uns direkt nach Shreveport, Louisiana, führt. Die Landschaft? Nun ja, wie soll ich es charmant ausdrücken? Eher eintönig. Eine endlose Gerade, gesäumt von Bäumen, und ab und zu ein Hinweisschild, das uns versichert, dass wir noch immer auf der richtigen Route sind. Es ist eine dieser Fahrten, bei denen die Zeit sich zu dehnen scheint und selbst das Autoradio nach einer Stunde irgendwie monoton wird.

Doch schließlich – gegen 19:00 Uhr – rollen wir auf den Parkplatz der Travelodge ShreveportUnser Ziel für die Nacht. Schon von außen ist klar: Hier geht es um Funktionalität, nicht um Luxus. Aber hey, wir brauchen nur ein Bett, eine Dusche und halbwegs stabiles WLAN. Was soll schon schiefgehen?

Ich mache mich auf den Weg zur Rezeption, um einzuchecken. Dort werde ich von einem äußerst gewissenhaften Rezeptionisten begrüßt. Er beginnt sofort mit einem – sagen wir mal – ausführlichen Check-in-ProzessFormulare werden ausgefüllt, Listen abgehakt, Kreuzchen gemacht und Notizen geschrieben. Es ist fast, als würde er für einen Test in Bürokratie trainieren. Nach ein paar Minuten kramt er in einer der vielen Schubladen, zieht weitere Unterlagen hervor und legt ein weiteres Formular auf den Tisch. Mittlerweile sind gut 10 Minuten vergangen.

Dann kommt die Frage: „One room key or two?“ „Two, please“, antworte ich. Und genau in diesem Moment beginnt das Spiel von vorn: Neue Notizen, neue Häkchen, als ob zwei Schlüssel ein komplexes mathematisches Problem darstellen würden.

Jetzt fehlt nur noch das WLAN-Passwort, denke ich mir, und hoffe, dass das wenigstens ohne weiteren Papierkrieg abläuft. Doch auch hier werde ich eines Besseren belehrt. Der Rezeptionist öffnet eine neue Schublade (wie viele hat dieser Schreibtisch eigentlich?), zieht ein zerknittertes Blatt hervor, auf dem irgendetwas steht, das vage an Schrift erinnert, und kopiert es. Dann nimmt er die Kopie, zerreißt sie in vier Teile, und reicht mir einen davon. Ich starre auf das wahrhaft kryptische Geschmiere auf dem Zettel und frage mich, ob ich vielleicht einen Dekodierer brauche, um diesen Zugang zu knacken.

Doch die Sorge erweist sich als völlig unbegründet. Im Zimmer stellen wir fest, dass das WLAN überhaupt nicht passwortgeschützt ist. Kein Code. Keine Hürde. Einfach reinklicken und los. Die ganze Prozedur war also reine Show.

Das Zimmer selbst? Einfach, aber sauber. Das Bett sieht einladend aus, die Dusche funktioniert, und nach dieser etwas skurrilen Check-in-Erfahrung fällt uns eines auf: Manchmal sind es gerade die kleinen, absurden Momente, die eine Reise unvergesslich machen.

Nachdem wir das spannende Check-in-Abenteuer überstanden hatten – samt verwirrendem WLAN-Code und einem Rezeptionisten, der wohl ins Guinness-Buch der Bürokratie eingehen könnte – beschlossen wir, den Abend mit etwas zu krönen, das Louisiana auszeichnet: authentisches Cajun-Food. Schließlich waren wir jetzt im Herzen der Südstaaten, und da gehört es einfach dazu, sich durch die würzige, herzhafte Küche der Region zu schlemmen.

Downtown Shreveport war unser Ziel, und ich hatte bereits im Vorfeld ein vielversprechendes Cajun-Restaurant ausgesucht. Schon beim Betreten empfing uns der unverkennbare Duft nach Gewürzen, gegrilltem Fleisch und dieser leicht rauchigen Note, die typisch für die kreolische Küche ist. Die Atmosphäre? Perfekt. Ein wenig rustikal, ein bisschen Jazz in der Luft und genau die richtige Portion Südstaaten-Charme. 

Stefan war sofort überzeugt und entschied sich für das “Blackened Chicken & Pecan Salad”, während ich mir das “Spicy Blackened Chicken Breast mit Jambalaya” gönnte. Und was soll ich sagen? Das war eine goldrichtige Entscheidung!

Mein Hühnchen war perfekt gewürzt, genau auf den Punkt gebraten und hatte diese herrliche rauchige Schärfe, die typisch für die Blackened-Technik ist. Aber das wahre Highlight? Das Jambalaya!

Jambalaya – Die Südstaaten-Paella mit Charakter

Habt ihr euch jemals gefragt, was Jambalaya eigentlich ist? Vielleicht kennt ihr den Song von The Carpenters, aber das Original ist kein Lied, sondern ein dampfendes, würziges Reisgericht aus Louisiana – eine Mischung aus kreolischer und Cajun-Küche, die genauso viel Geschichte wie Geschmack in sich trägt.

Jambalaya – Was steckt drin?

Man kann sich Jambalaya am besten als eine amerikanische Paella mit Südstaaten-Attitüde vorstellen. Die Basis bildet Langkornreis, der die Aromen der Gewürze und Zutaten aufnimmt, während er langsam gart. Dazu kommt eine bunte Mischung aus Fleisch, Meeresfrüchten, geräucherter Wurst oder Hühnchen – je nach Region und Vorlieben. Manche Rezepte setzen auf Shrimps und Andouille-Wurst, andere auf Hühnchen und Schweinefleisch.

Die „Heilige Dreifaltigkeit“ der Cajun-Küche

Das Geheimnis jedes guten Jambalayas liegt in den Gewürzen – und vor allem in der berühmten „Heiligen Dreifaltigkeit“ der Cajun-Küche:

  • Zwiebeln – für die herzhafte Grundnote
  • Paprika – bringt Süße und Aroma
  • Staudensellerie – gibt Tiefe und eine leichte Frische

Dazu kommen oft Knoblauch, Lorbeer, Cayennepfeffer, Oregano und Thymian – eine explosive Mischung, die dem Gericht seinen unverwechselbaren Geschmack verleiht.

Zwei Arten von Jambalaya – Kreolisch vs. Cajun

🔴 Kreolisches Jambalaya („rote Jambalaya“) enthält Tomaten, was dem Gericht eine rötliche Farbe gibt – typisch für New Orleans und seine französisch geprägte Küche.

🟤 Cajun-Jambalaya („braune Jambalaya“) wird ohne Tomaten zubereitet. Stattdessen wird das Fleisch zuerst kräftig angebraten, bis es eine tiefbraune Farbe bekommt – diese Variante ist besonders in den ländlichen Gegenden Louisianas verbreitet.

Ein Gericht mit Geschichte

Jambalaya entstand als eine südamerikanische Adaption der spanischen Paella, die von den ersten Siedlern in Louisiana mit lokalen Zutaten angepasst wurde. Es vereint afrikanische, französische und spanische Einflüsse und ist bis heute eines der wichtigsten Gerichte der Südstaaten-Küche.

Das Beste daran? Jambalaya ist unkompliziert, vielseitig und voller Geschmack. Egal ob mit Garnelen, Hähnchen oder Wurst – Hauptsache, es kommt ordentlich Würze ins Spiel. Und wenn man es einmal probiert hat, versteht man, warum es nicht nur ein Gericht, sondern ein Stück Louisiana-Kultur ist.

Meine Variante war eine Gemüse-Version, da es als Beilage serviert wurde – aber das tat dem Geschmack keinen Abbruch. Jede Gabel ein kleines Fest für die Geschmacksnerven.

Nach diesem fantastischen Essen, das uns endgültig in den kulinarischen Charme Louisianas eintauchen ließ, waren wir beide pappsatt und mehr als zufriedenMit vollem Bauch machten wir uns auf den kurzen Heimweg – gerade mal fünf Minuten Fahrt, die mit jeder Sekunde mehr wie ein sanftes Wiegenlied wirkten.

Zurück im Hotel schleppten wir uns müde, aber glücklich ins Zimmer. Gute Nacht, Shreveport! Morgen wartet ein neuer Tag voller Abenteuer – und wahrscheinlich noch mehr fantastisches Essen. Wir können es kaum erwarten!

Seitenübersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert