(2026) Fünf Tage Gardasee – und kein einziger Tag lief nach Plan
Eigentlich sollte es nur ein kurzer Abstecher an den Gardasee werden. Fünf Tage Auszeit, ein Campingplatz in Peschiera del Garda, ein bisschen Radfahren, ein bisschen Dolce Vita und vielleicht die eine oder andere Kugel Gelato zu viel.
Am Ende wurde daraus eine Reise voller kleiner Umwege, spontaner Entscheidungen und Geschichten, die sich niemand hätte ausdenken können. Da war die zähe Fernpass-Kolonne, die uns ausreichend Zeit gab, den Blindsee zu fotografieren. Da waren Märkte in Bardolino und Desenzano – wobei einer davon kurzerhand von der Mille Miglia verdrängt wurde. Statt Salami und Käse gab es plötzlich Ferraris, Jaguar und Oldtimer direkt vor der Nase.
Wir verfuhren uns auf venezianische Art mit dem Vaporetto, landeten ungeplant auf Murano, machten daraus spontan einen Ausflug nach Burano und wurden auf dem Rückweg von einem Wolkenbruch über der Lagune überrascht. Zurück auf dem Campingplatz hing die Markise schief, die Nachbarn hatten uns bereits verloren geglaubt und wir erfuhren erst am nächsten Morgen, welchem Hagelsturm wir gerade entgangen waren.
Dazwischen lagen unzählige Kilometer auf den Fahrrädern, ein Helm für die zweite Vespa, sechs Liter Olivenöl, eine Melonenschüssel, die unbedingt mitmusste, viel zu viel Käse, noch mehr Salami und die Erkenntnis, dass man erstaunlich viele Lebensmittel auf zwei Fahrrädern transportieren kann – zumindest theoretisch.
Und natürlich spielte auch Stefan wieder seine wichtigste Urlaubsrolle: der Mann, der grundsätzlich Spaghetti bestellt. Fast immer. Bis auf dieses eine Mal. Das hat mich bis heute nicht ganz losgelassen.
Kurz gesagt: Fünf Tage Gardasee, Venedig, Märkte, Ferraris, Gelato, Olivenöl und eine Menge Situationen, die nie geplant waren und gerade deshalb in Erinnerung bleiben werden.
Viel Spaß beim Mitreisen.