Eigentlich wollten wir nur auf den Markt in Desenzano
Dienstag stand der angeblich schönste Markt am ganzen Gardasee auf dem Programm: Desenzano. Wieder sechzehn Kilometer mit dem Rad, wieder die Promenade entlang – diesmal andersherum – und wieder ein Stefan, der kurz vor der Abfahrt versuchte, ein kleines, aber entschlossenes Protestkomitee zu gründen.
Es waren nur drei oder vier Sätze. Müde Beine, der Vortag, dringender Erholungsbedarf, vielleicht auch ein stiller Appell an meine Menschlichkeit. Dann war ihm selbst klar, dass Streiken bei mir ungefähr so erfolgreich ist wie Verhandeln mit einer Ampel. Es ist sinnlos. Das wissen wir beide seit Jahren. Er probiert es trotzdem gelegentlich. Aus Prinzip, aus Tradition oder weil man in einer Ehe offenbar gewisse Rituale pflegen muss.
Nach dem Frühstück saßen wir jedenfalls auf den Rädern und machten uns auf den Weg. Desenzano empfing uns mit bestem Wetter, guter Laune und einer kleinen Überraschung. Wo waren die Marktstände?
Ich hatte mir das ganz anders vorgestellt: Kleidung, Käse, Salami, Lederwaren, Küchenutensilien und dieser herrliche italienische Wühltisch-Charme, bei dem man mit vielen Dingen nach Hause kommt, die man nie kaufen wollte, aber ab sofort für lebensnotwendig hält. Stattdessen standen überall Absperrungen, Bauzäune und Polizeifahrzeuge. Mittendrin parkte ein Ferrari mit Startnummer, der so aussah, als warte er auf etwas sehr Wichtiges. Ich stand zwischen Gittern, Uniformen und Sportwagen und fragte mich ernsthaft, ob ich versehentlich auf der falschen Veranstaltung gelandet war.

Google lieferte die Antwort, wie eigentlich immer, wenn man ratlos vor einer Straßensperrung steht. Mille Miglia. Das berühmte Oldtimer-Rennen von Brescia nach Rom und zurück. Seit 1927. Ich hatte noch nie davon gehört. Stefan dagegen schon, und zwar mit diesem leicht überlegenen „Na klar kennt man das“-Tonfall, den Männer gerne für Themen reservieren, die Motoren haben. Okay, das lasse ich gelten. Das war tatsächlich ziemlich beeindruckend.
Nur leider half uns dieses Wissen nicht wirklich weiter. Es war gerade einmal halb zehn. Die ersten Fahrzeuge wurden erst gegen 15 Uhr erwartet. Theoretisch hätte also locker noch Zeit für den Markt gewesen sein können, wenn ihn jemand nicht komplett gestrichen hätte. Ach, Desenzano. Da fährt man sechzehn Kilometer für Käse und Salami und steht plötzlich in einem Oldtimer-Vorprogramm.
Ein Ersatzprogramm musste her, bevor die Stimmung in Richtung „sechzehn Kilometer für nichts“ kippte. Stefan brachte die Lage mit seiner ihm eigenen Sachlichkeit auf den Punkt: „Und dafür bin ich jetzt sechzehn Kilometer Fahrrad gefahren.“ Keine Beschwerde. Keine Diskussion. Einfach eine Feststellung. Ich kenne diesen Ton. Er bedeutet übersetzt ungefähr: Wenn das hier nichts wird, hörst du dir diesen Satz heute noch öfter an.
Ich überhörte den Unterton großzügig und schlug stattdessen Sirmione vor. Also runter zum Hafen, Schiff statt Pedale. Sieben Euro pro Person, dreifünfzig pro Fahrrad. Kein Schnäppchen, das muss man so sagen. Aber Stefan wollte unter keinen Umständen weiterfahren, und ich wollte unter keinen Umständen diskutieren. Am Ende war die Überfahrt vermutlich deutlich günstiger als eine längere Verhandlung über alternative Tagesprogramme.
Wenig später standen die Fahrräder an Bord und wir schipperten gemütlich über den See Richtung Sirmione. Nach einem verschwundenen Markt, einer unerwarteten Begegnung mit der Mille Miglia und einem kleinen Fahrradstreik am Morgen fühlte sich das plötzlich nach genau dem richtigen Plan an. Man muss Reisepläne manchmal nur lange genug ignorieren, dann entwickeln sie ein Eigenleben.
In Sirmione schoben wir die Räder zunächst aus der Altstadt heraus und gingen dann zu Fuß zurück. Fahrräder durch diese Gassen zu schieben ist ungefähr so sinnvoll wie ein Surfbrett durch die Fußgängerzone zu tragen. Man hat es dabei, kommt aber nicht wirklich voran und steht ständig irgendjemandem im Weg.
Wir waren inzwischen schon zum dritten Mal hier, und trotzdem fasziniert mich dieser Ort jedes Mal aufs Neue. Gefühlt hundert Eisdielen, jede mit gefühlt hundert Sorten, und selbstverständlich behauptet jede von sich, die Beste am gesamten Gardasee zu sein. Wir kauften die obligatorischen Riesenbecher und ließen uns durch die engen Gassen treiben. Dabei staune ich jedes Mal über die Autos, die tatsächlich versuchen, sich durch die Touristenmassen zu quetschen. Wie das funktioniert, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber irgendwie klappt es. Mit viel Geduld, gelegentlichem Hupen und vermutlich einem starken Glauben an Wunder.
Nach dem Eis bummelten wir durch den vorderen Teil der Altstadt hinüber zur Burg. Und egal, wie oft man sie schon gesehen hat: Das Castello Scaligero schafft es jedes Mal wieder, einen kurz stehen bleiben zu lassen. Diese Burg wirkt, als hätte sie sich irgendwann im 13. Jahrhundert gedacht: Ich setze mich jetzt hier fotogen mitten ins Wasser, und in 800 Jahren werden Leute mit Eisbechern davorstehen und viel zu viele Fotos machen.
Die Anlage entstand in ihrer heutigen Form in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde von der Veroneser Adelsfamilie della Scala auf den Grundmauern eines älteren römischen Kastells errichtet. Das Wasser im Burggraben leuchtet smaragdgrün, die Schwalbenschwanz-Zinnen ziehen sich über die Mauern, und mittendrin besitzt die Burg sogar einen eigenen, vollständig integrierten Hafen – etwas, das nur wenige Festungen in Europa vorweisen können. Heute schaukeln dort kleine Boote friedlich im Wasser, wo einst die Kriegsschiffe der Scaliger lagen. Man kann Geschichte natürlich auch eleganter altern lassen.
Natürlich liefen wir einmal außen herum, fotografierten die Mauern von der Brückenseite mit den Blumen im Vordergrund und verfielen anschließend dem unausweichlichen Touristenreflex. Noch ein Foto. Noch eins. Und noch eins aus einem leicht anderen Winkel, als hätte sich in den letzten drei Minuten irgendetwas Entscheidendes verändert. Hat es natürlich nicht. Aber manche Bauwerke verdienen einfach zehn Bilder mehr als eigentlich nötig wären.
Anschließend liefen wir weiter bis zum Parco Don Lino Zorzi. So weit waren wir bisher noch nie gekommen, was wieder einmal beweist: Man muss nur oft genug am gleichen See Urlaub machen, um irgendwann auch die Ecken zu entdecken, die es nicht auf jede Postkarte schaffen.
Dort stand wieder ein Züglein. Allerdings kein gewöhnliches Rundfahrt-Bähnchen wie in Bardolino, bei dem man anschließend erstaunlich viel über Mülltonnenstandorte und Hinterhöfe weiß. Dieses hier hatte ein echtes, konkretes und vor allem vielversprechendes Ziel: Jamaika Beach. Schon der Name allein hatte mich überzeugt. „Komm Stefan, das schauen wir uns an.“ Gesagt mit genau der Überzeugungskraft, die bei uns meistens funktioniert. Manchmal sogar bei ihm.

Ich zahlte 1,50 Euro pro Person, das Züglein setzte sich in Bewegung und fuhr eine Weile brav geradeaus. Gerade als ich dachte, jetzt beginnt die Ich zahlte 1,50 Euro pro Person, das Züglein setzte sich in Bewegung und fuhr eine Weile brav geradeaus. Gerade als ich dachte, jetzt beginnt die große Rundfahrt, mussten wir aussteigen. Der Wegweiser zur Jamaika Beach zeigte steil den Berg hinunter. So steil, dass man sich kurz fragte, ob hier vielleicht versehentlich die Beschilderung eines Klettersteigs statt eines Strandwegs aufgestellt worden war.
Neben mir begann Stefan leise zu protestieren. „Du hast keine Ahnung, was da unten ist, und da sollen wir jetzt runterlaufen? Und anschließend wieder hoch?“ Ja, Stefan. Genau das. Eigentlich ist das eine ziemlich treffende Zusammenfassung unserer gesamten Ehe. Ich schlage irgendetwas vor, von dem ich keine Ahnung habe, was uns erwartet, und Stefan erklärt mir unterwegs, warum das keine gute Idee ist.
Unten angekommen war die Diskussion allerdings sofort beendet. Vor uns lag türkisblaues Wasser, die hellen Felsplatten zogen sich weit in den See hinein und eine kleine Strandbar stand genau dort, wo eine kleine Strandbar an einem solchen Ort stehen sollte. Jamaika Beach sah nicht aus wie ein Ort, den man nach einem spontanen Züglein-Impuls erreicht. Eher wie etwas, das man vorher recherchiert, in eine Bucket List schreibt und anschließend sehr zufrieden abhakt.
Wir blieben eine ganze Weile. Ich zog die Schuhe aus und balancierte über die warmen Steine ins Wasser, während Stefan vorsorglich sein Handy bereithielt, falls ich ausrutschen sollte. Vermutlich weniger aus Sorge als aus dokumentarischem Interesse. Ich tat ihm den Gefallen nicht. Danach ging es wieder bergauf, zurück zum Züglein. Und erstaunlicherweise fühlte sich der Anstieg deutlich kürzer an als in Stefans vorhergesagtem Katastrophenszenario. Manchmal übertreibt die Opposition eben.
Als wir wieder bei den Fahrrädern ankamen, waren vor der Brücke zur Altstadt inzwischen die Straßensperren für die Mille Miglia aufgebaut worden – diesmal direkt vor unserer Nase. Ich fragte einen Ordner, wann es denn losgehen würde. „In etwa zwei Stunden.“ Die ersten Fahrzeuge würden durch Sirmione fahren und anschließend weiter nach Peschiera.
Ich rechnete kurz nach. Theoretisch hätte das noch für die Fähre gereicht. Praktisch hätten wir uns dann aber wieder durch genau dieselben Gassen quetschen müssen, aus denen wir gerade erst herausgekommen waren. Diesmal mit Fahrrädern im Schlepptau, dazu eine Hafenwarteschlange, die vermutlich nicht kürzer geworden wäre, und anschließend das übliche Gedränge um die besten Plätze.
„Ach komm, Stefan. Wir sparen uns die Fähre. Wir radeln einfach zurück nach Peschiera. Dann sind wir vor den Autos da und müssen nicht stundenlang irgendwo herumstehen.“ Stefan schaute mich an. Es war dieser Blick, der ungefähr sagte: Du hattest heute schon mehrfach Recht. Langsam wird mir das unheimlich. Ausgesprochen hat er das natürlich nicht. Er stieg einfach aufs Fahrrad. Und tatsächlich rollten wir wenig später entspannt in Peschiera ein, lange bevor irgendwo am Horizont auch nur der erste Motor zu hören war.
In der Nähe des Hafens entdeckten wir das Piccolo Mondo und beschlossen spontan, den Tag erst einmal kulinarisch aufzuarbeiten. Ich bestellte eine Pizza, Stefan musste auf Tagliatelle al Pomodoro ausweichen, weil es keine Spaghetti gab. Das gibt in seiner persönlichen Restaurantbewertung grundsätzlich Punktabzug. Michelin-Sterne spielen dabei keine Rolle. Entscheidend ist ausschließlich die zuverlässige Verfügbarkeit von Spaghetti.
Dazu gönnten wir uns einen halben Liter Weißwein, denn nach einem Tag voller Fahrradkilometer, verschwundener Märkte, Züglein-Ausflüge und spontaner Planänderungen erschien uns das eine völlig angemessene Menge. Man muss Ereignisse schließlich einordnen. Und das geht mit Vino della Casa erfahrungsgemäß besser.
Während wir dort saßen, ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren. Eigentlich waren wir wegen eines Marktes nach Desenzano gefahren. Stattdessen hatten wir Vorbereitungen für ein berühmtes Oldtimer-Rennen entdeckt, waren mit dem Schiff nach Sirmione gefahren, hatten einen Strand besucht, von dem wir morgens noch nichts wussten, und Stefan hatte die vierzehn Kilometer „umsonst“ am Ende offenbar offiziell verziehen. Zumindest hatte er aufgehört, es zu erwähnen. Das ist in unserer Ehe eine Form von Freispruch.
Nach dem Essen schlenderten wir noch ein wenig durch die Stadt. Gerade lang genug, damit Pizza und Tagliatelle eine Chance hatten, sich vernünftig zu setzen. Und dann kamen sie. Zuerst die Ferraris. Rote Ferraris natürlich, wie es sich gehört. Aber auch einige in Beige, Silber oder Hellblau, was bei Ferrari ungefähr so wirkt, als würde jemand einen Schotten im Hawaiihemd treffen. Später erfuhren wir, dass es sich um den Ferrari Tribute zur Mille Miglia handelte, eine Art Vorprogramm, bevor die eigentlichen historischen Fahrzeuge auftauchten. Italien kann eben sogar ein Vorprogramm so inszenieren, dass man denkt, das sei schon der Hauptfilm.

Wir suchten uns verschiedene Stellen entlang der Strecke und beobachteten die Wagen. Besonders beeindruckend war eine lange Gerade kurz vor der Altstadt. Dort mussten die Fahrer zunächst abbremsen, weil sich vor ihnen die Kolonne staute. Kaum wurde die Strecke frei, gaben sie wieder Gas, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die Motoren brüllten durch die Häuserschluchten, die Geräusche hallten zwischen den Mauern wider, und für einen Moment fühlte sich Peschiera eher wie eine Rennstrecke als wie ein Urlaubsort am Gardasee an. Spätestens da verstand ich, warum Menschen stundenlang auf diese Autos warten.
Dann, nach einer kurzen Pause, die sich anfühlte wie der Szenenwechsel in einem Theaterstück, kamen die eigentlichen Stars des Tages: die historischen Mille-Miglia-Fahrzeuge. Plötzlich rollten sie durch Peschiera, als hätte jemand ein Automobilmuseum zum Leben erweckt. Jaguar, Fiat, Alfa Romeo, Mercedes und unzählige andere Marken, deren Baujahre man normalerweise nur auf kleinen Schildern hinter Absperrungen liest. Jetzt fuhren sie direkt vor uns vorbei, mit laufenden Motoren, knatternden Auspuffen und Fahrern, die aussahen, als wären sie gerade einem alten Schwarzweißfilm entstiegen.
Lederhauben, Fliegerbrillen, wehende Schals – es fehlte eigentlich nur noch, dass jemand nach einer Zigarette und einer Straßenkarte von 1938 fragte. Manche Wagen wirkten elegant, manche wild, manche so klein, dass man sich fragte, ob man sie im Notfall einfach unter den Arm nehmen könnte. Aber alle hatten diesen besonderen Charme, den moderne Autos bei aller Technik selten erreichen. Sie fahren nicht einfach vorbei. Sie erzählen eine Geschichte. Man hört sie, riecht sie und hofft gleichzeitig, dass die Bremsen wissen, was sie tun.

Besonders sympathisch waren die kleinen Fahrzeuge, die sich tapfer zwischen den großen Sportwagen behaupteten. Da rollte ein winziger Fiat vorbei, kaum größer als ein heutiger Einkaufswagen, und benahm sich dabei mit einer Würde, als hätte er gerade die Pole Position erobert. Die großen Jaguars wirkten dagegen fast majestätisch, glitten über die Brücken und entlang des Wassers, als hätten sie alle Zeit der Welt.
Dazwischen blitzte Chrom in der Sonne, Motoren knatterten, Zuschauer applaudierten und überall standen Menschen mit Handys und Kameras, die versuchten, genau diesen einen perfekten Moment festzuhalten. Und dann tauchten plötzlich moderne Ferraris und Porsche als Begleitfahrzeuge auf. Der Kontrast war herrlich. Hier ein Fahrzeug aus einer Zeit, in der man zum Navigieren noch Karten faltete. Daneben ein Auto, das vermutlich mehr Rechenleistung besitzt als die Mondlandefähre.
Wir standen zwischen Wasser, Festungsmauern und einer begeisterten Menschenmenge und ließen uns von der Stimmung mitreißen. Eigentlich waren wir morgens wegen eines Wochenmarktes nach Desenzano gefahren. Am Ende standen wir in Peschiera und schauten Oldtimern beim Vorbeifahren zu. Manchmal tauscht das Leben eben die Salami gegen einen Jaguar XK. Und wenn man ehrlich ist, war das an diesem Tag ein ziemlich guter Tausch.
Irgendwann war der letzte Applaus verklungen, und wir machten uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Durchgeschwitzt, voller Eindrücke und mit dem Gefühl, dass dieser Tag locker für drei Urlaubstage gereicht hätte. Manche Tage kommen einfach mit Übergepäck. Ganz vorbei war die Geschichte allerdings noch nicht. Kaum hatte ich das Fahrrad am Campingplatz abgestellt, schnappte ich mir mein Handy und fuhr noch einmal zurück zur Strecke. Noah musste das sehen.

Also stand ich wenig später wieder am Straßenrand und hielt ihm per FaceTime die vorbeifahrenden Fahrzeuge vor die Kamera. Mal filmte ich die Oldtimer, mal mich, dann wieder die Autos. Technisch vermutlich keine Meisterleistung, emotional aber ganz weit vorne. Noah hing begeistert am Bildschirm und ich vermutlich genauso begeistert am Handy. Wir standen eine ganze Weile so da – ich in Peschiera, er zu Hause – und bestaunten gemeinsam Autos, die älter waren als seine Großeltern.
Das Schönste daran war eigentlich gar nicht die Mille Miglia selbst. Sondern Noahs Gesicht auf dem Display, das bei jedem vorbeifahrenden Oldtimer noch ein kleines bisschen mehr strahlte. Es gibt Momente, die sind nicht perfekt geplant, nicht besonders vernünftig und schon gar nicht effizient. Aber sie bleiben hängen. Genau deshalb.
Als die Dämmerung langsam über den Gardasee zog und das Licht dieses warme Abendgold annahm, das man hier nie lange genug anschauen kann, machte ich mich endgültig auf den Heimweg. In der Ferne waren noch immer Motoren zu hören, während ich durch die ruhiger werdenden Straßen radelte. Hinter mir die Mille Miglia, vor mir der Campingplatz, im Kopf ein wilder Mix aus Ferraris, Fiat Topolinos, Oldtimern und einem Enkel, der an diesem Abend vermutlich ebenfalls zum Mille-Miglia-Fan geworden war.
Gute Nacht, Peschiera. Für einen Tag, der eigentlich nur mit einem Wochenmarkt beginnen sollte, hast du ganz schön abgeliefert.





































