Frühstück in Paris, James Bond beim Schneider und eine Braut mit Helikoptermaßen
Heute ist Montag, der 20. Juni, und langsam wird die Sache ernst. Übermorgen wird unsere Bianca heiraten! In Las Vegas! Und während andere Brautmütter vermutlich seit Wochen nervös Tischkarten sortieren, Blumengestecke kontrollieren und darüber diskutieren, ob die Servietten farblich zum Brautstrauß passen, haben wir noch nicht einmal ein Brautkleid. Dafür aber einen Termin bei Cynthia, unserer wunderbaren Brautmodenretterin, und einen ziemlich ausgeklügelten Geheimplan. Ich finde, das ist doch schon mal eine solide Grundlage für eine Hochzeit. Außerdem haben wir heute noch einiges vor, schließlich befinden wir uns in Las Vegas und nicht auf einem Wellnesswochenende im Schwarzwald.
Bevor wir uns allerdings mit Brautkleidern, Anzügen und amerikanischen Behörden beschäftigen, steht erst einmal ein anständiges Frühstück auf dem Programm. Und wo könnte man das stilvoller erledigen als in Paris? Nein, wir haben nicht über Nacht den Kontinent gewechselt, sondern fahren ins Paris Las Vegas, wo wir uns im Le Village Buffet ein Frühstück gönnen, das diesen Namen wirklich verdient. Schon der Weg dorthin ist ein kleines Erlebnis. Draußen ragt der Eiffelturm in den strahlend blauen Himmel, darunter thront der riesige blau-goldene Heißluftballon, und im Inneren des Hotels spaziert man durch eine künstliche französische Dorfkulisse mit kleinen Häuserfassaden, Straßenlaternen und einem Himmel, der so überzeugend gemalt ist, dass man beinahe vergisst, sich mitten in einem klimatisierten Casino zu befinden. Hier hat jemand Frankreich offenbar einmal komplett durch den amerikanischen Vergrößerungsapparat geschickt.
Das Le Village Buffet passt perfekt dazu. Wir sitzen zwischen Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und einer Einrichtung, die irgendwo zwischen französischem Landgasthof und Disneyland angesiedelt ist. Überall gibt es etwas zu entdecken, und natürlich ist auch das Frühstücksbuffet wieder von einer Größenordnung, bei der man sich fragt, ob hier tatsächlich nur gefrühstückt oder vorsorglich die halbe Stadt versorgt werden soll. Croissants, Eier, Speck, süße Leckereien und alles, was man morgens sonst noch so brauchen könnte. Wir lassen es uns jedenfalls ordentlich schmecken. Patrick scheint sich besonders gewissenhaft mit seinem Frühstück zu beschäftigen, während Bianca und Stefan die Sache etwas gelassener angehen. Ich genieße vor allem die Tatsache, dass wir heute Morgen einmal ganz gemütlich zusammensitzen können. Morgen um diese Zeit dürfte die Stimmung nämlich etwas anders aussehen. Da werden vermutlich alle durcheinanderlaufen, irgendjemand sucht garantiert irgendetwas, und ich werde versuchen, den Überblick zu behalten. Also genießen wir lieber noch einmal die Ruhe vor dem Hochzeitssturm.
Nach dem Frühstück wird es dann tatsächlich offiziell. Bianca und Patrick müssen ihre Marriage License besorgen, denn auch in Las Vegas kann man nicht einfach in eine Hochzeitskapelle spazieren, „Ja“ sagen und anschließend als verheiratetes Paar wieder herauskommen. Selbst in dieser Stadt, in der man rund um die Uhr heiraten kann und Elvis gefühlt an jeder zweiten Straßenecke wartet, hat die Bürokratie noch ein Wörtchen mitzureden. Also fahren wir zum Marriage License Bureau, wo die beiden ihre Heiratserlaubnis beantragen müssen. Das klingt zunächst nach einem längeren Behördenmarathon mit Wartenummern, Formularbergen und mindestens drei verschiedenen Sachbearbeitern, die jeweils eine andere Bescheinigung verlangen. Aber wir sind schließlich in Amerika, und hier scheint man zumindest beim Heiraten ausgesprochen pragmatisch zu sein.
Bianca und Patrick sitzen am Schalter, füllen ihre Unterlagen aus und erledigen die Formalitäten. Auf den Fotos sieht man ihnen die Vorfreude richtig an. Bianca strahlt in die Kamera und zeigt begeistert den Daumen nach oben, während Patrick daneben sitzt und aussieht, als hätte er gerade einen besonders wichtigen Vertrag abgeschlossen. Was ja im Grunde auch stimmt. Nur dass dieser Vertrag hoffentlich deutlich länger hält als unsere beiden Mietwagen vom Death Valley. Nach kurzer Zeit ist alles erledigt, und die beiden haben tatsächlich ihre offizielle Heiratserlaubnis in der Tasche. Damit steht der Hochzeit zumindest von behördlicher Seite nichts mehr im Wege. Jetzt brauchen wir nur noch zwei passend angezogene Menschen, die auch wirklich heiraten möchten. Letzteres scheint glücklicherweise kein Problem zu sein.
Also auf zu Cynthia! Gestern haben Stefan und ich ja bereits die Vorarbeit geleistet und mit unserer neuen Verbündeten alles besprochen. Heute kommen wir nun mit der gesamten Mannschaft bei Best Bridal & Tuxedos an. Die Boehms-Group rückt geschlossen an, und ich bin ziemlich gespannt, ob unser Plan tatsächlich aufgeht. Cynthia erwartet uns bereits, begrüßt alle herzlich und übernimmt sofort das Kommando. Ich bin immer noch begeistert, wie unterschiedlich zwei Brautmodengeschäfte sein können. Gestern standen wir bei drei Damen, die uns am liebsten nach ungefähr 30 Sekunden wieder hinauskomplimentiert hätten, und heute werden wir empfangen, als wären wir langjährige Stammkunden. Dabei wollen wir hier nur für einen einzigen Tag zwei Menschen ordentlich anziehen.

Zuerst ist Bianca an der Reihe. Stefan und Patrick werden kurzerhand aus dem Geschäft geschickt, denn schließlich soll der Bräutigam seine Braut nicht schon vor der Hochzeit im Kleid sehen. Nadine und ich dürfen bleiben und uns gemeinsam mit Bianca auf die Suche nach dem perfekten Brautkleid machen. Wobei „Suche“ eigentlich nicht ganz stimmt, denn Cynthia hat bereits einige Modelle vorbereitet. Und natürlich haben wir gestern auch schon ausführlich über unser kleines Geheimnis gesprochen. Bianca und Patrick wissen noch immer nichts davon, dass sie nach der Trauung mit einem Helikopter zum Grand Canyon fliegen werden. Und genau deshalb brauchen wir ein Kleid, das nicht nur wunderschön aussieht, sondern auch einigermaßen problemlos durch eine Hubschraubertür passt. Eine ausladende Prinzessinnenrobe mit mehreren Metern Tüll wäre da vermutlich eher hinderlich. Ich möchte schließlich nicht erleben, wie der Pilot vor dem Start erklären muss, dass entweder die Braut oder das Kleid mitfliegen kann, aber leider nicht beides.
Cynthia spielt ihre Rolle jedenfalls hervorragend. Ganz selbstverständlich zeigt sie Bianca verschiedene schmal geschnittene Kleider und erklärt, welche Schnitte besonders gut zu ihrer Figur passen würden. Ich versuche dabei, möglichst unauffällig auszusehen und nicht bei jedem schmalen Kleid begeistert zu nicken. Schließlich kennt mich meine Tochter, und wenn ich plötzlich auffallend großes Interesse an der Bewegungsfreiheit von Brautkleidern entwickle, könnte sie misstrauisch werden. Aber Cynthia hat die Sache wunderbar im Griff. Sie berät Bianca ganz ruhig und professionell, und schon beim ersten Kleid scheint sie einen Volltreffer gelandet zu haben.
Bianca sieht einfach wunderschön aus! Das Kleid sitzt fast perfekt, betont ihre Figur und ist genau das, was wir uns vorgestellt haben. Vor allem aber gefällt es Bianca selbst. Sie betrachtet sich im Spiegel, dreht sich ein wenig und strahlt. Und ich stehe daneben und denke plötzlich daran, dass dieses Mädchen, das gefühlt gestern noch mit seinen Spielsachen durch unser Wohnzimmer marschiert ist, morgen tatsächlich heiraten wird. In Las Vegas, Tausende Kilometer von zu Hause entfernt. Das ist schon ein ziemlich besonderer Moment. Natürlich werde ich jetzt nicht sentimental und breche zwischen den Kleiderständern in Tränen aus. Dafür bin ich viel zu sehr damit beschäftigt, innerlich einen Haken hinter den Punkt „Brautkleid – helikoptertauglich“ zu setzen.
Cynthia steckt hier und da noch etwas ab und verspricht, das Kleid bis morgen perfekt anzupassen. Dazu kommen passende Schuhe, Schleier, Ohrringe und eine Tiara. Sogar an das traditionelle Strumpfband und die Sache mit „Something old, something new, something borrowed, something blue“ wird gedacht. Ich bin begeistert. Wir haben gestern noch nicht einmal gewusst, wo wir vernünftige Hochzeitskleidung finden sollen, und heute steht Bianca in ihrem Traumkleid vor uns. Und das Beste daran: Sie hat nicht die geringste Ahnung, warum ihre Mutter und die Brautmodenverkäuferin so ausgesprochen zufrieden mit der Kleiderwahl sind.
Nachdem Bianca wieder in ihren normalen Klamotten steckt, wird gewechselt. Jetzt darf Patrick hinein, während Bianca vorsichtshalber draußen bleibt. Schließlich wollen wir die Überraschung nicht verderben. Für Patrick haben wir eine ziemlich klare Vorstellung: Er soll aussehen wie James Bond. Nicht wie irgendein James Bond nach einer durchzechten Nacht am Roulettetisch, sondern wie die elegante Variante, die gerade aus einem Aston Martin gestiegen ist und anschließend ganz selbstverständlich einen Martini bestellt. Cynthia scheint auch damit keinerlei Probleme zu haben. Sie zeigt uns verschiedene Modelle, Patrick entscheidet sich für einen Stil, und dann wird Maß genommen.
Ich beobachte fasziniert, wie routiniert Cynthia arbeitet. Hier ein Maßband, dort eine Notiz, noch einmal die Schulterbreite kontrollieren, und schon verschwindet sie im hinteren Teil des Geschäfts. Wenig später kommt sie mit einem Anzug zurück, der Patrick tatsächlich auf Anhieb passt. Ich weiß nicht, wie viele Anzüge diese Frau in ihrem Lager hat, aber offensichtlich könnte sie bei Bedarf auch eine komplette Hochzeitsgesellschaft innerhalb einer halben Stunde ausstatten. Patrick sieht jedenfalls richtig schick aus, und wir sind uns einig, dass er morgen neben seiner Braut eine ausgesprochen gute Figur machen wird. Mission James Bond erfolgreich abgeschlossen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Aston Martin. Wobei wir nach unseren Erfahrungen im Death Valley ohnehin beschlossen haben, Mietwagen lieber nicht mehr unnötig herauszufordern.
Nach ungefähr einer Stunde sind wir mit allem fertig. Cynthia hat sämtliche Wünsche berücksichtigt, das Kleid wird noch angepasst, der Anzug sitzt, und für übermorgem früh um neun Uhr ist der nächste Termin vereinbart. Sogar um einen Friseurtermin will sie sich noch kümmern. Ich bin wirklich beeindruckt. Gestern hatten wir noch das Gefühl, dass uns die Hochzeitsvorbereitungen langsam über den Kopf wachsen, und heute läuft plötzlich alles wie am Schnürchen. Die komplette Ausstattung kostet uns rund 350 Dollar inklusive Steuer. Wenn ich bedenke, was man zu Hause allein für ein Brautkleid ausgeben kann, finde ich das beinahe unglaublich. Und dann dieser Service! Cynthia ist inzwischen nicht mehr einfach nur unsere Brautmodenverkäuferin, sondern ein vollwertiges Mitglied unseres kleinen Hochzeitskommandos. Sie kennt den Zeitplan, weiß von der Helikopterüberraschung und sorgt dafür, dass morgen jeder zur richtigen Zeit im richtigen Outfit am richtigen Ort steht. Zumindest hoffe ich das sehr.
Als wir das Geschäft verlassen, sind alle bester Laune. Bianca hat ihr Traumkleid gefunden, Patrick seinen James-Bond-Anzug, und ich habe endlich das Gefühl, dass wir die Hochzeit tatsächlich im Griff haben. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich mich jetzt entspannt zurücklehne. Dafür kenne ich uns viel zu gut. Aber immerhin haben wir nun den Rest des Tages frei, und den wollen wir selbstverständlich ausnutzen. Schließlich gibt es in Las Vegas noch jede Menge zu entdecken.

Wir fahren zurück zum Strip und verbringen einige Zeit im Caesars Palace. Dieses Hotel ist wirklich eine Klasse für sich. Schon von außen sieht es aus, als hätte jemand beschlossen, das alte Rom nach Nevada zu verlegen und dabei vorsichtshalber sämtliche Gebäude etwas größer zu bauen. Überall stehen riesige Säulen, Statuen und Brunnen, und im Inneren geht es genauso pompös weiter. Marmorböden, gewaltige Hallen, goldene Verzierungen und Decken, bei denen man unwillkürlich den Kopf in den Nacken legt. Ich frage mich jedes Mal, wie viele Menschen hier wohl allein damit beschäftigt sind, die ganzen Statuen abzustauben. Vermutlich mehr, als in manchem deutschen Rathaus arbeiten.
Natürlich schauen wir uns auch wieder die Forum Shops an. Diese riesige Einkaufswelt ist einfach faszinierend. Man läuft durch künstliche römische Straßen, vorbei an Brunnen, Säulen und Geschäften, deren Auslagen schon beim bloßen Anschauen teuer aussehen. Über uns spannt sich ein künstlicher Himmel, der einem das Gefühl gibt, irgendwo im Freien unterwegs zu sein, obwohl man sich tatsächlich mitten in einem riesigen Gebäudekomplex befindet. Die Amerikaner haben wirklich ein Talent dafür, Dinge zu bauen, die eigentlich vollkommen übertrieben sind und trotzdem irgendwie großartig aussehen. Wir schlendern gemütlich durch die Gänge, schauen uns die Schaufenster an und machen natürlich jede Menge Fotos. Bianca posiert zwischendurch an einem Brunnen, Nadine lässt sich von den riesigen Statuen beeindrucken, und Stefan betrachtet die ganze Pracht mit einer Mischung aus Interesse und der vermutlich berechtigten Frage, was das alles wohl gekostet haben mag.
Irgendwann landen wir selbstverständlich auch im Casino. Wenn man schon einmal in Las Vegas ist, muss man schließlich wenigstens versuchen, ein bisschen Geld zu gewinnen. Die Betonung liegt allerdings auf „versuchen“. Wir werfen ein paar Dollar in die Spielautomaten und beobachten gespannt, wie sich die Walzen drehen. Leider scheinen die Geräte heute nicht besonders großzügig gestimmt zu sein. Was wir hineinstecken, bleibt größtenteils auch drin. Ich vermute, die Betreiber des Caesars Palace müssen schließlich irgendwie ihre ganzen Marmorsäulen finanzieren, und wir leisten gerade unseren kleinen Beitrag dazu. Stefan probiert ebenfalls sein Glück, aber auch bei ihm bleibt der große Gewinn aus. Nun gut, wir sind ja nicht hier, um reich zu werden. Wir sind hier, um unsere Tochter zu verheiraten. Und dafür haben wir glücklicherweise noch genügend Geld übrig.
Anschließend schauen wir uns das MGM Grand an. Schon vor dem Hotel thront der riesige goldene Löwe, der unmissverständlich klarmacht, dass man sich hier nicht mit Kleinigkeiten aufhält. Im Inneren gibt es noch eine besondere Attraktion: echte Löwen! Die Tiere liegen hinter großen Glasscheiben in ihrem Gehege, während sich die Besucher davor versammeln und fotografieren. Wir stehen eine Weile da und beobachten die mächtigen Raubkatzen, die allerdings wenig Interesse daran zeigen, für die Touristen irgendeine spektakuläre Vorstellung abzuliefern. Stattdessen liegen sie ziemlich entspannt herum und schlafen. Ich kann es ihnen nicht verdenken. Bei dieser Hitze würde ich vermutlich auch lieber irgendwo im Schatten liegen, statt mich den ganzen Tag von fremden Menschen anstarren zu lassen. Immerhin haben die Löwen verstanden, wie man in Las Vegas lebt: möglichst wenig bewegen und trotzdem im Mittelpunkt stehen.
Weiter geht es zum Mirage, wo wir uns noch einmal die wunderschöne tropische Gartenlandschaft anschauen. Nach all den künstlichen römischen Tempeln und den riesigen Casinos ist das beinahe eine kleine Erholung für die Augen. Überall wachsen Palmen, üppige Pflanzen und exotische Gewächse, dazwischen plätschert Wasser über künstliche Felsen. Man läuft durch diese grüne Oase und vergisst für einen Moment, dass draußen die Wüste von Nevada liegt. Das Mirage hat wirklich eine besondere Atmosphäre. Hier fühlt man sich eher wie in einem tropischen Ferienresort als in einer Stadt, die mitten in der Mojave-Wüste aus dem Boden gestampft wurde. Wir schlendern durch die Anlage, machen Fotos und genießen die üppige Vegetation. Ich finde es immer wieder erstaunlich, was man hier alles mit ausreichend Geld, Wasser und einer gewissen amerikanischen Vorliebe für Größenwahn erschaffen kann.
Irgendwann zieht es uns dann noch ein Stück weg vom Strip. Wir fahren zur Sahara Avenue, denn dort gibt es einen Harley-Davidson-Händler, den wir uns unbedingt anschauen möchten. Red Rock Harley-Davidson steht auf dem Programm, und natürlich wissen wir alle, dass man einen solchen Laden nicht einfach betreten kann, ohne anschließend wenigstens mit einem T-Shirt wieder herauszukommen. Das wäre ja beinahe unhöflich. Schon vor dem Geschäft stehen einige Motorräder, und im Inneren erwartet uns die übliche Mischung aus glänzendem Chrom, schwarzen Lederjacken, T-Shirts und allem, was das Harley-Herz begehrt. Wir stöbern durch die Regale und finden tatsächlich ein paar schöne Shirts, die natürlich mitmüssen. Schließlich sind solche Mitbringsel aus Amerika immer etwas Besonderes. Und wenn wir schon einmal hier sind, können wir ja schlecht mit leeren Händen wieder hinausgehen.
Da wir inzwischen auch wieder Hunger bekommen, machen wir gleich noch einen Zwischenstopp bei McDonald’s. Nach unserem fürstlichen Frühstück in Paris und den ganzen römischen Palästen ist das kulinarisch zwar ein kleiner Stilbruch, aber immerhin sind wir in Amerika. Hier gehört ein Besuch bei McDonald’s schließlich fast schon zum kulturellen Pflichtprogramm. Außerdem geht es schnell, ist unkompliziert und niemand muss lange überlegen, was er bestellen möchte. Wir essen eine Kleinigkeit und machen uns anschließend wieder auf den Weg.
Heute haben wir alles erledigt, was noch zu erledigen war. Die Heiratserlaubnis ist besorgt, das Brautkleid ausgesucht, Patricks Anzug sitzt wie angegossen, und Cynthia hat versprochen, für den Hochzeitstag alles perfekt vorzubereiten. Sogar unser kleines Helikoptergeheimnis ist weiterhin sicher. Bianca und Patrick ahnen noch immer nichts davon, dass sie nach ihrer Hochzeit nicht einfach gemütlich zum nächsten Casino schlendern werden, sondern erst einmal über eine der spektakulärsten Landschaften Amerikas fliegen dürfen.
Noch zwei mal schafen – dann wird geheiratet. In Las Vegas. Und ich habe so eine Ahnung, dass dieser Tag nicht ganz gewöhnlich werden wird.




































