Das Valley of Fire, Toiletten im Kleiderschrank und acht Margaritas
Nach zwei Frühstücken im Gold Coast wollten wir heute mal etwas Neues ausprobieren und fuhren ins Orleans zum French Market Buffet. Beide Hotels gehören zur gleichen Familie, weshalb unsere B-Connected Card auch hier zum Einsatz kam und uns einen ganzen Dollar Rabatt bescherte. Ein Dollar! In Las Vegas muss man schließlich mit Geld umgehen können, und während andere hier ihre Altersvorsorge am Roulettetisch verzocken, betrieben wir solides schwäbisches Finanzmanagement am Frühstücksbuffet.
Das French Market Buffet kostete zwar einen Dollar mehr als unser bisheriges Frühstück, war dafür aber auch deutlich besser. Es gab eigentlich alles, was man morgens braucht und einiges, von dem man bis dahin gar nicht wusste, dass man es morgens braucht. Spätestens bei den Kuchen in Farben, die in der Natur vermutlich nur bei tropischen Fröschen vorkommen, war klar: Dieser zusätzliche Dollar war hervorragend investiert.
Für heute hatten wir uns noch einmal Natur vorgenommen. Nach den Tagen Las Vegas war ein bisschen Fels, Sand und frische Luft vermutlich ohnehin keine schlechte Idee, bevor unser Gehirn endgültig anfing, in Neonfarben zu blinken. Ziel war das Valley of Fire, allerdings mussten wir vorher noch eine Angelegenheit von internationaler Bedeutung erledigen: Briefmarken kaufen. Seit ungefähr einer Woche schleppten wir Postkarten für Mutti & Co. durch den Westen der USA, sorgfältig geschrieben und vollständig adressiert, nur eben ohne jede Möglichkeit, sie tatsächlich auf die Reise zu schicken. Und in drei Tagen würden wir selbst schon wieder nach Hause fliegen. Es bestand also langsam die realistische Gefahr, dass wir schneller in Deutschland ankamen als unsere Karten überhaupt einen amerikanischen Briefkasten gesehen hatten. Die erste vom Navi vorgeschlagene Postadresse führte uns irgendwohin, nur nicht zu Briefmarken, beim zweiten Versuch hatten wir endlich Erfolg. Damit war die internationale Kommunikation gesichert und wir konnten uns den wirklich wichtigen Dingen widmen.
Etwa eine Stunde später erreichten wir das Valley of Fire, zahlten unsere zehn Dollar Eintritt und waren praktisch sofort wieder mittendrin in einer Landschaft, für die man eigentlich alle paar Meter anhalten möchte. Genau genommen taten wir das auch. Schon nach ungefähr einer Meile auf dem Valley of Fire Highway bogen wir auf die Scenic Loop Road ab und fanden mit Piano Rock und Arch Rock die ersten beiden Gründe, die Kamera aus dem Auto zu zerren. Beim Arch Rock braucht man wenigstens nicht lange zu überlegen, wie der Felsen zu seinem Namen gekommen ist. Ein Loch im roten Sandstein, ein bisschen Fantasie – fertig ist der Arch Rock. Natürlich reichte uns ein Foto davon nicht. Wir näherten uns der Sache fotografisch aus ungefähr sämtlichen bekannten Himmelsrichtungen, denn schließlich könnte Bild Nummer 47 einen entscheidenden Vorteil gegenüber Bild Nummer 46 besitzen.
Danach ging es weiter zur Mouse’s Tank Road, und allein diese Straße war schon fast ein eigenes Ausflugsziel. Der Asphalt schlängelte sich durch rote, orangefarbene, weiße und stellenweise fast rosafarbene Felsen, tauchte hinter kleinen Hügeln weg und kam ein Stück weiter wieder zum Vorschein. Eine dieser Straßen, bei denen man ständig denkt: Halt mal kurz an, das sieht gut aus. Und zweihundert Meter später wieder: Halt mal kurz an, das sieht jetzt aber wirklich gut aus. Auf diese Weise kommt man zwar nicht besonders effizient vorwärts, besitzt hinterher aber ungefähr 600 Fotos einer Straße. Wir fuhren bis zum Ende, drehten wieder um und stellten den Explorer schließlich am Parkplatz Nummer 3 ab. Denn jetzt kam der eigentliche Grund, weshalb wir heute hier waren: die Fire Wave.
Mit der Wave hatte ich schließlich noch eine Rechnung offen. Die große Variante in den Vermilion Cliffs war uns auf dieser Reise verwehrt geblieben, also musste nun eben die kleinere Schwester im Valley of Fire herhalten. Keine Permit-Lotterie, kein monatelanges Hoffen, kein Drama – einfach Auto abstellen, Straße überqueren und loslaufen. Das gefiel mir ausgesprochen gut. Vom Trailhead führte der Weg zunächst über Sand und anschließend immer weiter hinein in die Felsen. Mal ging es ein Stück hinunter, dann wieder über glatten Sandstein nach oben, und mit jedem Meter wurden die Farben interessanter. Rote Flächen gingen in weiße über, dazwischen liefen Streifen durch den Stein, als hätte jemand bei der Gestaltung irgendwann beschlossen, dass einfarbig eindeutig zu langweilig ist.
Unterwegs sorgte auch die örtliche Tierwelt dafür, dass wir nicht besonders schnell vorankamen. Kleine Eidechsen huschten über die warmen Steine, andere saßen erstaunlich geduldig herum und ließen sich fotografieren, als hätten sie mit Nevada Tourism einen Vertrag abgeschlossen. Sogar ein stattlicher Chuckwalla zeigte sich. Dazu blühten mitten zwischen Sand und Felsen die Kakteen in kräftigem Pink. Es war wieder einer dieser Momente, in denen man sich fragt, wie in dieser trockenen Landschaft überhaupt irgendetwas wachsen kann – und dann steht da ein Kaktus und veranstaltet eine Blumenschau. Hinweispfeile und Steinmännchen zeigten uns den Weg, sodass selbst wir es schafften, nach ungefähr einer halben Stunde tatsächlich dort anzukommen, wo wir hinwollten.
Und da lag sie vor uns: die Fire Wave. Roter und heller Sandstein zog sich in geschwungenen Linien durch den Fels, und das Beste daran war, dass wir den ganzen Platz für uns allein hatten. Kein Gedränge, niemand stand einem im Bild herum, niemand wartete hinter uns darauf, endlich genau denselben Fotopunkt zu übernehmen. Nur wir drei, Sonne, Wind und eine Kamera, die jetzt Überstunden machen musste. Natürlich liefen wir nicht einfach hin, sahen uns die Sache fünf Minuten an und gingen wieder. Wenn wir schon einmal eine Wave ohne Permit ergattert hatten, wurde sie auch ordentlich genutzt. Wir liefen über die Felsen, suchten nach immer neuen Perspektiven und fotografierten uns gegenseitig vor sämtlichen verfügbaren Streifen. Vermutlich existiert irgendwo auf dieser Welt für jeden einzelnen Quadratmeter Fire Wave mindestens ein Foto von uns.

Irgendwann mussten wir uns trotzdem wieder losreißen und machten uns zurück auf den Weg zum Auto. Auf dem Rückweg entdeckten wir noch weitere Eidechsen, weitere Felsen und selbstverständlich weitere Fotomotive, sodass aus dem einfachen Zurücklaufen ebenfalls keine besonders zielgerichtete Veranstaltung wurde. Kurz vor der Ausfahrt des Parks wartete dann noch der Elephant Rock. Bei manchen Felsformationen braucht man sehr viel Fantasie und jemanden daneben, der einem erklärt, was man angeblich erkennen soll. Beim Elephant Rock nicht. Der Elefant ist da, inklusive Rüssel, und Benni und ich kletterten natürlich hinter die Felsen, weil ein Elefant am Straßenrand zwar schön ist, ein Elefant mit uns dahinter aber offenbar noch schöner sein musste

Am späten Nachmittag fuhren wir zurück nach Las Vegas, wo gleichzeitig ein kleiner Einschnitt in unserem Hotelleben bevorstand: Wir verließen das Hard Rock. Durch ein ziemlich gutes Angebot von Meiers Weltreisen hatten wir für unsere letzten Nächte das SLS gebucht – 50 Euro pro Zimmer und Nacht inklusive Resort Fee, was für Las Vegas wirklich ein Schnäppchen war. Außerdem probieren wir hier gerne unterschiedliche Hotels aus, und das SLS war damals noch ziemlich neu. Das ehemalige Sahara war 2011 geschlossen, anschließend für rund 415 Millionen Dollar umgebaut und im August 2014 als SLS wiedereröffnet worden. Das klang zumindest auf dem Papier nach einer interessanten Mischung aus Las-Vegas-Geschichte und modernem Design.
Schon beim Betreten des Casinos war allerdings klar, dass „modernes Design“ ein sehr dehnbarer Begriff ist. Das relativ kleine Casino wirkte auf mich dunkel und irgendwie unfertig. Schwarze Decken, offenliegende Rohre und Leitungen, ein bisschen Fabrikhalle, ein bisschen „Wir waren mit der Decke noch nicht fertig und haben dann beschlossen, dass das Kunst ist“. Kann man mögen. Muss man aber nicht. An der Rezeption waren gerade einmal zwei Mitarbeiter beschäftigt und nach einer noch halbwegs erträglichen Wartezeit erwischte ich ausgerechnet den Herrn, der offenbar am Morgen beschlossen hatte, seine für diesen Tag zur Verfügung stehenden Wörter sparsam einzusetzen. Den üblichen 20-Dollar-Versuch ließ ich bei seiner Ausstrahlung vorsichtshalber gleich bleiben und fragte stattdessen freundlich, ob vielleicht ein Zimmer etwas weiter oben mit schöner Aussicht möglich wäre. Keine Antwort. Er überreichte mir die Karten und das Heftchen mit der Zimmernummer. „The elevator is on the right.“ Damit war sein Gesprächsbudget offenbar erschöpft.
Unsere Zimmer lagen im achten Stock. Die Aussicht bestand aus einer Klimaanlage. Nun gut. Wir hatten 50 Euro bezahlt, da kann man vermutlich nicht gleichzeitig Bellagio-Fountains, Grand Canyon und Sonnenuntergang verlangen. Interessanter wurde es allerdings, als wir uns das Zimmer genauer ansahen. Unbehandelte Betondecke, viel Gelb, weißes Plastik und Spiegel. Sehr viele Spiegel. Die Schranktüren waren verspiegelt, der Bereich rund ums Waschbecken war verspiegelt, über dem Bett hing ebenfalls ein riesiger Spiegel. Offenbar hatte jemand bei der Einrichtung einen Sonderposten Spiegel bekommen und beschlossen, dass ein Hotelzimmer gar nicht genug davon haben kann. Einen richtigen Kleiderschrank gab es dagegen nicht, dafür hing neben dem Fenster eine offene Kleiderstange. Das war zunächst ungewöhnlich, aber noch nicht wirklich besorgniserregend. Bis wir uns fragten, wo eigentlich Toilette und Dusche waren.
Die Antwort lautete: im Kleiderschrank. Oder zumindest dort, wo ein normaler Mensch sie niemals vermuten würde. Hinter einer großen Schiebetür leuchtete uns eine knallgelbe Toilette entgegen, hinter der nächsten versteckte sich die Dusche. Damit hatte das SLS praktisch den Multifunktionsschrank erfunden. Nur funktionierte das Ganze räumlich ungefähr so gut wie eine Familienfeier in einer Telefonzelle. Öffnete man die Duschtür, blockierte sie den Eingang. Schob jemand die Toilettentür auf, während ein anderer am Waschbecken stand, konnte man froh sein, anschließend noch einen Kopf zu besitzen. Besonders schön war allerdings die Toilettentür selbst, denn sie ließ sich nicht vollständig schließen. Ein Spalt von mindestens anderthalb Zentimetern blieb grundsätzlich offen. Privatsphäre wurde im SLS offenbar als überbewertetes Relikt des 20. Jahrhunderts betrachtet.
Stefan betrachtete die Konstruktion eine Weile und kündigte schließlich an: „Ich geh mal in den Schrank scheißen.“ Ein Satz, der in jedem anderen Hotel Anlass zur Sorge gegeben hätte, hier aber vollkommen korrekt war. Er machte sich lediglich Gedanken darüber, ob wir uns zu Hause wieder umgewöhnen würden. Nicht dass wir nach der Reise aus reiner Gewohnheit in den Kleiderschrank gingen. Ich war optimistisch. Andererseits hatten wir noch zwei Nächte vor uns.
Auch der Rest des Zimmers folgte konsequent dem Konzept „Design vor Vernunft“. Bettgestell und Sofa bestanden aus weißem Kunststoff und wirkten eher wie etwas, das man sich für einen sehr modernen Garten kaufen würde. Dafür war das Sofa beleuchtet. Warum auch immer. Andere Hotels bieten Minibar, Bademantel oder schöne Aussicht, wir hatten eine Klimaanlage vor dem Fenster und ein leuchtendes Sofa. Man muss seine Alleinstellungsmerkmale eben finden.
Dann fehlte auch noch der obligatorische Eiskübel. Da wir ohnehin noch einmal loswollten, fragte ich unten an der Rezeption danach und erwischte diesmal tatsächlich eine freundliche Mitarbeiterin. Der Eimer sollte innerhalb der nächsten halben Stunde aufs Zimmer gebracht werden, die Eismaschine befände sich bei den Aufzügen hinter einer Tür. Als wir später zurückkamen, stand der Eimer tatsächlich da. Die Tür zur Eismaschine war allerdings verschlossen. Wir probierten es eine Etage höher und eine tiefer – ebenfalls nichts. Also wieder Rezeption. Dort erklärte man mir nun, in unserem Gebäudeteil gebe es überhaupt keine Eismaschine. Die befänden sich in den anderen Türmen. Dorthin hatten wir allerdings keinen Zugang. Damit besaßen wir jetzt immerhin einen Eiskübel, dessen einzige realistische Verwendung darin bestand, ihn dekorativ neben das beleuchtete Sofa zu stellen. Meine Beziehung zum SLS hatte ihren Höhepunkt erreicht. Einmal und nie wieder.

Zum Glück hatte Benni für den Abend einen Wunsch, der zuverlässig bessere Laune versprach: Dick’s Last Resort im Excalibur. Dick’s ist schließlich kein Restaurant, in das man wegen besonders gepflegter Umgangsformen geht. Das Konzept besteht im Wesentlichen darin, dass die Kellner ihre Gäste beleidigen, ihnen alberne Papierhüte mit möglichst unverschämten Sprüchen aufsetzen und dabei so tun, als wären Service und Höflichkeit persönlich gegen sie gerichtete Erfindungen. Unsere Hüte waren entsprechend liebevoll beschriftet und schon nach kurzer Zeit saßen wir da wie eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit fragwürdigen Lebensentscheidungen. Zwischendurch brüllte ein Kellner in die Runde: „Hey, assholes – are you OK so far?“ Natürlich waren wir okay. Genau deswegen waren wir schließlich hier.
Das Motto von Dick’s lautet sinngemäß „mieses Essen, warmes Bier, schlechter Service“, wobei zumindest zwei Drittel davon gelogen waren. Das Bier war kalt und unser Essen richtig gut. Ribs, Wings, Pommes – genau das Richtige nach einem Tag im Valley of Fire und einem Nachmittag, an dem wir gelernt hatten, dass Toiletten durchaus als Schrankinhalt durchgehen können. Die Beleidigungen gab es kostenlos dazu. Man muss Las Vegas einfach lassen: Hier bekommt man für sein Geld wenigstens Unterhaltung.
Und eigentlich hätte man danach zufrieden ins Hotel zurückfahren können. Nur war heute der 17. März. St. Patrick’s Day. Und wir waren in Las Vegas. Außerdem wussten wir seit gestern, wo es Margaritas für 1,50 Dollar gab. Damit war die weitere Abendplanung praktisch alternativlos.
Also fuhren wir erneut nach Downtown und schon beim Betreten der Fremont Street war klar, dass St. Patrick’s Day hier nicht als dezenter kultureller Feiertag verstanden wurde. Die komplette Straße war grün. Grüne Hüte, grüne Shirts, grüne Perücken, grüne Glitzerboas, Kleeblätter in allen Größen und Menschen, die vermutlich bereits seit dem frühen Nachmittag nicht mehr genau wussten, weshalb sie eigentlich grün angezogen waren. Die Bands auf den Bühnen waren sogar noch besser als am Vorabend, die Fremont Street war rappelvoll und die Stimmung irgendwo zwischen Straßenfest, Karneval und kollektivem Kontrollverlust.
Dazu kamen natürlich wieder die Straßenkünstler. Wobei „Künstler“ in Downtown Las Vegas eine Berufsbezeichnung mit außerordentlich großzügiger Auslegung ist. Neben wirklich guten Musikern und Leuten, die mit Spraydosen erstaunliche Bilder produzierten, begegneten uns wieder Gestalten, bei denen man unwillkürlich langsamer wurde, obwohl man gleichzeitig wusste, dass man eigentlich schneller gehen sollte. Da war Elvis. Da waren Feen. Da waren Menschen in erstaunlich kleinen Kleidungsstücken. Und da war ein Herr, dessen Garderobe im Wesentlichen aus Halskette und knapper Hose bestand. Ein Passant gab ihm einen Dollar, woraufhin der Mann unverzüglich eine Art Tanz aufführte, die vermutlich in keinem bekannten Tanzkurs gelehrt wird. Man konnte nicht wegsehen. Man wollte wegsehen. Man sah trotzdem hin. Fremont Street eben.
Als wäre das noch nicht genug, begegnete uns anschließend ein Herr, der aussah, als hätte er morgens vor dem Kleiderschrank nicht entscheiden können, ob er heute Frank ’n’ Furter aus der Rocky Horror Picture Show oder Ace Frehley von KISS sein wollte und daraufhin beschlossen hatte: Warum nicht beides? Dazu trug er eine ausgesprochen knappe Netzhose mit der Aufschrift „Love Gun“ samt strategisch fragwürdig platziertem Pfeil. Es gibt Situationen, in denen man hinterher denkt, man hätte genauer hinschauen sollen. Das war keine davon.
Nach all diesen visuellen Eindrücken brauchten wir dringend etwas, das die Verarbeitung erleichterte, und steuerten zielstrebig unsere inzwischen liebgewonnene Sportbar im Fremont Casino an. Dort wartete schließlich das unschlagbare 1,50-Dollar-Margarita-Angebot. Da die Bar wieder voll war und wir keine Lust hatten, für jede einzelne Runde erneut anzustehen, entschieden wir uns für eine logistisch ausgereifte Lösung: acht Margaritas auf einmal. Insgesamt, wohlgemerkt. Nicht pro Person. Ich möchte das für die Nachwelt ausdrücklich festhalten. Auf dem Tisch stand anschließend eine beeindruckende Reihe kleiner Plastikbecher mit Salzrand, und wir machten uns gemütlich daran, unseren St. Patrick’s Day würdig ausklingen zu lassen.
Gegen 23 Uhr kehrten wir schließlich ins SLS zurück und betraten wieder unser knallgelbes Zimmer. Nach Valley of Fire, Fire Wave, Elephant Rock, Hotelwechsel, Kleiderschranktoilette, beleuchtetem Plastiksofa, Dick’s Last Resort, St. Patrick’s Day, halb nackten Straßenkünstlern und acht Margaritas war selbst für unsere Verhältnisse genug Programm in einen einzigen Tag gepackt. Ich warf noch einen Blick auf unser Multifunktionskabinett und ließ mich anschließend aufs Bett fallen.
Und während irgendwo neben uns vermutlich die Klimaanlage arbeitete, auf die wir von unserem Premiumzimmer aus so hervorragend schauen konnten, stand eines bereits nach wenigen Stunden im SLS fest: Wir vermissten das Hard Rock. Sehr.













































