Zwischen Ferrari, Fremont Street und 9.982 Kalorien – Las Vegas dreht endgültig durch
Auch heute beginnen wir unseren Tag mit einer jener Recherchen, die man nur deshalb guten Gewissens als kulturelle Feldstudie bezeichnen kann, weil das Wort „Frühstücksbuffet“ darin vorkommt. Nachdem sich das Arizona Charlie’s gestern preislich bereits sehr ordentlich geschlagen hatte, steht heute das Ports O’ Call Buffet im Gold Coast Casino auf unserem Testprogramm. 7,99 Dollar kostet das All-you-can-eat-Frühstück, mit Players Card wäre sogar noch ein Dollar weniger möglich gewesen. Normalerweise bin ich durchaus empfänglich für Rabatte, Coupons und sämtliche anderen Methoden, einem amerikanischen Unternehmen noch 83 Cent aus dem Kreuz zu leiern, aber heute haben wir Hunger. Und Hunger ist bekanntlich der natürliche Feind jeder Kundenkartenregistrierung. Also verzichten wir auf den zusätzlichen Dollar Ersparnis und stellen uns lieber direkt in die Schlange. Die ist etwas länger als gestern, was bei dem Preis allerdings nicht wirklich überrascht. Offenbar sind wir nicht die Einzigen, die für acht Dollar bereit sind, ihre morgendliche Nahrungsaufnahme in die Nähe eines Casinos zu verlegen.

Nach gerade einmal fünf Minuten sitzen wir trotzdem am Tisch, und das Buffet gefällt uns sogar noch ein bisschen besser als das im Arizona Charlie’s. Die Auswahl ist riesig, es gibt warme und kalte Gerichte, Eier in diversen Aggregatzuständen, Bacon, Würstchen, Kartoffeln, Obst und natürlich die unvermeidliche amerikanische Süßwarenabteilung, bei der man sich schon morgens um acht problemlos den Zuckerspiegel eines mittelgroßen Kindergeburtstags erarbeiten könnte. Für 7,99 Dollar ist das wirklich kaum zu schlagen. Las Vegas beherrscht diese eigenartige Kombination aus hemmungslosem Luxus und absurden Schnäppchen ziemlich perfekt: Ein paar Kilometer weiter kann man vermutlich für denselben Betrag gerade einmal an einem Cappuccino riechen, während wir hier theoretisch so lange frühstücken könnten, bis man uns mit einem Rollwagen aus dem Restaurant schiebt. Wir begnügen uns allerdings mit einer normalen Menge Nahrung – zumindest gemessen an amerikanischen Buffetmaßstäben – denn heute wollen wir noch ein ordentliches Stück Las Vegas ablaufen.

Nachdem wir gestern den südlicheren Teil des Strips unsicher gemacht haben, parken wir heute beim Wynn und arbeiten uns von dort aus weiter vor. Bereits von außen gehören Wynn und Encore zu den eleganteren Erscheinungen am Las Vegas Boulevard. Keine Pyramide, kein Piratenschiff, kein Eiffelturm und auch keine Freiheitsstatue, sondern zwei geschwungene Hochhäuser aus bronzefarbenem Glas, die so aussehen, als würden sie sich über den ganzen Themenpark-Zirkus ihrer Nachbarschaft ein wenig erhaben fühlen. Das Wynn eröffnete 2005 passend zum 100. Geburtstag von Las Vegas, drei Jahre später folgte mit dem Encore praktisch die luxuriöse Zugabe. Beide Resorts sind miteinander verbunden und innen genau so, wie man sich ein Hotel vorstellt, in dem vermutlich bereits die Topfpflanzen mehr kosten als unser kompletter Urlaub.
Überall Blumen, üppige Bepflanzung, kunstvolle Lampen, Teppiche, glänzende Flächen und Dekorationen, die so perfekt arrangiert wirken, als dürfe hier nicht einmal ein Blatt versehentlich in die falsche Richtung wachsen. Selbst die Spieltische sehen aus, als hätten sie eine Innenarchitektin. Und falls man während des Casinobesuchs plötzlich zu der Erkenntnis kommt, dass einem zum persönlichen Glück eigentlich nur noch ein Ferrari fehlt, ist auch das kein Problem. Im Wynn gibt es selbstverständlich einen entsprechenden Showroom. Man kennt das ja: Man geht morgens ein bisschen Blackjack spielen, verliert vielleicht 500 Dollar, läuft anschließend am Ferrari vorbei und denkt sich: Ach komm, warum nicht?!

Besonders faszinierend finde ich jedes Mal den Pokerraum. Egal wann wir hier vorbeikommen – morgens, mittags oder abends –, sämtliche Tische sind besetzt. Männer und Frauen sitzen konzentriert vor ihren Chips, Karten werden verteilt, Einsätze geschoben und aus allen Richtungen hört man dieses permanente Klackern der Pokerchips. Ein eigenartiges Geräusch, fast hypnotisch. Vor dem Raum gibt es sogar eine Warteliste für Spieler, die darauf hoffen, irgendwann einen freien Platz zu ergattern. Ich könnte hier ewig stehen und zuschauen, obwohl ich vermutlich bereits nach drei Minuten an einem dieser Tische mein komplettes Urlaubsgeld verlieren würde, weil mein Pokerface ungefähr so überzeugend ist wie ein Labrador vor einer geöffneten Wurstpackung.

Wir gehen kurz hinaus auf die Fußgängerbrücke und schauen über den nördlichen Strip. Unter uns schiebt sich der Verkehr über den Las Vegas Boulevard, gegenüber liegt das Mirage zwischen Palmen und künstlichen Wasserfällen, dahinter ragt der Stratosphere Tower in den inzwischen etwas wolkigeren Himmel. Von hier oben sieht Las Vegas fast erstaunlich normal aus. Autos fahren. Menschen laufen. Ampeln wechseln. Man muss nur kurz verdrängen, dass sich hinter den Fassaden mehrere tausend Spielautomaten, Gondeln, Vulkane, Ferrari-Händler und wahrscheinlich mindestens zwölf Elvis-Imitatoren befinden.

Anschließend geht es noch einmal ins Palazzo und weiter ins Venetian. Beide Hotels zusammen verfügen über mehr als 7.000 Zimmer, eine Zahl, bei der man sich unweigerlich fragt, ob man dort beim morgendlichen Gang zum Frühstück vorsichtshalber Proviant einpacken sollte. Wir kennen die Anlage inzwischen, schlendern aber trotzdem wieder gern hindurch. Das Palazzo empfängt uns mit seiner gewohnt opulenten Mischung aus Marmor, Säulen, riesigen Blumenarrangements und Dekorationen, die in einem normalen Wohnzimmer vermutlich bereits eine komplette Statikprüfung notwendig machen würden. Danach führt uns der Weg ins künstliche Venedig mit Canale Grande, Rialtobrücke und singenden Gondolieri. Wenn man oft genug hier war, gewöhnt man sich erstaunlich schnell daran, dass über einem ein dauerhaft blauer Kunsthimmel hängt und ein Mann im Ringelshirt italienische Lieder singt, während er amerikanische Touristen durch ein Einkaufszentrum rudert. Erst wenn man versucht, das jemandem zu erklären, merkt man wieder, wie bekloppt das eigentlich ist.
Am frühen Nachmittag wechseln wir schließlich die Kulisse komplett und fahren nach Downtown zur Fremont Street. Hier ist Las Vegas noch einmal eine andere Nummer. Weniger poliert, lauter, schräger und voller Menschen, die irgendwann offensichtlich beschlossen haben, dass eine reguläre Berufsausbildung überschätzt wird. Zwischen den Casinos stehen Straßenkünstler, Musiker und Maler. Einige davon sind richtig gut – besonders den Künstlern, die mit Spraydosen in wenigen Minuten fantastische Weltraumbilder auf Karton zaubern, könnte ich stundenlang zusehen. Dann gibt es allerdings noch die andere Kategorie: Menschen in teilweise fragwürdigen Kostümen, deren gesamtes Geschäftsmodell darin besteht, neben Touristen auf Fotos zu erscheinen und anschließend sehr bestimmt auf Trinkgeld hinzuweisen. Downtown Las Vegas ist ein Ort, an dem man innerhalb von drei Minuten einen begnadeten Künstler, einen halbnackten Superhelden und einen Elvis mit Bierbauch treffen kann, und niemand findet daran irgendetwas ungewöhnlich.
Und dann kommen wir zu unserem heutigen kulinarischen Höhepunkt. Wobei „kulinarisch“ beim Heart Attack Grill vielleicht ein etwas ambitioniertes Wort ist. Das Ding ist vollkommen irre.
Bereits von außen kündigt das Restaurant relativ deutlich an, dass hier niemand versucht, einen Wellnesspreis zu gewinnen. Der Name lautet Heart Attack Grill, das Logo sieht aus wie ein medizinisches Warnschild und irgendwo prangt die Botschaft, dass Menschen über 350 Pfund kostenlos essen. Anderswo würde man vermutlich versuchen, Gäste zu gesunder Ernährung zu bewegen. Hier wird Übergewicht als Rabattprogramm vermarktet. Las Vegas hat eine Grenze gefunden und selbstverständlich beschlossen, sie nicht nur zu überschreiten, sondern mit einem Monstertruck darüberzufahren.

Kaum betreten wir das Restaurant, werden wir von einer Kellnerin empfangen, die als Krankenschwester verkleidet ist – wobei „Krankenschwesternkostüm“ eher aus der Kategorie jener Kleidungsstücke stammt, die in einem echten Krankenhaus vermutlich sofort einen Betriebsrat auf den Plan rufen würden. Sie schickt uns zunächst in einen kleinen Gang, wo wir beide Patientenkittel übergezogen bekommen. Jawohl. Man kommt als Gast hinein und wird umgehend zum Patienten erklärt. Damit ist die Rollenverteilung geklärt: Die Kellnerinnen sind Nurses, die Gäste Patienten, und der Restaurantbesuch wird als medizinischer Notfall inszeniert. Sehr beruhigend, wenn man bedenkt, was anschließend auf der Speisekarte steht. Die besteht im Wesentlichen aus Burgern, Pommes und kulinarischer Rücksichtslosigkeit.
Der berühmteste Kandidat hört auf den beruhigenden Namen „Octuple Bypass Burger“. Acht Fleischpattys. Dazu Käse, Zwiebeln, Tomaten und all das andere Zeug, das man offenbar benötigt, um aus einem Burger ein Bauprojekt zu machen. Rund 1,4 Kilogramm schwer und laut damaliger Werbung knapp 10.000 Kalorien. Das entspricht ungefähr dem Energiebedarf eines durchschnittlichen Menschen für mehrere Tage – oder vermutlich einem verlängerten Wochenende als Holzfäller in Alaska. Auf Bildern sieht das Ding weniger nach Mittagessen aus als nach einem Statikproblem zwischen zwei Brötchenhälften. Wenn man ihn bestellt, müsste eigentlich automatisch jemand vom Bauamt kommen.

Wir sind jedoch Feiglinge und entscheiden uns für den Single Bypass Burger. Single Bypass. Der Kleine. Das Einsteigermodell der Herzchirurgie. Ich finde schon allein die Vorstellung großartig, dass man in diesem Restaurant beim Bestellen im Grunde zwischen verschiedenen Eskalationsstufen einer kardiologischen Operation wählt. „Was darf es sein?“ – „Ach, heute nur einen einfachen Bypass, ich muss später noch auf den Eiffelturm.“
Der Burger selbst schmeckt erstaunlich gut: saftiges Fleisch, Käse, Tomaten, Zwiebeln und ein ordentliches Brötchen. Nur irgendeine salsa-artige Sauce darauf trifft nicht ganz unseren Geschmack. Dafür sind die Pommes hervorragend – wobei man auch hier nicht etwa Pflanzenöl verwendet, denn das wäre ja möglicherweise zu vernünftig. Sie werden in Schweineschmalz frittiert. Wenn schon Herzinfarkt, dann schließlich mit Konzept. Diätgetränke gibt es übrigens ebenfalls nicht. Light Cola würde hier vermutlich als persönlicher Angriff auf die Firmenphilosophie gewertet.
Während wir essen, fällt uns allmählich auf, dass im Restaurant immer wieder Menschen nach vorne geführt werden. Zunächst denken wir noch, das gehöre irgendwie zur Show. Tut es auch. Allerdings auf eine Weise, die ich bis dahin wohl nicht ganz verstanden hatte. Wer seine Mahlzeit nicht aufisst, bekommt den Hintern versohlt. Und zwar nicht metaphorisch.

Gäste werden nach vorne gebeten, müssen sich über eine Art Pranger beugen und bekommen von einer der Krankenschwestern mit einem großen Holzbrett einen Klaps auf den Hintern. Einen durchaus ernstzunehmenden Klaps. Das Ganze findet natürlich unter großem Gejohle der übrigen Gäste statt. Wir beobachten die erste Bestrafung noch mit einer Mischung aus Belustigung und leichtem Unglauben. Beim zweiten Opfer wird mir langsam klar, dass ich gerade auf meinem Teller einen Burger und eine stattliche Portion Schweineschmalz-Pommes liegen habe, die ich mit absoluter Sicherheit nicht komplett schaffen werde. Das verändert die Atmosphäre beim Essen schlagartig. Eben noch gemütliches Mittagessen. Jetzt Überlebensstrategie.
Ich betrachte meine Pommes plötzlich nicht mehr als Beilage, sondern als Gegner. Stefan kaut ebenfalls auffallend konzentriert. Man bekommt in Restaurants ja gelegentlich gesagt, man solle seinen Teller leer essen. Normalerweise hängt daran allerdings nicht die Drohung körperlicher Züchtigung durch eine Frau im Krankenschwesternkostüm.
Ich rechne kurz meine Optionen durch. Alles aufessen und anschließend wahrscheinlich tatsächlich medizinische Hilfe benötigen. Oder Essen übrig lassen und öffentlich den Hintern versohlt bekommen. Beides besitzt gewisse Nachteile. Dann erscheint unsere Kellnerin am Tisch und fragt freundlich, ob alles in Ordnung sei. Meine Chance. Ich bestelle umgehend die Rechnung.
Hier wird ohnehin nur bar bezahlt, also ziehen wir die Sache möglichst unauffällig durch. Geld auf den Tisch, Rechnung erledigt, freundliches Lächeln – und dann verlassen wir das Heart Attack Grill in einem Tempo, das gerade noch nicht als Flucht gewertet werden kann. Ein Teil unserer Pommes bleibt zurück. Mein Hintern bleibt unversehrt. Erfolg.
Draußen müssen wir erst einmal lachen. Was für ein komplett bescheuerter Laden. Politisch korrekt ist daran ungefähr gar nichts. Vernünftig auch nicht. Gesund schon gar nicht. Aber genau deshalb passt das Ding perfekt nach Las Vegas. Nirgendwo sonst würde vermutlich jemand auf die Idee kommen, ein Restaurant rund um Herzinfarkte aufzubauen, Gäste als Patienten einzukleiden, Kellnerinnen als Krankenschwestern herumlaufen zu lassen, 10.000-Kalorien-Burger zu servieren und Menschen mit einem Holzbrett zu bestrafen, wenn sie nicht alles aufessen.
Und am Ende stehen die Leute Schlange. Las Vegas eben.
Nach diesem kulinarischen Nahtoderlebnis fahren wir zurück zum mittleren Strip, denn wir wollen heute noch auf den Eiffelturm. Klingt nach dem Heart Attack Grill fast schon ausgesprochen seriös. Für die Eiffel Tower Experience haben wir einen BOGO-Gutschein, also „Buy One, Get One Free“. Solche Coupons findet man in Las Vegas überall – in Magazinen, Hotelzimmern und Rabattheften – und selbstverständlich nutzen wir das. Wenn man schon einen halben Eiffelturm mitten in Nevada besucht, kann man wenigstens bei der Eintrittskarte sparen.

Der Aufzug bringt uns hinauf auf die Aussichtsplattform in etwa 140 Metern Höhe. Der Las-Vegas-Eiffelturm selbst ist rund 165 Meter hoch und damit halb so groß wie das Original in Paris, was für amerikanische Verhältnisse erstaunlich zurückhaltend wirkt. Oben ist die Plattform vollständig vergittert, vermutlich damit niemand auf dumme Ideen kommt. Zum Fotografieren gibt es kleine Öffnungen im Gitter, und natürlich sichere ich mir sofort einen Platz mit freiem Blick auf das Bellagio gegenüber.
Die Aussicht ist fantastisch. Direkt unter uns liegt der Strip, das Bellagio wirkt von oben plötzlich wie ein Modell, und der riesige See mit den Fontänen liegt praktisch zu unseren Füßen. Weiter nördlich sehen wir Mirage, Caesars Palace, Flamingo und den High Roller, südlich ziehen sich Planet Hollywood, MGM und die übrigen Hotels durch die Stadt. Je dunkler es wird, desto mehr beginnt Las Vegas zu leuchten. Ein Gebäude nach dem anderen schaltet seine Beleuchtung ein, Reklametafeln flackern auf, Autos bilden rote und weiße Lichtketten auf dem Boulevard und die Stadt verwandelt sich langsam in genau dieses Las Vegas, das nachts niemand mit irgendeiner anderen Stadt verwechseln könnte.
Wir bleiben oben und warten auf die nächste Fontänen-Show. Von hier aus ist das noch einmal eine völlig andere Perspektive. Unten am See sieht man vor allem die gewaltigen Wasserstrahlen. Von oben erkennt man dagegen die ganze Choreografie: Kreise, Linien, Bögen und ganze Wände aus Wasser bewegen sich synchron über die Oberfläche. Das Bellagio liegt dahinter wie eine Filmkulisse und inzwischen funkelt die ganze Stadt rundherum. Wir bleiben bis nach Einbruch der Dunkelheit und können uns kaum losreißen. Genau für solche Momente liebe ich Las Vegas. Am Boden ist es laut, chaotisch und vollkommen überdreht. Von hier oben sieht dieser ganze Irrsinn plötzlich wunderschön aus.
Irgendwann fahren wir wieder hinunter und beenden den Abend in den Miracle Mile Shops. Nach Burgern aus der kardiologischen Intensivstation wäre vernünftigerweise wahrscheinlich ein Apfel angebracht gewesen. Wir gehen zu Ben & Jerry’s. Man muss schließlich konsequent bleiben.
Direkt neben dem künstlichen Thunderstorm-Becken suchen wir uns ein Plätzchen und bestellen unsere Lieblingssorten: Coffee Coffee BuzzBuzzBuzz und Berry Berry Extraordinary. Beide gibt es bei uns zu Hause leider nicht, was ich persönlich für einen völlig unnötigen Missstand halte. Während wir unser Eis essen, beginnt neben uns die nächste künstliche Wetterlage. Nebel zieht über das Wasser, Licht färbt die Schwaden grün und violett, irgendwo donnert es und in einem Einkaufszentrum mitten in der Wüste wird ein Gewitter simuliert.
Wir sitzen daneben mit Eisbechern in der Hand. Ein paar Stunden zuvor trugen wir Krankenhauskittel, während Krankenschwestern mit Holzbrett Menschen den Hintern versohlten, weil sie ihre in Schweinefett frittierten Pommes nicht aufgegessen hatten. Davor waren wir bei Ferrari. Danach auf dem Eiffelturm. Wenn man diesen Tagesablauf jemandem erzählt, der noch nie in Las Vegas war, hält er einen vermutlich für leicht verwirrt.
Wer schon einmal hier war, sagt nur: Vegas, Baby!


























